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 Betreff des Beitrags: Antennenanpassung Vertikalantenne
BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 22:19 
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Hallo Zusammen,
nach langer Zeit war ich heute mal wieder auf Kurzwelle unterwegs,
leider war auf 40 Meter vorher nicht wirklich was los.
Ich nutze den 18m-Spiderbeam-Mast mit einem LC-Anpassglied und bin damit auf 40 Meter beschränkt.
Jetzt würde ich gerne eine Anpassung für 80 Meter basteln.
Meine Antenne ist hier etwas zu kurz für Lambda/4-Resonanz, sollte also einen kapazitiven Anteil haben, wenn auch
nur einen geringen.
Ich würde für die Anpassung erstmal an eine Art Spartrafo denken, ergänzt um eine Rollspule zum Nachstimmen.
Ach ja, das ganze soll QRO-fest (>500W) sein.
Was haltet ihr davon?

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73 de Sven


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 22:27 
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du hast nur was von deinem Mast gesagt. Wie sieht denn deine Antenne aus? Wieviel Draht hast du in Verwendung und in welcher Form? Wo ist dein Speisepunkt, wie sieht das im Detail aus? Fragen über Fragen ...


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 23:03 
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Hertz hat geschrieben:
du hast nur was von deinem Mast gesagt. Wie sieht denn deine Antenne aus? Wieviel Draht hast du in Verwendung und in welcher Form? Wo ist dein Speisepunkt, wie sieht das im Detail aus? Fragen über Fragen ...


Ach ja, die Antenne :)
Ist 2mm Kupferlize isoliert, ca 18.5 Meter 4-5 mal um den Mast gedreht, natürlich vertikal aufgebaut.
Anpassung für 40 Meter: 'Parallelschwingkreis' Festinduktivität + Rollspule/ Luftdrehko. Ein paar Radials (10-15 Meter) liegen auch dran,
obwohl, man sie wohl nicht braucht.
Speisepunkt direkt am Erdboden. Die Anpassschaltung habe ich auf ein Holzbrettchen gebaut.
Jetzt würde ich gerne das Holzbrettchen austauschen, um eben die Antenne auf 80 Meter abzustimmen.
Ich habe zwar auch einen T-Tuner, MFJ-962D, aber da frage ich mich immer was ich anpasse ....
Den Tuner oder die Antenne ....
Daher lieber ein Spartrafo, oder bin ich auf dem Holzweg?

Grüße

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73 de Sven


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 23:12 
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DiGn1TaS hat geschrieben:

Meine Antenne ist hier etwas zu kurz für Lambda/4-Resonanz, sollte also einen kapazitiven Anteil haben, wenn auch
nur einen geringen.
Ich würde für die Anpassung erstmal an eine Art Spartrafo denken, ergänzt um eine Rollspule zum Nachstimmen.


Was hast Du denn mit dem Spartrafo vor?

Bei einer Lambda/4 Marconiantenne ist normalerweise nichts anzupassen, Anpasselemente würden nur die Bandbreite einengen.
Wenn überhaupt keine Erdverluste existieren liegt der Strahlungswiderstand bei 37Ohm , das ergibt ein SWR 1,35.
Meist sind jedoch Erdverluste vorhanden weil an den Radials gespart wurde, da das Verlegen lange dauert und anstrengend ist und 3dB vielleicht keine Rolle spielen.

Wenn die Antenne zu kurz ist musst Du sie verlängern, entweder mit einer Verlängerungsspule oder mit einer Dachkapazität.


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 23:19 
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Beiträge: 513
rejection hat geschrieben:
DiGn1TaS hat geschrieben:

Meine Antenne ist hier etwas zu kurz für Lambda/4-Resonanz, sollte also einen kapazitiven Anteil haben, wenn auch
nur einen geringen.
Ich würde für die Anpassung erstmal an eine Art Spartrafo denken, ergänzt um eine Rollspule zum Nachstimmen.


Was hast Du denn mit dem Spartrafo vor?

Bei einer Lambda/4 Marconiantenne ist normalerweise nichts anzupassen, Anpasselemente würden nur die Bandbreite einengen.
Wenn überhaupt keine Erdverluste existieren liegt der Strahlungswiderstand bei 37Ohm , das ergibt ein SWR 1,35.
Meist sind jedoch Erdverluste vorhanden weil an den Radials gespart wurde, da das Verlegen lange dauert und anstrengend ist und 3dB vielleicht keine Rolle spielen.

Wenn die Antenne zu kurz ist musst Du sie verlängern, entweder mit einer Verlängerungsspule oder mit einer Dachkapazität.


Naja, das wäre am naheliegensten, ja. Ich probiers einfach mal aus :-)

Grüße

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73 de Sven


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 23:22 
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DiGn1TaS hat geschrieben:
Ach ja, die Antenne :)
Ist 2mm Kupferlize isoliert, ca 18.5 Meter 4-5 mal um den Mast gedreht, natürlich vertikal aufgebaut. Anpassung für 40 Meter: 'Parallelschwingkreis' Festinduktivität + Rollspule/ Luftdrehko. Ein paar Radials (10-15 Meter) liegen auch dran, obwohl, man sie wohl nicht braucht.
Speisepunkt direkt am Erdboden.

Ich kann dir nicht ganz folgen. Bei der Länge und dem Speisepunkt am/gegen den Boden (bzw. mit den daran zusätzlich angeschlossenen Radials) hast du eine Ganzwellenantenne (1λ), die du genau in der Mitte an einem Stromknoten spannungsgespeist betreibst. Mit deinem Holzbrettchen und Anpassschaltung würgst du dann aufs 40m-Band ?

Oder wo hab ich den Denkfehler?

DiGn1TaS hat geschrieben:
Jetzt würde ich gerne das Holzbrettchen austauschen, um eben die Antenne auf 80 Meter abzustimmen. Ich habe zwar auch einen T-Tuner, MFJ-962D, aber da frage ich mich immer was ich anpasse .... Den Tuner oder die Antenne ....
Daher lieber ein Spartrafo, oder bin ich auf dem Holzweg?

Nimmt einen deinen zwei vorhandenen Tuner und vergiss den Spartrafo. In dem oben genannten Fall (insofern ich das richtig verstanden habe) musst du lediglich dein C und L verändern, dann spielt deine Antenne auf 80m denn sie ist 40m lang und bildet somit eine Halbwelleantennen. Dein Anpassnetzwerk muss nur leicht anpassen.


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 23:29 
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Hertz hat geschrieben:
Ich kann dir nicht ganz folgen. Bei der Länge und dem Speisepunkt am/gegen den Boden (bzw. mit den daran zusätzlich angeschlossenen Radials) hast du eine Ganzwellenantenne (1λ), die du genau in der Mitte an einem Stromknoten spannungsgespeist betreibst. Mit deinem Holzbrettchen und Anpassschaltung würgst du dann aufs 40m-Band ?

Oder wo hab ich den Denkfehler?


Die Antenne ist knapp 20 Meter lang, wie geschrieben :-)

Hertz hat geschrieben:
Nimmt einen deinen zwei vorhandenen Tuner und vergiss den Spartrafo. In dem oben genannten Fall (insofern ich das richtig verstanden habe) musst du lediglich dein C und L verändern, dann spielt deine Antenne auf 80m denn sie ist 40m lang und bildet somit eine Halbwelleantennen. Dein Anpassnetzwerk muss nur leicht anpassen.


Halbe Länge :-)

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73 de Sven


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 23:43 
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Dein Draht ist 20m lang und wenn du sagst du speist am Erdboden gegen den Boden, dann entsprechen deine 20m Draht 1/4λ. Das andere 1/4λ ist der Erdboden bzw. der Mix aus Erdboden und deinen Radialen. Das was du betreibst nennt sich Marconi-Antenne.


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 23:55 
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Hertz hat geschrieben:
Dein Draht ist 20m lang und wenn du sagst du speist am Erdboden gegen den Boden, dann entsprechen deine 20m Draht 1/4λ. Das andere 1/4λ ist der Erdboden bzw. der Mix aus Erdboden und deinen Radialen. Das was du betreibst nennt sich Marconi-Antenne.


Ah jetzt verstehe ich dich...
Eine Ganzwellenantenne hat in der Mitte einen Spannungsknoten, keinen Stromknoten ....

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73 de Sven


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BeitragVerfasst: Di 9.1.2018 23:56 
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:idea: na dann ... :P


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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 9:01 
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DiGn1TaS hat geschrieben:
Ach ja, die Antenne :)
Ist 2mm Kupferlize isoliert, ca 18.5 Meter 4-5 mal um den Mast gedreht, natürlich vertikal aufgebaut.
Anpassung für 40 Meter: 'Parallelschwingkreis' Festinduktivität + Rollspule/ Luftdrehko. Ein paar Radials (10-15 Meter) liegen auch dran, obwohl, man sie wohl nicht braucht.
Speisepunkt direkt am Erdboden. Die Anpassschaltung habe ich auf ein Holzbrettchen gebaut.
Jetzt würde ich gerne das Holzbrettchen austauschen, um eben die Antenne auf 80 Meter abzustimmen.
Ich habe zwar auch einen T-Tuner, MFJ-962D, aber da frage ich mich immer was ich anpasse ....
Den Tuner oder die Antenne ....
Daher lieber ein Spartrafo, oder bin ich auf dem Holzweg?

Grüße

wie schon geschrieben... 80m sollte so passen (evtl eine kleine Spule zum verlängern), mit einer etwas größeren Spule dann auch noch 160m . (viele) Radials helfen den Wirkungsgrad zu erhöhen , es geht aber auch mit einem Radial (resonante Länge) oder (auch bei 160m) mit mehrereren kurzen Radials... der größte Strom fließt eh in Speisepunkt/Stromknotennähe. Umschalten hier mit kräftigen Relais, ich hatte am Anfang Miniaturrelais in der Umschaltung, bei denen sich durch den Strom die Kontaktzungen so erwärmt haben, daß die die Plastestößel verformt wurden (kein Kontakt mehr) .
Statt (80m) Spule geht auch linear Loading durch Drahtschleife (1m mit Kurzschlußklemme).
Große Bodenverluste ( Radials) machen die Ant. scheinbar sehr breibandig ;-).

Du kannst die Antenne (Draht) länger/kürzer machen als 1/4 Lambda....dann kommt sie etwas hochohmiger daher (kann man zu 50 Ohm hinbiegen), du mußt aber dafür die Blindanteile kompensieren (schmalbandiger).
Hier ist es kein Spiderbeammast sondern einen V80E (2m länger) aber ansonsten gleiche Problemematik.
Matching per Tuner ... eine ordentliche Paralleldrahtleitung verlegt den Speisepunkt ins Shack ! (kein Wireman, aber 2 * 2,5qmm Kupfer geht so langsam..)

73
Fred


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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 9:05 
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Schau einfach mal auf www.dj0ip.de - dort sind genügend Tipps bereits vorhanden. Und nen "Spartrafo" - naja - brauchste nicht m.M. nach

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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 9:47 
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DiGn1TaS hat geschrieben:
Hertz hat geschrieben:
Dein Draht ist 20m lang und wenn du sagst du speist am Erdboden gegen den Boden, dann entsprechen deine 20m Draht 1/4λ. Das andere 1/4λ ist der Erdboden bzw. der Mix aus Erdboden und deinen Radialen. Das was du betreibst nennt sich Marconi-Antenne.


Ah jetzt verstehe ich dich...
Eine Ganzwellenantenne hat in der Mitte einen Spannungsknoten, keinen Stromknoten ....


Eine Ganzwellenantenne hat in der Mitte einen Spannungsbauch, keinen Spannungsknoten.


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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 11:07 
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S2
S2

Registriert: Mi 30.8.2017 16:56
Beiträge: 9
Hallo!

Überleg doch mal folgendes:

Mach die 40m Antenne elektrisch länger, z.B. mit einer Dachkapazität, es reichen zwei Drähte, die du in die Büsche o.ä. wirfst..
Damit ist die Antenne in der Resonanz irgendwo zw. 80 und 40m..
Jetzt kannst du eine Anpsaaung nach DF6SJ verwenden, wie sie vor einiger Zeit in der CQDL beschrieben wurde.
Es handelt sich dabei um einen Schwingkreis, die die Antenne für das obere Band verkürzt und für das untere verlängert.
Ich hatte damals eine Rollspule und einen Russendrehko vom Flohmarkt eingebaut.
Damit hast du eine schöne Antenne für zwei Bänder.. ohne Umschaltung, Relais etc.
Ich hatte sowas im Garten für 80/160, ging wunderbar! Wenn nur die vielen Radials zw. den div. Gemüsebeeten nicht wären, hi...

73, Christoph - DL4YAO


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BeitragVerfasst: Mi 10.1.2018 11:20 
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Der 18m Spiderbeam hat oben 4mm Durchmesser, bei einer Wandstärke von 1mm. Ich würde da nicht anfangen, eine Dachkapazität dranzuknüppern.
Die Nummer annähernd l/2 auf 40m bzw. l/4 auf 80m ist doch OK.

73
Mark

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Ich bin ein Ossi - bitte erklärt mir die Welt


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