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 Betreff des Beitrags: Einspeisepunkt Delta Loop berechnen
BeitragVerfasst: Mi 7.2.2018 2:33 
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Hallo,
ich möchte gern für das 17m-Band eine Delta Loop mit vertikaler Polarisation bauen, wie sie von DL4AAE beschrieben wurde.
(http://dl4aae.darc.de/vortrag_p51_deltaloop_dl4aae.pdf)

Die Antenne würde also so aussehen:

Dateianhang:
Delta Loop.jpg


Unklar ist mir, wie sich der Abstand a zur Einspeisung errechnet. Im Rothammel ist die Rede davon, das vom Einspeisepunkt bis zum oberen Dreieckswinkel 1/4 Lambda verbleiben sollen.
DL4AAE hat in seinem Beispiel eine Delta Loop für 14,05 Mhz vorgestellt, bei seinem Umfang von 22,83m wäre dann ein Schenkel bei einem gleichschenkeligem Dreieck 6,85m lang. Er hat den Abstand a mit 0,7m angeben - vom Einspeisepunkt bis zur oberen Dreiecksspitze wären es dann 6,15m was deutlich mehr wie 1/4 Lambda wäre...

Wie errechne ich nun korrekt den Abstand a...?

Wäre klasse wenn jemand Rat wüßte.

73,
Micha


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BeitragVerfasst: Mi 7.2.2018 5:08 
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Bandito hat geschrieben:
Wie errechne ich nun korrekt den Abstand a...?

Das geht gar nicht so genau, da dies immer abhängig von den äußeren Umständen ist:
Der genaue Winkel, Drahtdicke, Isolierung um den Draht oder nicht, genaue Längen, Aufbauhöhe, Gebäude/Bäume/Büsche usw. haben alle Einfluss auf die Impedanz an einer bestimmten Stelle, die dann verschoben werden muss um eine bestimmte Impedanz zu erreichen.
Bestenfalls könnte man mit MMANA simulieren (was nach den YouTube Kursen gar nicht mal so schwierig ist).
Oder Du machst das was schon Generationen von Amateuren vor dir gemacht haben - sie bauen was im Rothammel steht und machen hinterher ein Fine-Tuning.

Viel Glück
der Hans

_________________
:D


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BeitragVerfasst: Mi 7.2.2018 8:54 
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Beiträge: 3218
Bandito hat geschrieben:
Hallo,
ich möchte gern für das 17m-Band eine Delta Loop mit vertikaler Polarisation bauen, wie sie von DL4AAE beschrieben wurde.
(http://dl4aae.darc.de/vortrag_p51_deltaloop_dl4aae.pdf)

Die Antenne würde also so aussehen:

Dateianhang:
Delta Loop.jpg


Unklar ist mir, wie sich der Abstand a zur Einspeisung errechnet. Im Rothammel ist die Rede davon, das vom Einspeisepunkt bis zum oberen Dreieckswinkel 1/4 Lambda verbleiben sollen.
DL4AAE hat in seinem Beispiel eine Delta Loop für 14,05 Mhz vorgestellt, bei seinem Umfang von 22,83m wäre dann ein Schenkel bei einem gleichschenkeligem Dreieck 6,85m lang. Er hat den Abstand a mit 0,7m angeben - vom Einspeisepunkt bis zur oberen Dreiecksspitze wären es dann 6,15m was deutlich mehr wie 1/4 Lambda wäre...

Wie errechne ich nun korrekt den Abstand a...?

Wäre klasse wenn jemand Rat wüßte.


Der Abstand vom Speisepunkt zur Spitze der Antenne sollte Lambda/4 lang sein für Vertikalpolarisation, für 20m, 14,05MHz, also ca. 5,33m.
Bei einer Deltaloop von 22,83m Umfang ist ein Schenkel 7,61m lang und die Höhe der Loop ist dann 6,49m und nicht 4m.
Er beschreibt also eine platt gedrückte Deltaloop.

Seine Deltaloop ist unsymmetrisch und ergibt andere Verhältnisse als bei einer normalen Deltaloop.

Die Impedanz im Speisepunkt hängt auch von der Aufbauhöhe ab.
Bei einer symmetrischen Deltaloop für 20m ergeben sich die annähernd 100 Ohm erst ab einer Aufbauhöhe von 4-5m je nach Bodenleitfähigkeit, darunter ist sie hochohmiger (150 Ohm bei 2m Höhe).

Für 17m würde ich die Dreieckslängen mit 5,88m wählen und 1,76m von der Ecke entfernt einspeisen.
Der unterste Draht dabei ca. 4m über Boden, mindestens aber 3,5m.

Die Längen gelten für blanken Kupferdraht 1,5mm Durchmesser.


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BeitragVerfasst: Mi 7.2.2018 9:13 
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Diese Loop ist so berechnet, das man direkt mit Koax einspeisen kann, d.h. 50 Ohm - habe ich für 40m und 20m jeweils aufgebaut gehabt. Da spielt natürlich die Höhe über Grund mit rein.
Klar - desto höher die Loop aufgebaut wird, desto effektiver wird sie sein - und dann wird man auch die 100Ohm Variante erhalten.
Die 6.15m sind Erfahrungswerte für genau diese Aufbauhöhe - und wie er schreibt, die Werte sind für 20m praktisch verifiziert worden.
Für 40m hatte ich den Draht zu lang - aber einfaches Umlegen vom Draht an der Basis (nie abschneiden!) - es waren ca. 2-3m bei meinem Aufbau - hat es gebracht.

Wenn Du die Loop sozusagen "frei" verschiebbar aufbaust, kannste es auch nachträglich hin und her schieben (Porzellaneier etc.). Wenn alles ok ist, dann fixieren an den 3 Ecken - meist reicht es auch nur an der Spitze - so hatte ich es gemacht.

_________________
- ich mag keine sozialen Netzwerke, denn sozial ist was anderes -


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BeitragVerfasst: Mi 7.2.2018 18:46 
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Erst mal vielen Dank für die Wortmeldungen!

DL4AAE scheint eine DL in Form eines gleichschenkeligen Dreieckes zu beschreiben, nicht in Form eines gleichseitigen.
Im Rothammel wird ein Seitenverhältniss von 1:1 bis 1:1,3 angegeben, was dann also genau den beiden o.g. Dreiecksformen entspricht.

Meine aktuelle Version für 18,1 Mhz hat einen Umfang von 17,83 m und ist als gleichseitiges Dreieck ausgeführt, jeder Schenkel hat also eine Länge von 5,94m. Kann also gut sein das mein Gebilde etwas zu lang ist...
Abstand a habe ich einfach mal mit 60cm festgelegt - den Wert habe ich einer Tabelle entnommen die ich irgendwo im Netz gefunden habe, leider finde ich die Seite nicht mehr.
Die horziontale Seite soll dann 2m über Grund hängen und ich habe vor die DL direkt an 50 Ohm zu betreiben - müßte bei der Aufbauhöhe eigentlich hin kommen. Sonst würde ich den ATU einschalten...

Ich denke ich muß das Ding einfach mal testen - das dann aber erst im Frühjahr, die DL ist für den Outdooreinsatz vorgesehen...


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BeitragVerfasst: Mi 7.2.2018 19:11 
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Beiträge: 3218
Bandito hat geschrieben:
Erst mal vielen Dank für die Wortmeldungen!

DL4AAE scheint eine DL in Form eines gleichschenkeligen Dreieckes zu beschreiben, nicht in Form eines gleichseitigen.
Im Rothammel wird ein Seitenverhältniss von 1:1 bis 1:1,3 angegeben, was dann also genau den beiden o.g. Dreiecksformen entspricht.

Meine aktuelle Version für 18,1 Mhz hat einen Umfang von 17,83 m und ist als gleichseitiges Dreieck ausgeführt, jeder Schenkel hat also eine Länge von 5,94m. Kann also gut sein das mein Gebilde etwas zu lang ist...

Nein, stimmt genau für Resonanz auf 18,1MHz


Abstand a habe ich einfach mal mit 60cm festgelegt - den Wert habe ich einer Tabelle entnommen die ich irgendwo im Netz gefunden habe, leider finde ich die Seite nicht mehr.
Die horziontale Seite soll dann 2m über Grund hängen und ich habe vor die DL direkt an 50 Ohm zu betreiben - müßte bei der Aufbauhöhe eigentlich hin kommen.

Nein, das kommt nicht hin, die hat eine Impedanz von 146 Ohm.

Sonst würde ich den ATU einschalten...


Die Antenne hat ja nur 2,55dBi Gewinn, da würde ich schon dafür sorgen keine zusätzlichen Verluste zu produzieren.


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BeitragVerfasst: Do 8.2.2018 13:21 
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Beiträge: 18
Jetzt muss ich auch noch mein Senf dazu geben 8)

Ich habe seit letzten Sommer eine Delta Loop für 20m im Einsatz. Die Länge habe ich mit 306/f in Mhz berechnet, hat auch zu 100% ohne Nachtunen gepasst. Loop ist als gleichseitiges Dreieck ausgelegt. Speisepunkt Lambda/4 von der oberen Spitze entfernt. Einspeisung mach ich mit einem 1:2 Balun. 17m geht ohne Tuner ebenfalls SWR ca. 2,1. Funktioniert sehr gut das Ganze und typisch Loop sehr wenig Grundrauschen.

Seit ich einen Artikel in einer Herbstausgabe der CQ DL von 2017 gelesen habe möchte ich im Frühling mal eine auf der Spitze stehende Delta Loop ausprobieren. Speisepunkt an der nach unten gerichteten Spitze. Diese hat zwar keine Unterdrückung von Steilsignalen, also wird EU auch recht laut zu höhren sein, aber bei einem Erhebungswinkel von 20 Grad einen höheren Gewinn als die oben beschriebene Loop.

Der Artikel war recht umfangreich und hat sämmtliche Deltaloopformen beschrieben sowie deren Charakteristik.

_________________
Kenwood TS 590-SG; IC-7200; KX2; FT-857D an resonanten Antennen


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BeitragVerfasst: Do 8.2.2018 13:38 
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Registriert: So 5.4.2015 14:35
Beiträge: 3218
DK6HS hat geschrieben:
Jetzt muss ich auch noch mein Senf dazu geben 8)

Ich habe seit letzten Sommer eine Delta Loop für 20m im Einsatz. Die Länge habe ich mit 306/f in Mhz berechnet, hat auch zu 100% ohne Nachtunen gepasst. Loop ist als gleichseitiges Dreieck ausgelegt. Speisepunkt Lambda/4 von der oberen Spitze entfernt. Einspeisung mach ich mit einem 1:2 Balun. 17m geht ohne Tuner ebenfalls SWR ca. 2,1. Funktioniert sehr gut das Ganze und typisch Loop sehr wenig Grundrauschen.

Seit ich einen Artikel in einer Herbstausgabe der CQ DL von 2017 gelesen habe möchte ich im Frühling mal eine auf der Spitze stehende Delta Loop ausprobieren. Speisepunkt an der nach unten gerichteten Spitze. Diese hat zwar keine Unterdrückung von Steilsignalen, also wird EU auch recht laut zu höhren sein, aber bei einem Erhebungswinkel von 20 Grad einen höheren Gewinn als die oben beschriebene Loop.


Solch eine hatte ich etliche Jahre auf 80m mit dem obersten Draht in 31m Höhe, Speisepunkt in 8m Höhe.
War die ideale Europaantenne, ging auch für DX ganz gut und war eingespeist mit Lambda/4 75 Ohm Kabel gefolgt von 50 Ohm.
Die Bandbreite war sehr gut, 250kHz für SWR2, 20kHz mehr als mit dem Dipol.


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