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 Betreff des Beitrags: Verständnisfrage TJ831
BeitragVerfasst: Mi 22.2.2017 18:42 
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Registriert: Di 6.12.2016 14:03
Beiträge: 6
Hi,

ich lerne gerade für die Amateurfunk Prüfung Klasse A. Bei der folgenden Frage komme ich einfach nicht weiter.

TJ831:
Bei der folgenden Schaltung besteht R1 aus einer Zusammenschaltung von Widerständen,
die einen Gesamtwiderstand von 50,77 Ω hat und etwa 200 Watt aufnehmen kann. D ist eine
Siliziumdiode mit UF = 0,7V. Am Ausgang wird mit einem Digitalvoltmeter eine Gleichspannung
von 14,9 V gemessen. Wie groß ist etwa die HF-Leistung am Eingang der Schaltung ?

Lösung:
-> http://www.dl9hcg.a36.de/loesungenA/TJ831.pdf

Was ich nicht verstehe ist, wieso hier Ueff umgerechnet werden muss. An einem Digitalvoltmeter ließt man doch normalerweise den Effektivwert ab, oder?

Bin für jeden Tipp dankbar.
Gruß
knuut


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 Betreff des Beitrags: Re: Verständnisfrage TJ831
BeitragVerfasst: Mi 22.2.2017 19:12 
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Registriert: Di 26.8.2008 23:59
Beiträge: 9242
Hi,
so einfach ist das nicht mit Wechselstrom ;=)
Ein billiges Multimeter hat einfach einen Spitzenwert Geichrichter drinnen und geht einfach mal davon aus das Sinus anliegt. Wenn du an einem Funktionsgenerator eine Messung machst ( z.B. Dreieck oder Rechteck) dann stimmt der angezeigte Effektivwert nicht.
Dafür gibst extra True-RMS Voltmer die das Eingangssignal integrieren können.

Der Messverstärker in den Voltmetern ist auch frequenzabhängig. Billige können nur 50 Hz-500 Hz halbwegs genau anzeigen. Bessere können auch den ganzen NF Bereich messen.

HF direkt mit dem Multimeter messen geht also nicht.

Die Schaltung in der Aufgabe ist nun ein Spitzenwert Gleichrichter für HF.
Davor ist noch ein Spannungsteiler. Wir können so als den Spitzenwert der Spannung an der Dummyload berechnen.
U Dach * 0,7 = U eff
Fertig ;)

73 de DL3FOX Uwe

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 Betreff des Beitrags: Re: Verständnisfrage TJ831
BeitragVerfasst: Mi 22.2.2017 21:00 
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S2
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Registriert: Di 6.12.2016 14:03
Beiträge: 6
Ok, alles klar. Vielen dank für die schnelle Antwort.

Code:
HF direkt mit dem Multimeter messen geht also nicht.


Genau da war wohl mein Denkfehler.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verständnisfrage TJ831
BeitragVerfasst: Mi 22.2.2017 23:16 
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Registriert: Sa 26.3.2016 20:45
Beiträge: 829
Vorsicht !! Uwe hat es schon richtig erklärt, aber ...... siehe sein letzter Absatz: mit dieser Schaltung mißt Du den Spitzenwert und mußt dann eben auf Ueff umrechnen. Es gibt durchaus (Digital-)Multimeter, die im Wechselstrombereich für Sinus auch noch im unteren HF-Bereich messen und dann, durch die Meßstellung ~ ist es Ueff (entspr. Schaltung und Kalibrierung im Meßgerät). Steht dann in der Beschreibung, bis wieviel Hz-kHz-.... der ~Bereich funktioniert. @Uwe: ich müßte nachschauen, aber ebbes mehr als NF vertragen einige schon direkt (auch ohne HF-Tastkopf), i.d.R. aber immer auf Sinus kalibriert.

So pauschal "mit Multimeter nix HF" is nich :-) . 73 Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Verständnisfrage TJ831
BeitragVerfasst: Do 23.2.2017 9:17 
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Registriert: Di 26.8.2008 23:59
Beiträge: 9242
Hi Peter,
das was man im Hobbybereich so rumfliegen hat in der 50 Euro Klasse..paar KHZ maximal ;)
http://www.pollin.de/shop/dt/NDU2OTYxOT ... UT61B.html

45 bis 400 Hz definiert

73 de DL3FOX Uwe

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 Betreff des Beitrags: Re: Verständnisfrage TJ831
BeitragVerfasst: Do 23.2.2017 14:46 
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Registriert: Sa 26.3.2016 20:45
Beiträge: 829
Hall Uwe, kein Thema, ist unbestritten. Ich schau meine mal durch, die etwas bessere Klasse, aber immer noch in der dreistelligen Klasse - untere Hälfte. Baumarkt ist ok für die Steckdose und Röhrenheizspannung, :-) . Beim RVM und Scope hat man ja immer schon HF-Tastköpfe benutzt - entsprechend dem rechten Teil der TJ831 Schaltung.

Ich wollte den TO mehr oder weniger auf das "Manual" der Meßgeräte hinweisen, (RTFM ..... :-) ). Da ist es normalerweise angegeben und man sollte vor dem Kauf sich die Daten ansehen. Manches "Schnäppchen" kann man dann besser für ein Essen mit der XYL benutzen, um sich für Afu beliebt zu machen (auf was man gerade alles aus Liebe verzichtet hat, hi).

73 Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Verständnisfrage TJ831
BeitragVerfasst: Do 23.2.2017 16:04 
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Registriert: Di 26.8.2008 23:59
Beiträge: 9242
Ich hab billige die auch mal explodieren dürfen...und ein gutes im "Giftschrank" ;))

Wobei die billigen zu Kabelproblemen, lockeren Buchsen und Drehschaltern neigen.

Wie immer: Erst mal überlegen was man messen will, was man ausgeben will und dann Testberichte gucken.

Für den TO: Es gibt Soundkarten-Oszi Software, ist ganz nett wenn man sich sowas mal angucken will im 50 Hz Netz bis NF Bereich.

73 de DL3FOX Uwe

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