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 Betreff des Beitrags: Re: FL2500 Sommerkamp
BeitragVerfasst: Sa 10.2.2018 13:23 
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dl8yev hat geschrieben:
alterstreuner hat geschrieben:
Hast hier jemand eine Idee, wie der Eingang mit relativ wenig Aufwand auf ein gutes SWR gebracht wird?
Hatte ich oben doch schon geschrieben. :roll:
Oder ist das Aufbringen von einigen Windungen Draht auf einen Ferrit-Ringkern aufwändig? :shock:
Es ist darüber hinaus eine gute Idee, in Serie zu der Kathode jeder Röhre einen induktionsarmen 10Ohm 3Watt Widerstand zu schalten.
Damit wird der Gleichlauf der Röhren verbessert und die steilsten Röhren müssen nicht mehr so viel leiden...
Das kommt der Signalqualität und der Röhrenhaltbarkeit sehr zugute.

73, André


Zu dem Vorschlag Kathodenwiderstand: warum wird durch einfügen eines Anodenwiderstand in dieser Größe nicht der Gleichlauf verbessert?

_________________
73 de Michael, DB4SZ


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 Betreff des Beitrags: Re: FL2500 Sommerkamp
BeitragVerfasst: Sa 10.2.2018 13:32 
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alterstreuner hat geschrieben:
.... Zu dem Vorschlag Kathodenwiderstand: warum wird durch einfügen eines Anodenwiderstand in dieser Größe nicht der Gleichlauf verbessert?
Die Gitter-1 Spannung wird zwischen Kathode und G1 wirksam, nicht als U-G1 nach Masse. Ein Kathodenwiderstand ist zwischen Masse und Kathode und greift in das Verhältnis Ug1-K ein, .................... (Die Wirkung als Anodenwiderstand verändert lediglich Ua)
73 Peter
(hab jetzt nur den letzten Post gelesen und hoffe, nicht OT zu sein)


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 Betreff des Beitrags: Re: FL2500 Sommerkamp
BeitragVerfasst: Sa 10.2.2018 17:26 
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db6zh hat geschrieben:
alterstreuner hat geschrieben:
.... Zu dem Vorschlag Kathodenwiderstand: warum wird durch einfügen eines Anodenwiderstand in dieser Größe nicht der Gleichlauf verbessert?
Die Gitter-1 Spannung wird zwischen Kathode und G1 wirksam, nicht als U-G1 nach Masse. Ein Kathodenwiderstand ist zwischen Masse und Kathode und greift in das Verhältnis Ug1-K ein, .................... (Die Wirkung als Anodenwiderstand verändert lediglich Ua)
73 Peter
(hab jetzt nur den letzten Post gelesen und hoffe, nicht OT zu sein)


Passt! Ich bin nicht mit Röhren sondern mit Transistortechnik aufgewachsen und möchte hier etwas mehr über die Röhrentechnik wissen.
Das parallel schalten von Röhren erinnert mich an das Parallel schalten von Transistoren, dort werden gerne niederohmige Emitterwiderstände verwendet,
um die Last gleichmäßiger zu verteilen und Fertigungstolleranzen (Ube) zu verringern bzw. auszugleichen.
Nun dachte Ich, wenn bei einer Röhre ein etwas höherer Anodenstrom fliesst und bei einer anderen ein etwas niedrigerer, dann würde mit einem kleinen
Anodenwiderstand hier auch ein gewisser Ausgleich geschaffen, da die Spannung bei der, bei der ein höherer Strom fließt, autom. etwas niedriger wird.
Klar bewegt man sich im Bereich von Promille, da bei einem angenommenen R10Ohm bei 0,25A Ia eben mal so 2,5V abfallen, was bei einer Anodenspannung >1KV nicht wirklich viel ist....
Ich frage wegen einer im Bau befindlichen PA mit 4x572B ground.Grid, also alle Gitter auf Masse, da geht dann wohl ein Kathodenwiderstand nicht...
Selbst bei einem Match. Quad sind zumindest die statischen Werte unterschiedlich...
Denkfehler?

_________________
73 de Michael, DB4SZ


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 Betreff des Beitrags: Re: FL2500 Sommerkamp
BeitragVerfasst: Sa 10.2.2018 18:37 
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Beiträge: 3431
alterstreuner hat geschrieben:

Passt! Ich bin nicht mit Röhren sondern mit Transistortechnik aufgewachsen und möchte hier etwas mehr über die Röhrentechnik wissen.
Das parallel schalten von Röhren erinnert mich an das Parallel schalten von Transistoren, dort werden gerne niederohmige Emitterwiderstände verwendet,
um die Last gleichmäßiger zu verteilen und Fertigungstolleranzen (Ube) zu verringern bzw. auszugleichen.
Nun dachte Ich, wenn bei einer Röhre ein etwas höherer Anodenstrom fliesst und bei einer anderen ein etwas niedrigerer, dann würde mit einem kleinen
Anodenwiderstand hier auch ein gewisser Ausgleich geschaffen, da die Spannung bei der, bei der ein höherer Strom fließt, autom. etwas niedriger wird.
Klar bewegt man sich im Bereich von Promille, da bei einem angenommenen R10Ohm bei 0,25A Ia eben mal so 2,5V abfallen, was bei einer Anodenspannung >1KV nicht wirklich viel ist....
Ich frage wegen einer im Bau befindlichen PA mit 4x572B ground.Grid, also alle Gitter auf Masse, da geht dann wohl ein Kathodenwiderstand nicht...
Selbst bei einem Match. Quad sind zumindest die statischen Werte unterschiedlich...
Denkfehler?


Ja!

Der Widerstand in der Emitterleitung von Transistoren soll die Basisspannung verändern wenn der Strom ansteigt, deswegen kommt der auch nicht in die Kollektorleitung.

Bei Röhren ist das genau so, da erfolgt die Stromgegenkopplung über einen Widerstand in der Katodenleitung und verändert dadurch die Gitterspannung.

Bei direkt geheizten Röhren funktioniert das allerdings nur mit getrennten Heiztrafos.

Durch einem 10 Ohm Widerstand in der Katodenleitung fliessen nicht nur die 250mA Anodenstrom, dazu addiert sich der Gitterstrom (Basisstrom bei Transistoren).
Bei Vollaussteuerung beträgt der Gitterstrom etwa 25-30% des Anodenstroms.


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 Betreff des Beitrags: Re: FL2500 Sommerkamp
BeitragVerfasst: So 11.2.2018 1:01 
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rejection hat geschrieben:
Bei Röhren ist das genau so, da erfolgt die Stromgegenkopplung über einen Widerstand in der Katodenleitung und verändert dadurch die Gitterspannung.
Bei direkt geheizten Röhren funktioniert das allerdings nur mit getrennten Heiztrafos.
Das stimmt.
Hier bei den Zeilenendröhren also kein Thema :-) .
Noch mal zurück zur Eingangsanpassung.
Im Gegensatz zu ihren Vorgängern hat man bei der FL2500 bei dem Eingangstiefpass den röhrenseitigen Kondensator einfach weggelassen. Er wird durch die Röhrenkapazitäten gebildet. :-)
Das ist allgemein gängige Praxis. Dadurch wird das Ri für den TRX weitestgehend real. Solche Tiefpässe, die die Röhrenkapazität eliminieren, findet man in vielen PAs. Wenn man dann noch die Ordung erhöht oder gar einen Eingangsbandpass verwendet, wird die Anpassung noch besser.
Es bleibt also nur noch die Transformation des Realteils von 20Ohm auf 50Ohm übrig.
Durch die Kathodenwiderstände steigt der eben auf die genannten 20Ohm
Das geht sehr einfach mit einem Spartransformator, da ja beide Seiten unsymmetrisch sind.
Dazu nimmt man einen FT68-43 Ringkern und wickelt darauf 8Windungen 1mm CuL. An die Wicklungsenden kommt dann der Eingang vom TRX. Anschließend sucht man durch Ausprobieren die passende Anzapfung, an welche der Tiefpass, der zu den Röhren führt, geschaltet wird. Das wird bei 5 Röhren bei der fünften Windung vom kalten Ende der Fall sein.
Durch Auseinanderziehen oder Zusammendrücken der restlichen drei Windungen ist ein Feinabgleich möglich.
Viel Spass beim Wickeln und Löten. :-)
73, André


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 Betreff des Beitrags: Re: FL2500 Sommerkamp
BeitragVerfasst: So 11.2.2018 1:25 
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Registriert: So 18.6.2017 12:03
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Wohnort: Esslingen
rejection hat geschrieben:
alterstreuner hat geschrieben:

Passt! Ich bin nicht mit Röhren sondern mit Transistortechnik aufgewachsen und möchte hier etwas mehr über die Röhrentechnik wissen.
Das parallel schalten von Röhren erinnert mich an das Parallel schalten von Transistoren, dort werden gerne niederohmige Emitterwiderstände verwendet,
um die Last gleichmäßiger zu verteilen und Fertigungstolleranzen (Ube) zu verringern bzw. auszugleichen.
Nun dachte Ich, wenn bei einer Röhre ein etwas höherer Anodenstrom fliesst und bei einer anderen ein etwas niedrigerer, dann würde mit einem kleinen
Anodenwiderstand hier auch ein gewisser Ausgleich geschaffen, da die Spannung bei der, bei der ein höherer Strom fließt, autom. etwas niedriger wird.
Klar bewegt man sich im Bereich von Promille, da bei einem angenommenen R10Ohm bei 0,25A Ia eben mal so 2,5V abfallen, was bei einer Anodenspannung >1KV nicht wirklich viel ist....
Ich frage wegen einer im Bau befindlichen PA mit 4x572B ground.Grid, also alle Gitter auf Masse, da geht dann wohl ein Kathodenwiderstand nicht...
Selbst bei einem Match. Quad sind zumindest die statischen Werte unterschiedlich...
Denkfehler?


Ja!

Der Widerstand in der Emitterleitung von Transistoren soll die Basisspannung verändern wenn der Strom ansteigt, deswegen kommt der auch nicht in die Kollektorleitung.

Bei Röhren ist das genau so, da erfolgt die Stromgegenkopplung über einen Widerstand in der Katodenleitung und verändert dadurch die Gitterspannung.

Bei direkt geheizten Röhren funktioniert das allerdings nur mit getrennten Heiztrafos.

Durch einem 10 Ohm Widerstand in der Katodenleitung fliessen nicht nur die 250mA Anodenstrom, dazu addiert sich der Gitterstrom (Basisstrom bei Transistoren).
Bei Vollaussteuerung beträgt der Gitterstrom etwa 25-30% des Anodenstroms.


Na dann scheidet das zumindest aus, da Ich für 4 Rohre 4 Hz-Trafos bräuchte. Danke für die Info!

_________________
73 de Michael, DB4SZ


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 Betreff des Beitrags: Re: FL2500 Sommerkamp
BeitragVerfasst: So 11.2.2018 20:00 
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Registriert: Mo 18.12.2017 12:17
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alterstreuner hat geschrieben:
db6zh hat geschrieben:
alterstreuner hat geschrieben:
.... Zu dem Vorschlag Kathodenwiderstand: warum wird durch einfügen eines Anodenwiderstand in dieser Größe nicht der Gleichlauf verbessert?
Die Gitter-1 Spannung wird zwischen Kathode und G1 wirksam, nicht als U-G1 nach Masse. Ein Kathodenwiderstand ist zwischen Masse und Kathode und greift in das Verhältnis Ug1-K ein, .................... (Die Wirkung als Anodenwiderstand verändert lediglich Ua)
73 Peter
(hab jetzt nur den letzten Post gelesen und hoffe, nicht OT zu sein)



Ich frage wegen einer im Bau befindlichen PA mit 4x572B ground.Grid, also alle Gitter auf Masse, da geht dann wohl ein Kathodenwiderstand nicht...
Denkfehler?


Na ja, bin kein Röhrenexperte, aber die 572b sind keine "zero bias" Röhren. Wenn also die Gitter "echt" auf Masse liegen (also nicht nur
HF-mäßig) dann braucht man die Verspannung an der Kathode, dann müssen also die Kathoden im Betrieb ein paar Volt positiv sein. Geht am
besten mit einem Widerstand oder einer "dicken" Zenerdiode.

Also nach meiner Ansicht: Gitter auf Masse --> Kathodenwiderstand unbedingt erforderlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: FL2500 Sommerkamp
BeitragVerfasst: So 11.2.2018 21:33 
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Registriert: So 5.4.2015 14:35
Beiträge: 3431
dl1ycf hat geschrieben:

Na ja, bin kein Röhrenexperte, aber die 572b sind keine "zero bias" Röhren.

Das sind Zero Bias Röhren.

https://frank.pocnet.net/sheets/084/5/572B.pdf

Wenn also die Gitter "echt" auf Masse liegen (also nicht nur
HF-mäßig) dann braucht man die Verspannung an der Kathode, dann müssen also die Kathoden im Betrieb ein paar Volt positiv sein. Geht am
besten mit einem Widerstand oder einer "dicken" Zenerdiode.

Also nach meiner Ansicht: Gitter auf Masse --> Kathodenwiderstand unbedingt erforderlich.


Zur Vorspannungserzeugung kann man in einer Gitterbasisendstufe keine Widerstände verwenden.

Eine "dicke" Zenerdiode ist dort auch nicht erforderlich, aber wenn eine Vorspannung benutzt wird muss sie stabil bleiben.


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