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BeitragVerfasst: Mo 13.11.2017 0:02 
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do1mde hat geschrieben:
...habe ich ein kleines bisschen den Eindruck als ob Dich Deine Mega-Abneigung gegen das DAB-Zeugs etwas "voreingenommen" schreiben lässt?...

@ Mike :D Ja, das gebe ich auch offen zu. Nicht weil ich generell gegen Digital bin, im Gegenteil, man hat damit fantastische Möglichkeiten. Würden sie auch nur ansatzweise genutzt, wäre ich ein glühender Verfechter davon. Aber man nutzt sie nicht und versucht es dennoch als großen Wurf zu verkaufen, was es in der aktuellen Variante definitiv nicht ist. Ich bin der Meinung daß man mit einer modernen oder mittlerweile ehemals modernen Technologie, mit der man einen Systemwechsel herbeiführen will, mindestens die Qualität erreichen muß wie sie mit rein analoger Aufbereitung/Verteilung bereits Anfang der 80er Jahre Standard war. Ich finde, das ist nicht zuviel verlangt. Aber nicht einmal das wird geliefert. Heute wird der Übertragungsfehler zum Standard erhoben und als das Maß der Dinge verkündet. Und das nervt mich einfach.
do1mde hat geschrieben:
Wenn Du mal eine ordentliche Passage aus einem Dire-Straits-Song genauer anhörst müsstest Du doch das kalte Grausen kriegen wenn die Gitarre mal ganz leise nur mit den Fingerspitzen "gestreichelt" wird und Optimode den Hintergrund brutal rauschend anhebt - DAS findest Du besser als jeglichen Digitalkram?
Jein...leider sind mittlerweile die Analogsender durch Optimod und schmale digitale Zubringer meist so derart versaut, daß es auch mit UKW keinen Spaß (mehr) macht. Aber es gibt noch UKW-Sender die es nicht ganz so übertreiben und anscheinend auch mehr Bandbreite von der Quelle bis zum FM Sender fahren. BFBS Radio one ist z.B. so einer, zwar auch nicht beständig, das hängt immer etwas davon ab wo die jeweilige Sendung gerade herkommt aber qualitativ durchaus akzeptabel. Oder Rockland.FM im Osten, da ist zwar auch die Dynamik eingeschränkt, aber der Klangverlauf ist ok, die Höhen relativ transparent und differenziert.
Insbesondere bei guten alten Rocksongs fällt mir das "digitale Gezwirbel" im DAB total auf. Wenn ich z.B. BOB! im Bundesmux anhöre, dann rollen sich mir angesichts der Qualität die Nägel auf. BOB! hat aber offensichtlich auch Analogfrequenzen. Als ich QRL bedingt außerhalb unterwegs war hatte ich die Möglichkeit bei dem Sender zwischen analog und digital zu vergleichen. In DAB+ die Höhen total verzischelt (z.B. das Becken vom Schlagzeug, die Obertöne der Gitarren usw., alles irgendwie am Gurgeln, zischeln und schmirgeln, der typische Schmalband-Digitalsound eben) analog nicht. Das Gleiche habe ich vor ein paar Jahren bei Sunshine Live beobachtet. Analog relativ sauber, digital das gleiche Gezischel und Geschmirgel wie bei BOB!. Dynamikbefreit waren bei Sunshine übrigens beide Varianten.
dj3ue hat geschrieben:
Ah ok, wenn du so ein perfektes Ultraschall-Gehör hast, dann isses eben so.....
Habe ich nicht. Im Gegenteil. Ich bin mittlerweile über 50 und habe im Jugend-und frühen Erwachsenenalter regelmäßig Diskotheken und auch das eine oder andere Rockkonzert besucht, geschont habe ich mein Gehör bestimmt nicht. Und ich höre die Übertragungsfehler im DAB+ (vornehmlich im Bundesmux) trotzdem überdeutlich. Und das erschreckt mich nun wirklich. Wenn sogar ich mit meinem altersgemäßen Durchschnittsgehör in der Lage bin den Unterschied zwischen einer halbwegs naturgetreuen Quelle und der datenreduzierten Minimalsynthetik im DAB+ so deutlich herauszuhören daß mir DAB regelrecht auf den Zeiger geht, dann frage ich mich welche Entspannungstechnik man anwenden muß um das verdrängen zu können. Das kann man doch gar nicht überhören.
dj3ue hat geschrieben:
...Ich habe ja nicht behauptet, das es DAB mit einem unkomprimierten 1,4Mbit-Audio-Datenstrom aufnehmen kann...
DAB in der aktuell umgesetzten Variante kann es noch nicht einmal mit einer MP3 Datei mit >192kBit/s aufnehmen. Ich würde sogar behaupten daß eine MP3 bereits oberhalb 128kBit/s wesentlich besser klingt als der DAB Bundesmux.

dj3ue hat geschrieben:
Um auf die Überschrift zurück zu kommen:
DAB ist zwar nicht die absolute Perfektion, aber so brauchbar, dass man den UKW-Rundfunk nicht mit aller Gewalt künstlich beatmen muss....

UKW braucht man auch nicht künstlich beatmen. Es ist im Gegensatz zum DAB+ auch ohne Zwangsmaßnahmen wie dem Verkaufsverbot für rein analoge Empfänger oder einer immer wieder herumgeisternden UKW-Abschaltungsbeschwörung lebensfähig. Selbst Sabotageversuche durch Optimod und schmalbandige digitale Strecken in der Übertragungskette vom Studio zum Sender konnten UKW nichts anhaben. Man muß UKW nur in Ruhe lassen, dann erfreut es sich bester Gesundheit. DAB dagegen war doch spätestens mit dem zweiten Aufguß und der Wiederholung der Fehler schon krank, und selbst teure intensivmedizinische Maßnahmen (um mal bei dem Bild zu bleiben) würden das Ende lediglich hinauszögern.
Was aber anscheinend fest steht: UKW wird in DL in absehbarer Zeit nicht abgeschaltet, und wer sich den digitalen Schmalbandkram antun will, der kann es tun. Also ist doch für jeden etwas dabei.
Warum also daran rütteln?
In diesem Sinne...einen schönen Wochenstart.
Vy 73
Wilfried


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BeitragVerfasst: Mo 13.11.2017 1:25 
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Zitat:
Aber das in Karlsruhe nichts zu bekommen ist, ist allerdings etwas ungewöhnlich.

Auf ganz Karlsruhe kann man das sicher nicht münzen, aber diese Ecke hier zumindest. Habs vorhin mal wieder probiert: Alle paar Minuten Ausfälle, weil der Datenstrom nicht nachkommt. Das ist nerviger, als im Auto einen schlechten Sender zu haben. Da hört man wenigstens noch was, auch wenns knackt. FM hingegen kann ich das Dingens auf den Boden stellen bei fast eingefahrener Antenne und es dudelt immer noch. Daher ist es kein 1:1-Tausch für mich - wobei der Fußboden zwischen Kabel und Blechgehäusen natürlich nicht als Vergleichsargument dienen darf!

Auf Qualitätsargumente kann ich mich leider nicht einlassen - hier geht ja nichts. Allerdings ist es schon richtig, daß man grade bei den hohen Gitarren- oder Beckenanschlägen den Unterschied hören könnte. Das war früher bei mir unterm Kopfhöhrer ein Indiz, ob ein konvertriertes File gut oder Müll war. Schon deshalb habe ich bereits anno 1999 entschieden, alle meine - ab dann aktuellen - MP3's mit 256 bis 320kBit anzulegen. Es gibt heute bessere Formate, ich nutze es dennoch weiterhin, weil mit der Bitrate gibts nicht mehr viel zu mäkeln und alles nochmal neu? Ach... nö.

Wenn Wilfried das hört, wird wohl was dran sein. Ob das JEDEM "Dauerberieselten" auffällt, ist was anderes. Ob alle Sender gleich übel sind, kann ich wiederum nicht beurteilen. Einen Unterschied zur Schallplatte hören aber garantiert 100% der Verehrer der schwarzen Scheiben ;-) Teilweise zurecht, denn grade bei alten Stücken ging in der ersten Euphorie so manche Konversion wegen mangelder Dynamik voll ins Höschen!

Naja, zofft mal weiter - ich lese weiter mit. Vielleicht kann ich irgendwann mal tatsächlich mitreden!

73 Jörg


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BeitragVerfasst: Mo 13.11.2017 7:21 
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DL6IB hat geschrieben:
Doch, muß man - aus meiner Sicht - künstlich beatmen, denn bei mir gehts nach wie vor nicht. Mein DAB-Unterhaltungsradio, was ich mir letzten Dezember für mein "Kämmerlein" zugelegt habe, hat hier nach wie vor keinen durchgehenden Empfang - egal welchen Sender. FM-Modus funktioniert einwandfrei. Ich kann das DAB-Ding zum Glück umschalten und habe dann rauschfreien FM-Empfang... Nein, das Haus steht immer noch nicht abseits auf dem Land und auch irgendwelche störenden Einflüsse von Hochspannungsleitungen oder Fahrdrähten gibts in unmittelbarer Nähe nicht. Straßenbahn fährt knapp 300m LL südlich ;-)

Hallo,

bei dir ist doch vielleicht nichts ausgebaut oder beide Antennen unterscheiden sich stark.
Auf die Fläche verteilt dauert der Ausbau halt.

Ich finde es unmöglich für wenige unproduktive, vernarrte Konsumenten Studioqualität bereitzustellen, die sich nur produktive Leute wirklich leisten müssen.
Die können sich auch ruhig woanders versorgen und entsprechend dafür zahlen.


Peter


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BeitragVerfasst: Mo 13.11.2017 11:05 
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Zitat:
Die können sich auch ruhig woanders versorgen und entsprechend dafür zahlen.

Peter, Du vergißt dabei evtl., daß wir ALLE zwangsläufig für Fast-Studio-Qualität (also zumindest soweit man das auf FM mit dem Technikgedöns noch kann) bereits bezahlen. Warum also für den Ausgleich eines Rückschritts extra zahlen?

Wenn DAB+ für umme wäre und die G-Ätz-Gebühr entfallen würde, wäre das Geschrei sicherlich nur halb so groß ;-) Werbefreie Grundversorgung gibt es doch schon lange nicht mehr. Ist aber ein anderes Thema!


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BeitragVerfasst: Mo 13.11.2017 11:16 
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Laser-TV hat geschrieben:
Ich bin mittlerweile über 50 und habe im Jugend-und frühen Erwachsenenalter regelmäßig Diskotheken und auch das eine oder andere Rockkonzert besucht....
....es gab auch Diskotheken, die nicht "laut" waren ;-)
Ich mag es zwar heute noch, wenn der Bass an den Wimpern und Haaransatz kitzelt, aber nicht wenn die Höhen im Ohr knackt.
Spätestens dann musste ich raus aus dem Laden.

Zitat:
Und ich höre die Übertragungsfehler im DAB+ (vornehmlich im Bundesmux) trotzdem überdeutlich. Und das erschreckt mich nun wirklich.

Naja, ich hörs mir mal in einer ruhigen Stunde an, im Auto kann ich jedenfalls keinen "brutalen" Unterschied hören.....womit wir wieder bei der "Berieselung" wären.... ;-)

Zitat:
DAB in der aktuell umgesetzten Variante kann es noch nicht einmal mit einer MP3 Datei mit >192kBit/s aufnehmen. Ich würde sogar behaupten daß eine MP3 bereits oberhalb 128kBit/s wesentlich besser klingt als der DAB Bundesmux.

HEAAC ist zwar bei gleicher Datenrate effektiver wie MPEG-2, aber ich verstehe auch nicht, warum man so knausrig mit den Datenraten bei DAB ist.
Bandbreite ist doch reichlich vorhanden?

DL6IB hat geschrieben:
Einen Unterschied zur Schallplatte hören aber garantiert 100% der Verehrer der schwarzen Scheiben ;-) Teilweise zurecht, denn grade bei alten Stücken ging in der ersten Euphorie so manche Konversion wegen mangelder Dynamik voll ins Höschen!

Naja, Schallplatten spielen auch in einer ganz anderen "Liga".
Soweit ich mich erinnere, haben die Scheiben eine Dynamik von 20-25db, Maxis n bissl mehr, die CD (digitale Übertragung) liegt da bei 80 oder 90db rum?
Egal, is ja nich wichtig....
Ich denke, zum Thema ist alles wesentliche geschwätzt, oder?


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BeitragVerfasst: Mo 13.11.2017 11:20 
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DL6IB hat geschrieben:
Peter, Du vergißt dabei evtl., daß wir ALLE zwangsläufig für Fast-Studio-Qualität (also zumindest soweit man das auf FM mit dem Technikgedöns noch kann) bereits bezahlen. Warum also für den Ausgleich eines Rückschritts extra zahlen?

Hallo,

das bekommen man, übers Internett.
Man muß es nur wollen.

Am teuersten werden wohl aktive, selbst denkende Journalisten sein.


Peter


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BeitragVerfasst: Mo 13.11.2017 12:13 
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dj3ue hat geschrieben:

DL6IB hat geschrieben:
Einen Unterschied zur Schallplatte hören aber garantiert 100% der Verehrer der schwarzen Scheiben ;-) Teilweise zurecht, denn grade bei alten Stücken ging in der ersten Euphorie so manche Konversion wegen mangelder Dynamik voll ins Höschen!

Naja, Schallplatten spielen auch in einer ganz anderen "Liga".
Soweit ich mich erinnere, haben die Scheiben eine Dynamik von 20-25db,


Wäre schlimm wenn das so wäre, denn ich höre zu 90% Schallplatten und Analogbänder.
Der Dynamikbereich von Schallplatten liegt bei 40dB dafür hört man keine Klötzchen.

Heutzutage wird bei CDs dermassen stark komprimiert dass viele weniger als 40dB an Dynamik aufweisen.
Deswegen haben ich die letzten im vorigen Jahrhundert gekauft.

https://de.wikipedia.org/wiki/Loudness_war


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BeitragVerfasst: Mi 15.11.2017 19:51 
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dj3ue hat geschrieben:
Laser-TV hat geschrieben:
Und ich höre die Übertragungsfehler im DAB+ (vornehmlich im Bundesmux) trotzdem überdeutlich. Und das erschreckt mich nun wirklich.

Naja, ich hörs mir mal in einer ruhigen Stunde an, im Auto kann ich jedenfalls keinen "brutalen" Unterschied hören.....womit wir wieder bei der "Berieselung" wären.... ;-)

Ich hab mir ma in einer gemütlichen Stunde n bissl Chillout auf "Absolut Relax" und n bissl Klassik auf "Klassikradio" angehört.
Beides im Bundesmix mit 72kbit AAC, mit einem InEar-Hörer der 50€-Klasse (Sennheiser CX-400II) an zwei unterschiedlichen Receivern (Dabman-100, Lenco PDR-04):
Wilfreid, ich kann beim Besten Willen keine "überdeutlichen Übertragungsfehler" ausmachen.
Ich hatte vielleicht manchmal den Eindruck, das leise und gleichmäßige Passagen nicht ganz sauber an der Schnur laufen, aber auf keinen Fall "überdeutlich".


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BeitragVerfasst: Mi 15.11.2017 23:43 
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Zitat:
InEar-Hörer der 50€-Klasse (Sennheiser CX-400II) an zwei unterschiedlichen Receivern (Dabman-100, Lenco PDR-04)


Naja, einen 50-EUR-Hörer an zwei Brüllwürfel der gleichen Preisklasse anzuschließen ist eines. Damit mehr hören zu wollen, als das Ding wahrscheinlich hergibt (optimiert auf die 0,8W-Minilautsprecher), ist was anderes. Ich denke, daß man das nur mit einem "richtigen" gemischten FM/DAB+-Tuner an einer Hifi-Anlage richtig beurteilen kann.

Ich will Deine Geräte nicht schmälern, ich hab auch nichts besseres. Allerdings würde ich mich auch nicht trauen, damit einen Klangvergleich anzustellen ;-)
Vielleicht findet sich einer, der uns mal ein Vergleichs-MP3 (oder WAV) zur Verfügung stellt. Dann hätte diese Endlosdiskussion um DAB+ vs FM mal eine verwertbare Grundlage außerhalb der schieren Kompressionsdaten.


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BeitragVerfasst: Do 16.11.2017 10:13 
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Wenn ich das hier so mitlese wird mir mein Knalltrauma aus der BW Zeit immer sympatischer. Die Sorgen habe ich zum Glück nicht. 8)

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Karsten
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BeitragVerfasst: Do 16.11.2017 18:17 
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DL6IB hat geschrieben:
Ich denke, daß man das nur mit einem "richtigen" gemischten FM/DAB+-Tuner an einer Hifi-Anlage richtig beurteilen kann.

Mach mal einen "billigen" und einen "richtigen" Receiver auf und kuck ma, was für ein DAB-Chip drin werkelt?
In 90% der Fälle ist es ein
- Alps
- Frontier Silicone
- Silicon Labs
- Quantek

Das sind "nur" D/A-Wandler, die nach der Norm EN300401 ackern, egal ob das Gerät 30€ oder 500€ kostet.
Danach wird der synthetische Klang analog auf einen definierten Level angehoben.
Erwartest du da "brutale" Qualitätstunterschiede? Ich habe da meine Zweifel.....

In dem externen DAB-USB-Adapter für mein Autoradio (Dension) arbeitet ein DAB-Wandler von STMicroelectronics.
Die haben auch gleich noch einen ARM Cortex-M3 mit 32bit und 120Mhz angehängt.
Auch hier konnte ich leider keinen "Unterschied" heraus hören....

Egal.....ich stell mir einfach vor, das ein Knalltrauma immer schlimmer ist als unser Digitalradio.... ;-)


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BeitragVerfasst: Do 16.11.2017 18:43 
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DL6IB hat geschrieben:
Zitat:
InEar-Hörer der 50€-Klasse (Sennheiser CX-400II) an zwei unterschiedlichen Receivern (Dabman-100, Lenco PDR-04)


Naja, einen 50-EUR-Hörer an zwei Brüllwürfel der gleichen Preisklasse anzuschließen ist eines. Damit mehr hören zu wollen, als das Ding wahrscheinlich hergibt (optimiert auf die 0,8W-Minilautsprecher), ist was anderes. Ich denke, daß man das nur mit einem "richtigen" gemischten FM/DAB+-Tuner an einer Hifi-Anlage richtig beurteilen kann.

Ich will Deine Geräte nicht schmälern, ich hab auch nichts besseres. Allerdings würde ich mich auch nicht trauen, damit einen Klangvergleich anzustellen ;-)
Vielleicht findet sich einer, der uns mal ein Vergleichs-MP3 (oder WAV) zur Verfügung stellt. Dann hätte diese Endlosdiskussion um DAB+ vs FM mal eine verwertbare Grundlage außerhalb der schieren Kompressionsdaten.


...ich habe einen "richtigen" FM/DAB+-Tuner an der HiFi-Anlage in Betrieb. Die Antenne für DAB/FM ist lediglich eine Wurfantenne und ist echt kein Kracher.....daher hab ich den Tuner ausschließlich via WLan als Internetradio laufen. An meinem ehemaligen Standort hatte ich einen weitaus besseren Empfang der seit dem Wohnortwechsel nicht mehr gegeben ist - und ich sehe auch nicht ein zusätzlich irgendwelche Aussenantennen zu installieren und die Antenne des Tuners umzubauen.
Es ist schon so - wenn man eine Grundabneigung gegen DAB hat und Argumente sucht, wird man garantiert fündig. Man muss ja auch nicht auf den Zug aufspringen, FM läuft ja noch und wird auch weiterhin laufen. Mühsam Mitschnitte zum Vergleich zu machen - naja - ganz ehrlich....keine Zeit, keine Lust - allein schon da ich niemanden von DAB+ überzeugen muss/will, aber auch niemand unbedingt kampfmäßig abraten muss. Es ist eines der leichtesten Übungen im nächstgelegenen "ichbindochnichtblödMarkt" bei tatsächlichem Interesse mal reinzuschauen und sich das Ganze "live" anzuhören und sich ein Bild davon zu machen :wink:

73 Mike

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BeitragVerfasst: Do 16.11.2017 22:28 
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do1mde hat geschrieben:

Es ist schon so - wenn man eine Grundabneigung gegen DAB hat und Argumente sucht, wird man garantiert fündig.


...eigentlich wollte ich mich schon aus der Diskussion zurückziehen, weil das schnell ins Endlose geht und letztendlich nur noch persönliche Meinungen ausgetauscht werden. Aber ich will nochmal darlegen, daß ich nichts hersuche o.ä. Ich habe mir damals in 2011 einen DAB Stick gekauft, und anschließend ein DAB fähiges Radio, weil ich mich gefreut habe daß es endlich qualitativ vorwärts geht (dachte ich damals wirklich). Aber mir ist im Gebrauch der neuen Technik schnell aufgefallen, daß das eine Mogelpackung ist. Ich war wirklich vollkommen unvoreingenommen und habe meine Abneigung eigentlich erst angesichts des mageren Ergebnisses ausgebildet. Dennoch habe ich mir in mein mittlerweile zweites QRL Fahrzeug ein DAB Modul mit ins Radio bauen lassen in der Hoffnung, daß die Bandbreite vielleicht doch noch etwas aufgebohrt und das Sendernetz irgendwann besser ausgebaut wird. Nun sind sechs Jahre vergangen.
Nichts ist passiert. Im Gegenteil. ich habe den Eindruck daß der heutige DAB Sound noch schlechter ist als in 2011, und in Teilen Norddeutschlands ist die Versorgung nach wie vor ein Armutszeugnis
Natürlich wollte ich seinerzeit wissen warum das so synthetisch klingt und habe verschiedene weitere Empfänger getestet und als das auch nicht weiter führte die Hintergründe recherchiert. Diverse Abhandlungen über Spektralbandreplikation untermauern beispielsweise, warum das so klingt wie es klingt, und nicht wie es klingen könnte wenn man nur ein wenig mehr Bandbreite spendieren würde. Und daß ich nicht allein bin mit meiner "persönlichen Abneigung" belegen zahlreiche Einträge und z.T hitzige Diskussionen in diversen Foren, persönliche Gespräche mit unterschiedlichen Leuten zu dem Thema usw. Das Problem ist und bleiben die zu geringen Bitraten in Kombination mit der Spektralbandreplikation.
Nochmal: DAB heute klingt um Welten schlechter als FM in den 80er Jahren. Und das ist kein Fortschritt. Bis max. 5-8kHz tatsächlich übertragen und der Rest darüber im Empfänger anhand der tieferen Frequenzen irgendwie synthetisiert kann einfach nicht naturgetreu klingen. Wie auch? Ich verstehe nicht was es da zu diskutieren gibt. Wenn einem das nicht auffällt oder man den typischen Digitalsound sogar mag (soll ja im Sprechfunk auch vorkommen, Siehe DMR, D-Star, C4FM im Narrow Mode...), dann hat das sicherlich Gründe, aber damit wird das eigentliche Problem nicht beseitigt. Ich weiß noch als damals die ersten viel zu stark komprimierten MP3 Kopien über zwei gebündelte ISDN Kanäle gezogen werden konnten, wie die Leute im Bekanntenkreis darauf total abgefahren sind. Obwohl die teilweise nur mit 128kBit/s oder deutlich weniger absolut grottig klangen. Ein eigenartiges Phänomen...Aber manche Menschen scheinen es umso besser zu finden, je künstlicher sowas klingt. Vielleicht wird das Gehirn dann nicht so stark mit differenzierten Sinnesreizen "belastet" und kann weiter auf Sparflamme arbeiten, hi.
Scherz beiseite...
Am letzten Dienstag bin ich quer durch die Republik gefahren, von Hannover nach Augsburg, dort ein wenig QRL und dann wieder zurück. Im Raum Kassel hat Radio BOB! eine UKW Frequenz. Und so konnte ich direkt hin und herschalten und vergleichen. Das Schlüsselerlebnis kam, als gerade "Time" von Pink Floyd lief.
Folgende Dinge sind mir aufgefallen:
1. DAB ist im Vergleich mit UKW deutlich lauter. Wenn man von UKW auf DAB umschaltet denkt man erstmal...wow...weil einen die höhere Lautstärke geradezu anspringt, was ich in der ersten Sekunde sogar als angenehm empfunden habe.
Dreht man aber die Lautstärke wieder auf UKW Niveau herunter, war dieser vordergründig positive Effekt weg. Allerdings fielen in den Höhen und höheren Mitten die typischen digitalen Effekte wieder unangenehm auf. Irgend ein schwer beschreibbares Gezwirbel. Gerade bei solchen Klassikern hört man das besonders. Bei der sonst üblichen Dudelmucke wiederum ist der Unterschied zwischen FM und DAB nicht ganz so krass, aber dennoch hörbar.
2. Das DAB Signal war fast eine halbe Minute verzögert. Das ist zwar nicht weiter schlimm, aber ich wollte es der Vollständigkeit halber auch noch erwähnen.
Ansonsten...
natürlich hat Mike Recht. UKW läuft weiter, DAB gibt es auch noch, niemand wird gezwungen eines der beiden Medien zu nutzen. Und das ist gut so. So lange die UKW-Abschaltfanatiker die Füße still halten, habe ich mit DAB auch kein Problem, schalte es sogar hin und wieder mal ein. So ganz habe ich die Hoffnung auf bessere Qualität immer noch nicht aufgegeben. Und wenn es mich nervt, das Gerät hat einen Knopf, mit dem man es aus-oder umschalten kann :D
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Wilfried


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BeitragVerfasst: Do 16.11.2017 23:39 
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Zitat:
Es ist schon so - wenn man eine Grundabneigung gegen DAB hat und Argumente sucht,

Ich habe keine Grundabneigung und suche keine Argumente. Für Wilfried möchte ich nicht sprechen, er ist groß genug und hat das bereits getan ;-)

Zitat:
Es ist eines der leichtesten Übungen im nächstgelegenen "ichbindochnichtblödMarkt" bei tatsächlichem Interesse mal reinzuschauen und sich das Ganze "live" anzuhören

Das ist mir dann zu blöd, denn FM läuft noch ganz hervorragend. Da geht es mir, wie Dir mit dem Mitschnitt. Wenn ich mal zufällig drin bin und dran denke, mache ich mir mein eigenes Bild. Wobei ich sicher nicht mehr ganz Studiotauglich bin, denn bei mir pfeiffts und rauschts - auch nachts ;->. Nein, der große Diskogänger war ich nie - aber es gibt auch so genug Krach.

Zitat:
Danach wird der synthetische Klang analog auf einen definierten Level angehoben.
Erwartest du da "brutale" Qualitätstunterschiede? Ich habe da meine Zweifel.....

Ich kann nur für die alte Technik sprechen und da gab es hörbare Unterschiede in der Klangaufbereitung auch bei gleichem Tunerbaustein. Wenn sich das wirklich so sehr verändert hat - OK. Ich kanns nicht vergleichen und glaubs mal so.


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BeitragVerfasst: Fr 17.11.2017 20:24 
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DL6IB hat geschrieben:
Wenn ich mal zufällig drin bin und dran denke, mache ich mir mein eigenes Bild. Wobei ich sicher nicht mehr ganz Studiotauglich bin, denn bei mir pfeiffts und rauschts - auch nachts ;->. Nein, der große Diskogänger war ich nie - aber es gibt auch so genug Krach.

Damit die Mitleser mal selbst hören können, über was wir hier diskutieren:

Ich habe hier einen kurzen Mitschnitt über 27 Sekunden von Klassik-Radio via DAB+
Der Sender wird übertragen im bundesweiten Programm-Mix ("BundesMix") mit 72kbit in "High Efficiency Adcanced Audio Coding V2"
https://de.wikipedia.org/wiki/MPEG-4_High_Efficiency_Advanced_Audio_Coding#AAC.2B_v2

Receiver ist ein Dension DAB+U für (Auto-)Radios mit USB-Eingang.
http://www.dension.com/de/automotive/produkte/dab-radioloesungen/dabu-ueber-usb

Dieser recodiert(!) den Datenstrom von 72kbit HE-AAC in ein MP3 mit 320kbit, damit er sich gegenüber einem USB-Radio wie ein möglichst verlustarmer MP3-Player verhalten kann.
Dazu "emuliert" er pro Sender ein MP3-File mit 1GB Länge und einer Spielzeit von ca. 7,5h.
Gleichzeitig wir der Sendername als MP3-ID-Tag angehängt.
Mit dem PC habe ich den MP3-Datenstrom direkt auf die Platte laufen lassen.

Da der Mitschnitt von 1MB zu groß als Anhang war, habe ich ihn bei einem kostenlosen Filehoster hinterlegen müssen:
https://www.sendspace.com/file/05652l

Wilfried, deine ganz ehrliche Meinung:
Wie findest du die Qualität gegenüber einem UKW-Signal?
...die dynamische Kompression mal außen vor gelassen ;-)


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