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BeitragVerfasst: Do 8.2.2018 21:20 
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Hallo,

nachdem ich schon einige Jahre mit meinem modifiziertem FT847 digitalen Funk, insbesondere auf 50 MHz und 70 MHz mit dem USB3 von MicroHam betreibe ( MSK144, JT6M, FT8 usw. ) wollte ich nun den FT990 mit dem USB3 auf Kurzwelle aktivieren. Das Kabel zwischen Interface und FT990 hatte ich schon länger ( vor einigen Jahren mal von der Ham-Radio mit gebracht ).

Ein zweites USB3 bei Wimo geordert, das USB3 auf FIF-232 Pegel eingestellt, die Programme installiert. Alles wird dekodiert, das Gerät schaltet auch den TRX auf Sendung ..... nichts kommt aus dem TRX raus. Alle Parameter sind so wie sie sein sollten.

Merkwürdigerweise wenn ich statt der Betriebsart USB am TRX RTTY einschalte geht der TRX mit einem Signal auf Sendung.
CAT usw. funktioniert alles. TRX-Audio-In geht über Pin 1 des PR-Steckers.

Das TRX-Audio-In-Signal zum Sender fehlt. Am USB3 liegt es nicht. Habe die Interfaces mal getauscht, natürlich die Steckbrücken entsprechend umgestellt, dies ergab das gleiche Resultat.

Da der Pin 1 des Packet-Radio-Steckers funktioniert ... RTTY-Signal dort eingespeist ... könnte das Kabel noch fehlerhaft sein.
Um dies zu messen werde ich zwei Steckbuchsen benötigen ... dann kann ich das Kabel vernünftig durchmessen und auch vielleicht den Ausgangspegel mal nachmessen, ob überhaupt etwas anliegt.

Vielleicht hat jemand die Konfiguration FT990 / USB3 in Betrieb und kann mir da weiter helfen. Übrigens die ROM-Version des FT990 ist ok ( Version 1.3 ).

73 de Hans, DL8PM / DI2PM auf 70 MHz


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BeitragVerfasst: Fr 9.2.2018 11:43 
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S7
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Das geht, wenn ich mich noch recht erinnere, nur mit der Packet-Buchse und da aber auch nur in LSB oder FM. Dazu vorn die Packet Taste drücken, der springt dann zwischen LSB und FM hin und her.


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BeitragVerfasst: Sa 10.2.2018 11:05 
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S3
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Danke für den Hinweis. Das habe ich schon versucht in Packet zu senden. Dann empfängt das Interface nichts. Beim zweiten Sendedurchgang springt das ganze wieder in USB ... liegt wahrscheinlich an der CAT-Steuerung. Muss ich mal ausschalten.

Der Sendereingang liegt auf Pin 1 des Packet-Steckers. Der Empfängerausgang liegt auf den RCA-Ausgang AF-Out. So die Original-Schaltung.

Ich muss noch anfügen, die Konfiguration FT990 mit dem USB3 sollte bislang nur in FT8 funktionieren.

73 Hans


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BeitragVerfasst: Sa 10.2.2018 12:31 
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S8
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DL8PM hat geschrieben:


Merkwürdigerweise wenn ich statt der Betriebsart USB am TRX RTTY einschalte geht der TRX mit einem Signal auf Sendung.
CAT usw. funktioniert alles. TRX-Audio-In geht über Pin 1 des PR-Steckers.

Das TRX-Audio-In-Signal zum Sender fehlt.


Bei FSK gibt es kein Audio Signal zum Sender.


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BeitragVerfasst: So 11.2.2018 15:15 
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S3
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Hallo,

die Aussage .... Bei FSK gibt es kein Audio Signal zum Sender.

ist nicht richtig.

Es ist nicht mit wenigen Worten zu erklären, hoffe aber, dass es verständlich wird.

Einige grundlegende Dinge sind schon für die weiteren Betrachtung wichtig. Es gibt sowohl in der HF als auch in der NF AFSK und FSK. Darauf wird vielfach nicht explizit hingewiesen, erkennt man aber. Die wesentlichen Züge und Unterschiede zwischen AFSK und FSK sind im Einzelnen:

FSK ( Frequency-Shift-Keying )

Vereinfacht, bei der FSK wird die HF-Trägerfrequenz direkt mit dem digitalen Signal moduliert

AFSK ( Audio-Frequency-Shift-Keying )

Ebenfalls vereinfacht, AFSK liegt dann vor, wenn das NF-Signal bereits frequenzmoduliert ist, der Sub-Träger in Niederfrequenz wird hier umgetastet, aber dann mit Frequenzmodulation zur Aussendung gebracht. Wesentlicher Unterschied ist bei AFSK die doppelte Modulation.

Im Folgenden sind hier insbesondere die Merkmale der digitalen Betriebsart FT8, wichtig:

Sende- Empfangszyklus nur 15 Sekunden
Länge der Nachricht beträgt 75 Bit plus 12-Bit-CRC
FEC-Code LDPC ( 174,87 )
Modulation, 8-FSK, Keying-Rate und Tonabstand mit 5,86 Hz
Wellenform: Continuous phase, constant envelope
Bandbreite 47 Hz
Synchronisation drei 7x7 Costas arrays ( Start, Mitte, Ende )
Sendedauer 79x2048/12000 = 13,48 Sekunden
Dekoderschwellwert -20 dB, bzw. -24 dB mit AP-Decoding, TBD


Einseitenband-Modulation, Betriebsart USB, gewährleistet die Umsetzung des niederfrequenten Modulations-Signal auf Hochfrequenz ohne die Wellenform des Signales zu verändern. Demzufolge ist die Übertragung eines FSK-Modulierten-Nieder-Frequenz-Signals mit SSB hochfrequenzmäßig gesehen immer eine FSK-Aussendung. Dies auch, wenn die Frequenzen in den Durchlass-Bereichen verschoben werden.

Soviel als Vorspann.

Im konkreten Fall wird vom PC-Programm in Verbindung mit dem Interface und der Soundkarte ein niederfrequentes FSK-Signal erzeugt welches dem TRX-AF-In- Eingang, hier dem Eingang des Packradio-Steckers, als ganz normale NF zugeführt wird. Und ein NF-Signal von bis zu 100mV an 600 Ohm, welches dem Eingang des Packet-Radio-Steckers des TRX zu gemutet wird dürfte durchaus messbar sein. Auch wenn es ein niederfrequentes FSK-Signal ist.

Diese vorstehende Kurzform könnte ich noch wesentlich erweitern. Aber dann würde dies nicht ganz nachvollziehbar sein. Zuviel Technik und Mathematik.

Auch bin ich nicht auf die Pseudo-AFK eingegangen. Das könnte bei der aufgezeigten Problematik aber ebenfalls eine Rolle spielen ..... das Interface operiert mit virtuellen COM-Ports. Werde ich mal überprüfen müssen.

Da es bestimmt keinen OM, welcher FT8 mit der Konfiguration FT990 / MicroHam USB3 betreibt, hier im Forum gibt, werde ich den möglichen Fehler systematisch suchen müssen. Dazu benötige ich die Service-Unterlagen zum FT990 und zum USB3-Interface die Unterstützung von MicroHam. Ersteres ist schon bestellt ( Kopien sind da weniger hilfreich ) und Letzteres dürfte auch kein Problem darstellen.

Sollte ich die Problemstellung lösen können, werde ich dies hier im Forum nachvollziehbar einstellen.

73 de Hans, DL8PM seit 1963 / DI2PM auf 70 MHz seit 2008


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BeitragVerfasst: So 11.2.2018 16:05 
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DL8PM hat geschrieben:
Hallo,

die Aussage .... Bei FSK gibt es kein Audio Signal zum Sender.

ist nicht richtig.



Hmmm ... welche NF spielt denn bei FSK eine Rolle ?? Hier wird zwischen f1 und f2 umgetastet und Audio ist
da so garnicht im Spiel ....

https://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzumtastung

Das Wiki sagt mir eigentlich das bei FSK nur die HF Frequenz geshiftet wird und das beim demodulieren diese
Frequenzumtastung in Verbindung mit der Zeit ausgewertet wird.

Bei AFSK wird die Frequenz des NF-Signals geändert und die HF dient lediglich als Trägermedium. Hier ändert
sich also nicht die Trägerfrequenz sondern nur die Audiofrequenzen werden verändert. Das in dem Falle auch
als Audiosignel (Töne).

Wenn man FSK ohne BFO hören würde wäre das ähnlich wie bei CW. Man sieht nur den/die Träger und hört
rein garnichts. Die Töne werden hier eigentlich nur im Empfangszweig durch Überlagerung generiert.

So ist zumindest mein Verständnis zum Unterschied von FSK zu AFSK.

:? :?:

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73´s Jürgen, DF5WW (DL0AK) RIG: TS-480SAT (Club) und SDR auf Red Pitaya Basis, 5 - 10 Watt an eine 2 x 6,5 m Doublet mit CG-3000 Automatik Tuner.


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BeitragVerfasst: So 11.2.2018 19:43 
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Beiträge: 3431
DL8PM hat geschrieben:
Hallo,

die Aussage .... Bei FSK gibt es kein Audio Signal zum Sender.

ist nicht richtig.

Es ist nicht mit wenigen Worten zu erklären, hoffe aber, dass es verständlich wird.


Du kannst es ruhig mit vielen Worten erklären...

Es gibt kein niederfrequentes FSK Signal und es wird bei FSK dem Sender auch kein NF Signal zugeführt.

Möglicherweise kann der FT-990 auch gar kein FSK sondern benutzt einen Internen Tongenerator um AFSK zu erzeugen.
Auch in dem Fall muss Dein PC ein Umtastsignal high/low auf den entsprechenden Pin einer Zubehörbuchse schicken um zwischen Mark und Space umzuschalten.
Im allgemeinen wird dazu ein RS-232 Signal der seriellen Schnittstelle z.B. DTR oder RTS benutzt.


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BeitragVerfasst: Di 13.2.2018 9:39 
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Hallo OM Hans,

ich habe genau das gleiche Problem, am Wochenende versuchte ich bei einem Funkkollegen genau die gleiche Konfiguration zum Laufen zu bringen. Das Fehlerbild ist absolut gleich. Empfang ist da, Sender geht auf Sendung, kein Sendesignal da. Das MicroHam USB3 wurde mit Kabelsatz neu bei WIMO gekauft. Ich gehe also mal davon aus, dass nichts defekt ist.

Wenn es eine Problemlösung gibt, wäre ich sehr daran interessiert.

73 de Frank
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BeitragVerfasst: Di 13.2.2018 12:53 
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S3
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Hallo Frank,

ich bin dem auf der Spur. Habe MikroHAM und auch WIMO mittels eMail kontaktiert. Warte nun mal die Antworten ab. Könnte daran liegen, dass das USB3 in der NF einen linken und rechten NF-Kanal verwendet. :roll: Muss ich mir mal auf dem Oszi ansehen.

Könnte auch am Kabel liegen. Dies hatte ich vor, heute zu prüfen. Ich kann es nur über die Pins der Steckbuchsen machen, da alle Stecker im Inneren vergossen sind. Lötstellen können nicht gesichtet werden :(

Dies habe ich aber noch nicht umgesetzt bzw. getestet

Soweit konnte ich es schon verfolgen, dass an der Packet-Buchse Pin 1 das NF-Signal richtig eingespeist ist. Ein Ein-Ton-Signal, 1500 Hz, dort eingespeist bringt die HF in Vollaussteuerung. :D ..... muss ich nochmal wiederholen, da ich mir keine Notiz gemacht habe ob ich es in der Betriebsstellung USB ( FT8 spricht USB an )

Die Brücken innerhalb des USB3 habe ich auch noch mal geprüft. CAT läuft auch, alles wird angezeigt, auch die Frequenz vom FT990 wird im PC-Programm übernommen und angezeigt. Als Programm verwende ich JTDX ist um einige dB empfindlicher als WSJT-x. Du siehst (ahnst ) im Wasserfall ganz schwache Stationen und diese werden einwandfrei dekodiert ... mit WSJT-x nicht so ganz bzw. werden nicht dekodiert. JTDX ist ein modifiziertes WSJT-x.

Da ich das Yaesu-Original-Service-Manual vom FT990 nun habe, kann ich den NF-Weg nun mal verfolgen. Noch einfacher wäre es wenn die Schaltung des USB3 vorliegen würden, dann hätte ich das ganz schnell gelöst.

Sobald ich etwas zur Lösung habe, poste ich es hier in diesem Beitrag.

73 de Hans, DL8PM / DI2PM

Nachtrag: Den Kabelsatz, den ich verwende, habe ich 2009 auf der HAM-Radio bei MicroHAM gekauft und er wurde mit 2 Wochen später von WIMO zugesandt. Aber durch gemessen wird er auf jeden Fall


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BeitragVerfasst: Di 13.2.2018 15:37 
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Hallo Thread-Leser,

sind ja interessante Beiträge. Zur Einstimmung verweise ich auf meinem ersten und auch weitere Beiträge. Diese meine Beiträge sollten aufmerksam gelesen werden. Es ist kein RTTY oder PR, PSK u.ä. Ich kann aber beim besten Willen in den Antworten nicht erkennen, das alles gelesen wurde. Es ist halt FT8 als relativ neue Betriebsart. FT8 steht für Frank / Taylor 8-FSK Modulation

Wenn das so ist, wie es sich mir darstellt, sollte ich das Thema noch ein wenig ausführlicher darstellen. Auch wenn es noch länger wird. Aber der sogenannte Nachhilfe - Unterricht liegt mir fern.

Erst mal etwas zum Einlesen in die FSK, ist von Fachleuten geschrieben. Setzt aber einiges an Wissen voraus. Ist Uni-Niveau, leider nicht allgemein verständlich, macht aber nichts. Dennoch den Text mal aufmerksam lesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzumtastung

Da in einem Beitrag ein Auszug aus WIKIPEDIA zitiert wurde, hier eine Ergänzung aus WIKIPEDIA:

Zitatanfang:
Die Einseitenbandmodulation (SSB) leistet die Umsetzung (Modulation) von Niederfrequenz auf Hochfrequenz, ohne dabei die Wellenform des Signales zu ändern. Somit ist eine Übertragung eines FSK-Modulierten NF-Signales mit SSB immer noch FSK, wenn auch die Frequenzen in den Bereich der Zielfrequenz verschoben werden.

AFSK ist dann gegeben, wenn ein NF-Signal zuerst schon frequenzmoduliert wird und dann mit Frequenzmodulation zur Aussendung gebracht wird. AFSK unterscheidet sich von FSK durch die doppelte Modulation. Bei FSK wird der Hochfrequenz-Trägerfrequenz direkt mit dem digitalen Signal moduliert.
Zitatende

Verstanden ?, dies sagt doch schon alles aus. Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

Und nun dürften dazu aber keine Fragen mehr auftreten. Denn ein jeder sollte wissen wie das digitale Signal, nf-mäßig, bei der Betriebsart FT8 im oberen Seitenband ( USB ) entsteht und behandelt wird.

Vorweg schon mal, reine NF-Frequenz welche umgetastet wird, also FREQUENZ-SHIFT-KEYING oder auch FSK. Diese wird dann dem NF-Zweig, über die Mikrofonbuchse o.ä. dem TRX zugeführt und moduliert dort das obere Seitenband. So ist es.

Hier nochmals die Specification der Weak-Signal-Betriebsart F T 8, diese ist von Prof. J. Taylor, K1JT, Diplom-Physiker, und noch einem OM erstellt worden.

Im Folgenden sind es nur die Haupt-Merkmale der digitalen Betriebsart FT8 die aufgeführt sind, sehr wichtig, dies zu wissen:

1.) Sende- Empfangszyklus nur 15 Sekunden
2.) Nachrichtlänge beträgt 75 Bit plus 12-Bit-CRC FEC-Code LDPC ( 174,87 )
3.) Modulation, 8-FSK, Keying-Rate und Tonabstand mit 5,86 Hz
4.) Wellenform: Continuous phase, constant envelope
5.) Bandbreite 47 Hz
6.) Synchronisation drei 7x7 Costas arrays ( Start, Mitte, Ende )
7.) Sendedauer 79x2048/12000 = 13,48 Sekunden
8.) Dekoderschwellwert -20 dB, bzw. -24 dB mit AP-Decoding, TBD

Hervor zu heben sind die 3.) und 4.). Es wird eindeutig von K1JT auf die FSK, 8-Tone NF, Tastrate und den Tonabstand hingewiesen ( 8 mal 5,86 Hz ergibt die Bandbreite von 47 Hz ) .... alles Nieder-Frequenz ( NF ).
Nun flechte ich mal zum besseren Verständnis ein, das Ganze passiert im USB3-Interface und in der im USB3 eingebauten Soundkarte. Alles NF-Wege.

Auch um es nochmals zu verdeutlichen, es geht hier nicht um RTTY oder Packet-Radio welche eine ganz andere Tastrate und Frequenz-Shift aufweisen als dies bei der Weak-Signal-Betriebsart FT8 der Fall ist. Das es bei RTTY und Packet-Radio verschiedene Tonpaare mit Shift und dies auch noch reverse gibt, welche getastet bzw. umgetastet werden, ist wohl ebenfalls unbestritten. Hierbei setze ich einfach voraus, ein jeder Funk-Amateur weis was damit gemeint ist.

Bis hierher noch alles leicht verständlich ?

Nun zu den Spezifikationen des USB3-Interface mit Soundkarte ... was es alles kann und auch wie. Es ist zu berücksichtigen, das die Soundkarte im USB3 einen linken und einen rechten Tonkanal hat. Genau so wie beim stereophonen Aufnehmen und Wiedergeben von NF-Signalen. Es ist so.

Audio Out (left):

1.) Output Level: 1.3V p-p max.
2.) Response: 100 Hz - 10 KHz +1dB/-3dB
3.) Second Harmonic: -80 dB (typical)
4.) Third Harmonic: -70 dB (typical)
5.) D/A Sample rates: 32000, 44100, 48000 Hz
Das Signal Audio-Out-left ist z.B. das Signal welches aus dem Ausgang AF-Out des TRX FT990 dem Interface USB3 über die Soundkarte zur Anzeige auf dem Monitor dient. Ist ein RCA-Stecker auf der Rückseite am FT990.

Audio Out (right):

1.) Internal Pseudo-FSK/QSK CW detector.
2.) drives CW and FSK outputs
Das Signal Audio-Out-right ist für Geräte-Interfaces die mit " FSK " wie MMTTY mit externer FSK oder als Audio-Detektor für FLDIGI mit pseudo-FSK betrieben werden. Bis hierher verstanden ?
Audio In (left):
1.) Input Level: 4V p-p max.
2.) Response: 300 Hz - 3 KHz +/- .5 dB (typical)
3.) Absolute Noise Floor: -90 dB @ 600 Ohms
4.) Dynamic Range: 87 dB (typical)
5.) D/A Sample rates: 8000, 11025, 16000, 22050, 32000, 44100, 48000 Hz
Das ist das NF-FSK-Signal wie es vom Interface dem TRX FT990 zur Modulierung des USB-HF-Signals, hier an der Packet-Buchse des FT990 zugeleitet wird.
Warum an irgendwelche Buchsen auf der Rückseite ?. Ganz einfach, bis dort hat die sende- und empfangsseitige NF, Filter, Abschwächer, Regler usw. usw. durchlaufen .... damit kein Signalmix, Mikrofon mit anderen Signalen und auch mit den Signalen welche der PC benötigt, usw, usw. sende- wie empfangsseitig auftreten kann. Steht aber in der Regel in den Geräte-Manuals und auch in der Fachliteratur.

Um es nochmals in Erinnerung zu rufen:

Für die Spezifikation FSK nach MicroHAM für das USB3-Interface stehen u.a.

... open collector, driven from DTR by MMTTY with ext. FSK or audio detector by FLDIGI with pseudo-FSK ...

Also grundverschieden zu den Aussagen zu den Gegebenheiten der neuen Betriebsart FT8.

Noch etwas, nach meinem Wissenstand stehen die Großbuchstaben RTS für das Schalten der PTT und DTR für das Schalten eines CW - Signals. Mit letzterem ist nicht die Betriebsart Telegraphie, allgemein CW genannt, gemeint sondern das Schalten der Continous Wave auch Träger genannt. Vereinfacht, das Ein- und Ausschalten des oder eines Trägers

Bevor nun etwas kommentiert wird, so würde ich bitten, erst mal die Betriebsart FT8 zu studieren. Dann die Ausführungen vom Diplom-Physiker J.Taylor, K1JT aufmerksam lesen. Leider nur in englisch. Dann Gedanken machen und dann erst etwas schreiben.

Vielleicht habe etwas nicht richtig rüber gebracht. Ich versuche es nochmal zu erklären.

FSK auf englisch heißt doch FREQUENZ SHIFT KEYING ... ich übersetze es mal frei und ganz problemlos zu verstehen, auf deutsch, vielfach zu lesen, in

Frequenz Umtastung = FSK ... bei der Betriebsart FT8 z.B. ist es als Acht-Ton-Umtastung im Niederfrequenzbereich zu verstehen. So K1JT wenn ich das richtig übersetzt habe. Letzteres ist meine Definition, deckt sich aber mit K1JT.
Zur Erinnerung : 8 NF-Töne ergeben bei einer Shift von 5,86 Hz die exellente Bandbreite von ca. 47 Hz, welche erst eine Weak-Signal-Verbindung weltweit zulässt. Vielleicht mal die Empfänger-NF eines FT8-Signals auf dem Oszi ansehen. Kann man auch mit der Sende-NF bewerkstelligen.

Gestern z.B. auf 10.136.0 MHz in FT8 mit 1,0 Watt, ein Watt, an einem 10m hohen Dipol, mit VK eine Verbindung getätigt, über 16.324 Km. Der Leistungsmesser hat bei Vollausschlag in den jeweiligen Leistungsbereichen eine Toleranz von 5 % plus/minus. Das mir bei dieser Verbindung nun ganz egal ist ob die Leistung meinerseits 0,95 oder 1,05 Watt war, ist wohl verständlich.

AFSK kennzeichnet, dass hier ausschließlich Niederfrequenzen umgetastet werden. Das A steht für AUDIO. Muss ich nicht weiter erklären.

Achtung, in einem anderen Beitrag von mir steht für AFSK etwas besonderes geschrieben. Keine Panik, ist alles im speziellen Falle eine Niederfrequenz. Hier nochmal zum Lesen:

AFSK ( Audio-Frequency-Shift-Keying )

Ebenfalls vereinfacht, AFSK liegt dann vor, wenn das NF-Signal bereits frequenzmoduliert ist, der Sub-Träger in Niederfrequenz wird hier umgetastet, aber dann mit Frequenzmodulation zur Aussendung gebracht. Wesentlicher Unterschied ist bei AFSK die doppelte Modulation.
Anmerkung: Mit Frequenzmodulation ist hier nicht die Betriebsart FM gemeint.

FSK bedeutet natürlich Frequenz-Umtastung ... bei Frequenzen z.B. mit 5,86 Hz, dies ist auch eine Frequenz, und 144 MHz z.B. das ist ebenfalls eine Frequenz. FSK umfasst jeden Frequenzbereich. Sagt das Wort doch schon.

FSK ist nur bis auf eine Ausnahme die ich kenne, mit einer Frequenz gekennzeichnet. Ausnahme FSK144, ein WSJT-Signal speziell für das 2m-Band, natürlich ebenfalls in den NF-Zweig eingespeist.

Hier noch ein Link, der FSK, auch in der Niederfrequenz, etwas näher bringt, ist relativ allgemeinverständlich geschrieben :

https://shuredeutschland.wordpress.com/ ... vs-analog/

Und ein jeder kann absolut sicher sein, dass das FSK-Signal ( FT8-Signal ) auf der niederfrequenten Seite in den Tranceiver eingespeist wird. So ist es. Nicht nur ich habe ich den Anfängen das FSK-Signal, in 2017, in den Mikrofoneingang eingespeist.

So wird es wohl bei der Problemdarstellung gewesen sein. Einspeisung des FT8-Signals in den Mikrofoneingang ... und wer hätte das gedacht. Ich hab´s gemacht, weil ich weis wovon ich schreibe und rede, da es nun funktioniert. Muss das Signal noch überprüfen ob das Interface nicht übersteuert wird.

Das das USB3-Interface mit eingebauter Soundkarte in den Anschlüsse, CAT, PTT, CW und SQ mit virtuellen COM-Ports arbeitet, setze ich mal als bekannt voraus. Ganz kurz, dies ist wegen des einzigen benötigten USB - Anschlusses am PC und auch das auch nur noch sehr selten ein bzw. mehrere COM-Ports am PC vorhanden sind.

Dies zeigt auch, dass die Fa. MicroHAM vorwärts ausgerichtet ist und nicht auf alten Sachen aufbaut.

73 de Hans, DL8PM / DI2PM
....... schon 204 DXCC auf 30m und 40m in FT8 mit max. 50Watt an Dipolen gearbeitet.


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BeitragVerfasst: Di 13.2.2018 16:07 
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DL8PM hat geschrieben:
Das das USB3-Interface mit eingebauter Soundkarte in den Anschlüsse, CAT, PTT, CW und SQ mit virtuellen COM-Ports arbeitet, setze ich mal als bekannt voraus. Ganz kurz, dies ist wegen des einzigen benötigten USB - Anschlusses am PC und auch das auch nur noch sehr selten ein bzw. mehrere COM-Ports am PC vorhanden sind.

Dies zeigt auch, dass die Fa. MicroHAM vorwärts ausgerichtet ist und nicht auf alten Sachen aufbaut.

73 de Hans, DL8PM / DI2PM
....... schon 204 DXCC auf 30m und 40m in FT8 mit max. 50Watt an Dipolen gearbeitet.


Ich will Dir ja nicht die Freude an Deinem Modem nehmen. Ich habe ein Digimaster Pro 3 von ZLP electronics in England. Hat zwar "nur" 3 anstelle von
5 virtuellen COM´s aber ist dafür, incl. Kabelsatz für den TRX (kostet bei Mh knappe 100.- € extra) für unter 200.- €urönchen zu haben. Eigene SC und
Winkey kompatibel ist das Ding auch noch.

Digi mache ich seit meinem Wiedereinstieg 2008 neben dem guten alten CW und kenn mich da durchaus ein bissel aus. Ich mache allerdings keine 50 W
in Digi sondern 5 - 10 wie sich´s gehört. Für 50 Watt wurde FT8 nicht entwickelt und dazu gibt es auch klare Aussagen der beiden "MAcher" ... Aber
Hauptsache man bekommt das fehlende Land. Gerade bei FT8 gibt´s da auch Leute die fahren schonmal ein KW auf. Mit Deinen 50 W liegst Du wenigsten
nur, im leicht gelblich angehauchten, grünen Bereich ...

:wink: :wink:

P.S.

JTDX nutze ich, seitdem es FT8 unterstützt, im übrigen auch. Über das Modem mit jeweils 3 verschiedenen Instanzen (3 Rufzeichen) meines Loggers und JTDX. Fldigi kann
ich dann auch noch laufen lassen weil das per XML-RPC am Logger hängt.

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BeitragVerfasst: Di 13.2.2018 17:01 
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Zitat:
Vorweg schon mal, reine NF-Frequenz welche umgetastet wird, also FREQUENZ-SHIFT-KEYING oder auch FSK.


Falsch! Du solltest den von Dir verlinkten Wikipedia-Artikel selbst mal lesen. Es ist analog zu FM, steht da z.B. drin. In FM wird die "Modulation" durch Frequenzverschiebungen erreicht: Frequenz Modulation (war und ist Prüfungsthema). Da ist keine NF im Spiel! Da sind sogar drei Oszi-Bilder dabei, wo man das WUNDERBAR erkennen kann, was damit gemeint ist. Kein Audio nämlich. Beim Demodulieren wird die Grundfrequenz komplett runtergemischt und das, was übrig ist, ist das Futter, aus dem später die NF wird. Bei AM wird anders verfahren, man kann da nach entfernen des Trägers (Grundfrequenz) im Prizip direkt auf den NF-Zweig gehen. Die bleibt nämlich VOLL 1:1 erhalten und liegt AUF der Amplitude, also dem HF-Sinus drauf, welcher STABIL bleibt! Die alten Audione arbeiten genau so - können halt eben nur AM.

In FSK (NICHT A-FSK) wird von der Grundfrequenz um 5,xx Hz pro Schritt nach oben oder unten abgewichen. 2 Schritte, 4 Schritte, 8 Schritte, 16 - je nach dem, welches Datenformat gesendet wird.

A-FSK ist dann das, was Du meinst: AUDIO Frequency Shift-Keying. Dort wird eine NF zugegeben.

JEDOCH ist bei vielen NICHT FSK-fähigen Geräten genau das der Trick, wie man FSK "irgendwie hingurkt", bzw. eben über die Software ein FSK via Software erzeugt/vorgegaukelt, obwohl es tatsächlich AFSK ist. Da wird dann auch kein 5 Hz-Signal eingespeist (das können die meisten Soundkarten nämlich garnicht, geschweige denn der Daten- oder Mikrofoneingang des TRX!), sondern die liegen dann entsprechend höher. So erzeugt die Software dann auch das Empfangs-Panorama: Es läßt nicht den TRX ständig auf- und ab-wandern, sondern es "hört" tatsächlich auf die NF-Bandbreite und verarbeitet das, was es hört in AFSK->FSK. Den unterschied merkst Du nicht, jedoch kommt man auf die falsche Fährte bezüglich FSK.

Im Prinzip, wenn Du nicht mit spezieller Hard- und Software die Kiste über den "echten" FSK-Port ansteuerst, hast Du heute so oder so AFSK. Vermutlich daher das Mißverständnis. Der "Data"-Port mancher Geräte umgeht ja nur die NF-Filter, um höhere oder tiefere Töne mit gleicher Versträrkung abgeben bzw. empfangen zu können. Mein TS-870 kann auch echtes FSK. Unter verwendung des FA-Soundkarten-Interfaces wird jedoch alles auf USB in AFSK zugefährt... Da geht dann auch RTTY, FT-8 und alles andere. Es gibt sogar welche, die auf USB/LSB CW in AFSK machen, weil sie es nicht gebacken bekommen, den CW-Pin ans Interface anzuschließen. Die senden dann mit einer NF von 800 Hz, weil üblicherweise 800 Hz die "Hörfrequenz" ist und das von der RX-Einstellung dann paßt. Den Unterschied merkt nur der Anwender, der muß dann 800 Hz abziehen, wenns die Software nicht von sich aus macht ;->

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BeitragVerfasst: Di 13.2.2018 17:14 
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DL6IB hat geschrieben:
Zitat:
Vorweg schon mal, reine NF-Frequenz welche umgetastet wird, also FREQUENZ-SHIFT-KEYING oder auch FSK.


Falsch! Du solltest den von Dir verlinkten Wikipedia-Artikel selbst mal lesen.

A-FSK ist dann das, was Du meinst: AUDIO Frequency Shift-Keying. Dort wird eine NF zugegeben.


Es ist sinnlos, er versteht das nicht.
Hätte er es verstanden würde es ja schon längst funktionieren.

So kann es natürlich nicht gehen:

Zitat:
Merkwürdigerweise wenn ich statt der Betriebsart USB am TRX RTTY einschalte geht der TRX mit einem Signal auf Sendung.
CAT usw. funktioniert alles. TRX-Audio-In geht über Pin 1 des PR-Steckers.


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Richtig - das ist aber ein Thema, das viele übern Haufen werfen, weil durch die Soundkarten und 0815-Verkabelung über Mic+Phone eigentlich garkein "echtes" FSK mehr gemacht wird. War früher bei PR nicht anders. 1200 Baud AFSK/9600 FSK. Da hats viele gegeben, die gemeint haben, mit einem hochgetakteten 1k2-TNC auf 9k6 zu kommen. Hat nie geklappt - auch schon, weil das Signal anders aufgebaut war ;-)

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73, Jörg


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BeitragVerfasst: Fr 16.2.2018 18:57 
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Hallo,

nachdem ich schon 1963 bis 1965 RTTY mit einem Selbstbaukonverter durch geführt habe, da wurde in der Tat die VFO-Frequenz umgetastet .... ist doch ein Unterschied zur Niederfrequenz-Umtastung, und beides ist FSK , Auch 9K6 PR, FSK144 und ganz viele digitalen Betriebsarten werden bis heute durch geführt. Dabei ist mir vor einige Monaten die 8-Ton-NF-FSK, so die Entwickler, genannt FT8, aufgefallen.

Übrigens bin ich kein Anfänger in FT8. Seit Oktober letzten Jahres mache ich mit dem für 4 m modifiziertem FT847 ganz viel FT8 .... deutlich über 230 DXCCs und alle Kontinente zeugen von der Beherrschung der Betriebsart FT8. Beim FT847 gibt es dazu Eingang und Ausgang mit festen Pegel, welche mit dem USB3 auf Anhieb funktionierten. Ah, vergessen NF-In und NF-OUT. Man kann nach Studium der Schaltbilder sagen, parallel zum Mikrofon-Eingang und parallel zum Lautsprecherausgang ... ich hab´s kontrolliert.

In Ergänzung meiner vorherigen Beiträge habe ich nun richtigerweise in Verbindung mit WIMO, Vertrieb des USB3-Interface und dem Hersteller MicroHAM den AUDIO-IN_AUSGANG auf die Mikrofonbuchse gelegt. Wie ich schon in meinem ersten Beitrag ausgeführt habe, funktioniert dies mit der 8-Ton-FSK-Niederfrequenz an diesem Eingang einwandfrei.

Es ist keine FSK wie die 2-Tone-Umtastung ... über 1 KHz bzw. 2 KHz NF-Töne bei RTTY und Packet-Radio ..... ist etwas ganz anderes. Mehr als die Grunddaten welche zu FT8 vorliegen braucht man sich nicht anzusehen ( 8 x 5,76 Hz ) diese werden getastet und auf den Mikrofon-Eingang eines TRX gegeben. Ist ja nicht möglich wurde geschrieben, aber leider nicht warum.

Hier nun der Bericht:

Nach den Gesprächen mit dem Hersteller des USB3, Fa. MicroHAM und der Fa. WIMO bestätigten diese mir, dass es sich um eine FSK im Nieder-Frequenzbereich handelt. Folgende Änderung an der Konfiguration - FT990 mit dem USB3-Interface für die Betriebsart FT8 - habe ich durch geführt.

Ursprünglich wurde am FT990 das Packet-Radio-Signal am Eingangs-Stecker für PR an Pin 1 des Steckers auf der Rückseite des FT990, eingespeist. An diesem Pin wurden seinerzeit die Tonpaare, 3 verschiedene Tonpaare kann man am FT990 für Packet-Radio einstellen, eingespeist.

Da der FT990 von 1992 datiert und die 8-Ton-FSK in Niederfrequenz erst 2017 "erfunden" wurde, konnte das für Packet-Radio konfigurierte Kabel im Sendezweig für das FT8-NF-FSK-Signal nicht funktionieren.

Die Messungen des Ausgangssignal am Interfaces für FT8 bestätigen entgegen der Annahme von einigen OMs hier im Forum .... es ist keine Niederfrequenz .... und es wird auch nicht in den NF-Zweig ( Mikrofonbuchse ) eingespeist, dass es doch, wie ich am Oszillografen schon ersehen konnte, dass das FT8-Signal am Ausgang eines ( des ) Interfaces einfach ein NF-Signal ist. So ist es, kann ich nur noch mal bekräftigen.

Zuerst im sogenannte " fliegenden Aufbau" das FT8-Signal in die Mikrofonbuchse eingespeist, und siehe da, der Sender wurde im oberen Seitenband ( USB ), richtig schön zu regeln, ausgesteuert. Konnte auch auf die schnelle einige FT8-QSO ins Log bringen.

Vorgestern habe ich mal in meine Bastelkisten rein gesehen und folgendes gesucht:

eine 5-polige, 180 °, DIN-Buchse
einen 8-poligen YAESU-Mikrofonstecker
und etwa 70 cm einadriges, abgeschirmtes NF-Kabel.

Es wurde alles gefunden. Der Innenleiter des Kabel wurde auf der einen Seite am Mikrofonstecker mit dem Pin 8 ( genau in der Mitte ) verlötet, auf der anderen Seite mit dem Pin 1 der Diodenbuchse. Die Abschirmung im Mikrofonstecker habe ich mit Pin 7 verlötet.
Die Masseverbindung im 5-poligen Stecker wurde mit Pin 2 verlötet. Nun konnte ich den NF-Eingang des FT990 mit dem TRX Audio IN des Interfaces verbinden.

Übrigens ist die Bezeichnung - [b]TRX Audio IN - eine Vorgabe der Fa. MicroHAM. Auf deutsch würde ich es so übersetzen - Sende-Empfänger NF Eingang - Ist auch sehr zutreffend.
[/b]
Nachdem ich noch an beiden Seiten das Kabel mit Ferrit-Klappkernen versehen hatte - wegen möglicher HF-Einstrahlung in den Mikrofoneingang bzw. in den NF-Ausgang des Interfaces - macht man schon mal als erfahrener Funkamateur, konnte ich heute mal die QSOs in der Betriebsart FT8 mit dem FT990 versuchsweise durchführen.

Frequenz 10.136.0, Betriebsart USB, Leistung etwa 50 Watt, 100 Watt out auch möglich, wenn erforderlich, wären auch 750 Watt out möglich, an einem 10 m hoch auf gehangenen Dipol, SWR 1 : 1,15, der in Ost / West Richtung als Inverted V installiert ist.

Von 13:23 UTC bis 15:05 UTC wurden folgende OSOs getätigt ... alle auf meine CQ-Rufe hin.

1.) 4Z5ML
2.) SP5HQZ
3.) RC6AA
4.) RU4PH
5.) BH1TSU
6.) UA3ICN
7.) R3KAB
8.) JI1TEW
9.) RV6AVG

Bei den QSOs habe ich drei verschiedene Programme testweise verwendet, jeweils neueste Version:

1.) WSJT-X
2.) MSHV
3.) JTDX

Wobei letzteres Programm am tiefsten decodiert. Ich kann nur empfehlen, sich mal ernsthaft mit der Betriebsart

Schönes Wochenende allen.

73 de Hans, DL8PM, DI2PM auf 4 m, auch da in FT8 qrv

Nachtrag: @ Jörg, da spricht der Hersteller MicroHam aber eine andere Sprache. Ob AFSK Frequenz-Umtastung im Niederfrequenzbereich oder FSK in anderen Frequenzbereichen ist und bleibt FSK. Löst euch mal von Ausgangssignal in HF und betrachtet den Entstehungsweg vor dem Sender. FT8 ist kein RTTY, kein Packet-Radio kein AM kein FM usw. usw..


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