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Zu den Maßnahmen gehören insbesondere die Sicherung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten durch Kontrolle des physischen Zugangs zu den Daten, als auch des sie betreffenden Zugriffs, der Eingabe, Weitergabe, der Sicherung der Verfügbarkeit und ihrer Trennung. Des Weiteren haben wir Verfahren eingerichtet, die eine Wahrnehmung von Betroffenenrechten, Löschung von Daten und Reaktion auf Gefährdung der Daten gewährleisten. Ferner berücksichtigen wir den Schutz personenbezogener Daten bereits bei der Entwicklung, bzw. Auswahl von Hardware, Software sowie Verfahren, entsprechend dem Prinzip des Datenschutzes durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen (Art. 25 DSGVO).

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 [ 12 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1,
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Frequenzen und Mischprodukte beim Direktsampler
Hallo zusammen,

aus purem Zufall und einem Gedankenexperiment habe ich vorhin folgendes probiert.

Antenne: resonant auf 7000khz (habe einfach eine Afu Antenne für den Test benutzt, da es nur um RX geht)
RX(A): Red Pitaya 125-14, Samplingrate 125 MS/s
RX(B): ICOM IC-7300, Samplingrate 124.033 MS/s

Antenne ist direkt und ohne Anpassnetzwerk abwechselnd an RX(A) oder RX(B) verbunden. Ich picke mir fünf FM UKW-Sender in meiner Region aus, von denen ich weiß dass ich sie sehr gut empfange. Beispielsweise:

Sender1=87,8 Mhz
Sender2=88,7 Mhz
Sender3=96,5 Mhz
Sender4=101,3 Mhz
Sender5=106,7 Mhz

Diese Sender kann ich nicht direkt an RX 1 oder 2 empfangen da dieser Frequenzbereich nicht abgedeckt ist auf den genannten Empfängern. Dann habe ich testweise etwas ausprobiert und siehe da es funktioniert. Ich ziehe die gewünschte Empfangsfrequenz einfach von der Samplingrate des Empfängers ab und das Ergebnis dreh ich einfach am Empfänger ein mit mode=FM. Am RX(A) kann ich an HDSDR die Bandbreite schön groß auf 110kHz setzen und den FM-Sender in top Qualität hören. Am RX(B) geht leider nicht mehr als die default-Bandbreite bei FM von fix 15kHz. Macht aber nichts, man hört ja trotzdem heraus ob der Radiosender zu empfangen ist oder nicht.

RX(A)_Sender1=37,2mhz
RX(A)_Sender2=36,3mhz
RX(A)_Sender3=28,5mhz
RX(A)_Sender4=23,7mhz
RX(A)_Sender5=18,3mhz

Ich höre die FM-Sender in bester Qualität am SDR-Empfänger via Red Pitaya.

[b:1cb18cbu][u:1cb18cbu]Frage 1:[/u:1cb18cbu][/b:1cb18cbu]
Wie genau funktioniert das - wieso kann man die Abtastrate wie eine Art <Mischer> betrachten? Die Rechnung geht ja eindeutig auf wie ich am eigenen Test festgestellt habe.

Dann habe ich die Antenne umgesteckt und mit dem ICOM IC-7300 verbunden. Die errechneten Frequenzen wären ...

RX(B)_Sender1=36,233 Mhz
RX(B)_Sender2=35,333 Mhz
RX(B)_Sender3=27,533 Mhz
RX(B)_Sender4=22,733 Mhz
RX(B)_Sender5=17,333 Mhz

Allerdings höre ich am IC-7300 nur Sender1 und Sender2. Die krieg ich lautstark zu hören und natürlich werden sie mir auch auf dem Wasserfalldisplay und Spektrogramm genau wie errechnet angezeigt. Von Sender 3-5 jedoch keine Spur. Auffällig war sofort, dass ich nur die FM/UKW Sender hörte, die über 30MHz lagen. Also meine Vermutung und somit ...

[b:1cb18cbu][u:1cb18cbu]Frage 2:[/u:1cb18cbu][/b:1cb18cbu]
Liegt das daran weil der IC-7300 15 diskrete RF Bandpassfilter vor dem A/D Wandler eingebaut hat und somit das Mischprodukt in dem Fall gar nicht erst bis zur FPGA gelangen kann kann weil schon gleich zu Beginn des Signalwegs an einem der BPF gefiltert wird?

Dann hab ich dasselbe mal mit der Tower-Frequenz eines nahegelegenen Flughafens probiert. Die höre ich normalerweise sehr gut auf 118,3 MHz mit mode=AM. Drehe ich 6,7MHz in RX(A) oder eben 5,733MHz in RX(B) ein so höre ich gar nichts.

[b:1cb18cbu][u:1cb18cbu]Frage 3:[/u:1cb18cbu][/b:1cb18cbu]
Wieso funktioniert das mit dieser QRG nicht?

73
Miro


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Frequenzen und Mischprodukte beim Direktsampler
[quote]
[b:xqhp2y5i][u:xqhp2y5i]Frage 1:[/u:xqhp2y5i][/b:xqhp2y5i]
Wie genau funktioniert das - wieso kann man die Abtastrate wie eine Art <Mischer> betrachten? Die Rechnung geht ja eindeutig auf wie ich am eigenen Test festgestellt habe.
[/quote]

Dazu mal eine kurze Excelspielerei. Da ist schön zu sehen, dass ein Signal der Frequenz S mit einer Samplingrate s abgetastet ein Signal von S-s erzeugt:

[attachment=0:xqhp2y5i]Samplingrate.jpg[/attachment:xqhp2y5i]


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Frequenzen und Mischprodukte beim Direktsampler
Passend zum Thema: Schönes Erklärvideo von TI zum Thema Aliasing, etc. : https://www.youtube.com/watch?v=kghOjWuk-8U


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Frequenzen und Mischprodukte beim Direktsampler
@Salat: vielen Dank für den Videolink. Sehr gutes Video, das zum Verständnis zu meiner Frage 1 beigetragen hat. Allerdings bleibt für mich Frage 2+3 immer noch unbeantwortet. Wer kann das erklären?


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Frequenzen und Mischprodukte beim Direktsampler
Hallo Miro,

vor einen ADC gehört [b:16vop51k]immer [/b:16vop51k]ein TP höherer Ordnung mit F = 1/2 Abtastfrequenz.

Also beim IC 7300 einer mit ca. 60 mhz.

Aber der hat vermutlich eh Bandfilter drin, für die verschiedenen Bereiche.

Wenn du die UKW Sender hörst, hab ich dafür 2 Erklärungen:

1.

Die "blasen" durch die Befilterung des IC 7300 durch.

2.

Kreuzmodulation des UKW RF Senders mit einem anderen Sender, z.b. an einer vergammelten Regenrinne. ( Oxydschichten können Diodenstrecken bilden, usw.)

Wenn die Frequenzen genau auf den erechneten liegen, ist's wohl eher Punkt 1. Was mich aber wundern würde. Weitabselektion ist ja eher einfach durchzuführen.
Hast du einen Messsender ? Anschließen, Pegel rauf.

Grüsse, Alfred.


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Frequenzen und Mischprodukte beim Direktsampler
Servus Alfred,

es sind exakt die errechneten Frequenzen, wie am Anfang angegeben. Messender leider nicht vorhanden. Vielleicht kann ein anderer IC-7300 diesen Test ja bei sich auch mal machen insofern der Testaufbau ähnelt.


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Frequenzen und Mischprodukte beim Direktsampler
[quote]Allerdings bleibt für mich Frage 2+3 immer noch unbeantwortet. Wer kann das erklären?[/quote]

Der Red Pitaya hat nur ein einzelnes, unzureichendes 50MHz Tiefpassfilter, dass das UKW-Band nicht genügend unterdrücken kann. Sämtliche UKW-Sender erscheinen deshalb, mehr oder weniger stark, unterhalb der Nyquist Frequenz im Frequenzbereich 17...37MHz.

Der IC-7300 hat grundsätzlich bessere Filter, zumindest unterhalb 30MHz und speziell für 6m und 4m. Leider ist das 30...50MHz BP-Filter nur von bescheidener Qualität und kann daher Sender im Frequenzbereich 74...94MHz nur unzureichend unterdrücken. In diesem Bereich befinden sich leistungsstarke UKW-Sender (88...94MHz), die unweigerlich als unerwünschte Empfangsstellen (30...36MHz) erscheinen. Unterhalb 30MHz wird mittels einer Kombination aus BP-Filter + 30MHz TP-Filter selektiert, UKW-Sender oberhalb 94MHz haben damit keine Chance zu stören.


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Frequenzen und Mischprodukte beim Direktsampler
Hallo 0ri0n,

dann müsste ich den Flughafentower im Red Pitaya auch hören, tu ich aber nicht. Siehe Frage 3.


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Frequenzen und Mischprodukte beim Direktsampler
Hallo Miro,

mit wieviel Watt sendet UKW - BC und der Flugfunk ?

100 kw zu 0,5 kw ?

Das ist nur eine Frage der Pegelverhältnisse.

Ausserdem müsstest du, um das zu bewerten, mal den Filter im gesamten Bereich durchwobbeln. Da können durchaus auch noch Bereiche sein, in denen die Dämpfung wieder abfällt.

Grüsse Alfred.


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Frequenzen und Mischprodukte beim Direktsampler
Stimmt! hatte nicht an die Pegel gedacht, da könnte was dran sein. Danke für den Hinweis Alfred


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Frequenzen und Mischprodukte beim Direktsampler
Kapier ich nicht.
Also das Prinzip der Unterabtastung kenne ich, daher ist es mir auch klar wieso
diese Art des Empfangs funktioniert.

Ich habe nur eine Idee:
Eventuell hat der IC7300 einen schaltbaren TP für KW-Frequenzen. Sobald du unter
30 MHz gehst wird der TP aktiv und dämpft alle Frequenzen > 30 MHz. Daher wirst du keinen Sender mit einer Frequenz > 30 MHz empfangen können,
wenn du die Frequenz am IC7300 unter 30 MHz einstellst.

Wieso das beim Red Pitaya und deinem Flughafen nicht funktioniert, nun, ich denke es liegt am Signalpegel.
Ein AM-Signal sollte sich nicht grundlegend anders verhalten als ein FM-Signal.
Idee:
Bastle dir mal für die 118 MHz eine resonante Antenne und erhöhe damit den Signalpegel.
Dann solltest du den Flughafen auch hören - auch wenn mir mein Mentor einmal sagte 'It's all black magic', ist es nicht :D


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Frequenzen und Mischprodukte beim Direktsampler
Hi,
ich hatte auf meinem Eigenbau-KW RX auch UKW Störungen. Normale KW Drahtantennen gehen auch auf 3m/2m noch ganz brauchbar.
Deshalb direkt hinter der RX Buchse einen vernünftigen KW Tiefpass einbauen. Am besten auch bis 500 MHz mal durchwobbeln...KW Spulen haben gerne Eigenresonanzen weiter oben.

73 de DL3FOX Uwe


  
 

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