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irc
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 Betreff des Beitrags: Fachmann für alte Technik gesucht
BeitragVerfasst: Di 20.9.2016 15:25 
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Beiträge: 2
Guten Tag,

ich bin absoluter Neuling und hoffe hier auf einen Menschen zu treffen, der mir mit der nötigen Fachkunde bei der Lösung eines Problems behilflich sein kann.
Es geht dabei um analogen Funk in der Veranstaltungstechnik, genauer gesagt um den Umbau einiger Funkmikrofone.

Hierzu eine kurze Vorgeschichte:
Nach der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses wurde dort auch neue Technik installiert. Dummerweise hatte man damals keine Rücksicht auf den Ausbau von LTE genommen was zur Folge hatte, dass mit dem Auslaufen der ensprechenden Allgemeinzuteilung der Bundesnetzagentur die Funkmikrofone im Bereich um 800 MHz nicht mehr genuntzt werden können. Man ist an mich herangetreten und bat mich mal eine andere Anlage zu beschaffen. Einfach was "neues" kaufen wäre der eine Weg, aber wegen meiner Vorliebe für alte Technik kam mir eine andere Idee. Im Keller lagen noch die "ganz alten" Mikros aus den 80er Jahren (3 Empfänger Sennheiser EM1036 und zwei Handsender SKM 4031 TV). Die Geräte stammen wohl von unterschiedlichen Anlagen, da die Frequenzen nicht zusammenpassen. Trotzdem möchte ich diese sehr gerne reaktivieren und deren Sendefrequenz in die LTE-Duplexlücke legen, welche für Anwendungen dieser Art freigegeben ist. Im Telefonat mit einer Fachfirma wurde mir allerdings gesagt, dass man da nix mehr dran machen könnte. Mit dieser alten Technik kenne man sich nicht mehr aus. Hier müsste man ja ggf. Quarze tauschen und neu abstimmen.... heute würde man nur noch programmieren.
Die Aussage "da geht nix mehr" möchte ich mal so nicht gelten lassen. Ein befreundeter (jedoch leider vor einigen Jahren verstorbener) Amateurfunker sagte mir mal, alte Analogtechnik sei zeitlos und sehr anpassungsfähig.

Leider bin ich in Sachen Funktechnik überhaupt nicht ausgerüstet und wüsste auch spontan nicht wo ich da anfangen sollte.
Ich bin daher auf der Suche nach Jemandem der ebenfalls an alten Technik interessiert ist und mir beim Umbau behilflich sein kann.

Einen der beiden Handsender habe ich mal zerlegt und mir das Innenleben betrachtet. Um einen ersten Einblick zu geben habe ich einige Fotos gemacht.

Nachtrag: Natürlich möchte ich hier nichts geschenkt haben

Vielen Dank im Voraus

S. Dambmann

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BeitragVerfasst: Di 20.9.2016 15:38 
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Hallo
Ob eine Umbaumöglichkeit besteht, kann ich jetzt so nicht beurteilen.
Allerdings solltest Du bedenken, daß es, um die Geräte legal betreiben zu können, nicht reicht, daß diese in einem Frequenzbereich arbeiten, der für sowas freigegeben ist, sondern sie müssen auch von entsprechenden Stellen auf Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen geprüft und zugelassen sein.
Also müsstest Du die Mikrofone, sofern sie sich umbauen lassen, anschließend Prüfen lassen, ob sie die Bedingungen einhalten, und das muss dann Zertifiziert werden etc. Das kostet vermutlich so viel, daß ein Neukauf wohl die günstigere Variante ist.

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BeitragVerfasst: Di 20.9.2016 15:53 
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Hi,
für einen "handgeschliffenen" Quarz kannst du auch mal 30-40 Euro rechnen.
Lohnt also nicht.

73 de DL3FOX Uwe

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BeitragVerfasst: Di 20.9.2016 20:44 
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Standard1 hat geschrieben:
Guten Tag,

ich bin absoluter Neuling und hoffe hier auf einen Menschen zu treffen, der mir mit der nötigen Fachkunde bei der Lösung eines Problems behilflich sein kann.
Es geht dabei um analogen Funk in der Veranstaltungstechnik, genauer gesagt um den Umbau einiger Funkmikrofone.

Hierzu eine kurze Vorgeschichte:
[...] ...
Leider bin ich in Sachen Funktechnik überhaupt nicht ausgerüstet und wüsste auch spontan nicht wo ich da anfangen sollte.
Ich bin daher auf der Suche nach Jemandem der ebenfalls an alten Technik interessiert ist und mir beim Umbau behilflich sein kann.

Einen der beiden Handsender habe ich mal zerlegt und mir das Innenleben betrachtet. Um einen ersten Einblick zu geben habe ich einige Fotos gemacht.

Nachtrag: Natürlich möchte ich hier nichts geschenkt haben

Vielen Dank im Voraus



Hallo,
ich denke mal das der legale Weg der billigere ist, da die Anlagen bereits geprüft und abgenommen wurden. Siehe z.B. :
https://www.thomann.de/de/onlineexpert_ ... ungen.html

Die vorhandenen Mikrofone kann man herunter zu einem dynamischen Mikrofon ohne Sender umbauen und verkaufen.

Gruß
Gerhard


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BeitragVerfasst: Di 20.9.2016 21:59 
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Standard1 hat geschrieben:
zwei Handsender SKM 4031 TV). Die Geräte stammen wohl von unterschiedlichen Anlagen, da die Frequenzen nicht zusammenpassen. Trotzdem möchte ich diese sehr gerne reaktivieren und deren Sendefrequenz in die LTE-Duplexlücke legen, welche für Anwendungen dieser Art freigegeben ist.


Das wird nicht gehen, die Sender arbeiten im 37MHz Bereich.


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BeitragVerfasst: Mi 21.9.2016 6:35 
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rejection hat geschrieben:
Standard1 hat geschrieben:
zwei Handsender SKM 4031 TV). Die Geräte stammen wohl von unterschiedlichen Anlagen, da die Frequenzen nicht zusammenpassen. Trotzdem möchte ich diese sehr gerne reaktivieren und deren Sendefrequenz in die LTE-Duplexlücke legen, welche für Anwendungen dieser Art freigegeben ist.


Das wird nicht gehen, die Sender arbeiten im 37MHz Bereich.


Hast Du dir überhaupt mal die Bilder angeschaut? Lt. Typenschild sind die bei 742 MHZ! Es gab aber afaik auch Versionen die im 2m Band und evtl. auch 37MHz gearbeitet haben. Die sind mMn aber auch noch zugelassen.

@standard1
Schreib doch mal was für Geräte Du bisher hast (und Frequenz)


Sven


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BeitragVerfasst: Mi 21.9.2016 7:27 
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dl5abb hat geschrieben:
rejection hat geschrieben:
Standard1 hat geschrieben:
zwei Handsender SKM 4031 TV). Die Geräte stammen wohl von unterschiedlichen Anlagen, da die Frequenzen nicht zusammenpassen. Trotzdem möchte ich diese sehr gerne reaktivieren und deren Sendefrequenz in die LTE-Duplexlücke legen, welche für Anwendungen dieser Art freigegeben ist.


Das wird nicht gehen, die Sender arbeiten im 37MHz Bereich.


Hast Du dir überhaupt mal die Bilder angeschaut? Lt. Typenschild sind die bei 742 MHZ!


Der Bezug waren die SKM 4031 TV


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BeitragVerfasst: Mi 21.9.2016 7:58 
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rejection hat geschrieben:
dl5abb hat geschrieben:
[quote="rejection"

Das wird nicht gehen, die Sender arbeiten im 37MHz Bereich.


Hast Du dir überhaupt mal die Bilder angeschaut? Lt. Typenschild sind die bei 742 MHZ!


Der Bezug waren die SKM 4031 TV[/quote]

Setz bitte mal Deine Brille auf und schau nochmal auf das Typenschild:
Da steht u.a. 742,750MHz UND SKM4031TV !!


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BeitragVerfasst: Mi 21.9.2016 10:42 
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Das ist relativ wurscht, aber sie liegen bei 742 MHz. Wichtiger: Die Dinger haben eine FTZ-Nummer von 1982, folglich also eine Zulassung mit der Einschränkung, daß sie nur SO zugelassen sind. Wenn man die Dinger umbaut, nicht neu zulassen läßt und damit eine Veranstaltung beschallt, braucht nur zufällig grad ein Meßwagen unterwegs zu sein und die Veranstaltung ist gelaufen - nebst der anstehenden saftigen Strafe im Nachgang...

Unter den Filtern steht ein Einzelquarz - den wird man tauschen und dann das Ganze neu einstellen müssen. Frage ist nur, ob die Ausgangsfilter breit genug sind, um die Frequenzverschiebung von 6-8 MHz mitziehen zu können und ob man überhaupt den Empfänger entsprechend so modifizieren kann. Wahrscheinlich nehmen die nur etwa 500 kHz mit - grade genug um 8 bis 10 Mikrofone mit genügend Abstand über eine Anlage fahren zu können.

Schon aus erstem Grund würd ich mir das zweimal überlegen. Beim zweiten gibts soviele Variablen, daß Du Dir die Dinger lieber als Nostalgie in den Schrank legst - oder für die private Kellerparty aufhebst (und die Gäste bittest, ihre Smartphones und Tablets abzustellen ;->).


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BeitragVerfasst: Do 22.9.2016 9:20 
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Vielen Dank für die vielen und schnellen Antworten. (Das bin ich aus den Forrn in denen ich normalerweise unteewegs bin nicht gewohnt).

Ich war gestern nochmal im alten Musikkeller und habe den ganzen Kram zusammengesucht.
Gefunden habe ich dabei im Einzelnen (neben einem leeren Rack und vier leeren Verpackungen):
Zwei Handsender 1x 742,250 MHz (bereits gezeigt) und 1x 802,000 MHz
Der Empfänger ist ein 19" Rack mit ingesamt 6 Einschüben vom Typ EM1036 (je zwei Einschübe mit gleicher Frequenz für Diversitiy Betrieb) Frequenzen 544,000MHz, 542,750MHz, 542,250MHz.

So wie es aussieht bestand die gesamte Anlage mal aus fünf Funkstrecken. Der Rest ist wohl im laufe der Jahre verschwunden.

Das sich der Aufwand für das alte Zeug eigentlich nicht lohnt ist mir schon bewusst. Doch irgendwie lässt mir die Idee doch keine wirkliche Ruhe....

Nochmal eine Frage zur Sache mit der Zulassung. Die Geäte haben alle zu Zeiten der der Bundespost eine entsprechende Prüfung und Zulassung erhalten. Die Vorschriften müssten doch damals deutlich strenger gewesen sein als heute? Unverändert kann man sie folglich heute noch betreiben (ggf. nach Anmeldung, je nach Frequenzbereich).

Ich habe einen Teil der alten Unterlagen durchgeblättert und bin auf eine Bedienungsanleitung der Handsender gestoßen. Die Seite mit den technischen Daten gibt zum SKM 4031TV an: Eine feste Frequenz 460 bis 960 MHz.
Damit wäre nach meinem Verständnis auch eine Umfrequentierung innerhanb dieses Bereichs möglich/zulässig.
Oder interpretiere ich da was falsch?

Schöne Grüße


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BeitragVerfasst: Do 22.9.2016 13:57 
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Beiträge: 9411
Hi,
auch wenn du das Teil selber umbaust: Auf jeden Fall nacher mal das Spektrum /Nebenwellen messen. Hab da bei der alten 70 cm Handfunke schon erstaunliches erlebt...
Kann auch sein das Frequenznutzungsgebühren anfallen. Besorg dir einfach mal die aktuellen Vorschriften.

73 de DL3FOX Uwe

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