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BeitragVerfasst: Di 28.11.2017 11:02 
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S8
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Hallo,

am Ferien-QTH auf einem langgezogenem Grundstück befindet sich ein 10m hohes Gebäude mit Flachdach der Fläche 20x12m. Dort könnte man problemlos einen 12m HD Spiderbeammast (nur bis 10m ausgefahren, ohne die letzten 2 dünnen Elemente) aufstellen und auf dem großen Flachdach mit 4 Abspannseilen abspannen. Ein normaler ZS6BKW mittengespeister Dipol könnte problemlos installiert werden, Speisepunkt wäre 10m über Dach. Allerdings hat man aufgrund des langgezogenen Grundstücks noch weitaus mehr Platz für die Dipolschenkel. Von Mastspitze bis Grundstücksende könnte ein einzelner Dipolschenkel bis ca. 40m betragen, also Gesamtlänge des mittig gespeisten Dipols beträgt knappe 80m.

Bekanntlich: um so mehr Draht in der Luft, um so besser.

An dieser Antenne soll hauptsächlich ein SDR-Empfänger betrieben werden (RX) als CW/RBN skimmer. Wenn ich dann ein oder zwei mal im Jahr dort Urlaub mache, möchte ich daran auch TX machen können mit meinem TRX. Daher die Anforderung an eine resonante Multibandantenne, die für den RX-Empfang ohne Tuner auskommen muss. Die ZS6BKW kann ohne Tuner die Bänder 40/20/17/12/10m bedienen. Mit der Modifikation von W5DXP kann sie wohl für alle 8 Bänder (80/40/30/20/17/15/12/10) ein günstiges SWR bereitstellen, wobei ich da skeptisch bin ... kennt jemand diese Modifikation und hat das selbst mal ausprobiert mit Erfahrungswerten?

Mich würde interessieren ob es solche ähnliche Antennenformen nur in LÄNGER gibt :) kann man mit 2x40m Dipolschenkeln nach dem gleichen Prinzip eine multibandfähige resonante Antenne herstellen? Wie berechnet sich dann die Hühnerleiter usw. ? Wer kennt da was und kann was empfehlen?`

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Miro


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BeitragVerfasst: Di 28.11.2017 11:44 
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Hertz hat geschrieben:
Bekanntlich: um so mehr Draht in der Luft, um so besser.
Miro


Das stelle ich für deienn Anwendungsfall (RX als CW/RBN skimmer) wegen der Aufzipfelung des Antennendiagrammes einfach mal infrage.


Patrick DH2PA

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BeitragVerfasst: Di 28.11.2017 11:56 
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verstehe nicht was du meinst. Die Antennendiagramme stehen hier doch gar nicht zur Debatte.


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BeitragVerfasst: Di 28.11.2017 12:06 
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DH2PA hat geschrieben:
Hertz hat geschrieben:
Bekanntlich: um so mehr Draht in der Luft, um so besser.
Miro


Das stelle ich für deienn Anwendungsfall (RX als CW/RBN skimmer) wegen der Aufzipfelung des Antennendiagrammes einfach mal infrage.


Interessante These.
Vielleicht siehst Du mal nach wer in Europa die meisten Skimmer Spots liefert.
Die Antennen von DJ9IE und DL3KR z.B. sind solch 80m langen Dipole.


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BeitragVerfasst: Di 28.11.2017 14:21 
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Ich bezweifle nicht, dass solche Antennen sehr gut funktionieren, in bestimmte Richtungen auch einen Gewinn über dem Halbwellendipol haben können. Trotzdem wird es wegen der Aufzipfelung des Antennendiagrammes auch Richtungen geben in denen es schlechter als mit dem Halbwellendipol geht.

Ich habe einen längeren Zeitraum eine ZS6BKW (ohne Modifikation) auch auf den oberen KW-Bändern eingesetzt. Auf den 5 genannten Bändern hat das auch einigermaßen funktioniert. In verschiedene Richtungen ging es gefühlt aber einfach besser. Mit den heutigen Möglichkeiten des RBN wäre dies sicher besser nachzuweisen.

Die Anzahl der Skimmer-Spots hängt im Wesentlichen auch von der QRV-Zeit ab und die ist Antennenunabhängig. Die absolute Anzahl der Skimmerspots ist auch nicht mit der Anzahl der empfangenen Gegenstellen gleichzusetzen. Da unsere Erde auch nicht überall gleich mit Funkamateuren besiedelt ist wird selbst der grafische Nachweis meiner Behauptung über das RBN schwierig. Er beruht viel mehr auf den Grundlagen der theoretischen Betrachtung.

Patrick, DH2PA

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BeitragVerfasst: Di 28.11.2017 14:57 
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Hertz hat geschrieben:
Mich würde interessieren ob es solche ähnliche Antennenformen nur in LÄNGER gibt :) (...) Wie berechnet sich dann die Hühnerleiter usw. ? Wer kennt da was und kann was empfehlen?`



Moin Miro!

Selbstverständlich gibt es sowas. Um beim Beispiel der ZS6BKW zu bleiben:

Es gibt ja auch die "halbe ZS6BKW" mit 2x6,7m!

Ich verwende ganz gerne 2 x 27,5 m. Wie viele andere OM. Bei beiden redet nur keiner von "doppelter" oder "halber ZS6BKW".

Die abgestimmte Paralleldraht-Speiseleitung (Länge je nach Wellenwiderstand) wird entsprechend ebenfalls in der Länge verdoppelt.
Bzw. Kannst Du Dir die Verhältnisse auch mit dem Tool TLD (Transmission Line Details) anschauen und ggfs. optimieren, wenn Du die komplexe Speisepunktimpedanz als Last einsetzt.

Das Gespann geht dann mit TRX-internem Tuner runter bis 80m. Auf 160m ist es mit ext. Tuner auch (für meine /p Verhältnisse jedenfalls besser als alles kürzere) gut zu gebrauchen.

Simulation zum Strahlungsdiagramm mit 4NEC2 o.ä.

Du mußt halt zusehen, dass Du die Schenkelenden möglichst hoch bekommst. Dazu habe ich z.B. bei der Antenne neben einem 12,5m HD Mast zwei 9 m lange Ruten als Hilfsmasten dabei.

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Stefan


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BeitragVerfasst: Di 28.11.2017 15:15 
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P.S.: Das geht natürlich genauso mit dem "Original", der G5RV. Bsp.: http://www.dl8ncr.de/technik/g5rv/g5rv.html

Praktisch ist natürlich auch, dass bei den längeren Varianten die abgestimmte Leitung eher bis in die Funkbude reicht... :wink:


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BeitragVerfasst: Di 28.11.2017 16:02 
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DH2PA hat geschrieben:
Ich bezweifle nicht, dass solche Antennen sehr gut funktionieren, in bestimmte Richtungen auch einen Gewinn über dem Halbwellendipol haben können. Trotzdem wird es wegen der Aufzipfelung des Antennendiagrammes auch Richtungen geben in denen es schlechter als mit dem Halbwellendipol geht.

Auch der Halbwellendipol hat Nullstellen und wer wird sich zum betreiben eines Skimmers schon 9 Dipole hin hängen.

Die Anzahl der Skimmer-Spots hängt im Wesentlichen auch von der QRV-Zeit ab und die ist Antennenunabhängig. Die absolute Anzahl der Skimmerspots ist auch nicht mit der Anzahl der empfangenen Gegenstellen gleichzusetzen. Da unsere Erde auch nicht überall gleich mit Funkamateuren besiedelt ist wird selbst der grafische Nachweis meiner Behauptung über das RBN schwierig. Er beruht viel mehr auf den Grundlagen der theoretischen Betrachtung.


Es reicht doch zunächst die DL Skimmer untereinander zu vergleichen und mal fest zu stellen welche Antennen verwendet werden.
Die Möglichkeiten Statistiken zu erstellen sind ja ziemlich grenzenlos und über die letzten 5 Jahre auf jeden Fall möglich.


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BeitragVerfasst: Di 28.11.2017 16:33 
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Schon erstaunlich wie wenig Verbreitung das Wissen über diese "klassischen" Antennenformen noch hat, dabei sind sie nach wie vor topaktuell, speziell wenn es darum geht eine Antenne für alle Bänder zur Verfügung zu haben. Und auch für das Problem der Richtwirkung "vulgo: Aufzipfelung" gibt es eine Lösung, wenn auch nur für den Fieldday praktikabel.

http://www.dlcj.de/huhnerdraht.html

hth ...

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BeitragVerfasst: Di 28.11.2017 16:34 
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@DH2PA: wie gesagt, das Thema hier soll sich nicht um "Performance" drehen.

Wie kann ich denn die Dipollänge variieren und dazu die passende 450Ohm Wiremanleitung berechnen? Gibt es evtl. fertige Rechner hierzu oder muss ich erstmal in 4NEC2 die Antenne einzeichnen und mir die Impedanzen anschauen und dann mit dem TLD Programm berechnen? Ich frage deshalb weil ich schon oft im Internet über "fertige Tools" gestoßen bin für bestimmte Antennenformberechnungen.


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BeitragVerfasst: Di 28.11.2017 16:57 
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Wohnort: Höhr-Grenzhausen, JO30tk
Hallo @ Hertz

Warum eine Antenne die überwiegend als RX Antenne betrieben wird als, quasi vorabgestimmte, Multibandantenne betreiben.
Dem RX wird es herzlich egal sein ob das Ding annähernd bei 50 Ohm liegt aber es wird nicht egal sein wieviel Summenspannung
solch eine "lange" Antenne liefert.

Ich Denke mal das Du mit einer "üblichen" 2 x 27,x m ZS6BKW von 160 - 10 m ganz gut bedient bist und wenn Du dann wirklich
mal den Standort als Sendeamateur beaufschlagst macht man ans Ende der Hühnerleiter einen symmetrischen Koppler. Der passt
das ganze dann nicht nur auf 50 Ohm an sondern wirkt auch noch als eine Art Filter für Ausserband Signale (Preselector).

Das gleiche gilt natürlich auch für Deine, in etwa, 2 x 40 m Variante. Vermeide es eine angepasste HL zu basteln und häng das
Ding bei Sendebetrieb an einen symmetrischen Koppler. Im TRX hast Du Tief- oder auch Bandpässe die Dir unerwünschte Signale
wegfiltern und der Tuner tut noch was dazu.

Nur meine, unmassgebliche, Meinung :wink: :wink:

_________________
73´s Jürgen, DF5WW (DL0AK) RIG: TS-480SAT (Club) und SDR auf Red Pitaya Basis, 5 - 10 Watt an eine 2 x 6,5 m Doublet mit CG-3000 Automatik Tuner.


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BeitragVerfasst: Di 28.11.2017 17:42 
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Hertz hat geschrieben:
@DH2PA: wie gesagt, das Thema hier soll sich nicht um "Performance" drehen.

Wie kann ich denn die Dipollänge variieren und dazu die passende 450Ohm Wiremanleitung berechnen? Gibt es evtl. fertige Rechner hierzu oder muss ich erstmal in 4NEC2 die Antenne einzeichnen und mir die Impedanzen anschauen und dann mit dem TLD Programm berechnen? Ich frage deshalb weil ich schon oft im Internet über "fertige Tools" gestoßen bin für bestimmte Antennenformberechnungen.


Ich würde die Dipollänge gar nicht variieren und 2 normale Dipole mit gemeinsamer Speisung aufhängen, einen kurzen und einen langen.
Vor den Empfängereingang würde ich noch einen Trennübertrager einschleifen und Überspannungsableiter anbringen.
DJ9IE verwendet eine 400m lange Hühnerleiter, der Dipol ist auf einer störarmen Wiese zwischen zwei 15-20m hohen Holzmasten aufgehangen.
Über dieselbe Antennen wird auch Sendebetrieb per Koppler gemacht.


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BeitragVerfasst: Di 28.11.2017 17:54 
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rejection hat geschrieben:
Ich würde die Dipollänge gar nicht variieren und 2 normale Dipole mit gemeinsamer Speisung aufhängen, einen kurzen und einen langen.Vor den Empfängereingang würde ich noch einen Trennübertrager einschleifen und Überspannungsableiter anbringen.

du meinst 90° zueinander? In welchen Abmessungen die zwei Dipole?

Zitat:
DJ9IE verwendet eine 400m lange Hühnerleiter, der Dipol ist auf einer störarmen Wiese zwischen zwei 15-20m hohen Holzmasten aufgehangen.
Über dieselbe Antennen wird auch Sendebetrieb per Koppler gemacht.


knapp halber km ?? Wenn die zwei Dipole gemeinsam gespeist werden, dann sendet er also gleichzeitig über beide, wie soll das gehn? Bitte paar Details, klingt interessant.


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BeitragVerfasst: Di 28.11.2017 18:03 
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Hertz hat geschrieben:
rejection hat geschrieben:
Ich würde die Dipollänge gar nicht variieren und 2 normale Dipole mit gemeinsamer Speisung aufhängen, einen kurzen und einen langen.Vor den Empfängereingang würde ich noch einen Trennübertrager einschleifen und Überspannungsableiter anbringen.

du meinst 90° zueinander? In welchen Abmessungen die zwei Dipole?

Zitat:
DJ9IE verwendet eine 400m lange Hühnerleiter, der Dipol ist auf einer störarmen Wiese zwischen zwei 15-20m hohen Holzmasten aufgehangen.
Über dieselbe Antennen wird auch Sendebetrieb per Koppler gemacht.


knapp halber km ?? Wenn die zwei Dipole gemeinsam gespeist werden, dann sendet er also gleichzeitig über beide, wie soll das gehn? Bitte paar Details, klingt interessant.


Um über beide gleichzeitig zu senden oder zu empfangen reicht die gemeinsame Speiseleitung.
400m lange Hühnerleitern haben nur geringe Dämpfung, das ist überhaupt kein Problem. ist eine 600 Ohm Hühnerleiter.
Mein längstes Koaxkabel, benutzt auf 10 und 15m, ist auch bereits 250m lang.
Die Antennen die bei DR1A benutzt werden um mit einer zweiten Station im gleichen Band wie die Hauptstation arbeiten zu können haben über 500m lange Speiseleitungen.


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BeitragVerfasst: Di 28.11.2017 18:54 
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welche Längen sollten die zwei Dipole haben, das ist mir jetzt aus der vorherigen Antwort nicht ganz klar. Und sollen die dann 90° zueinander angeordnet sein?


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