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 Betreff des Beitrags: Fehlt noch was für den Einstieg?
BeitragVerfasst: Di 5.12.2017 12:14 
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Moin!

Ich sah gerade - ich war 2013 zuletzt hier, damals mit RTLSDR als beginnender SWL.

Das ist etwas her. Seit einigen Wochen habe ich allerdings ein Rufzeichen (DB9MOI) samt Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst. :)

Jetzt habe ich eine "Grundausrüstung" zusammengekauft, sie sowohl zu Hause (temporäre Antenne auf dem Balkon) als auch auf dem Boot (mit isoliertem Achterstag als Langdrahtantenne) nutzbar sein soll - der Schwerpunkt werden digitale Betriebsarten sein, ich bin von Haus aus IT-Netzwerker...

Zur Zeit aber noch keine Chance, das Ganze in Betrieb zu nehmen. Netzteil, Antenne und Transceiver lassen sich verbinden, die Antenne manuell einstellen, PC redet mit Transceiver und ich konnte (mit Antenne im Innenraum) tatsächlich etwas empfangen. :) Zu mehr war keine Zeit.

Ist das folgende OK? Oder fehlt noch was? Irgendwelche gravierenden Fehlkäufe dabei?

- IC7200 (gebraucht gekauft, ein Jahr Händlergarantie)
- Super Antenna MP1 (mit Balkonhalterung und Radialkit)
- LDG IT-100 Antennentuner
- PSU-1228 als preiswertes Schaltnetzteil

Dazu entsprechende Kabelage.


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BeitragVerfasst: Di 5.12.2017 12:33 
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Hallo Jens,

erstmal nachträglichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung und zum Rufzeichen ....

Als periphärer Aufbau für Balkonien wird das erstmal gehen wobei man natürlich sagen
muss das weder eine MP-1 noch der entsprechende Nachbau HF-P1 wirklich effektive
Antennen sind. Halt eben längenmässig nicht so der Burner. Das wird zwischen 20 und
10 m ganz brauchbar funktionieren aber ab 30 m wird´s halt eben immer schlechter.

Wie gesagt geht das für den periphären Einsatz zu Hause erstmal und auch das
Equipement ist sicher ausreichend zum Start. Fehlen tut da so erstmal nicht wirklich
was.

Einfach mal Mut finden und testen was so geht. Bei Digital ist derzeit FT8 der Renner
und dort findet man auch immer Kontakte, zudem wird man natürlich auch häufiger
beim PSK Reporter gespottet und kann sich so einen Überblick verschaffen wohin es
gehen kann.

Viel Spass beim testen und evtl. läuft man sich mal über den "FT8" Weg ... :wink: :wink:

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73´s Jürgen, DF5WW (DL0AK) RIG: TS-480SAT (Club) und SDR auf Red Pitaya Basis, 5 - 10 Watt an eine 2 x 6,5 m Doublet mit CG-3000 Automatik Tuner.


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BeitragVerfasst: Di 5.12.2017 12:39 
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jensstark hat geschrieben:
... Ist das folgende OK? Oder fehlt noch was? Irgendwelche gravierenden Fehlkäufe dabei?

- IC7200 (gebraucht gekauft, ein Jahr Händlergarantie)
- Super Antenna MP1 (mit Balkonhalterung und Radialkit)
- LDG IT-100 Antennentuner
- PSU-1228 als preiswertes Schaltnetzteil

Dazu entsprechende Kabelage.
Alles anklemmen und probieren, Du hast doch alles, 55 Peter


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BeitragVerfasst: Di 5.12.2017 12:44 
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Die 'tolle' Antenne in die Tonne treten, den Tuner absetzen und mit Drahtantennen experimentieren; und nicht auf die Idee kommen, Antennen via Koax mit dem Tuner anzumatchen


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BeitragVerfasst: Di 5.12.2017 16:22 
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Vielen Dank! :)

FT8 klingt so, daß es nur noch wenig braucht, bis es sich auch noch die CQs selber sucht. Dann muß man überhaupt nicht mehr selbst aktiv sein... Mit ging es schon um "Datenmodus mit Übertrangung von Nutzdaten". :D

Ansonsten ist die räumliche Situation eingeschränkt.

Zu Hause Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Da müßte alles mit den Miteignern abgestimmt werden - und so begeistert sind die sicher nicht. Eventuell könnte ich natürlich an die Regenrinne, aber die ist wahrscheinlich gut geerdet. (Vernünftiges Kupfer...)

Das Boot ist zur Zeit an Land - da sieht es antennentechnisch einfacher aus. Die isolierte Sektion des Achterstags ist irgendwo zwischen 10 bis 13 Meter lang (muß ich mal messen) und böte sich natürlich für Antennenversuche an. Da das Boot aber GFK ist, ist die Erdung spannend.

Daher also erst einmal eine angenehm kompakt zu verpackende Antenne. Klar, wie soll die Wunder vollbringen? Soll sie ja überhaupt nicht - da kann ich mir dann immer noch was einfallen lassen.

(Irgendwann kommt dann noch ein Bausatz an, für einen 5W-CW-Transceiver für 20m. Der Prüfer hat mich davon überzeugt, daß man das können sollte. Das braucht nicht viel Ausrüstung und reicht, um im Notfall zu kommunizieren.)


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BeitragVerfasst: Di 5.12.2017 16:33 
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Hi Jens,

FT8 ist im Prinzip ein JT Mode der halt eben "halbautomatisch" arbeitet aber das ist nicht
die Prämisse. Bei PSK & Co wirst Du derzeit halt nurnoch wenige Spotter haben und daher
eignet sich FT8, m.A. nach, besser um festzustellen wo man gehört wird.

Mir sind "Inhaltsvollere" Verbindungen auch lieber abba ... is halt nicht immer mit begrenzten
Antennen.

Hier im Shack 6,5 m Draht als inverted L mit CG-3000 und einem Radial .... Auch auf 80 geht
da ein wenig, HI.

:wink: :wink:

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73´s Jürgen, DF5WW (DL0AK) RIG: TS-480SAT (Club) und SDR auf Red Pitaya Basis, 5 - 10 Watt an eine 2 x 6,5 m Doublet mit CG-3000 Automatik Tuner.


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BeitragVerfasst: Di 5.12.2017 16:38 
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Lustiges am Rande:

Nach der Prüfung habe ich einige Bücher gekauft. Elektronik und so weiter. Dazu den Rothammel.
Jetzt weiß ich, aus welchem Buch ein Großteil der Prüfungsfragen stammt... :D


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BeitragVerfasst: Di 5.12.2017 16:44 
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Mit Draht als Antennenmaterial kannst du in jedem Fall dezentere Antennen bauen als die MP1 für sich alleine genommen ist. Dazu werden diese Antenne gewiss auch bessere Eigenschaften als die MP1 haben. Und lass den Quatsch mit den Regenfallrohren; das ist nicht nur nicht gerade ungefährlich, sondern überdies nicht als Antenne zu gebrauchen, ausser du möchtest das örtliche QRM en detail studieren.

Zu dem ganzen FT/JT Automatenkram sag ich jetzt mal besser nichts...


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BeitragVerfasst: Di 5.12.2017 16:49 
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HB9EVI hat geschrieben:
Mit Draht als Antennenmaterial kannst du in jedem Fall dezentere Antennen bauen als die MP1 für sich alleine genommen ist. Dazu werden diese Antenne gewiss auch bessere Eigenschaften als die MP1 haben.


Nun, das ist einfach ein Problem der machbaren Länge. 5m Dipol sind nicht wirklich der Bringer. :)

(Was die Datenmodi angeht: Man hat beim Segeln abseits der Küste gelegentlich das Verlangen nach Wetterdaten/GRIB-Files. Das gilt sogar noch als Amateurfunk. Aber da ist man dann bei sowas wie PACTOR.)


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BeitragVerfasst: Di 5.12.2017 16:56 
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Hi Jens,

hab hier Indoor 6,5 m Draht als inverted L mit einem Radial und das geht,
je nach Band, locker auch für DX ...

Probieren geht über studieren :wink: :wink:

P.S. "Indoor" ist hier halt Dachgeschoss mit 9m über Strassenniveau ... :wink:

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Zuletzt geändert von DF5WW am Di 5.12.2017 16:57, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Di 5.12.2017 16:57 
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Es gibt nicht nur MP1 und Dipol; ich seh eigentlich das ARRL Antennabook als die bessere Referenz an als der Rothammel, aber wenn der schon da ist, lass dich mal inspirieren; ich seh ganz grundsätzlich keinen Sinn im Geldausgeben für die kommerzielle Antennen; die ganzen riesigen Versprechen verpuffen ganz schnell, wenn man sich die physikalischen Fakten anschaut; auch Kommerzielle kochen schlussendlich nur mit Wasser.


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BeitragVerfasst: Di 5.12.2017 17:05 
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HB9EVI hat geschrieben:
auch Kommerzielle kochen schlussendlich nur mit Wasser.


Zumindest bei Antennen...

(Mehr oder weniger direkt um die Ecke hat DDH47 die Antenne - das nenne ich lang.)

Machen wir uns nichts vor - eigentlich kann jeder Schlosser sich am Antennebau beteiligen. Die Dinger sind ja in dem Bereich keine Hochtechnologie. Man sieht ja auch an den Selbstbauantennen im WLAN-Bereich, daß da durchaus viel selbst zu bauen geht. Nun würde ich mich aber nicht hinsetzen, um beispielsweise einen Multiband-Transceiver selbst zu entwerfen und zu bauen. Viele moderne Bauelemente lassen sich dann zwar noch im umgebauten Pizzaofen löten, aber da ist kaufen wohl sinnvoller. Zumindest bei Standardlösungen.


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BeitragVerfasst: Di 5.12.2017 17:47 
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Du machst gerade ein Fass auf ;)
Das trifft nicht nur auf Antennen zu, sondern auch auf alle Teilbereiche der Elektronik; wenn man Elektronik mit Mechanik vergleicht, arbeitet die Elektronik mit Toleranzen, die um mehrere Dekaden grösser sind als in der Mechanik; Hochpräzision in der Elektronik eine spezielle Sache. Aber das nur OT.
Und wir sind hier im Forum durchaus einige, die auch Multibandtransceiver selbst bauen; das ist kein Hexenwerk.
Also nur Mut! Egal ob beim Antennen- oder beim Radiobau.
Und Reflowöfen sind für viele Zwecke auch nicht die beste Lösung; die thermische Belastung der Bauteil ist ziemlich gross; mit einer Heissluftlötstation lässt sich das viel schonender machen.


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BeitragVerfasst: Di 5.12.2017 18:10 
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jensstark hat geschrieben:
Moin!
Ist das folgende OK? Oder fehlt noch was? Irgendwelche gravierenden Fehlkäufe dabei?
Hallo Jens, Glückwunsch zur bestandenen Prüfung. Probiere das was Du hast einfach aus. Du wirst feststellen, dass die Antenne nicht "der Bringer" ist. Mit digitalen Betriebsarten mag sie leidlich gehen, mehr aber auch nicht. Antenne kaufen ist auch nicht verwerflich, auch wenn andere das anders sehen. Du wirst irgendwann Deinen persönlichen "Standpunkt" finden, den kann Dir keiner vorgeben! Mach einfach! :) Amateurfunk ist Experimentalfunk.

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vy73 de DL6WAB - Juergen - http://www.dl6wab.de


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BeitragVerfasst: Di 5.12.2017 18:15 
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Danke für die Glückwünsche und Ratschläge! :D

Wie weit geht das eigentlich mit dem Experimentalfunk?
Wenn man das sehr großzügig auslegt, könnte man sogar in einem zugelassenen Frequenzbereich ein Radargerät bauen - auch das wäre ja eine Anwendung von Radiowellen...


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