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8bef
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Betreff des Beitrags: Betrieb möglich? - Newcomer braucht Hilfe |
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Hallo!
Ich darf mich zuerst vorstellen - dies ist mein erster Beitrag. Mein Nick ist mein zukünftiges Rufzeichen, ich bin aus Österreich, habe einen Bürojob und bin 30 Jahre alt. Im Oktober werde ich die Cept1 Prüfung ablegen und mache mir bereits jetzt einige Gedanken zu meiner Station.
Ich habe euch anbei ein Bild meines Wohnhauses/Wohnung beigelegt. Wie Ihr seht wird es wirklich nicht leicht. Meine Wohnung mit dem kleinen Balkon ist im 7. Stock, die beiden Häuser links und rechts daneben sind 12 Stockwerke hoch. Das Haus gegenüber ist niedriger, da sehe ich gerade noch so drüber. Eine Antenne könnte ich an der untern Balkonbrüstung installieren - Max. Länge dann ca. 3,5m. Alternativ könnte ich entlang des Balkongeländers und des Fensters (bis in die Nische) eine L-Förmige Antenne legen – die nutzbare Länge Balkon + Fensterfront beträgt ca. 9m, um die Ecke wären es dann nochmal +3m. [url=http://abload.de/image.php?img=wohnunghfr1g.png:11cyl1m9][img:11cyl1m9]http://abload.de/thumb/wohnunghfr1g.png[/img:11cyl1m9][/url:11cyl1m9] Ich denke nicht ganz ideal wäre hier die Untertreibung des Tages…
Ich möchte natürlich auch auf KW aktiv sein, fürchte aber, dass es hier zu viele Störungen gibt und hier einfach keine vernünftige Antenne möglich ist. Große Umbauten, Drähte über den Hof spannen etc. Ist leider nicht drin. Auf dem Dach kann ich auch nichts befestigen – in spätestens 2 Jahren bin ich aus der Wohnung raus und baue dann ein (amateurfunkgerechtes) Haus
Kurz gefasst hier meine Fragen – über eure Hilfe würde ich mich sehr freuen: -Generell, macht KW oder UKW unter diesen Bedingungen Sinn? -Welche KW Antenne liefert mir hier die besten Ergebnisse (ok, dass DX hier nicht drinnen ist leuchtet mir ein) -Macht reiner UKW betrieb hier ev. mehr Sinn? -Oder soll ich mir hier eher Gedanken um Portal/Mobil Betrieb machen, da wirklich hoffnungslos?
Ich habe auch schon einiges negatives über PLC etc. gelesen – welche Möglichkeiten gibt es um meine aktuelle Situation auf Störungen zu testen – ich befürchte eben, dass es hier im Block durch die Geräte und Dichte der Nachbarn sowieso so viele Störungen gibt dass ich es mit meinen „Krückstock“-Antennen gar nicht versuchen sollte…
Vielen dank für Eure Hilfe,
lg Flo aus Linz, Österreich
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2ad3
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Betreff des Beitrags: Re: Betrieb möglich? - Newcomer braucht Hilfe |
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Hi Nick
Für dein PLC Problem. Stell einfach mal ein Radio auf Kuzwelle und stell fest ob du Störungen empfängst.
Da ich im Urlaub viel von Balkonen funke kann ich sagen, daß über KW auch bei wiedrigeren Antennebedingungen geht. Im Internet gibt es Angelruten Antennen oder einfach mal nach nach Balkonantennen googlen. Effektiv wirst du bei den Abmassen keinen gescheiten Betrieb von kleiner 14 MHz machen können.
Was für ein gerät ist denn am Start ?
Gruß, Volker
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4a17
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Betreff des Beitrags: Re: Betrieb möglich? - Newcomer braucht Hilfe |
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Hallo Florian,
willkommen im Forum. Deine Situation sieht relativ bescheiden aus. Was gehen könnte ist UKW zum Relais. Für KW bieten sich nur Hilfslösungen an, wenn du nicht auf das Dach hochkommst. Was einigermaßen klappen könnte wäre eine Magnetloop auf dem Balkon. Durch die Schmalbandigkeit der Antenne musst du allerdings bei jedem Frequenzwechsel im Band nachstimmen. Auf den hohen Bändern könnte sich noch ein Dipol ausgehen. Oder eine Breitbandloop nach Helmut Bensch. Was auch noch denkbar wäre ist, nachts, wenn keiner das sieht, eine längere Angelrute mit Draht aus dem Fenster zu hängen und mit einem CG 3000 oder SGC 230 anzumatchen. Ein bischen was geht immer. Auch die Wahl der Betriebsart ist nicht unerheblich. SSB macht an einer "richtigen Antenne" Spass. Digimodes oder CW gehen aber auch schon an einer Behelfslösung.
Dein Problem ist dem eines befreundeten OMs hier nicht unähnlich. Da geht von Daheim aus auch nur UKW. Die eine oder Andere Verbindung mit Behelfsantennen wie der Spraydosenantenne oder der HF P1 waren nur mit mäßigem Erfolg gekrönt. Der angematchte Draht hat noch am Besten funktioniert, muß aber nach Gebrauch auch immer wieder abgebaut werden.
Da du ja in 2 Jahren ohnehin umziehen möchtest, würde ich dir raten in der Zwischenzeit mal was portabel zu machen, bis du eine brauchbare Antenne aufstellen kannst. Solltest du allerdings ohne größeren Aufwand auf das Dach kommen, so hättest du viele Möglichkeiten. Bei einem derartigen Wohnhaus ist das allerdings fraglich, da dann solche Dinge wie Blitzschutz, Versicherung, Kabelführung und professionelle Installation relevant werden. Wie ich das gesehen habe, scheidet eine günstigere Unterdachvariante aus mangels Dachboden. Korrigiere mich, wenn ich falsch liegen sollte.
73 Peter
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4cce
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Betreff des Beitrags: Re: Betrieb möglich? - Newcomer braucht Hilfe |
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Die Lage ist ja gar nicht sooo schlecht!
Für UKW wirst Du sehr brauchbare Ergebnisse bekommen, wenn Du eine Diamond X50 mit einem kleinen Ausleger (Alu 20x20mm Vierkant) ca. 1m weitab des Balkongeländers anbringst. Auf UKW braucht man sich erst einmal keinen Kopf über irgendwelche Störungen machen, denn FM-Betrieb hat nicht so ein hohes Störpotenzial als SSB-Betrieb (amplitudenmoduliert). Auch ist die Dämpfung der Wände usw. bei den Frequenzen bereits recht hoch.
Für KW kann man mit Balkonantennen nicht viel machen. Es sei denn, Du wohnst im obersten Stockwerk und kannst eine Angelrute als Vertikalantenne benutzen. Dann beschränkt sich Dein Frequenzbereich aber wirklich auf 30m oder 20m aufwärts, wenn man gerade noch handliche Ruten um die 6-8m Länge wählt. Das Balkongeländer sollte geerdet sein und Dein elektrisches Gegengewicht bilden. QRO kann man in so einer Situation nicht hinbekommen, aber 100W gehen meistens ohne irgendwelche Störungen.
Ich würde aber einen Draht präferieren mit mind. 20m Länge und diesen zwischen zwei Gebäuden spannen, eines davon ist Dein Wohnhaus. Du speist die Antenne dann am Ende, allerdins nicht über einen Unun, sondern verlustarm über einen LC-Koppler. Schau' mal nach der DL7AB-Antenne, eine endgespeiste Drahtantenne für harmonischen Multibandbetrieb. Mit der 40m-Variante kann man auch auf 80m Betrieb machen, mit der 20m-Variante erst ab 40m aufwärts.
So ein Draht geht in entsprechender Höhe recht gut und auch DX ist drin, wenn man weiß wie. Wichtig ist, dass Du einen guten Wirkungsgrad beim Senden hast und nicht Deine Sendeleistung unnötig verheizen tust.
vy 73!
Sven
PS: Ich habe selbst nur eine endgespeiste Drahtantenne (35m) in ca. nur 8m Höhe mitten in der Innenstadt und ich bekomme auch Interkontinental-QSOs in SSB auf 40m hin.
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8bef
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Betreff des Beitrags: Re: Betrieb möglich? - Newcomer braucht Hilfe |
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Zackig die Herren Danke! Eine Lösung am Dach (Dachboden gibt es keinen) wäre sicher möglich - aber die Vorschriften und der Papierkram halten mich einfach ab. Zudem wird es dann auch nicht besonders günstig und der Aufwand rentiert sich für 2 Jahre einfach nicht. Auch die Idee mit der Angelrute möchte ich streichen - es gibt einfach zu viele Parteien im Haus, meine Nachbarn unter mir sind auch etwas zickig etc. - diese Sache ist mir einfach zu riskant. UKW geht in der Tat - ich habe mir so eine kleine China-Gurke von Ebay zugelegt und bekomme die Relais sogar in der Wohnung mit der Wendelantenne rein KW würde mich in Linie natürlich SSB reizen. Aber die digitalen Betriebsarten sind mir fast ebenso wichtig - dies ist einfach "meine" Welt. Und realistisch gesehen habe ich hier aktuelle einfach die besten Chancen bei vertretbaren Aufwand Distanz zu machen. Die Mag.Loop ist mir schon eigne male untergekommen – klingt für mich aber nicht nach einer „Einsteiger“-Antenne sondern eher nach einer Spezialisten-Antenne? Als Gerät hätte mich mir für den Einstieg einen FT-897D vorgestellt, später - wenn KW besser funktioniert einen der höheren "FTDX" - ev. den 3000er. Zusätzlich noch UKW Handgeräte von Icom und Yaesu für D-Star und APRS. Fix geplant ist auch ein Hamnet Zugang und ev. eine kleine Wetterstation
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Betreff des Beitrags: Re: Betrieb möglich? - Newcomer braucht Hilfe |
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Bei http://www.lambdahalbe.de gibt es fertige Drahtantennen, die in 5 Minuten an einer Angelrute aufgebaut sind. Für 10/15/20m geht das sicher auch auf dem Balkon. Man kann die Antennen dort kaufen, oder mit wenig Aufwand nachbauen. Ich benutze eine bestellte (KW 3 - Band DX-Antenne / ...weil ich zu faul zum Basteln war...) öfters portabel, und es klappt super. So ein Ding ist schnell aufgebaut und blitzschnell demontiert. Ärger dürfte kaum zu erwarten sein. Wenn ich nur einen Balkon hätte, wäre das meine Lösung. Gruss Radio Ach ja: ich verdiene nichts durch den Kauf bei obigem Link. EDIT: oh, ich sehe, Du hast die Angelrutengeschichte schon gestrichen. Dann machst Du Betrieb aus dem Auto. Portabel irgendwo hin stellen und los gehts. Aufwand für Aufbau: 5min. plus Anfahrt zu störungsfreiem Standort.
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60f0
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Betreff des Beitrags: Re: Betrieb möglich? - Newcomer braucht Hilfe |
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Hallo Florian. Willkommen im "Club", und du wirst erstaunt sein, wie gut "Provisorien" funktionieren können. Ich kenne mich damit aus wegen Denkmalschutz sind hier keine (sichtbaren) Antennen erwünscht, dazu gehören auch Drahtantennen mit noch so dünnem Draht. [quote] Was einigermaßen klappen könnte wäre eine Magnetloop auf dem Balkon. Durch die Schmalbandigkeit der Antenne musst du allerdings bei jedem Frequenzwechsel im Band nachstimmen. [/quote] Stimmt, eine Magnetic-Loop arbeitet recht "effektiv" für die Größe. Meine steht nur einen Meter über dem Boden an einem Holzzaun und ich habe Kontakt mit Mitteleuropa. Wenn du etwas Geld investieren willst: Es gibt z.B. eine Loop von MFJ in der Ausführung 7-22Mhz oder 10-30Mhz. In beiden Fällen hat sie einen Durchmesser von 90cm und wird fernabgestimmt. An deinem Balkon könnte sie etwa so [img:13tqvg6n]http://www.classicinternational.de/_clientfiles/producten3/mfj1786lal.jpg[/img:13tqvg6n] oder so [img:13tqvg6n]http://files.qrz.com/i/dc7ai/MFJ1786.jpg[/img:13tqvg6n] aussehen. Wegen der räumlichen Nähe zu möglichen Funkstörungen würde ich nicht allzu viel Leistung empfehlen. Ich arbeite mit meiner Antenne um 20W, max. 50W und vorwiegend auf Digimodes. Auf UKW kannst du auch mal deinen QTH ausloten, ob es besondere "Spielwiesen" gibt wie z.B. D-Star oder Echolink. Satellitenfunk wäre auch noch eine Option...
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Betreff des Beitrags: Re: Betrieb möglich? - Newcomer braucht Hilfe |
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Also mit meinen Erfahrungen mit MFJ-Produkten und diversen Posts zu Problemen mit MFJ-Loops hier im Forum, finde ich den Tipp mit MFJ mal zurückhaltend ausgedrückt etwas fragwürdig.
73 Pascal
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8bef
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Betreff des Beitrags: Re: Betrieb möglich? - Newcomer braucht Hilfe |
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Bezüglich Loops und Leistung: gibt es da Probleme bei höherer Sendeleistung? Ich meine, den Nachbarn die Fernseher auszuknippsen ist sicher ganz Lustig...aber eben nur beim ersten mal...
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Betreff des Beitrags: Re: Betrieb möglich? - Newcomer braucht Hilfe |
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Sendeloops sind vielleicht auf den ersten Blick eine interessante Lösung aber eben auch nicht unproblematisch: ob der im Vergleich zur Wellenlänge kleinen Dimension, haben sie in jedem Fall einen negativen Gewinn, folglich braucht es mehr eingespeiste HF-Leistung um die gleiche Signalstärke an der Station gegenüber zu bewirken, als mit einer Antenne mit positivem Gewinn wie einem Dipol. Überdies sind dann diese Sendeloops 1. meist auch sehr nahe an Mensch und Tier aufgebaut, was schnell mit Grenzwerten schwierig werden könnte und 2. auch auf nahegelegene Elektronik seinen Einfluss viel mehr ausüben kann, als eben z.B. ein abgesetzter Dipol. Mit Loops experimentieren ist interessant, aber 1. würde ich da im Zweifelsfalle nicht auf ein kommerzielles Produkt (überrissen teuer), und schon gar nicht auf eines von MFJ zurückgreifen und 2. ist der Betrieb ob der obgenannten 2 Gründe nicht so unproblematisch, wie manch verzweifelter OM vielleicht meint.
73 Pascal
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60f0
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Betreff des Beitrags: Re: Betrieb möglich? - Newcomer braucht Hilfe |
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[quote]Also mit meinen Erfahrungen mit MFJ-Produkten....finde ich den Tipp mit MFJ mal zurückhaltend ausgedrückt etwas fragwürdig. [/quote] Also mit meinen Erfahrungen finde ich den Tipp einen guten Kompromiss zwischen Möglichkeiten und Realität. Die MFJ-1786/1788 ist lediglich nicht "regenfest", was ich mit Abkleben der Kunststoffverkleidung behoben habe. HF-technisch kann ich mich mit der 25 Jahre alten MFJ nicht beschweren. Keine korrodierter Kondensator, keine kalten Lötstellen im Steuergerät, kein kaputtes Getriebe, keine sonstigen "Masseprobleme". [quote]Bezüglich Loops und Leistung: gibt es da Probleme bei höherer Sendeleistung? Ich meine, den Nachbarn die Fernseher auszuknippsen ist sicher ganz Lustig...aber eben nur beim ersten mal...[/quote] Was verstehst du unter "höherer Sendeleistung"? Loop-Antennen haben durch ihre extreme Schmalbandigkeit zwar eine hohe Güte, aber dafür einen geringen Wirkungsgrad. Gleichzeitig wirkt die Schmalbandigkeit wie ein hochwertiger Bandpass. Beim Senden gibt es weniger Oberwellen, beim Empfang weniger Großsignale von anderen Bereichen. [quote]...haben sie in jedem Fall einen negativen Gewinn.... [/quote] -21db auf 7Mhz und -5db auf 14Mhz, um genau zu sein. Mit -1,5db auf 21Mhz kann man auf alle Fälle schon leben, finde ich. Es geht hier schließlich nicht um eine Diplom-Antenne, sondern um eine provisorische Lösung mit akzeptabler Schnittmenge. [quote] Überdies sind dann diese Sendeloops 1. meist auch sehr nahe an Mensch und Tier aufgebaut, was schnell mit Grenzwerten schwierig werden könnte und 2. auch auf nahegelegene Elektronik seinen Einfluss viel mehr ausüben kann, als eben z.B. ein abgesetzter Dipol... [/quote] ...der hier aber leider nicht nicht möglich ist, oder? Aber stimmt, das ist eben die Nachteile dieses Antennensystems. [quote] Mit Loops experimentieren ist interessant, aber 1. würde ich da im Zweifelsfalle nicht auf ein kommerzielles Produkt (überrissen teuer), und schon gar nicht auf eines von MFJ zurückgreifen und 2. ist der Betrieb ob der obgenannten 2 Gründe nicht so unproblematisch, wie manch verzweifelter OM vielleicht meint. [/quote] Es liegt in der Natur der Wirtschaft, das kommerzielle Produkte teurer sind als selbstgebaute, da ich aber nicht weiß, ob sich der TS dies zutraut, habe ich den Vorschlag mit dem Hinweis begonnen, falls er etwas Geld anlegen will.... Achim
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Betreff des Beitrags: Re: Betrieb möglich? - Newcomer braucht Hilfe |
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Also ich hab zwei MFJ-Tuner - eine manueller und ein automatischer - der manuelle der laut Beschreibung mehr als 200W vertragen sollte, schlägt am C bei 150W über - und beim automatischen musste ich schon zig Relais austauschen; die verbauten sind zudem nicht wie angepriesen für bis 2000V ausgelegt, sondern nur für 250VAC - MFJ ist eine Firma, die die Kunden verarscht. Zudem hatten wir gerade die Tage einen Thread bezüglich MFJ-Loop - auch nicht gerade Werbung für die Firma.
Ich red auch nicht von Oberwellen; da haben sicher alle Hersteller ihre Hausaufgaben gemacht und halten den Laden sauber. Da aber gerade eine solche Loop sehr nahe an allem ist, inkl. Nachbars TV oder DSL-Station ist die ganz gewöhnliche Abstrahlung ggf. schon ein Problem bei 100W PEP - da hatten wir auch schon div. Threads, bei welchen die Antenne aber meist weiter entfernt war - Stichwort: direkte Einstrahlung.
Bezüglich Antennengewinn würde ich im Kopf behalten, dass wir schwer dem Ende des Sunspot-Maximum entgegen gehen, und die Bänder <20m vermutlich schon in einem Jahr nur noch von Zeit zu Zeit etwas hergeben werden; dann wird jeder froh sein, wenn sich etwas auf 20m oder 30m bewegen lässt; und wenn wir schon auf 20m bei -5dB sind, was mehr als 2/3 Verlust bedeutet, dann viel Glück auf 30m oder 40m - klar, eine schlechte Antenne ist besser als keine Antenne, aber eben...
Mit ist klar, dass abgesetzt nichts geht, aber warum eben halt nicht abendweise mit einem GFK arbeiten - der lässt sich auch horizontal oder schräg aus dem Balkon raushängen. Als eine Installation, die nach Betrieb immer wieder entfernt wird, dürften sich da kaum Probleme ergeben - selbst auch schon gemacht.
Und wenn wir nun noch von Investitionen in Antennen reden wollen, gebe ich zu bedenken, dass wenn der TO sowieso in sein eigenen Haus ziehen wird, warum sollte er dann in eine teure kommerzielle Loop investieren, die er bei den viel besseren Möglichkeiten am eigenen QTH ohnehin nicht mehr benutzen wird - da wäre, langfristig gesehen der GFK sicher die bessere Investition - dieser lässt sich auch /p überall hin mitnehmen - wo man dann auch mal richtig à la Fullsize Vertical oder 5/8l arbeiten kann.
Für mich in vergleichbarer Situation: Loop, warum nicht, aber selbst gebaut, nebst dem ARRL Antenna Book gibts in deutsch auch noch das Buch 'Das neue Magnetantennenbuch' beim VTH, dass dem engagierten Bastler, zu denen wir als FA eigentlich (hoffentlich) gehören sollten, einige Tipps vermittelt. Ich würde für KW alle Möglichkeiten mit einem GFK und Drähten ausprobieren und dann vlt. auch Ferien oder /p hamtechnisch ausnutzen, wozu ich vor dem Umzug ins eigene QTH am alten Wohnort wegen Antennenverbot auch gezwungen war. Ansonsten würde ich auch die Idee kriegen, bei Lage im 7. Stock z.B. mit einer 3el. Yagi auf 2m aktiv zu werden, wo durchaus auch mal DX drinliegen kann.
73 Pascal
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8bef
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Betreff des Beitrags: Re: Betrieb möglich? - Newcomer braucht Hilfe |
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Hm, also bei den Preisen für fertige Loops (bei fragwürdiger Qualität) baue ich gerne selber...wird schon irgendwie zu schaffen sein... Eine Fernabstimmung wird wohl nicht nötig sein, da zwischen meiner Station und der Antenne wohl kaum mehr als 3m liegen werden- dies sollte den Bau zusätzlich einfacher machen. Ich suche mir eh auch eine Verein in der Gegend - alleine bringe ich das wohl eh nicht auf die Reihe. Die Lösung mit der Angelrute kommt mir immer noch sehr spanisch vor - fürchte da ist ärger vorprogrammiert... Aber gut, ich bin ohnehin begeisterter Fischer ein 10m Stippe kostet ja eh kaum was. Was mir nicht klar ist, welche Antenne soll ich da dran hängen - ev. ein Beispiel für mich? Bezüglich Yagi und 2m: mein Balkon ist ja nur nach Süden offen - ich könnte damit praktisch nur diese Richtung arbeiten?
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Betreff des Beitrags: Re: Betrieb möglich? - Newcomer braucht Hilfe |
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Hallo
Der kritische Punkt bei jeder Loop ist das abstimmbare C - da muss schon was her, was kV aushält, deswegen kommen da oft sogenannten Vakuumdrehkos in Glas zum Einsatz; die gibt's immer wieder auch in der Bucht für nicht horrend viel Geld zu kaufen, meist aus russischer Produktion. Selbstbau macht immer Spass und dazulernen gibt's gratis dazu, auch wenn es sich halt mal als Try&Error entpuppt.
Und Verein, naja, das ist Geschmackssache - wenn du im Selbstbau vorankommen willst, hilft nur lesen, lesen und nochmals lesen; es gibt im Web z.B. ein ausgezeichnetes Buch zu Antennen, in pdf-Form der Name ist mir aber grad entfleucht und auf der HD finden tu ich's auch nicht, aber es ist halt in english, was aber für den FA auch nicht ein unüberwindbares Hindernis darstellen sollte.
A propos Ärger: der kann dir jeder wegen allem machen, auch wegen einer Loop - Antennen sind ein heisses Eisen und gewissen Leute ein Dorn im Auge - da wird sogar eine reine Sat-TV-Empfangsantenne zur E-Smog-Quelle - Stichwort: nur die menschliche Dummheit ist unendlich... An Angelruten kannst einen Draht hängen und z.B. unsymmetrisch mit dem Geländer als Gegengewicht mit lambda/4 experimentieren, oder 5/8lambda mit Anpassung; ggf. kannst sogar einen gestreckten Dipol ranhängen für die oberen Bänder.
Für 2m oder auch 70cm wäre dann halt die Ausrichtung deines Balkons massgebend - wenn's rundum flach ist, lässt sich mit ner kurzen Yagi auf 2m sicher schon was vernünftiges machen - geht halt ums Probieren. Ansonsten wenn du zum Schluss kommst, z.B. nur Relaisbetrieb zu machen, montierst du dir eine GP hin - aber wie gesagt, auch die kann dir Ärger mit der Nachbarschaft machen, wenn es jemand darauf ablegt - da ist die Grösse vermutlich nur von sekundärer Bedeutung.
73 Pascal
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0fff
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Betreff des Beitrags: Re: Betrieb möglich? - Newcomer braucht Hilfe |
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Hallo,
ich habe ein ähnliches Problem wie Du. Ich habe mir folgendes überlegt (liebäugele auch mit dem 857er/897er) habe auch "Antennenverbot", ich werde mir eine HF-P1 kaufen und eine vernünftige Aluhalterung am Balkon befestigen, dazu noch eine Diamond 2/70 Besenstielantenne. Sofern das alles mit ein paar Handgriffen abzunehmen ist hat mein Vermieter nix dagegen. Größere Installationen sind mir aber nicht gestattet, das respektiere ich auch. Sicher wird man da kein Diplom zusammenfunken können, für die ersten Gehversuche reicht es wohl aus.
Den Rest werde ich dann mobil machen und mir dafür einen kleinen Alumast zulegen mit KFZ-Halterung (Auto als Gewicht draufsetzen) und dort ein Inverted-V spannen. Da gibt es fertige Dinger von DXWIRE mit BalUn, eine LDG-Tuner habe ich schon, den konnte ich vor ein paar Tagen als Schnäppchen bei ebay ersteigern. Außerdem haben wir hier ein paar km entfernt einen großen Holzturm auf dem Berg stehen auch da kann man einen Langdraht spannen und anmatchen - ist natürlich nix für kalte Wintertage. Dazu hätte ich noch mein Elternhaus, da ich eh ein "Shack in the Box" bauen will könnte ich von dort aus funken. Dort habe ich Hausrecht und kann bestimmt auch eine feste KW Antenne bauen. Schaun mer mal ...
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