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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 10:03 
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S8
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Er gehört auf den Koax-Anschluß zum TRX im oder am Tuner. Er übernimmt die Symmetrierung des unsymmetrichen Signales, hat also am Antennendraht - bzw. der Hühnerleiter - überhaupt nichts verloren. Das wird nur dann gemacht, wenn ein unsyemmetrischer Tuner an ein syemmetrisches Antennensystem bzw. einen "Lang"Draht soll. Bleibt man vollsymmetrisch ist nur der Koaxabgang interessant.

Einem ordentlich dimmensionierten symmetrischen Tuner, der zum Antennensystem paßt, wirds auch nicht heiß. Das trifft auch für alle anderen Tuner zu! Heiß und verlustreich werden die nur, wenn sie für die falsche Anwendung "vergewaltigt" werden: falscher Impedanzbereich, syemmetrisch direkt auf unsymmetrisch, falsch bzw. unterdimmensionierter Balun usw.

Zitat:
Dass eine Koppelspule hier als Balun angesehen werden kann, war mir einfach nicht klar.

Ein Balun ist ein Transformator, wie eben im Schaltbild. Der Aufbau des Transformators kann unterschiedlich sein, aber meist sind es - im einfachen Fall - zwei aneinander gewickelte Drähte. Einer mit weniger Windungen, einer mit mehr. Ob da nun ein Ferritkern/-ring dazwischenliegt, oder das in der Luft aufgebaut ist, ist egal. Beim Ferritkern kann man ggf. Windungen sparen, muß aber dafür ganz ordentlich dimmensionieren. Bei der Luftausführung hat man, wie bei Annecke, den Charme, daß man den Balun schaltbar machen kann, um unterschiedliche Bereiche anpaßbar zu machen. Auf einem Kern wird das schwer ;-) Nebenbei bestimmt nur die Drahtstärke und der Durchmesser die Belastbarkeit, es gibt keinen Kern, der sich erwärmen könnte.


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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 10:19 
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Hertz hat geschrieben:
DG8VS hat geschrieben:
Noch eine Frage in diesem Zusammenhang, wo ist eurer Meinung der Balun besser "aufgehoben" vor dem Tuner (klar richtig bemessen, Spannungsfest) oder nach dem Tuner, dann natürlich auch für die Stromversorgung?


Hallo Wolfgang,

auch wenn man immer gegenteilig und fast überall meistens hört, der Balun gehöre zwischen ATU und TRX, sehr nahe am ATU aufs Koaxkabel ... ich würde ihn dort setzen wo es auf die Symmetrierung ankommt und zwar zwischen ATU und Antennendraht, also direkt nach dem ATU, oder von mir aus noch "im ATU-Gehäuse". Wieso den Balun auf Koaxseite setzen und sämtliche Bauteile zwischen Balun und Antennendraht "belasten" ? ich hoffe du verstehst was ich meine? aber das ist nur meine subjektive Meinung. Die Profis werden dir sicherlich auch noch was dazu sagen ;)


So etwas sollte man nur unter ganz bestimmten Umständen machen, zum Beispiel dann wenn es sich um eine aperiodische symmetrische Antenne handelt.

Die Bauteile innerhalb eines Tuners werden sowieso belastet, dafür wurden sie eingebaut.

Ein Balun auf der Koaxseite wird nicht durch Blindströme und mitunter sehr hohe Spannungen belastet, auf der Antennenseite sehr wohl.
Da muss man schon sehr genau wissen was man tut damit über einen grossen Frequenzbereich die Verluste gering bleiben und die Ströme symmetrisch.


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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 14:00 
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Danke,
so habe auch ich das verstanden.

Mit jeweils 9 Windungen AWG 18 (Teflonlitze) auf einem FT 240/63 sollte die Bedingungen für ein Balun für undefinierte Impedanz, zwischen Doppelzepp und unsymetrischen ATU (zb. SG 239) zu erfüllen sein denke ich.

Gruß Wolfgang

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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 14:18 
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Hertz hat geschrieben:
auch wenn man immer gegenteilig und fast überall meistens hört, der Balun gehöre zwischen ATU und TRX, sehr nahe am ATU aufs Koaxkabel ... ich würde ihn dort setzen wo es auf die Symmetrierung ankommt und zwar zwischen ATU und Antennendraht, also direkt nach dem ATU

Damit würdest du dir nicht unbedingt einen Gefallen tun. Wenn an dieser Stelle der Leitung die transformierte Impedanz gerade ungünstig ist, ist der Balun an dieser Stelle ziemlich wirkungslos. Die Symmetrierwirkung eines Balun/Gleichtaktdrossel ist nur dann ausgeprägt, wenn das Verhältnis seines induktiven Widerstandes groß im Verhältnis zur verdrosselnden Impedanz ist. Und diese variiert über die Leitungslänge und über die Frequenz.

Hertz hat geschrieben:
Wieso den Balun auf Koaxseite setzen und sämtliche Bauteile zwischen Balun und Antennendraht "belasten" ? ich hoffe du verstehst was ich meine?

Nein, das verstehe ich nicht, was damit gemeint ist?

Günter

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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 15:15 
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DG8VS hat geschrieben:
Danke,
so habe auch ich das verstanden.

Ich glaube nicht.

Mit jeweils 9 Windungen AWG 18 (Teflonlitze) auf einem FT 240/63 sollte die Bedingungen für ein Balun für undefinierte Impedanz, zwischen Doppelzepp und unsymetrischen ATU (zb. SG 239) zu erfüllen sein denke ich.


Nein, belegt mit 120V auf 160m ist der Kern schon überlastet.
Das sind ungefähr 5W bei Halbwellenresonanz.

Die Tunerkomponenten + Hühnerleiter und Antenne kannst Du Dir auch als Schwingkreis vorstellen.
In Sender Schwingkreisen hat Ferrit nichts zu suchen.

Eisenpulverkerne würden funktionieren aber nicht mit nur 8 Windungen.


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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 17:03 
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Registriert: So 16.11.2008 18:25
Beiträge: 72
Wohnort: JN39LM
rejection hat geschrieben:
DG8VS hat geschrieben:
Danke,
so habe auch ich das verstanden.

Ich glaube nicht.

Mit jeweils 9 Windungen AWG 18 (Teflonlitze) auf einem FT 240/63 sollte die Bedingungen für ein Balun für undefinierte Impedanz, zwischen Doppelzepp und unsymetrischen ATU (zb. SG 239) zu erfüllen sein denke ich.


Nein, belegt mit 120V auf 160m ist der Kern schon überlastet.
Das sind ungefähr 5W bei Halbwellenresonanz.

Die Tunerkomponenten + Hühnerleiter und Antenne kannst Du Dir auch als Schwingkreis vorstellen.
In Sender Schwingkreisen hat Ferrit nichts zu suchen.

Eisenpulverkerne würden funktionieren aber nicht mit nur 8 Windungen.


OK, mit 160m habe ich nichts am Hut, aber mit 80 Meter.
Mithin wären dann die Informationen die DG0SA verbreitet falsch?

Gruß Wolfgang

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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 17:31 
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Zitat:
Mithin wären dann die Informationen die DG0SA verbreitet falsch?

Nein, Du würfelst da nur zwei Dinge durcheinander, fürchte ich. Sperrglied und schiere Impedanzwandlung. Es ist der falsche Kern. Das beschreibt Wolfgang auch in seinen kleinen Einzelanleitungen. Leider finde ich nirgendwo Angaben, welcher Kern da verwendet wird - oder ich habs überlesen. Kernhöhe und Durchmesser sind nunmal nicht alles im Leben eines Baluns. So wie ich das erkennen kann, sind das 18 oder 20 Windungen, das wird also eher Richtung Eisen gehen. Allerdings bin ich kein Balunspezialist, weil ich die Dinger immer zu vermeiden versuche ;->

73 Jörg


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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 23:57 
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Beiträge: 3090
DG8VS hat geschrieben:
rejection hat geschrieben:
DG8VS hat geschrieben:
Danke,
so habe auch ich das verstanden.

Ich glaube nicht.

Mit jeweils 9 Windungen AWG 18 (Teflonlitze) auf einem FT 240/63 sollte die Bedingungen für ein Balun für undefinierte Impedanz, zwischen Doppelzepp und unsymetrischen ATU (zb. SG 239) zu erfüllen sein denke ich.


Nein, belegt mit 120V auf 160m ist der Kern schon überlastet.
Das sind ungefähr 5W bei Halbwellenresonanz.

Die Tunerkomponenten + Hühnerleiter und Antenne kannst Du Dir auch als Schwingkreis vorstellen.
In Sender Schwingkreisen hat Ferrit nichts zu suchen.

Eisenpulverkerne würden funktionieren aber nicht mit nur 8 Windungen.


OK, mit 160m habe ich nichts am Hut, aber mit 80 Meter.
Mithin wären dann die Informationen die DG0SA verbreitet falsch?


Auf 80m geht es noch bis 8,5W.

Die Infomationen von DG0SA sind richtig, man muss sie aber auch richtig zuordnen können.


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BeitragVerfasst: Do 11.1.2018 17:22 
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Danke für die Information.

Gruß Wolfgang

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