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BeitragVerfasst: So 7.1.2018 21:21 
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DD8PU hat geschrieben:
Dieses wird von einem µC dekodiert und der Tuner fährt in Bandmitte. Jetzt kann ich mit den beiden Poti's noch ein feintuning machen. Das bedeutet aber, das die Positionen von L und C für jedes Band einmal erfasst und abgespeichert werden müssen. Es funktioniert wunderbar und mit allen Teilen bin ich unter 600 Euro geblieben.


Ich habe mir Deine Homepage angesehen. Wirklich eine Meisterleistung in Mechanik. Absolut Top. Hut ab!

Ich bin mehr der Elektroniker, mit Mechanik habe ich es nicht so drauf.
Wie viele Drähe hast Du zum Tuner hoch?
SAMS und Hamware braucht 24 Adern. Bei mir ist die Antenne 60m vom Shack weg.

Gibt es Deinen Tuner auch als Bausatz? :-)

Das abspeichern ist ja normal. Bei manchen Tunern muss man alle 10 KHz abspeichern.
Bei der RF-KIT PA sogar alle 5 KHz. Derzeit unterstützt die PA noch keine automatische Abstimmung d.h. man sucht selbst das Minimum und speichert es einmal ab.

Der TX-Commander gibt übrigens die Frequenzinformation per UDP aus. Oft hat man ja das Problem, dass die CAT Schnittstelle schon durch HDR oder ähnliches bereits belegt ist.
Bei der RF-Kit PA wurde das so gelöst, dass man per UDP die Frequenz an die PA melden kann.
Klar, ohne PC kein Funkbetrieb mehr, aber die automatik macht schon spaß.

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BeitragVerfasst: Mo 8.1.2018 23:37 
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DL2NED hat geschrieben:
...Nach langer Überlegung kam ich zum Entschluss einen symmetrischen Tuner einzusetzen.
Meine Begründung:
Ich will die Sendeleistung nicht in Wärme wandeln sondern abstrahlen.
Die Wärme entsteht im Balun und an der Mantelwellensperre...

dl8yev hat geschrieben:
...Zu deren kleinerer Schwester gab es auch einen sehr ausführlichen Bericht im R&S Hausmagazin.
Es wurde u.a. darauf hingewiesen, dass die Symmetrier-Verluste deutlich geringer seien, als die Verluste durch ein zusätzliches Anpassglied.
Bei der kleineren Antenne wurde ein koaxialer Drosselbalun verwendet, bei der Großen ein Guanella Übertrager...

Das passt nicht so ganz zusammen. :-)

73, André


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 0:54 
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DL2NED hat geschrieben:

Die Konstruktion wird nun abgebaut. Ich werde nun eine 220m lange Delta Loop aufbauen und einen Tuner an den Mast hängen.
Nach langer Überlegung kam ich zum Entschluss einen symmetrischen Tuner einzusetzen.
Meine Begründung:
Ich will die Sendeleistung nicht in Wärme wandeln sondern abstrahlen.
Die Wärme entsteht im Balun und an der Mantelwellensperre.


Das ist ein Trugschluss.
An der Mantelwellensperre kann nur Wärme durch Mantelwellen entstehen, wie groß ist denn die Leistung der Mantelwellen?

Ein symmetrischer Tuner passt nicht so ganz zu Koaxkabel denn das ist ja unsymmetrisch, d.h. Du musst zunächst symmetrieren und dazu benötigt der symmetrische Tuner einen Balun.

Die geringsten Anpassverluste verursacht ein einfaches LC-Glied als Hochpass oder als Tiefpass.
Zwei L-Glieder = doppelt so große Verluste.


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 6:29 
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rejection hat geschrieben:
Das ist ein Trugschluss.
An der Mantelwellensperre kann nur Wärme durch Mantelwellen entstehen, wie groß ist denn die Leistung der Mantelwellen?

Ein symmetrischer Tuner passt nicht so ganz zu Koaxkabel denn das ist ja unsymmetrisch, d.h. Du musst zunächst symmetrieren und dazu benötigt der symmetrische Tuner einen Balun.

Die geringsten Anpassverluste verursacht ein einfaches LC-Glied als Hochpass oder als Tiefpass.
Zwei L-Glieder = doppelt so große Verluste.


Das trifft aber nur bei automatischen Tunern zu, der gute, alte Annecke braucht dazu kein Balun
http://www.dc4jg.de/html/annecke_koppler_7.html

Nimmt man zur symmetrierung ein Guanella nach folgendem Musterhttp://ly3h.net/guanella-41-current-balun-for-qro/ dann sind die Verluste an anderen Stellen sicherlich größer. Man muss lediglich die Beschaltung von 4:1 auf 1:1 ändern.
Gruß Wolfgang

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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 7:40 
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@DL2NED
Vielen Dank für das Kompliment :wink:
Als Bausatz kann ich dir den leider nicht anbieten lach... dazu fehlt mir einfach die Zeit.
Der Tuner benötigt ein CAT-7 Kabel zur Steuerung und eine 12 bis 24V 2A Stromversorgung für die Schrittmotoren. Die Steuerleitung ist bei mir 40m lang.

vy 73
Dirk

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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 8:37 
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DG8VS hat geschrieben:
rejection hat geschrieben:
Das ist ein Trugschluss.
An der Mantelwellensperre kann nur Wärme durch Mantelwellen entstehen, wie groß ist denn die Leistung der Mantelwellen?

Ein symmetrischer Tuner passt nicht so ganz zu Koaxkabel denn das ist ja unsymmetrisch, d.h. Du musst zunächst symmetrieren und dazu benötigt der symmetrische Tuner einen Balun.

Die geringsten Anpassverluste verursacht ein einfaches LC-Glied als Hochpass oder als Tiefpass.
Zwei L-Glieder = doppelt so große Verluste.


Das trifft aber nur bei automatischen Tunern zu, der gute, alte Annecke braucht dazu kein Balun
http://www.dc4jg.de/html/annecke_koppler_7.html

Im Eingang befindet sich ein geschalteter Luftbalun. Das Teil ist die Kopie der Johnson Matchbox

Nimmt man zur symmetrierung ein Guanella nach folgendem Musterhttp://ly3h.net/guanella-41-current-balun-for-qro/ dann sind die Verluste an anderen Stellen sicherlich größer. Man muss lediglich die Beschaltung von 4:1 auf 1:1 ändern.


Ein 4:1 Balun macht durchaus Sinn, sonst lassen sich Impedanzen kleiner 50 Ohm nicht gut anpassen.
Der im Link gezeigte Balun ist allerdings 1:4.

Verluste in Baluns, vorausgesetzt sie sind richtig abgeschlossen, entstehen durch die ohmschen Verluste des Wickelmaterials, die kann man vernachlässigen.


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 17:57 
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rejection hat geschrieben:
Ein 4:1 Balun macht durchaus Sinn, sonst lassen sich Impedanzen kleiner 50 Ohm nicht gut anpassen.
Der im Link gezeigte Balun ist allerdings 1:4.

Verluste in Baluns, vorausgesetzt sie sind richtig abgeschlossen, entstehen durch die ohmschen Verluste des Wickelmaterials, die kann man vernachlässigen.


DG0SA sagt da allerdings etwas anderes dazu siehe Seite 13! Zudem ist das recht sinnvoll begründet.
http://www.dg0sa.de/balunatuhl.pdf

Wie es richtig und einfach geht, zeigen Bilder 15 und 16, und das ohne Übersetzungsverhältnis.

Ich bin da gewiss kein Experte aber ein sym Annecke Koppler hat nun mal kein Balun, weil er keinen braucht.

Gruß Wolfgang

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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 18:58 
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Zitat:
Ich bin da gewiss kein Experte aber ein sym Annecke Koppler hat nun mal kein Balun, weil er keinen braucht.

Da würde ich mir an Deiner Stelle das Schaltbild aber nochmal GANZ GENAU anschauen! Speziell links.
Für die langen Bänder - soweit ich das aus dem schlechten Scan sehen kann - hat er sehr wohl einen geschalteten Balun über L1. Das Gebilde stellt nämlich eindeutig einen Transformator da - also einen Balun. Auf der 2. Schalterebene bedient er dahinter noch die Spulenabgriffe der Einkopplung. ich kanns nicht genau entziffern, aber so wie das aussieht, macht er lediglich 10/12m direkt auf die zweite Ebene, alles andere koppelt er über die kleine Spule ein.


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 19:31 
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DG8VS hat geschrieben:
Ich bin da gewiss kein Experte


Sehe ich genau so...


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 19:37 
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DL6IB hat geschrieben:
Zitat:
Ich bin da gewiss kein Experte aber ein sym Annecke Koppler hat nun mal kein Balun, weil er keinen braucht.

Da würde ich mir an Deiner Stelle das Schaltbild aber nochmal GANZ GENAU anschauen! Speziell links.
Für die langen Bänder - soweit ich das aus dem schlechten Scan sehen kann - hat er sehr wohl einen geschalteten Balun über L1. Das Gebilde stellt nämlich eindeutig einen Transformator da - also einen Balun. Auf der 2. Schalterebene bedient er dahinter noch die Spulenabgriffe der Einkopplung. ich kanns nicht genau entziffern, aber so wie das aussieht, macht er lediglich 10/12m direkt auf die zweite Ebene, alles andere koppelt er über die kleine Spule ein.


Genau so ist es, hatte ich auch schon als geschalteten Luftbalun erwähnt, aber offenbar bevorzugt der Gute selektives Lesen ohne den Zusammenhang zu erkennen.


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 20:50 
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Anbei ein Foto, was ich dazu gefunden habe (wenn der Upload klappt ;->). Man sieht deutlich die außenliegende Einkoppelspule.


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 21:42 
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DL6IB hat geschrieben:
Anbei ein Foto, was ich dazu gefunden habe (wenn der Upload klappt ;->). Man sieht deutlich die außenliegende Einkoppelspule.


Als der Sigi, Rufzeichen ist mir entfallen, damals einen qro Tuner vermarkten wollte und er den als -Tuner konstruieren wollte, hatte ich ihm davon abgeraten und ihm stattdessen das Prinzip des Johnson Kopplers ans Herz gelegt, was er auch sehr schön umgesetzt hat.

http://www.dc4jg.de/html/sigikoppler_7.html


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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 7:28 
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rejection hat geschrieben:

Genau so ist es, hatte ich auch schon als geschalteten Luftbalun erwähnt, aber offenbar bevorzugt der Gute selektives Lesen ohne den Zusammenhang zu erkennen.


Warum denn gleich so barsch? Dass eine Koppelspule hier als Balun angesehen werden kann, war mir einfach nicht klar. Werde mich da mal genauer informieren. Vielleicht hat noch jemand eine Literaturquelle zur Hand, das wäre nett.

Noch eine Frage in diesem Zusammenhang, wo ist eurer Meinung der Balun besser "aufgehoben" vor dem Tuner (klar richtig bemessen, Spannungsfest) oder nach dem Tuner, dann natürlich auch für die Stromversorgung?

Gruß Wolfgang

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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 9:14 
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DG8VS hat geschrieben:
..Das trifft aber nur bei automatischen Tunern zu, der gute, alte Annecke braucht dazu kein Balun..
...DG0SA sagt da allerdings etwas anderes dazu siehe Seite 13! Zudem ist das recht sinnvoll begründet...
...Wie es richtig und einfach geht, zeigen Bilder 15 und 16, und das ohne Übersetzungsverhältnis...
...Ich bin da gewiss kein Experte aber ein sym Annecke Koppler hat nun mal kein Balun, weil er keinen braucht...
...Noch eine Frage in diesem Zusammenhang, wo ist eurer Meinung der Balun besser "aufgehoben" vor dem Tuner (klar richtig bemessen, Spannungsfest) oder nach dem Tuner, dann natürlich auch für die Stromversorgung?...
Wenn ich das jetzt so in Summe betrachte, übrigens in korrekter Chronologie :!: , ist u.a. Einschätzung durchaus korrekt und sehr zurückhaltend bewertet. :-)
rejection hat geschrieben:
... aber offenbar bevorzugt der Gute selektives Lesen ohne den Zusammenhang zu erkennen.

Lieber Wolfgang,
bitte lese doch vielleicht noch einmal den gesamten thread durch. Dann ist deine Frage auch schon beantwortet und zwei deiner insistierenden Anmerkungen gegenstandslos.
Über das Thema Luft-Baluns gibt die ältere Amateurfunk- Literatur hinreichend und erschöpfend Auskunft. Freundlicherweise ist vieles davon auch im Netz zu finden und sogar kostenfrei zugänglich. Viel Spass dabei. :-)
Im übrigen betrachtet man üblicherweise einen Signalweg von der Seite der Signalquelle aus. :wink:

Glückauf und noch einen schönen Tag, André


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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 9:15 
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Registriert: Di 28.7.2015 8:21
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DG8VS hat geschrieben:
Noch eine Frage in diesem Zusammenhang, wo ist eurer Meinung der Balun besser "aufgehoben" vor dem Tuner (klar richtig bemessen, Spannungsfest) oder nach dem Tuner, dann natürlich auch für die Stromversorgung?


Hallo Wolfgang,

auch wenn man immer gegenteilig und fast überall meistens hört, der Balun gehöre zwischen ATU und TRX, sehr nahe am ATU aufs Koaxkabel ... ich würde ihn dort setzen wo es auf die Symmetrierung ankommt und zwar zwischen ATU und Antennendraht, also direkt nach dem ATU, oder von mir aus noch "im ATU-Gehäuse". Wieso den Balun auf Koaxseite setzen und sämtliche Bauteile zwischen Balun und Antennendraht "belasten" ? ich hoffe du verstehst was ich meine? aber das ist nur meine subjektive Meinung. Die Profis werden dir sicherlich auch noch was dazu sagen ;)

73
Miro


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