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 Betreff des Beitrags: 40€-Antennen Analysator (Sark100)?
BeitragVerfasst: Do 7.12.2017 13:23 
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Hab diesen Clone entdeckt:
https://www.ebay.de/itm/1-x-Yellow-CCL- ... 3147431459

Für 40€ kann man da ja eigentlich nicht viel falsch machen, ist sicher immernoch besser als gar kein Analysator, oder was meint ihr? Um Dipole abzustimmen oder mal schnell was zu basteln wirds wohl erstmal reichen oder?
Die Linux-Software macht ja schon einen ganz guten Eindruck: http://jedi98.uk/antenna_analyzer.php
Jemand Erfahrung mit dem Teil?
Danke.


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BeitragVerfasst: Do 7.12.2017 14:19 
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Hm, naja.
Ich habe so einen Sark100 im Metallgehäuse, ein guter Freund hat einen, wie du Ihn verlinkt hast.
Leider ist bei uns beiden dabei ein bekannter Bug in der Modellreihe aufgetreten, die Frequenz, die der DDS erzeugt, ist um 1/3 zu niedrig, bzw. beträgt nur 2/3 der Frequenz.
Wenn man 14 MHz einstellt, kommen nur 9.33MHz raus.
Wenn du nen Oszilloskop oder Frequenzzähler hast und überprüfen kannst, ob die Frequenz passt, ist das Gerät eigentlich sehr schick.

Lösungen für das Problem mit der Frequenz kenne ich leider noch nicht. Eigentlich müsste sich das ja in Software lösen lassen, in dem man das Offset rausrechnet... Leider habe ich noch niemanden gesehen, der das auch mal gemacht hat. Evtl. muss ich mir den Code selbst mal ansehen.

Viele Grüße,
Tobias


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BeitragVerfasst: Do 7.12.2017 14:48 
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Hallo,

also wenn das Geld so knapp ist, dann würde ich empfehlen einen Dipol einfach auf Länge zuzuschneiden (das geht auch ;-) und falls man doch einmal genauer messen möchte: entweder von jemandem im OV einen Analyzer ausborgen oder was richtiges kaufen.
Nimm die 40 EUR zum Lottospielen ;-)

73
Mark

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BeitragVerfasst: Do 7.12.2017 15:12 
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Also dieses Angebot sieht sehr minimalistisch aus; kaum vernünftige Informationen, auch kein Foto vom Gerät im laufenden Betrieb, da würd ich jetzt definitiv nicht zugreifen.


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BeitragVerfasst: Do 7.12.2017 16:03 
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Habe mich auch für das Gerät interessiert:
Pro: klein und recht niedriger Preis
Contra:
- anscheinend keine Beschreibung (scheint aber in der Bedienung nicht abzuweichen)
- Unsicherheit mit der Software (hier die Frequenzprobleme, auch mit der (deutlich teuereren) BlueToth Variante scheinen manche Probleme zu haben). Nach meiner Erfahrung haben extreme Schnäppchenpreise oft auch in China einen Haken (In meinen RTL-KW-Empfänger (>= 10kHz, 22,5€) fehlten auch 3 Verbindungensleiter, ohne die er total taub war).
- Batterie muß extern zugefügt werden (ist portabel nicht so schön)
- Nur Ausgabe Real- und Blindwiderstand auf der Nennfrequenz in Zahlenwerten (Grafik nur über externen Rechner)
- ich muß damit rechnen, dass zum Preis vom Zoll noch 19% Mehrwertsteuer erhoben werden, da über 45€

Wenn ich das alles gegenüberstelle (und auch die Modelle mit besserer Ausstattung einbeziehe), sieht der FA-VNA mit seinen 149€ gar nicht so schlecht aus.
- Alles in einem Gehäuse
- mehr Information auf dem Bildschirm im Textbetrieb (z.B. Z, SWV, C, L)
- Grafikmodus enthalten
- Kalibrierzubehör enthalten, einfacherer Service bei Problemen
Einziges Contra wäre dabei, dass es ein Bausatz ist, aber es sind nur wenige Bauelemente einzulöten und es gibt eine Anleitung.

Außerdem ist der VA4 bis 100MHz angegeben, die chinesischen alle bis 60MHz (ist nur für das 70MHz-Band von Bedeutung, auf VHF gehen sie in dieser Preisklasse wohl alle nicht)
Ich kaufe gern kleine Dinge in China ein, immer mit dem Hintergedanken, es kann auch mal schief gehen und das darf dann nicht zu weh tun.
Aber im Augenblick würde ich die paar € drauflegen und hier kaufen, wenn ich unbedingt einen haben möchte.
73 Reiner


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BeitragVerfasst: Do 7.12.2017 16:18 
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Der FA-VNA wäre ein guter Deal, aber für mich fehlt 2m. Wer eh nur KW macht, ist damit aber gut beraten - und man weiss auch im Voraus, was man fürs Geld kriegt.


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BeitragVerfasst: Do 7.12.2017 18:55 
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Manual: http://www.lxqqfy.com/files/MR300%20SWR ... Manual.pdf

73, Peter - HB9PJT


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BeitragVerfasst: Fr 8.12.2017 12:10 
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OK, Manual ist da, aber für den MR300, den gibt es derzeit ab ca 70€ + 19% macht letztlich rund 85€, also reichlich die Hälfte des VA4. Die 50€-Geräte sind alle spartanische MR100 o.ä., mit der (möglichen) MWSt liegen sie dann auch bei 60€.
Und in den Beschreibungen steht viel über die Batterien (meist 8 NiMh AAA, teilweise auch Lithium), aber irgendwo im Verkaufsangebot zumindest in der 70€-Klasse der Hinweis:
"enthält keine Batterien, unterstützt kein BlueTooth". Es kommt also darauf an, wieviel "Luxus" ich haben möchte und wieweit den Preis ausreizen.


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BeitragVerfasst: Fr 8.12.2017 12:45 
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Manual für den MR100 ist praktisch identisch. Ist einfach ohne Gehäuse, Akkus und BT: http://www.lxqqfy.com/files/MR100%20SWR ... %203.0.pdf

Mir macht der Analyzer einen sehr guten Eindruck. Kann man mit manch teureren Analyzer durchaus vergleichen. Auch die Version für 100 USD. Weitere Info und Softwaredownload unter http://www.lxqqfy.com/e/

73, Peter - HB9PJT


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BeitragVerfasst: Fr 8.12.2017 14:38 
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Hallo,

man kann ja mal versuchen objektive Kriterien zu finden.
Wenn dieser China-Nachbau dieselbe Schaltung hat wie der SARK100, dann werkelt da ein DDS AD9851.

Fehler Nummer 1 (den hat schon EA4FRB gemacht und die Chinesen haben ihn brav kopiert) :
Das Signal wird nur von einem der beiden Ausgänge abgenommen und dann wieder
aufwändig mit einem AD8008 verstärkt. 6 dB verschenkt. Die Dinger sind nicht ganz unproblematisch, was Neben/Oberwellen
angeht. Der AD9851 hat im worst-case -43 dBc SFDR. Vorausgesetzt die Chinesen haben hier die Teile verbaut,
die bei AD über den Tester gelaufen sind, und nicht die Ausschussteile.
Der AD8008 wird die Verhältnisse deutlich verschlechtern, auch wenn man im Datenblatt erstmal denkt :alles gut.
Also ich würde wetten, dass ich hier neben dem Nutzsignal noch Oberwellen finde, die nur 30 dB unter ersterem liegen.
Dazu kommt : Die 50 Ohm Brücke ist breitbandig. Jedes Störsignal, das von der Antenne oder vom DDS auf irgendeiner Frequenz
kommt kann das Messergebnis potentiell verfälschen.

Nach der Brücke die seit zig Jahren von MFJ bekannte Schaltung mit den zero-bias Schottky-Dioden, die durch einen
nachfolgenden OPV "linearisiert" werden sollen. Den Rest soll vermutlich die "Kalibrierung" richten.
Sehr zweifelhaft, wie genau das ganze am Ende wird.

Kein Wunder, dass man zur Genauigkeit auch überhaupt keine Angabe findet. Lustig auch die Angabe : Ausgangspegel typ. 2V Peak-Peak
Bei welcher Frequenz ?? Bei welcher Last am Ausgang ? 50 Ohm ? Fragen über Fragen.
oder auch :
"Spectral Purity: Harmonics down >- TBD dB beyond 60 MHz"
Wie groß ist TBD? :? Kann dann jeder mit seinem China-Spektrum-Analyzer selber herausfinden :busch:

Wenn man das Teil mit einem MFJ-259 vergleicht : ja - dasselbe Grundkonzept, und deutlich billiger, aber das wäre für mich kein Maßstab.

Meine Empfehlung wäre auch der Analyzer vom Funkamateur.

73
Mark

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BeitragVerfasst: Fr 8.12.2017 23:47 
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Bei derzeit 38€ inkl. Versand konnte ich nicht widerstehen und hab mal einen bestellt. Werd das Teil mal ans Oszilloskop klemmen und mit dem FA-Analyzer vergleichen. Selbst dieser kostet ja schon mehr als das dreifache, zumindest wenn das Ding nicht am Zoll hängen bleibt...


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BeitragVerfasst: Sa 9.12.2017 0:24 
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Hallo kob,

wenn Du einen sinnvollen Vergleich machen möchtest, benötigst Du aus meiner Sicht folgendes:

- Spektrum-Analysator
- HF-Generator mit einstellbarer Frequenz 0 ... 100 MHz + genauem Pegel
- HF-taugliche Abschlusswiderstände 50 / 25 / 100 / 10 / 500 Ohm
- die HF-Widerstände zum kalibrieren (wenn sie nicht dabei sind)
- exakt ausgemessene Spulen / Cs um diese Messfunktion des Analyzers prüfen zu können
- allerlei Kabel / Adapter usw. um das Zeugs zusammenzuschalten
- evt. noch einen Frequenzzähler

ein Oszilloskop hätte ich eher nicht verwendet. Geht natürlich, um mal grob den Pegel zu prüfen
und die Frequenz zu messen, zumindest beim SARK100.
Außer Dein Scope kann auch das Frequenzspektrum vernünftig messen. Dann wäre das natürlich
auch möglich. Das hieße aber, dass Du beim Scope nicht so sparsam warst wie beim Analyzer ? :wink:

73
Mark

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BeitragVerfasst: Sa 9.12.2017 0:58 
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Ja, danke, die Widerständer muss ich wohl noch extra bestellen, ansonsten guck ich mal was wir so im OV rumfliegen haben. Jetzt heißt es wohl erstmal abwarten...


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BeitragVerfasst: Di 12.12.2017 18:50 
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Wenn das Teil immer konstant falsch geht..ev. neuen Quarz Oszi einbauen.. ;)

73 de DL3FOX Uwe

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BeitragVerfasst: Di 12.12.2017 19:14 
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Der Bug mit 1/3 Frequenzversatz ist an sich lang bekannt und 'sollte' soweit kein Thema mehr sein heutzutage; aber zu 100% ausschliessen lässt sich das nicht. Der Bug steckt in der Software; vermutlich wurde der PLL Multiplicator falsch gesetzt.

Und zum Messverfahren hat Mark ja schon alles gesagt; nur mit einem DSO kommt man nirgends hin.


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