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 Betreff des Beitrags: Re: US-Amateurfunkprüfungen 2017
BeitragVerfasst: Mo 1.5.2017 23:20 
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S8
S8

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Hallo Horst,

Du benötigst einen Wohnsistz in DL, wenn Du ein DL-Call haben möchtest. Siehe § 3 Abs. 5 AFuG.

73
Stefan

DJ1SH | AH6VH


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 Betreff des Beitrags: Re: US-Amateurfunkprüfungen 2017
BeitragVerfasst: Di 2.5.2017 17:00 
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S5
S5

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Beiträge: 27
Hallo YLs und OMs,
die Argumente für die US-Amateurfunkprüfung kann ich nicht ganz nachvollziehen:
Persönlicher Lerneifer, einmal wieder Prüfungsstress, sehen was andere machen usw. ist ja alles o.k.; jeder soll auf seine Weise glücklich werden ...
Für USA (CEPT) braucht man mit Klasse A keine Gastlizenz für den Urlaub (aber ein wenig informieren kann nicht schaden!). Wenn man länger bleiben will/muss sollte es auch keine große Aktion sein. Auf meine Frage wurde mir gesagt "just send us a copy of your examination certificate and you will get a US-licence" (einen Wohnsitz oder zumindes Postanschrift in USA vorausgesetzt).
Für Französisch Polynesien geht es wohl kaum leichter als mit einer Deutschen A-Lizenz: Antrag per e-mail abgeschickt (mit Kopien der deutschen Lizenz, des Reisepasses, eines Passbilds und einer Hoteladresse und innerhalb von 24h (!) war die Gastlizenz per e-mail da; das Original kam ca. eine Woche später per Post. Kosten 0,00 € und etwas informieren.
Auch für die Osterinsel (Chile) ähnlich leicht: E-mail an den chilenischen Amateurfunkverband, nach 3 Tagen kam die e-mail: "You can count on your Guest-licence ... We are glad to help friends ... ". Kurze Zeit später kam die Kopie der Gastlizenz per e-mail. Das ist nicht ganz kostenlos, denn der chilenische Amateurfunkverband will die Portokosten ersetzt haben ... oder man wird Gastmitglied beim chilenischen Verband, das wird dann VIEL teurer!
Ob man in anderen Läncern (weltweit) mit einer US-Lizenz leichter eine Gastlizenz bekommt kann ich nicht beurteilen.

Viele Grüße

rio

_________________
DL1RIO


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 Betreff des Beitrags: Re: US-Amateurfunkprüfungen 2017
BeitragVerfasst: Di 2.5.2017 22:40 
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S3
S3

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Wohnort: Oregon, USA
Hi,

ich habe mich mal ein wenig eingelesen und meine Situation ist wirklich interessant.
Ich bin ueber Freunde hier in den USA zum Amateurfunk gekommen und habe die Pruefungen bis zur Extra class alle durchgemacht, ich hatte nie eine DL Zulassung.
Nun bin ich aktuell noch deutscher Staatsbuerger mit US Wohnsitz und Lebensmittelpunkt.
In Deutschland brauche ich einen deutschen Wohnsitz um ein DL Call beantragen zu koennen und nach CEPT Bestimmungen ist es wohl so, dass ich eine US Staatsbuergerschaft brauche um mit meinem US Call in DL funken zu duerfen.
Es sieht wohl so aus, dass ich entweder die CEPT Regelung ignoriere und quasi illegal in DL mit meinem US Call funke, oder versuche ueber die Adresse von Verwandten ein DL Call zu beantragen und darauf spekuliere, dass die das nicht nachpruefen.
Nachdem ich allerdings die Gebuehren fuer die Umschreibung gefunden habe sehe ich keine Notwendigkeit mehr fuer die 2 Wochen alle 2-3 Jahre ein DL Call zu beantragen :D
Ich werde wohl einfach auf Funk im Heimaturlaub verzichten....

Beste Gruesse und danke fuer die Info.

73 Horst


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 Betreff des Beitrags: Re: US-Amateurfunkprüfungen 2017
BeitragVerfasst: Di 2.5.2017 23:02 
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S8
S8

Registriert: Sa 14.4.2012 17:38
Beiträge: 306
Hallo Horst,

zu bedenken wäre natürlich darüber hinaus, dass Rechnungen für EMV-Abgabe und Frequenznutzungsgebühr kommen. Die sind in DL unabhängig davon zu entrichten, ob man wirklich eine Station betreibt oder nicht.

73
Stefan


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 Betreff des Beitrags: Re: US-Amateurfunkprüfungen 2017
BeitragVerfasst: Mi 3.5.2017 0:28 
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S8
S8

Registriert: So 5.4.2015 15:35
Beiträge: 2356
Funker Horst hat geschrieben:
H
Nun bin ich aktuell noch deutscher Staatsbuerger mit US Wohnsitz und Lebensmittelpunkt.
In Deutschland brauche ich einen deutschen Wohnsitz um ein DL Call beantragen zu koennen und nach CEPT Bestimmungen ist es wohl so, dass ich eine US Staatsbuergerschaft brauche um mit meinem US Call in DL funken zu duerfen.


Nein, Du brauchst nur ein gültiges US Call und kannst damit in DL funken.


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 Betreff des Beitrags: Re: US-Amateurfunkprüfungen 2017
BeitragVerfasst: Mi 3.5.2017 2:17 
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S3
S3

Registriert: Do 29.9.2016 20:52
Beiträge: 10
Wohnort: Oregon, USA
Bist Du Dir sicher?

Ich habe auf den ARRL Seiten folgende Info gefunden: http://www.arrl.org/cept

Zitat:
Under the CEPT agreement, US Amateurs need to bring three things when traveling to a participating CEPT country:

1) Bring their original US license

2) Bring proof of US citizenship (generally in the form of a Passport)

3) Bring a copy of the FCC's Public Notice (this notice contains its information in three languages, English, French and German) which details what US Amateurs need to consider, and bring with them, when traveling to a CEPT country.


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 Betreff des Beitrags: Re: US-Amateurfunkprüfungen 2017
BeitragVerfasst: Mi 3.5.2017 12:14 
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S8
S8

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Beiträge: 1863
Wohnort: Karlsruhe
Naja, das ist eigentlich überall so, daß Du Deinen originalen Lizenznachweis, einen Ausweis/Paß zum Wohnortnachweis und ggf. Übersetzungen mitbringen mußt (ist bei unseren Lizenzen bereits eingedruckt). Was widerspricht hier jetzt der Aussage, daß Du mit dem US-Rufzeichen in DL Betrieb machen darfst? Geht ja um die Einreisekontrolle bzw. auch mal eine allgemeine Kontrolle, wenn Du Dich mal irgendwo ausweisen müßtest. Das kann dir auch als EU-Bürger innerhalb der EU "passieren" und beschränkt sich nicht nur auf Amatereurfunklizenzen.

73 Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: US-Amateurfunkprüfungen 2017
BeitragVerfasst: Mi 3.5.2017 16:16 
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S8
S8

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Beiträge: 127
Wohnort: Schwelm nr Wuppertal, JO31PG
DJ1SH hat geschrieben:

... Siehe § 3 Abs. 5 AFuG.

DJ1SH | AH6VH


§ 3 AFuG hat geschrieben:
(5) Die im Frequenznutzungsplan (§ 46 des Telekommunikationsgesetzes vom 25. Juli 1996 - BGBl. I S. 1120) für den Amateurfunkdienst ausgewiesenen Frequenzen gelten einem Funkamateur mit Wohnsitz in Deutschland als zugeteilt, wenn ihm ein oder mehrere Rufzeichen zugeteilt worden sind.


Die zitierte Rechtsnorm sagt nur aus, das einem Funkamateur mit Wohnsitz in DL bestimmte Frequenzen zugewiesen sind (und er sie damit sendeseitig benutzen darf).
Sie sagt nicht, dass man als Funkamateur mit deutschem Rufzeichen einen Wohnsitz in DL haben muss oder dassman einen Wohnsitz in DL haben muss, um ein Rufzeichen zugeteilt zu bekommen!
Außerdem gelten gem. diesem Text die Frequenzen auch ausländischen Funkamateuren mit Wohnsitz in DL zugeteilt, auch wenn sie kein deutsches Rufzeichen (aber ein Rufzeichen) haben. Denn im Text geht es nur um Rufzeichen und nicht um deutsche Rufzeichen.

-Lästermodus an -
Interessant ist in diesem Zusammenhang die Frage, ob mir die Frequenzen auch zugeteilt sind, wenn ich zwar einen Wohnsitz in DL habe, aber mich gerade nicht in DL aufhalte. Oder anders ausgedrückt: Kann ich auf Frequenzen Betrieb machen, die mir in DL zugeteilt sind, auch wenn ich mich nicht in DL aufhalte (denn die Frequenzen sind mir ja zugeteilt) :roll:
-Lästermodus aus -

§ 3 AFuG hat geschrieben:
(1) Die Regulierungsbehörde (§ 10) läßt eine natürliche Person unter gleichzeitiger Zuteilung eines personengebundenen Rufzeichens auf Antrag zur Teilnahme am Amateurfunkdienst zu, wenn sie eine fachliche Prüfung für Funkamateure erfolgreich abgelegt oder eine Amateurfunk-Prüfungsbescheinigung nach § 2 Nr. 1 (Einschub DH8DAP: das ist eine HAREC) vorgelegt hat.


In diesem Absatz, in dem es tatsächlich um die Rufzeichenzuteilung und die Zulassung zum Amateurfunk geht, ist kein Wohnsitz in DL gefordert!

Auch im einschlägigen §9 der Amateurfunkverordnung ("Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst") ist kein Wohnsitz in DL vorgeschrieben!

Das aktuelle Formular zur Beantragung der Zulassung zum Amateurfunkdienst sieht unter den Angaben zum Antragsteller allerdings ausdrücklich einen Hauptwohnsitz in DL und auch einen Standort der Amateurfunkstelle in DL vor. Ob das so durch AFuG und AFuV gedeckt ist, sei dahingestellt.

_________________
vy 73 de DH8DAP, Frank aus Schwelm nr Wuppertal, JO31PG
www.golf19.de


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 Betreff des Beitrags: Re: US-Amateurfunkprüfungen 2017
BeitragVerfasst: Mi 3.5.2017 17:01 
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S8
S8

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Beiträge: 1863
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Zum Lästern. Da kommen dann die Regularien u.a. der IARU zum Tragen, die besagen, dass ich im Gastland nur auf den dort gemäss meiner Lizenzzuordnung freigegebenen Frequenzen Betrieb machen darf in der entsprechenden Leistungesklasse ! Das kann mehr oder auch weniger Freiheit bedeuten.

Das führt aber langsam ein bisschen abseits, denn der Lizenz Status zur USA ist bereits geklärt.


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 Betreff des Beitrags: Re: US-Amateurfunkprüfungen 2017
BeitragVerfasst: Mi 3.5.2017 18:09 
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S3

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Beiträge: 10
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Hi,

wow ich bin beindruckt wie intensiv Ihr nachgeforscht habt. Herzlichen Dank.
Ich werde solange ich nicht meine Meinung aendere und irgendwann mal wieder nach DL zurueckkehre erst mal kein DL Call beantragen, einfach aufgrund der hohen Kosten fuer die Umschreibung.
Wenn ich mit dem US Call in DL wahrend des Urlaubs Betrieb machen darf, werde ich naechstes mal einen KX-3 mit Drahtantenne mitbringen und mal reinhoeren wie sich die Baender in Europa anhoeren.

Herzlichen Dank fuer die Informationen,

73 de Horst


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 Betreff des Beitrags: Re: US-Amateurfunkprüfungen 2017
BeitragVerfasst: Mi 3.5.2017 20:38 
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S8
S8

Registriert: So 5.4.2015 15:35
Beiträge: 2356
Funker Horst hat geschrieben:
Wenn ich mit dem US Call in DL wahrend des Urlaubs Betrieb machen darf, werde ich naechstes mal einen KX-3 mit Drahtantenne mitbringen und mal reinhoeren wie sich die Baender in Europa anhoeren.


Auf welchen Bändern funkst Du denn jetzt hauptsächlich mit Europa?


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 Betreff des Beitrags: Re: US-Amateurfunkprüfungen 2017
BeitragVerfasst: Mi 3.5.2017 21:02 
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S3
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Registriert: Do 29.9.2016 20:52
Beiträge: 10
Wohnort: Oregon, USA
Hallo,

ich funke hier in den Staaten hauptsaechlich portabel sowie mobil im Auto auf 40m und 20m.
Europa klappt hier an der Westkueste mit meinen Mitteln ganz gut bei gehobenen Bedingungen, sonst eher weniger.
Ich habe Kurzwelle im Auto und hore jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit und Nachmittags auf dem Weg nach Hause rein und wenn die Bedingungen entsprechend gut sind nutze ich immer mal wieder die Gelegenheit und fahre fuer 1-2h auf einen nahegelegenen Huegel ;)

Gruesse,
Horst


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