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 Betreff des Beitrags: Schluss mit QRP ....
BeitragVerfasst: Mi 14.2.2018 14:40 
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S3
S3

Registriert: Di 22.3.2016 9:34
Beiträge: 11
Liebe OM's,

ich habe vor mir eine PA anzuschaffen.

Vielleicht kann mir der Eien oder Andere paar allg. Tipps dazu geben.
So weiß ich nicht wirklich ob ich mich für eine Röhrenversion oder Transistorvariante entscheiden soll.

So habe ich schon sehr viel Gutes von dieser 1.2 kW SPert 1200 Transistor PA gehört.
Diese Röhrenendstufen soll aber auch nicht von schlechten Eltern sein - allerdings konnte ich trotz mehrere Anläufe den Vertreiber nicht ausfindig
machen. Kurzum ich möchte max . an die 2500.- € für eine PA ausgeben.

vy 73 de DG4SBZ


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 Betreff des Beitrags: Re: Schluss mit QRP ....
BeitragVerfasst: Mi 14.2.2018 15:04 
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S8
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Beiträge: 712
Röhrenverstärker:
- Alpha 87a
- ACOM 1000, ACOM 2000A

Transistorverstärker:
- SPE Expert 1K-FA
- Elecraft KPA-500

Ansonsten Ameritron, Heathkit ...

Kommt natürlich auch drauf an, ob deine gewünschte Linear automatischen Tuner beinhalten soll, ob du auch 6m brauchst (oder allgemein gesagt welche Bänder sie beherrschen soll), ob du RTTY machen möchtest oder ähnliche 100% getastete Modi, usw. Und vor allem --> welche Leistung?! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Schluss mit QRP ....
BeitragVerfasst: Mi 14.2.2018 17:20 
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S8
S8

Registriert: Mo 28.12.2009 12:17
Beiträge: 2122
Wohnort: Karlsruhe
Zitat:
ob du auch 6m brauchst


Da braucht er mit Sicherheit keine Endstufe, weil die meisten Geräte von Haus aus die gewünschte Leistung von 25W abgeben.

Alles andere ist eine Glaubensfrage! Möchte man es im Fehlerfall lieber etwas einfacher haben, dafür mit HV zu tun haben oder möchte man es im Betrieb ganz einfach haben, dafür im Fehlerfall etwas mehr Aufwand. Dann ist es auch eine Frage der Leistungsklasse - möchstest Du die 750W ausnutzen oder tuns auch 2 bis 3 dB weniger.

Die UX-Endstufen eher als "Bastlerendstufen" bekannt. Sie sind per se nicht von schlechten Eltern, jedoch gibt es teilweise Probleme mit den Lötstellen und sehr oft mit den Lüftern, die in der Regel für die verwendeten Röhren nicht den genügenden Durchsatz bringen. Bei der gezeigten scheint jetzt ein Turbinenlüfter drin zu sein, früher sind da sehr oft diese einfachen 12cm-Elektronik-Lüfter verbaut gewesen.

Bei Ameritron stimmt das Gesamtpaket, jedoch würde ich vor Inbetriebnahme auch nach Lötstellen und Verbindungen schauen. Ich hatte mal die AL-80B(CXE), grundsolide, macht was sie soll - mehr allerdings auch nicht ;-)

Expert 1K ist bekannt dafür, daß sie wenig Dauerbetriebstauglich ist - also bei harten Contesten oder einfach Vielbetrieb den Thermoschalter auslöst und auf halbe Leistung runterschaltet. Auch bei Abnahme von "nur" 750W, wie bei uns max. zulässig. Die 1k2 ist hier gutmütiger (hat mehr Reserven), ist jedoch sehr teuer! Sollte man abwägen, ob man für etwas Luxus 2500 EUR mehr bezahlt, als für eine solide Röhrenendstufen gleichen Kalibers.

Die Favorisierten kommerziellen Hersteller wären: ACOM, und Ameritron - in der Reihenfolge. OM baut, wie es aussieht, aktuell nur FETTE Endstufen ab 2KW aufwärts. Das ist zwar schön viel "Sicherheit", aber wir könnens/dürfens nicht ausrzeien und dafür zahlt man auch schonmal 3000 bis 5000 EUR - da kommt dann die Expert schon wieder ran ;-)

Ich persönlich habe eine Aladin von DC9DZ (einfach mal googeln), hat er auch hier im Forum schonmal vorgestellt vor einigen Jahren (Suchfunktion). Die gebe ich auch nicht mehr her ....

So, jetzt hast Du was zu überdenken. Ggf. kannst Du schon mehr Details rausarbeiten, was die Suche einfacher machen würde.

_________________
73, Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: Schluss mit QRP ....
BeitragVerfasst: Mi 14.2.2018 20:46 
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S5
S5

Registriert: Mo 9.10.2006 23:04
Beiträge: 37
Wieso kannste den Vertreiber nicht ausfindig machen ?
Hier bitte schön, Tante Google kennt sie alle:

UX1UX Ukraine
Alexander S. Prilipko
pr. Svobody 2-390
Kiev 04108
Ukraine

Alles andere hat DL6IB ja schon geschrieben.
Erste Wahl in meinen Augen auch : ACOM 1000
Super zu bedienen und was noch sehr schön ist : super leise !


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 Betreff des Beitrags: Re: Schluss mit QRP ....
BeitragVerfasst: Fr 16.2.2018 12:57 
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S8
S8

Registriert: Di 31.3.2015 19:03
Beiträge: 239
Wenn man schon den Tip bekommt, erstmal Lötstellen zu inspizieren und nachzulöten, kann man auch ein paar alte Schätzchen (vorzugsweise mit 3-500Z) in Betracht ziehen. Sowas wie Kenwood TL922 oder Drake L4/L7 z.B. Grundsolide, die 3-500Z mit hiesigem Amateurbetrieb kaum kaputtzukriegen und nach Ersatz gewisser alternder Bauteile (30+ Jahre alte HV-Elkos flössen mir kein rechtes Vertrauen ein...) stabil zu betreiben.

Ich liebe meine L7, auch wenn eine moderne Halbleiterendstufe einfacher zu bedienen ist.


Martin DB2MJ


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 Betreff des Beitrags: Re: Schluss mit QRP ....
BeitragVerfasst: Fr 16.2.2018 13:07 
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S8
S8

Registriert: Mo 28.12.2009 12:17
Beiträge: 2122
Wohnort: Karlsruhe
Den Tip wollte ich absichtlich nicht geben, da ich den technischen Hintergrund von DG4SBZ nicht kenne. Die beiden genannten sind gute Endstufen, aber eben vom Alter her sollte man die auch erstmal durchschauen, wie Du geschrieben hast. Auch bei Versand von Privatanbietern hats schon einigen Flurschaden gegeben, da ist man beim Kommerziellen einfach besser gesichert - außer man holt selbst ab, das ist natürlich der Königsweg!

Das mit den Lötstellen ist das, was ich selbst erlebt habe und man hier auch immer mal wieder liest. Bei der Ameritron waren die HV-Trafostrippen an der Netzteilplatine z.B. nicht ordentlich verlötet. Da war bestenfalls Lot für eine NV-Feinlitze drauf, nicht für den dicken Draht. Bei UX kommt das wohl auch öfter vor, wohl bevorzugt im Anodenkreis oder den Trafostrippen... Ist handgelötet, kommt vor - bei Kilovolt schaut man dann halt besser, bevor die Funken fliegen ;-)

_________________
73, Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: Schluss mit QRP ....
BeitragVerfasst: Fr 16.2.2018 14:07 
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S8
S8

Registriert: Di 31.3.2015 19:03
Beiträge: 239
Ist sicher richtig. Wer eine alte Röhrenendstufe betreiben will, sollte sich seelisch-moralisch auf den Umgang mit >2kV Anodenspannung (bei den größeren Exemplaren) einstellen. Es gibt zwar für die gängigen Modelle recht ausführliche Anleitungen im Netz, was man besser tut und was man besser lässt, aber als Anfänger-Projekt ist das sicher nicht (im Alleingang!) geeignet.

Andererseits könnte sowas doch mal ein perfektes Elmer-Projekt sein. Im nächstgelegen OV finden sich sicher röhrenerprobte OMs, die ihr (möglicherweise länger brachliegendes) Wissen gerne mit frischgebackenen Lizenzinhabern teilen... und unter fachkundiger Aufsicht so ein altes Schätzchen wieder auf den aktuellen Stand zu bringen (Elkos, Ableitwiderstände im Netzteil, Schutzdioden an den Instrumenten usw.) wäre doch ein schönes Projekt.

Martin DB2MJ


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