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irc
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BeitragVerfasst: So 18.6.2017 22:50 
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Betreibe derzeit eine LV6 mit den original Netzteilen (3Phasen) für die Hoch- und Mittelspannungen der GU 43.
Suche einen Schaltplan für eine einphasige Spannungsversorgung nebst Stabilisierung und Regelung.
Wer hat Erfahrung mit solch einem Umbau und was sind die Vor/Nachteile? Bitte aus dem richtigen Leben, da ich die "theoretischen" Pros/Cons natürlich auch kenne :wink:
vy 73, Robert


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BeitragVerfasst: Mo 19.6.2017 5:35 
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Robert,

schau mal bei PA0FRI= https://pa0fri.home.xs4all.nl/Lineairs/Frinear1500/FRI1500eng.htm nach.

_________________
Gruß, Roger


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BeitragVerfasst: Mo 19.6.2017 6:59 
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dl2ydp hat geschrieben:
Hallo Robert,
allerdings sollte man in einer Tetroden-Endstufe niemals, wirklich niemals, die S/E-Umschaltung mit Ug2 realisieren. :shock:

Grüße André


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BeitragVerfasst: Mo 19.6.2017 11:10 
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Beiträge: 3078
dl8yev hat geschrieben:
allerdings sollte man in einer Tetroden-Endstufe niemals, wirklich niemals, die S/E-Umschaltung mit Ug2 realisieren. :shock:


Und man sollte nie versuchen solche Röhren mit einem normalen Lüfter zu kühlen, die können durch den Gegendruck der Röhre nur unzureichend Kühlluft durch die Anode fördern.


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BeitragVerfasst: Di 20.6.2017 7:10 
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Registriert: Mi 18.12.2013 20:47
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dl8yev hat geschrieben:
dl2ydp hat geschrieben:
Hallo Robert,
allerdings sollte man in einer Tetroden-Endstufe niemals, wirklich niemals, die S/E-Umschaltung mit Ug2 realisieren. :shock:

Grüße André


Die Seite von PA0FRI ist ja wirklich eine Fundgrube, merci!
Genial, die Glühlampe in der Längsregelung.
Auch zu empfehlen ist F1FRV.

André, ich habe deine "Mahnung" nicht so ganz verstanden. S/E Umschaltung per PTT und Sequencer.
Ich greife hier auf die Schaltung von Konny DL1SDQ zurück.
Ebenfalls sind Maßnahmen getroffen um G2 bei Ausfall der Anodenspannung zu schützen.

Grüße Robert


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BeitragVerfasst: Di 20.6.2017 7:16 
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rejection hat geschrieben:
dl8yev hat geschrieben:
allerdings sollte man in einer Tetroden-Endstufe niemals, wirklich niemals, die S/E-Umschaltung mit Ug2 realisieren. :shock:


Und man sollte nie versuchen solche Röhren mit einem normalen Lüfter zu kühlen, die können durch den Gegendruck der Röhre nur unzureichend Kühlluft durch die Anode fördern.


Danke, nutze hier einen ausreichend großen Radiallüfter und "bastle" derzeit an einer Temperatursteuerung, da er etwas laut ist :D
Gruß, Robert


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BeitragVerfasst: Di 20.6.2017 9:58 
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Registriert: Fr 23.1.2009 12:23
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Hallo Robert,
ich habe im Laufe der Zeit einige Tetroden- Endstufen gebaut oder auch Projekte anderer vollendet. Die meisten Endstufen wurden nach ihrer Fertigstellung dann auf Contesten gequält...
Im Laufe der Jahre sammelt sich da so einiges an Erfahrung. Mein nächstes Projekt ist eine TH327 auf UHF :-)
Auf der Seite von PA0FRI steht dann doch so einiges an Unfug, der ausdrücklich nicht zur Nachahmung empfohlen ist. Die Seite von F1FRV ist da deutlich professioneller.
Zur Ug2-Beschaltung:
PA0FRI sperrt die Röhre durch die Abschaltung von Ug2.
Das ist bei Kathodenbasisschaltung einer Tetrode ganz grober Unfug :!: Warum :?:
Zur HF-mäßigen Abblockung befinden sich z.B. bei der GU43b 12 Kondensatoren á 15nF am Schirmgitter.
Diese werden nun bei jeder PTT-Betätigung erst aufgeladen und dann wieder entladen, während eines CW-Kontests innerhalb von 24h einige 1000 mal.
Die Kondensatoren und das für diese Umschaltung zuständige Relais werden mit Sicherheit das erste Jahr nicht überleben. :shock:
Die sonstige Beschaltung des Schirmgitters ist auf KW nicht so kritisch.
Es reicht ein einfacher Shuntregler mit einem MOSFet und einigen Zenerdioden. Ein BU208 ist keine so gute Idee. Zum einen geringe Verstärkung, zum anderen kleines SOAR. Ich habe auf eine Strombegrenzung auf KW verzichtet. Ein Ig2 Instrument reicht aus.
Wichtig ist auf jedem Fall ein dicker Varistor direkt am Röhrensockel. Er schützt die G2-Kondensatoren bei Überschlägen.
Die Hochspannungsüberwachung habe ich mit einem Optokoppler gemacht, der ohne HV die PTT sperrt.
Als Anodenstrombegrenzung dient ein 27Ohm 50Watt Widerstand in Serie mit einer flinken 1A Sicherung. Das ist einfacher als eine HV-Abschaltung mit Vakuum-Relais.
Überhaupt sind einfache erprobte Schaltungen zu bevorzugen, sofern die Performance nicht darunter leidet...
Am g1 nehme ich gerne ein dickes 1k Poti welches aus einer einfachen Zenerdioden-Stabilisierung gespeist wird.
Diese sollte die Sperrspannung der Röhre aufbringen. Dann wird in Serie zum Poti auf der Masseseite ein 3k Widerstand geschaltet, der im TX-Fall gebrückt wird.
So gibt es keine undefinierten Schaltmomente und selbst kleine HF-Anteile die vom Gitter durchgereicht werden können diese Schaltung nicht aus der Ruhe bringen. :-)
Dann gibt es bei PA0FRI noch eine Anleitung zum "Regenerieren" von Röhren.
Das ist ebenfalls nicht zu empfehlen. Die zulässige Verlustleistung des Steuergitters wird dabei um ein mehrfaches überschritten (siehe auch GU74b thread).
Das sind mal meine 2 cent dazu.

Grüße André


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BeitragVerfasst: Mi 21.6.2017 10:14 
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Registriert: Mi 18.12.2013 20:47
Beiträge: 4
Wohnort: Hofstetten
dl8yev hat geschrieben:
Hallo Robert,
ich habe im Laufe der Zeit einige Tetroden- Endstufen gebaut oder auch Projekte anderer vollendet. Die meisten Endstufen wurden nach ihrer Fertigstellung dann auf Contesten gequält...
Im Laufe der Jahre sammelt sich da so einiges an Erfahrung. Mein nächstes Projekt ist eine TH327 auf UHF :-)
Auf der Seite von PA0FRI steht dann doch so einiges an Unfug, der ausdrücklich nicht zur Nachahmung empfohlen ist. Die Seite von F1FRV ist da deutlich professioneller.
Zur Ug2-Beschaltung:
PA0FRI sperrt die Röhre durch die Abschaltung von Ug2.
Das ist bei Kathodenbasisschaltung einer Tetrode ganz grober Unfug :!: Warum :?:
Zur HF-mäßigen Abblockung befinden sich z.B. bei der GU43b 12 Kondensatoren á 15nF am Schirmgitter.
Diese werden nun bei jeder PTT-Betätigung erst aufgeladen und dann wieder entladen, während eines CW-Kontests innerhalb von 24h einige 1000 mal.
Die Kondensatoren und das für diese Umschaltung zuständige Relais werden mit Sicherheit das erste Jahr nicht überleben. :shock:
Die sonstige Beschaltung des Schirmgitters ist auf KW nicht so kritisch.
Es reicht ein einfacher Shuntregler mit einem MOSFet und einigen Zenerdioden. Ein BU208 ist keine so gute Idee. Zum einen geringe Verstärkung, zum anderen kleines SOAR. Ich habe auf eine Strombegrenzung auf KW verzichtet. Ein Ig2 Instrument reicht aus.
Wichtig ist auf jedem Fall ein dicker Varistor direkt am Röhrensockel. Er schützt die G2-Kondensatoren bei Überschlägen.
Die Hochspannungsüberwachung habe ich mit einem Optokoppler gemacht, der ohne HV die PTT sperrt.
Als Anodenstrombegrenzung dient ein 27Ohm 50Watt Widerstand in Serie mit einer flinken 1A Sicherung. Das ist einfacher als eine HV-Abschaltung mit Vakuum-Relais.
Überhaupt sind einfache erprobte Schaltungen zu bevorzugen, sofern die Performance nicht darunter leidet...
Am g1 nehme ich gerne ein dickes 1k Poti welches aus einer einfachen Zenerdioden-Stabilisierung gespeist wird.
Diese sollte die Sperrspannung der Röhre aufbringen. Dann wird in Serie zum Poti auf der Masseseite ein 3k Widerstand geschaltet, der im TX-Fall gebrückt wird.
So gibt es keine undefinierten Schaltmomente und selbst kleine HF-Anteile die vom Gitter durchgereicht werden können diese Schaltung nicht aus der Ruhe bringen. :-)
Dann gibt es bei PA0FRI noch eine Anleitung zum "Regenerieren" von Röhren.
Das ist ebenfalls nicht zu empfehlen. Die zulässige Verlustleistung des Steuergitters wird dabei um ein mehrfaches überschritten (siehe auch GU74b thread).
Das sind mal meine 2 cent dazu.

Grüße André


Hallo André,

merci für die ausführlichen Erklärungen und Anregungen.

Und Congrats zu deinen Projekten. TH327 :D :!: das ist wieder mal eine andere Klasse ...
5KV Anodenspannung, die Verlustleistung(en), 34A Heizstrom, und sicher der UHF Einsatz. EME oder wozu?

Habe die PA0FRI Seite nochmal angeschaut und du hast recht - weiter unten schaltet er die Röhre (QSK) mit Ug2, während es oben in den Eingangsbildern herkömmlich über Ug1 erfolgt.
Die Kondensatoren im Röhrensockel sind ja offenbar eine Schwachstelle (?).

Danke für die weiteren Tipps, auch zum Ersatz des Transistors BU208.

Glitch resistor, wie auch in der herkömmlichen LV6 old fashioned, but good.

Ja das Gettern der Röhren ist eine eigene Wissenschaft - aber dein Argument überzeugt.

73, Robert


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