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Fragen und Antworten zum Thema Funk
irc
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BeitragVerfasst: Mo 31.7.2017 10:28 
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S2
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Registriert: Mo 31.7.2017 10:09
Beiträge: 9
Liebe OM's,

ich wende mich an Euch mit der Bitte mir etwas weiterzuhelfen. Ich habe vor zwei Jahren meine Lizenz gemacht und war seither eigentlich nur im Relais-Bereich mit einem HFG unterwegs und das auch sehr selten. Die Gründe dafür sind praktikabler Natur: ein HFG im Auto ohne Außenantenne ist keine gute Idee und die Verbindungen nicht toll. Ich hatte längere Zeit über ein Mobilgerät im Auto nachgedacht, allerdings gestaltet sich ein Einbau eher schwierig. Deswegen versuche ich es erstmal mit einer Magnetfussantenne. Funkbetrieb dann selbstverständlich im Stand, weil alles andere ist mir mit Schaltgetriebe zu heikel.

Was ich aber eigentlich mal Ausprobieren möchte ist die Kurzwelle und dafür suche ich nun nach Lösungen. An eine Station zu Hause war lange Zeit nicht zu denken. Eine kleine Wohnung mitten in der Innenstadt mit kleinem Balkon machten das Aufstellen einer Antenne nahezu unmöglich. Seit Anfang des Jahres bin ich allerdings in eine Erdgeschosswohnung mit kleinem Garten umgezogen. Das Aufstellen einer Antenne wäre zwar möglich, aber nach wie vor schwierig, da der kleine Garten vom Wohnungsblock umringt ist. Die Grünfläche im Innenhof ist zwar ausgesprochen groß (ca. 50 x 50 m), aber Horizontsicht ist nicht gegeben. Da ich am Ortsrand wohne, befindet sich in unmittelbarer Nähe jede Menge Wiesen und Felder.

Jetzt ist die Frage, was man daraus machen kann. Ich denke Heimbetrieb wird schwierig. Antennen über 3 m Höhe würden direkt vor dem Balkon des Nachbarn über mir stehen. Also bleibt nur was kleines. Ich tendiere daher eher zu portablem Betrieb. Was würde sich denn als Einsteigergerät anbieten. Bäume zum Draht spannen, liesen sich finden, aber mir wäre schon was "einfacheres" für den Anfang lieber. Gerät müsste dann Akku betrieben sein. Geht dann da nur QRP oder mehr?
Preisliche Spanne würde ich sagen 1000 € absolutes Maximum für alles.

Mein Interesse liegt hauptsächlich an überregionalen Verbindungen. Je weiter desto besser. Eine Funkverbindung zu einem anderen Kontinent wäre das Ziel.

Über Ideen, Vorschläge Tipps wäre ich sehr dankbar :)

Gruß Rolan
DG6RW


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BeitragVerfasst: Mo 31.7.2017 11:09 
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S1
S1

Registriert: So 10.7.2016 20:39
Beiträge: 1
Hy,
ich habe auch nur einen Balkon in ersten Geschoss und bin nur Mobil auf KW unterwegs. Dazu habe ich mir ein gebrauchtes Icom IC-706MKIIG gebaucht für 550€ gekauft. Als Antenne benutze ich eine ca. 5m Stipprute. Diese befestige ich mit Klettbändern an meinem Fotostativ. An der Rute ist eine Dipoleinspeisung und Draht befestigt. So habe ich einen vertikalen Dipol für 20m. Als Akku habe ich mir zwei Starthilfe Power Packs besorgt. Einen mit 7,5Ah und einen mit 20Ah. Zusätzlich habe ich mir ein Kabel gebastelt welches direkt den EC5-Stecker des Akku auf meine PowerPole verbindet. Mit dem kleinen 7,5Ah Akku habe ich bei 30 Watt ca. 45 Minuten quasi dauer CQ gerufen. Die Preise der Akkus lagen bei 40€ und 60€ bei Amazon. Bin also deutlich unter deinen anvisierten 1000€ geblieben.

73
Caroline DK1CMB


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BeitragVerfasst: Mo 31.7.2017 12:05 
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S2
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Registriert: Mo 31.7.2017 10:09
Beiträge: 9
Hi Caroline,

vielen Dank für die Antwort. Sowas in der Art suche ich. Nur für den Anfang wäre mir etwas mehr Plug&Play lieber. Die Bastelei kommt dann, wenn erstmal die COTS Teile miteinander funktionieren.

Was ich konkret suche, aber von der Fülle der Möglichkeiten überfordert bin, ist:
- Ein Kurzwellen-Transceiver für Anfänger.
-- Bänder 160 - 10 m. UKW brauchts nicht, dafür hab ich die Handgurke
-- Gerne gebraucht. Nur wo kaufen? Ebay und Co. verkaufen oft ohne Garantie und die Schnäppchenzeit ist lange vorbei.
-- Ohne viel Schnickschnack und einfach. Die derzeitigen Neugeräte scheinen alles können zu wollen und sind entsprechend teuer. Für Qualität gebe ich gerne auch etwas mehr aus, aber wenn ich 90 % der Features nicht brauche, ist das verschwendetes Geld :D
-- Gute Qualität. Ich hatte versucht Reviews auf eham zu lesen, aber kam nicht so recht voran.
-- Portable fähig
-- Akkupack integriert oder alternativ ein Akkupack kaufbar.
- Eine Plug&Play Antenne. Ich habe natürlich gelernt, wie man abstimmt, aber ich möchte nicht auf Grund eines Anfängerfehlers den Transceiver aufs Spiel setzen. Kommerzielle mit Autotuner sind zwischen 100 und 700 € zu bekommen. Kann das wirklich so teuer sein?
- Was bräuchte ich sonst noch um mal reinhören und auftasten zu können?

Btw. Indoor ist gar keine Alternative. Das Haus ist von 2013 und so gut geschirmt, dass an HF fast nichts rein oder rauskommt.

Gruß Roland


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BeitragVerfasst: Mo 31.7.2017 13:08 
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S4
S4

Registriert: Fr 1.6.2012 13:03
Beiträge: 16
Hallo Roland,

um wirklich ein paar Tips zu geben müsste man doch noch ein paar Details mehr haben... Was Caroline schrieb ist schon mal recht gut.... aber...
KW ist schon mal klar, aber eher SSB Sprechfunkt oder, CW oder eventuell sogar Digitales wie PSK31, JT6 etc.?
Dann folgt die Frage der angestrebten Sendeleistung, bei SSB ist man mit QRP nicht so weit vorne aber in CW und Digital braucht man oft kaum mehr als 5 Watt für ein gutes QSO. Dann die Frage wie das Ganze transportiert werden soll, Auto, Fahrrad, zu Fuss... etc. Warum?
Wenn Sprechfunk und Auto dann ist so ein Mobil-TRX in kompakter Ausführung schon gut, wenn mit Fahrrad oder zu Fuss dann sollte man schon auf das Gewicht achten und das nicht nur beim TRX sondern auch bei der Stromversorgung. Akkus sind zwar schon in leicht und kompakt zu haben aber nicht immer ganz einfach zu handhaben.
Im QRP-Bereich gibt es weniger Auswahl. FT-817 und Elecraft KXx wären da sicher Kandidaten.
Am günstigsten kommt man weg wenn CW die Betriebsart der Wahl ist. Da gibt es jede Menge kleine Transceiver mit wenig Strombedarf und kompakten Maßen. Auch Antennenanpassgeräte gibt es da gut und günstig. Antennen bestehen dann oft aus etwas Draht und ein paar Teilen aus dem Baumarkt. An der Stelle kann man auch noch darüber nachdenken wie hoch der Aufwand beim Auf- und Abbau der Antenne sein soll und sein darf. Der sehr bequeme Multiband-Mobil-Strahler ist meist recht Verlustbaftet, ein Monoband-Draht-Dipol in entsprechender Höhe schon deutlich besser. So kann man je nach verwendeter Antenne schon viel Leistung sparen. Es kann also sein das 50 oder 100 Watt an einer "Dummyload" Mobilantenne ein wesentlich schwächeres Signal erzeugen als 10 Watt an einem hoch hängenden Dipol. Nur mal so als Beispiel. Mit den Betriebsarten ist es ähnlich, 50 Watt SSB oder 5 Watt in CW sind im Ergebnis oft ähnlich. Ob CW in Frage kommt weiss ich natürlich nicht, aber unter den genannten Umständen wäre es ein Option darüber nachzudenken.
Ohne Basteln kommt man bei Portabelfunk selten hin, aber es muss nicht kompliziert sein und man kann sicher genaue Tipps bekommen wenn die Anforderungen genau bekannt sind.
Ich weiss nicht ob das nun hilfreich ist aber eventuell macht es doch Sinn erst mal festzulegen was das erste Ziel sein soll. Dann dafür die günstigste Konfiguration besorgen und erst mal loslegen. Manchmal kommt dann noch ein weiteres Interessengebiet oder eine Spezialisierung dazu und man muss weiter optimieren. Aber da liegt ja auch der Reiz des Hobbys....


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BeitragVerfasst: Mo 31.7.2017 13:26 
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S2
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Registriert: Mo 31.7.2017 10:09
Beiträge: 9
Hallo DL4WD,

die Fragen beantworte ich natürlich gerne.

Vorerst nur SSB. Ich finde zwar CW sehr reizvoll und werde mich irgendwann sicher daran versuchen. Aber so ganz ohne Erfahrung im KW Bereich, ist mir das zu heiß. An digitalen Arten habe ich aktuell gar kein Interesse.
-> Betriebsart: Vorerst nur SSB.

Ich bin mit dem Auto mobil. Es handelt sich dabei um einen Kombi, da ist also durchaus Stauraum. Nur eine Festmontierung am Auto möchte ich vermeiden. Allerdings habe ich wie gesagt, wenige Meter Fußweg entfernt eine große Wiese und viele Bäume die sich anbieten würden. Im Zweifel also Zeug einpacken und rüber laufen. Sollte das mit dem Gewicht zu viel werden, dann eben nur mit Auto und ein paar Meter rausfahren. Auch kein Problem.
-> Mobilität: Zu Fuß (weils geht) und Auto möglich.

Insgesamt stelle ich mir schon eher was im 50 - 100 W SSB Bereich vor. QRP wird wohl schwierig wenn es über den europäischen Kontinent hinaus gehen soll.


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BeitragVerfasst: Mo 31.7.2017 13:42 
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S8
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Registriert: So 22.1.2012 21:45
Beiträge: 759
Wohnort: Porta Westfalica
Hallo,

Ebay ist m.E. absolut abzuraten mit KW Geräten - schau mal in die Funkbörse bzw. CQ-DL / Funkamateur.
Besuche die OV Abende die bei Dir in der Nähe sind - in persönlichen Gesprächen findet sich oft eine "Lösung" - bzw. es gibt auch bei einigen OV´s Clubstationen, die man nutzen kann - wäre auch eine Möglichkeit, in die KW reinzuschnuppern.
Frag doch Deine QSO Partner über UKW ob, was, wie - dann hat man gleich noch persönlichen Kontakt.

Antennenmässig - da gibt es diverse Möglichkeiten - ich persönlich würde für portabel/mobil so etwas wie einen Spidermast mit einer Antenne wie https://www.aerial-51.com/model-807-l/ nehmen - sollte bei Dir im Innenhof auch abends schnell für die Nacht aufgebaut sein.
Aber da wirst Du sicher noch viele Vorschläge bekommen - denn jeder ist von seiner Antenne überzeugt :)

Viel Spass und für zuHause eignet sich vielleicht auch eine Magnetische Loop und dann die Digitalen Betriebsarten - Reinschnuppern in die KW kannst Du ja über jeden Web-SDR (z.B. Twente).

73 Peter

_________________
- ich mag keine sozialen Netzwerke, denn sozial ist was anderes -


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BeitragVerfasst: Mo 31.7.2017 13:45 
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S8
S8

Registriert: So 31.1.2016 12:07
Beiträge: 123
Als Geräte kannst Du da die älteren Yaesu FT 100 oder FT 857 nehmen, willst Du etwas mehr Ausstattung kannst Du nach einem Gebrauchten FT 897 suchen. In den kann man auch einen Internen Akkupack einbauen.
Die neueren und damit teureren Alternativen wären dann der FT 991 oder 891. Wobei man natürlich die "alten" Geräte auch nicht gerade nach geworfen bekommt.
Alternativ gibt es auch von Icom gibt es mit dem IC 7000 etwas vergleichbares.
KW Portabelgeräte sind weder neu noch gebraucht wirklich günstig. Da wirst Du schon ein paar Euro in die Hand nehmen müssen.

Ich würde da aber nicht mit Tuner Arbeiten, sondern direkt abgestimmte Antennen verwenden. Wenn Du die Antenne einmal abgestimmt hast, dann passt das normal auch. Zudem zumindest die Yaesu Geräte melden sich, wenn das SWR zu hoch wird. Bei Icom weiß ich das nicht sicher.
Das einfachste wäre natürlich ein kleiner selbst gestrickter Dipol, da muss man zwar ein wenig basteln, der Aufwand ist aber sehr gering. Alternativ evtl eine Windom Antenne, die ist von Haus aus, auf mehreren Bändern resonant, und recht preiswert zu bekommen.

Mobil-KW halte ich für eine Spielwiese für Spezialisten. KW Funk auf SSB erfordert deutlich mehr Konzentration, als Relaisbetrieb. Wenn Dir Relaisfunk während der Fahrt schon zu gefährlich ist, würde ich von KW beim Fahren die Finger lassen.

Dann würde ich mir noch überlegen, was Du beim Portabelfunk erreichen willst. Einfach nur auf der Wiese hinter dem Haus die Anlage aufbauen, ist vielleicht einmal zum Testen reizvoll, für regelmäßigen Betrieb aber wohl nicht so spannend. Überleg Dir mal ob evtl SOTA oder GMA Alternativen für Dich sind.

_________________
Vy 73 DL8CBM
QRV auf DF0ANN, DB0VOX
DOK B-12


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BeitragVerfasst: Mo 31.7.2017 14:01 
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S7
S7

Registriert: Mi 10.5.2017 9:56
Beiträge: 81
Hallo Roland,

damit Du Deinen TRX nicht himmelst (aber fast alle regeln heutzutage selbsttätig zurück), solltest Du Dich mit einem Stehwellenmeßgerät, vllt. kombiniert mit einem Autotuner anfreunden. Ich möchte nicht mehr ohne.

Wenn Du sowieso mit Deinem Auto in die Wiese fahren kannst, nimm eine kleine Autobatterie mit Tragegriff. Versorg TRX und Autotuner über PowerPoles und los gehts.
Für Plug 'n Play gibts auch noch die Difona HF-P1-Antenne. Hab ich, ist ganz brauchbar. Übern Teich war ich noch net. Lag aber nicht unbedingt an der Ant.

Die genannten Mobil-TRX taugen alle. Ich hab den FT-897, der bietet richtiges Outdoorfeeling und massenhaft umständliche Bedienung. :P
Life is too short for QRP. Vor allem, wenn man ne Menge Gerümpel mitnehmen kann (Auto). Nerv die andern nicht mit zu schwachem Signal und hau 100 W raus.

Bißchen basteln mußte schon. 8)

73 de Michael


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BeitragVerfasst: Mo 31.7.2017 14:45 
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S2
S2

Registriert: Mo 31.7.2017 10:09
Beiträge: 9
Vielen Dank für die vielen Tipps. Ich weiß das wirklich zu schätzen.

Da ich nicht anfangen wollte, Beiträge zu zitieren, fasse ich mal zusammen, wo ich mittlerweile stehe:

* Transceiver dürfte in die Richtung FT-857 oder FT-891 gehen. Beide scheinen kompakt genug. Preislich sind sie als Neugerät in Ordnung für mich und die Garantie nehme ich gerne noch mit.
* Stromversorgung muss ich mir noch Gedanken machen. Der FT-891 scheint ja keinen Akku zu haben. Das traue ich mir aber zu, dass ich was passendes dazu finde.
* Betrieb sollte rein portabel sein. Mobil kommt für mich nicht in Frage - das Auto soll also nur Transportgerät sein. Antenne aufstellen und los gehts. Nicht wegen der Konzentration sondern, weil ich überwiegend auf dem Arbeitsweg durch Ortschaften fahre. Ständiges Schalten und PTT verträgt sich einfach nicht oder ich bin zu ungeschickt. Daher lieber portabel aufbauen und in Ruhe funken.
* Nach Antennen bin ich noch am Suchen. Aber irgendwas in Richtung Dipol auf einem Mast sollte es werden. Idealerweise Monoband, falls sich sowas finden lässt. Falls nicht, dann erstmal mit Autotuner. Da scheint es nette Möglichkeiten zu geben, wie zum Beispiel Antennen die man leicht zusammenstecken kann. Das sollte ausreichen.

Sonstiges:
* Ich bin formal Mitglied im Münchner OV und werde definitiv die Möglichkeiten und Unterstützung nutzen. Ich war nur die letzten Monate wegen der Beschränkungen in der Innenstadt nicht dort. Das werde ich natürlich wieder aufwärmen. Als ich mich seinerzeit erkundigt hatte, schienen die meisten im Besitz einer Heimanlage zu sein, deswegen kamen wenige Tipps zu Portabel. Ich dachte mir, hier bekomme ich erstmal mehr allgemeine Antworten. Konkrete Probleme (Anpassung der Antenne, etc.) kann man dann im OV Abend ansprechen.
* SOTA/GMA kommt für mich nicht in Frage. Das kriege ich mit neben meinem Familienleben nicht unter. Daher reicht mir auch der sporadische Aufbau auf der Wiese nebenan. So oft kommt man mit kleinen Kindern eh nicht dazu :)
* WebSDR und Co. sind natürlich seit dem Klasse A Kurs bekannt und werden fleißig zum Zuhören genutzt. Aber ich glaube ich brauche niemand erklären, dass der Betrieb mit der eigenen Anlage ein ganz anderes Gefühl ist 8)


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BeitragVerfasst: Mo 31.7.2017 15:31 
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S8
S8

Registriert: Fr 10.10.2008 11:08
Beiträge: 920
Hallo,
hmmm
Statt "einer Rolle Draht" auf dem Hof ausgespannt (fest) über Fahnenmast oder dergleichen.
plus (manueller) Tuner . Geht erstmal .. solange du nicht GHz-Funk machst ist das mit der "Sicht" zweitrangig.
(Kleine) Yaesu's haben eine etwas "merkwürdige" Bedienphilosophie - aber das ist eher dein Problem.
TS480/IC7000 passen da besser - aber muss jeder selber wissen.

Das mit Portabel und auf- und abbauen heisst oft: eher nicht funken :) Such dir als Alternative eher eine Klubstation :)

73
Fred


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BeitragVerfasst: Mo 31.7.2017 15:58 
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S8
S8

Registriert: Di 26.8.2008 22:59
Beiträge: 9411
Hi,
ich finde die älteren Geräte auch schön wo man KEINE 100 Untermenüs hat, alles aufm den Knöpfen direkt drauf liegt. Sowas wie ein Atlas 215 oder TS430. Kann man auch selber reparieren wenn man da etwas fit ist...frag doch mal im OV rum wer noch was abzugeben hätte. Kannst dir ja auch erst mal was ausleihen bis dir klar ist was dir so liegt und dann was neues kaufen. Mir gefällt z.B. Kenwood oder Icom vom Bedienstil besser als Jesus.

Sendleistung: 25 Wat wären optimal, da hast du nur 1 S-Stufe unter 100 Watt und der Akku ist auch nicht soo schwer. Leider gibts da keine aktuellen Geräte in der Leistungsklasse (ausser Chinaböller). Wenn du ein 100 Watt Gerät runter drehst bleibt der hohe Ruhestrom ja erhalten...
Vergiss die eingebauten Akkus.

Wenns finanziell geht guck dir LiFEPO Akkus an.
https://www.accu-24.de/lifepo4-akku

Kleiner Portabel-Antennentuner mit Kreuzzeiger Instrument ist auch gut. Da hast du auch gleich ein Gefühl ob die Antenne gut in den Bäumen hängt oder ev. zu viel Verluste macht oder zu kurz ist. Bei einem Black-Box Autotuner weisst du sowas nicht.

73 de DL3FOX Uwe

_________________
Heute im Angebot: Die Service Wüste


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BeitragVerfasst: Mo 31.7.2017 16:03 
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S2
S2

Registriert: Mo 31.7.2017 10:09
Beiträge: 9
dl5ym hat geschrieben:
Hallo,
hmmm
Statt "einer Rolle Draht" auf dem Hof ausgespannt (fest) über Fahnenmast oder dergleichen.
plus (manueller) Tuner . Geht erstmal .. solange du nicht GHz-Funk machst ist das mit der "Sicht" zweitrangig.
[...]
Das mit Portabel und auf- und abbauen heisst oft: eher nicht funken :) Such dir als Alternative eher eine Klubstation :)


Das ist sicherlich einen Versuch wert. Wobei wir ja dann endlich beim Thema Experimentalfunk angekommen sind :) Wegen einer Klubstation frage ich nochmal im OV nach. Damals hatten sie offiziell keine. Aber es gibt ja sicher benachbarte OV's die aushelfen.

dl5ym hat geschrieben:
(Kleine) Yaesu's haben eine etwas "merkwürdige" Bedienphilosophie - aber das ist eher dein Problem.
TS480/IC7000 passen da besser - aber muss jeder selber wissen.


Das war ein genialer Tipp. Ich war zuerst auf Yaesu, weil meine Handgurke bereits von dem Hersteller kam. Aber auf den ersten Blick wirkt der Kennwood tatsächlich intuitiver. Am besten ich lasse mir mal beide live zeigen.


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BeitragVerfasst: Di 1.8.2017 7:31 
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S7
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Registriert: Mi 10.5.2017 9:56
Beiträge: 81
DL3KCZ hat geschrieben:
Bei einem Black-Box Autotuner weisst du sowas nicht.


Also meiner zeigt auf dem Display Frequenz, Vorlauf, Rücklauf und SWR an.
Der Autotuner hat halt den Vorteil, dass er schnell ist und Du, je nach Ausführung, nicht erst Modulationsart wechseln und Leistung reduzieren musst (bzw. Vorlauf einstellen beim Zeigerinstrument). Und das Gepfeife und Ola-Geplärre nervt wie die Sau. Der ATU speichert und ruft wieder ab. Fertig.
Klar sind die Zeigerleins nett anzugucken, aber wenn Du über die Bänder kurbelst und schnell in ein QSO willst, nervt das mit der Zeit.

Mit einem Monoband-Dipol bist Du halt schon sehr eingeschränkt. Als Neuling kommt man schnell dazu, auch spielen zu wollen. Bei mir ist es auch noch nicht lang her und ich kann nur von meinen Fehlern berichten. Kauf kein "Anfängergerät". Du wirst schnell merken, dass Du mehr willst. Genauso wird es mit der Antenne. Kauf Dir, oder besser, bastel Dir, einen Multiband-Dipol. Wenn Du Zubehör kaufst, achte drauf, dass es die Leistung aushält. Auch künftig. Sonst kaufst Du nochmal.

Such Dir "Anfänger"kumpels, mit denen Du experimentieren kannst. Es gibt billigen Draht bei den Militärausrüstern, das Fernmeldekabel. Das ist dazu gemacht, immer auf- und abgebaut zu werden. Ich hab 800m für 65.- € gekriegt. Da kann man auch mal zu kurz abschneiden und nochmal neu anfangen.

73 de Michael


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BeitragVerfasst: Di 1.8.2017 17:36 
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Registriert: So 13.12.2015 4:26
Beiträge: 74
Meine Wohnsituation ist Deiner recht ähnlich. Ich wohne im Erdgeschoß eines Zweifamilienhauses und habe hier einen sehr kleinen Garten. Am Ende des Gartens steht ein 6m hoher Baum. Direkt neben dem Baum geht eine 6,5m lange Angelrute am Stamm vorbei mitten durch die Baumkrone. Um die Angel habe ich 8m Draht gewickelt, die Masse kommt vom Regenfallrohr.
Da ich AFU vom Wohnzimmer aus betreibe, kann ich mir hier keinen Shack einrichten. Somit fiel meine Wahl auf den Kenwood TS480 SAT. Den dort ist das Bedienteil nicht mit dem Funkgerät fest verbunden. Die Funke liegt im Schrank, auf dem PC-Tisch liegt nur das Bedienteil.
Der Auto-Tuner vom Kenwood kann den Draht zwischen 10m & 40m anpassen - der Wirkungsgrad wird mies sein, dennoch kann ich so in PSK31 europaweit arbeiten. Allerdings habe ich hier ein starke Vorzugsrichtung nach Süd- und Osteuropa.
Dann packte auch mich der Wunsch portabel zu funken und ich habe mir eine Holzkiste gebaut. In der Holzkiste ist ein 18Ah AGM-Akku, die Funke, ein Tiefentladeschutz, ein USB-Hub und das Interface für Digi-Mods.
Das Ding wiegt gute 17kg und steht meist im Kofferraum.
Als Antenne nehme ich meist eine inverted-V für die man nur ein paar Kabelreste braucht oder eine Drahtantenne von lambdahalbe, als Mast habe ich einen 12m GFK-Mast von Spiderbeam. Gehalten wird er von einem Montageständer für Fahrräder. Meist habe ich noch 1-2 alte Terassenplatten dabei mit dem ich den Fuß des Ständers beschwere. So ein 12m-Mast hat doch eine irre Hebelkraft...
Für die Verbindung habe ich 20m Koax die ich auf einer leeren Kabeltrommel aufgewickelt habe.
Vielleicht ist ja da für Dich die eine oder andere Anregung dabei...
Kostenmässig wärst Du bei einem solchen Setup für Deine Zwecke vielleicht bei 1200€ - 1300€...


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BeitragVerfasst: Di 1.8.2017 19:02 
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Registriert: Mo 3.11.2008 20:51
Beiträge: 5324
Wohnort: Höhr-Grenzhausen, JO30tk
Bandito hat geschrieben:
Kostenmässig wärst Du bei einem solchen Setup für Deine Zwecke vielleicht bei 1200€ - 1300€...


Kommt immer drauf an. Kostenmässig hat mich mein Uralt TRX 220- € gekostet wobei ich
das 240 Hz CW Filter (extra 80.- €) zusätzlich gekauft habe. Auch hab ich einen 12m GFK
von Spiderbeam gekauft der auch nochmal so etwa 90.- € gekostet hat.

Am letzten WE habe ich beim IOTA mal eben 180 QSO gemacht wobei ich letztendllich meinen
12m GFK aus dem Dachfenster geschoben habe mit etwa 10m Draht dran. Will sagen die 1200.-
bis 1300.- T€uros sind garnicht nötig um was zu erreichen.

180 QSO´s und 102000 Punkte sind schonmal was. Mal abgesehen von den 46 gearbeiteten
Ländern aus 5 Kontinenten (mit QRP) ....

P.S. Nicht mit DF5WW sondern mit dem aktuellen Clubcall DL0AK. Fast jeder Kontakt ein ATNO :wink: :wink:

_________________
73´s Jürgen, DF5WW (DL0AK) RIG: TS-480SAT (Club) und SDR auf Red Pitaya Basis, 5 - 10 Watt an eine 2 x 6,5 m Doublet mit CG-3000 Automatik Tuner.


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