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 Betreff des Beitrags: KW-Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mo 30.11.2015 16:00 
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Hallo Forum,

habe vor, mich nochmal im Eigenbau zu versuchen. Allerdings ist seit meinen ersten Eigenbaugeräten in den Anfängen meiner AFU-Tätigkeiten die Technik derart weiter fortgeschritten, daß ich mittlerweile gerne auf fertige Baugruppen zugrückreifen würde.
Dabei ist mir folgendes Angebot im Internet aufgefallen: http://www.ebay.de/itm/262070587730?_tr ... EBIDX%3AIT

Kann von Euch jemand etwas dazu sagen?
Hat jemand dieses Teil schonmal in den Händen gehabt?

Ich freue mich auf jeden Kommentar dazu.

vy 73
Lothar

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 Betreff des Beitrags: Re: KW-Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mo 30.11.2015 16:27 
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Hab die Dinger auch schon auf aliexpress gesehen.
Lass die Finger davon; schon nur die Tatsache, dass fürs Quarzfilter lowprofile HC/49US Quarze verwendet werden, spricht Bände; zudem hast du mit einem solchen 'Brett' auch keinen Einfluss mehr auf so wichtige Parameter wie z.B. ZF-Frequenz und Filterdurchlassbreite. Der Schaltplan als solches gibt auch nicht viel her, Details kannste vergessen - also bleibt es der sprichwörtliche Kauf der Katze im Sack.
Überdies ist dort nichts zu finden, was man nicht auch selbst realisieren werden kann; weder Eingangsbandfilter noch Quarzfilter sind eine Hexerei und man hat die Parameter auch wirklich in der Hand.
Rausgeworfenes Geld wie auch die meisten HF-PAs, die mittlerweilen überall angeboten werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: KW-Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Di 1.12.2015 9:45 
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Danke erstmal für deine Einschätzung.

Nunja, ein High-End-Gerät ist das ganz sicher nicht, danach suche ich auch garnicht.
Man muss auch immer den monetären Gegenwert im Auge behalten.

Ich hatte auchschon erwogen alles selbst zu berechnen und zusammenzustellen, aber ich glaube, mir ist die Zeit davongelaufen.
Alleine das Zusammensuchen der Teile und hundertmal Porto für Bestellungen bezahlen macht den Eigenbau unattraktiv.

Bin also weiterhin auf der Suche nach fertigen Baugruppen, allerdings gibt der Markt nicht allzuviel her.

Dennoch, ich gebe nicht auf.

vy73
Lothar

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 Betreff des Beitrags: Re: KW-Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Di 1.12.2015 10:15 
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Hi Lothar,
Ringmischer, Einfachsuper mit Ladderfilter, Bandfilter, Pa ..alles kein Problem. (z.B. Elecraft K2)
Die Frage ist nur: Analoger VFO 5-5,5Mhz mit Bandmischquarzen ? ( alte Jesue Geräte z.B. )
Analoger VFO gemixt mit 100 KHZ Steps PLL ? ( alte Siemens Geräte)
Digitale 3-Schleifen PLL mit 10 Hz Steps ? ( z.B. TS430, nix für Anfänger)
DDS 10 Bit ? ( Probleme mit Spurs )
DDS 14 Bit ? ( Probleme mit extremfummel SMD )
SI570 Chip Bausatz aus dem FA Shop ? ( klackert beim abstimmen )

Monoband Transceiver analgo ist sicher die einfachste Baustelle.
10 Khz-30 MHz durchgehend bietet sich dann Doppelsuper mit Roofingfiltern an.

DU musst dich entscheiden ;)

73 de DL3FOX Uwe

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 Betreff des Beitrags: Re: KW-Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Di 1.12.2015 10:23 
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Hallo Lothar

Mit fertigen Baugruppen wirds sicher nicht einfach. Ich geb mal folgende Punkte zu bedenken:

- muss es denn ein Mehrbandtransceiver werden? Der Aufwand für einen Singlebander ist sicher überschaubarer als für einen Mehrbander.
- Bauteile gibt es heutzutage günstig und ohne horrende Versandkosten im Chinabazar; ich kaufe praktisch nur noch so ein und hatte von mittlerweilen über 150 Bestellungen ein einziges Mal ein Problem mit der Zustellung, worauf ich den Kaufpreis rückerstattet erhalten hab. Natürlich sei erwähnt, dass die Lieferung dauern kann.
- Wenn du eher nach einem Baugruppenprojekt schaust, welches du nur noch zusammenfügen musst, wäre vielleicht ein K2 etwas; den gibt es soweit ich weiss noch; das Risiko eines Fehlschlags wäre damit sicher sehr gering. Allerdings weiss ich dann doch nicht, ob das noch als 'Selbstbau' zu werten ist.

Wenn ich die Baugruppen der von dir gefundenen Platine sehe, wäre da an Material zu nennen.

- Eingangsbandfilter; schau dazu doch mal http://www.wolfgang-wippermann.de/bandfilterbaluncqdl062004.pdf an. Mit seinem Vorschlag lässt sich ein Eingangs-BPF mit einem Ringkern und ein paar Kondensatoren realisieren.
- Quarzfilter; mit Dishal http://www.bartelsos.de/dk7jb.php/quarzfilter-horst-dj6evlässt sich das leicht selbst gestalten. Als Materialgrundlage braucht es einen Sack mit Quarzen derselben Frequenz, vielleicht 100 Stück, die man durchnummeriert und dann nach ähnlichen Parametern (C0, Fs, Fp) selektiert. Auch hier braucht es wieder Kondensatoren zusätzlich.
- Mischer; kannst wie offensichtlich in dem Projekt NE602 einsetzen; im Chinabazar gibt's 10 Stück für 3-4$

Damit hättest du die Funktionen der Platine eigentlich zusammen, für sagen wir mal 20€.


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 Betreff des Beitrags: Re: KW-Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Di 1.12.2015 10:36 
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Den NE612 NICHT als Breitband-Mischer einsetzen, der ist da als 1. Mixer vorm Quarzfilter hoffnungslos überfordert...
Guck mal QRP Projekt Berlin an, die haben meistens vernünftige Bausätze da. Die Baumappen kannst du kostenlos runter laden. Die Bausätze an sich sind relativ teuer.
Bauteile gibts bei Reichelt, Ringmischer bei Ebay.
Wen du auf Abgleichspulen(Neosid Kram taugt nix) verzichtest kannst du auch gut mit Ringkernen und Trimmer dazu arbeiten.

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 Betreff des Beitrags: Re: KW-Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Di 1.12.2015 12:35 
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Hallo Lothar,
finde ich es toll selbst einen KW-Tranceiver bauen zu wollen.
Ich bin zZt auch dran einen zu bauen; ich bediene mich allerdings eines Bausatzes. Es ist der mchf, ein SDR-TRX, den der OV I40-Sulingen probagiert und jede Menge Unterstützung bietet.
Schau mal auf deren Seite nach....
73 Wolfgang df6pe
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 Betreff des Beitrags: Re: KW-Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Di 1.12.2015 12:56 
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Ein SDR auf Basis eines Tayloemischers ist natürlich auch immer einen Versuch wert; allerdings wird es für den Homebrewer kaum möglich sein, ein Standalonegerät aufzubauen, es sei den man hat erweiterte Kenntnisse im Bereich Microprozessor/DSP-Programmierung. Aber man kann natürlich immer auf Computer und passende Software zurückgreifen.
Und so garstig wie der NE602 häufig dargestellt wird, ist er auch nicht; das ARRLs Low Power Communication Buch weist eine BDR von 110dB und ein MDS von -135dBm aus - es wird sicher erheblich von der Beschaltung abhängen, ob diese Werte erreicht werden können.


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 Betreff des Beitrags: Re: KW-Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Di 1.12.2015 20:54 
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Ich hab den gleichen Einfachsuper für 80/40m mal mit NE612 und einmal mit 7db Ringmischer gebaut.
Der NE612 hat hörbar mehr rumgemüllt.
IP3 : -13 dBm
Noch Fragen ? ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: KW-Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mi 2.12.2015 10:12 
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wow...Danke für die vielen Vorschläge, die muss ich jetzt mal durcharbeiten.

Also Monoband in Analogtechnik für AM, CW undauch DSB, habe ich schon vor viiiielen Jahren gebaut, sowohl Doppelsuperhet alsauch Einfachsuper.
Old School halt.
Diesmal soll es schon etwas anspruchsvoller werden.

Mein Problem ist grösstenteils, daß ich schon so lange aus der Materie draussen bin und die moderneren Bauteile, damit meine ich IC-Bezeichnungen, Transistoren u.s.w. nichtmehr kenne.

Ich habe Gottseidank alles aus meinen früheren Aktivitäten aufbewahrt, sodaß ich hier noch über große Mengen Widerstände, Kondensatoren, Transistoren und sonstige elektronische Bauteile verfüge. Selbige würde ich jetzt halt auch gerne verbasteln.

@HB9EVI, ich bin auch Kunde bei diversen China-Händlern und von deren Preisen angetan.
Die lange Lieferzeit nehme ich gerne in Kauf.

Gerade deshalb dachte ich mir, was die Chinesen für kleines Geld anbieten, das kann ich garnicht nachbauen.

Als Beispiel habe ich hier noch einen von mir selbst gebauten Frequenzzähler der heizt mir das Shack wenn er eingeschaltet ist :roll:
Der Chinese hat mir zwei Frequenzzähler für je 14€ verkauft, die zählen bis 2,4 GHz tutto completto.

Sodenn, muss ich jetzt viel Zeit zum Recherchieren im WWW aufbringen.
Nochmals Dank für die vielen Vorschläge.

vy 73
Lothar

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 Betreff des Beitrags: Re: KW-Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mi 2.12.2015 10:29 
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Hallo Lothar

Ich bin weitestgehend davon abgekommen, Baugruppen im Chinabazar zu kaufen, mit Ausnahme ganz einfacher Boards, die mehr SMD-Breakouts darstellen. Meist lohnt es sich, selbst ein PCB zu entwerfen und zu ätzen; dann hat man das, was man will; die fertigen Sachen muss man meist wieder umbauen, um das zu kriegen, was man will.
Die diskreten Standardbauteile heissen immer noch BC550, LM741 und 7805 - da hat sich kaum was geändert - ausser der Tatsache, dass es Bauteile gibt, die dasselbe mit besseren Parametern realisieren, jedenfalls bei den Opamps und den Spannungsreglern.
Wenn du einen klassischen Superhet bauen wirst, würd ich doch sehr empfehlen, die ZF-Baugruppe selbst zu realisieren - immerhin hängen davon wichtigste Parameter des Transceivers ab, also warum gerade dort sparen - und es ist wie gesagt keine Hexerei.
Die nächste Frage wird dann sein, ob du total analog arbeiten willst, also mit klassischem LC-VFO oder doch digital mit einem Si570 oder einem AD9850 - damit landest du dann direkt in der Welt der Microcontroller, was wiederum selbst eine Welt in sich ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: KW-Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mi 2.12.2015 10:58 
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LC-VFO mit DAFC ist auch noch ne Option...

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 Betreff des Beitrags: Re: KW-Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mi 2.12.2015 13:20 
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Jau...so diskrete Bauteile wie LM741, 78..., 79..., oder BC...BF.... habe ich in grösseren Mengen :P
Microprozessor-Technik ist allerdings nicht so mein Ding.

Dann will ich mal aufzählen was mir so im Kopf herumschwirrt:

5-Band-Transceiver.
Eingangsstufe mit hoher Vorselektion
Mischer mittels Dualgate-Mosfets
Bandumschaltung mittels Schaltdioden, sowenig Mechanik wie geht
LC-VFO mit zuschaltbarer PLL-Einrastung
hohe 1. ZF, denke so um 10MHz
2. ZF je nachdem welche Quarzfilter günstig zu bekommen sind

Ich stelle mir vor, alle Schwingkreise der Vorstufe über Varicaps in Gleichklang zu bekommen, ebenso den VFO.
Das würde mir erlauben durch Anlegen einer Sägezahnspannung die Bänder als Panorama auf einem Bildschirm darzustellen (sowas hatte ich schonmal fürs 2m-Band realisiert)
Einen der kleinen Frequenzzähler zur Anzeige der Arbeitsfrequenz, die IF lässt sich bei den Dingern programmieren.

Das Konzept für den Trx hängt davon ab, welche Filter ich finden werde, zuerst muss der Rx realisiert werden.

Soweit erstmal ganz im Groben meine Vorstellungen.

vy73
Lothar

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 Betreff des Beitrags: Re: KW-Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mi 2.12.2015 13:59 
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Dualgate-FETs als Mischer würd ich mir gut überlegen; eine vernünftige Trägerunterdrückung ist damit im Gegensatz zu einer Gilbert-Cell oder einem DBM kaum zu erreichen. Die sind gut für eine AGC oder eine andersgeartete variable Verstärkung.
LC-VFO kann man sicher noch machen, aber für Mehrbandbetrieb keine einfache Sache; da bieten DDS oder DSPLL sicher flexiblere Möglichkeiten, auch wenn man auf Microcontroller zurückgreifen muss - die muss man ja nicht in jedem Fall selbst from-the-scratch programmieren sondern kann auf ein fertiges Projekt zurückgreifen - an Angeboten mangelt es ja nicht.
10MHz ZF ist sicher eine gute Wahl, ich greif da gerne auf 10,245 oder 10,7MHz Quarze zurück - damit lassen sich gute, steilflankige Filter realisieren - wie gesagt mit Dishal ein Kinderspiel.


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 Betreff des Beitrags: Re: KW-Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mi 2.12.2015 14:50 
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DL3KCZ hat geschrieben:
Ich hab den gleichen Einfachsuper für 80/40m mal mit NE612 und einmal mit 7db Ringmischer gebaut.
Der NE612 hat hörbar mehr rumgemüllt.
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