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irc
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BeitragVerfasst: Di 14.11.2017 22:47 
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...und worauf sollte man beim Kauf achten?

Für eine UKW Außenantenne (Dipol 75 Ohm) suche ich eine bestmögliche Anbindung zum Tuner.

73 Walter

_________________
UKW-Radio erhalten: letztes Echtzeitmedium und allgemein verfügbare Rundfunktechnik
Bitte unterzeichnet zahlreich die Petition :)


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BeitragVerfasst: Di 14.11.2017 23:51 
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Zitat:
...und worauf sollte man beim Kauf achten?


Auf die richtige Kabelimpedanz zur Antenne, möglichst hohes Schirmmaß, niedrige Dämpfung und der Anwendungsbereich sollte zur Umgebung passen: Innenkabel für innen, Außenkabel für außen. Ein GUTES SAT-Kabel hat 75 Ohm, durch dreifach- oder vierfach-Schirmung ein hohes Schirmmaß (90 bis 140 db) und ist in der Regel auch für Außenanwendung geeignet. Es hat dann etwa 6mm bis 7,5mm Durchmesser, passende Stecker müssen natürlich dazu! Dranwürgen bringt nichts.

Der gut sortierte Baumarkt oder Elektrofachmarkt sollte das entsprechende Kabel im Sortiment haben.

Lüster- und Steckklemmen sollten vermieden werden.


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BeitragVerfasst: Mi 15.11.2017 8:53 
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Beiträge: 927
Ich möchte nur zu innen und außen ergänzen (alles andere hat DL6IB ausführlich beschrieben); es geht bei "außen" im Unterschied zu "innen" in erster Linie um UV-Festigkeit. Ich habe mir beim SAT-Spiegel, nachdem ich bei der TV-Antenne wieder mal austauschen mußte, den "Luxus" von Kathrein schwarzem 75-Ohm-Kabel, UV-fest, geleistet. Es ist innen schwer zu verlegen, der Durchmesser etwas dünner sogar als Standard-Innen-Kabel, aber sehr steif, in der Dose etwas "hakelig". Die weißen Innenkabel habe ich zwar draußen auch benutzt, aber so nach 10-15 Jahren auf dem Dach schaut man an vielen Stellen auf das blanke Geflecht.

innen sind die Standard Kabel kein (UV-)Thema, da habe ich nur bei Gelegenheit mal die alten 60 Ohme Kabel (weiß) raus geworfen, aber nicht wegen der 60 anstelle 75 Ohm neu, sondern wegen der besseren Abschirmung. Dabei ging es nicht einmal um TV-Störungen (Einstrahlungen), sondern die TV-Anlage - speziell der angeschlossene Videorecoder hat mir die Afu-Bänder verhunzt. Ich habe kein Kabel-TV, hatte aber von den Geräten her einen ähnlichen Störeffekt (Abstrahlung, damals noch Röhren-TV und SCART-Anschlüsse).

73 Peter


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BeitragVerfasst: Mi 15.11.2017 9:12 
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Hallo,

bspw. Vollkupfer und nicht verkupfert, wie
Kathrein LCD 115 (uv-fest)


Peter


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BeitragVerfasst: Mi 15.11.2017 9:30 
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dl6lat hat geschrieben:

bspw. Vollkupfer und nicht verkupfert, wie
Kathrein LCD 115 (uv-fest)


Das ist auf jeden Fall besser für UKW geeignet als das SAT Kabel mit Stahl Innenleiter verkupfert, die Eindringtiefe ist bei SAT Frequenzen uninteressant, auf den niedrigeren Frequenzen, speziell auf Kurzwelle sollte man keine SAT Kabel verwenden, die haben dort eine zu hohe Dämpfung durch den geringeren Skineffekt.


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BeitragVerfasst: Mi 15.11.2017 11:13 
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Beiträge: 3601
Wohnort: Elmshorn
Ich würde PRG11CU verwenden. Das ist dämpfungsärmer und danach wurde gefragt. Siehe:
http://www.kabel-kusch.de/Koaxkabel/prg11cu.htm

Gruß
Gerhard


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BeitragVerfasst: Mi 15.11.2017 11:21 
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Hi!

Gerhards Vorschlag ist natürlich dämpfungsärmer. Aber wenn es preiswert sein soll - meine letzte 75 Ohm Bestellung, ganz schnell aus den Mails gekramt:

50 m SAT + BK Hochleistungs- Kabel im Karton 115 dB 75 Ohm PE schwarz für Außeneinsatz RG6 Sytronic 75100 AKZ 1.0/4.6 3-S (505)

Sehr schönes, preiswertes Vollkupfer-RG6 mit PE-Mantel, gekauft damals bei Antennenland. Da gibt es das aber derzeit nicht, nur als RG59-Ausführung zum gleichen Preis.... http://www.antennenland.net/75080AKZ-PE-0050

...war dann wohl als RG6 ein Schnäppchen.

Datenblatt zu den Kabeln: http://www.sytronic-kabel.de/resources/ ... ries+A.pdf

LG
Stefan


Zuletzt geändert von DJ1SH am Mi 15.11.2017 11:32, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mi 15.11.2017 11:28 
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Beiträge: 2898
DC4LO hat geschrieben:
Ich würde PRG11CU verwenden. Das ist dämpfungsärmer und danach wurde gefragt. Siehe:
http://www.kabel-kusch.de/Koaxkabel/prg11cu.htm


Leider wird sich das nicht so ohne weiteres an der Antenne anschliessen lassen weil es so dick ist.
Wenn das jedoch egal ist, Cellflexkabel haben eine noch geringere Dämpfung.


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BeitragVerfasst: Mi 15.11.2017 11:39 
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Wohnort: Gehrden bei Hannover JO42SH
Hallo.
Ich würde das Ganze zumindest was die Kabeldämfung und das Schirmungsmaß angeht etwas globaler betrachten. D.h., auch die notwendige Länge in die Betrachtung einbeziehen. RG59 hat z.B. auf 100m bei 100MHz eine Dämfung von 11,5dB
Das wesentlich dickere RG11 hat 7,5dB. Das würde bei einer Kabellänge von 20m lediglich einen Unterschied von 0,8 dB bedeuten. Ob man das wirklich merkt? Denn bei dem übervoll belegten UKW Rundfunkband ist der Empfang von Signalen an der Rauschgrenze wegen der Mehrfachbelegung der Frequenzen in relativ dichten Abständen eh eher die Ausnahme. Und wenn es denn doch notwendig sein sollte, schwächste Signale mit höchster Empfindlichkeit zu empfangen, dann würde ich, anstatt mir über 1-2dB mehr oder weniger Kabeldämfung und eines 10-20dB besseren oder schlechteren Schirmungsmaßes Gedanken zu machen eher einen ferngespeisten rauscharmen Vorverstärker direkt an der Antenne anbringen und einen entsprechend höheren Pegel ins Kabel pusten, sodaß das Signal direkt an der Quelle aufgenommen und verstärkt wird, und die Kabeldämpfung und evtl. ins Kabel einstrahlende Signale nicht mehr ins Gewicht fallen (wenn es überhaupt auch ohne VV ins Gewicht fällt). Aber dann würde ich auch keinen Dipol nehmen, sondern eine Hochleistungsrichtantenne. Für den UKW-Allerweltsempfang ist so ein Aufwand nicht notwendig, insofern würde ich das entspannt sehen ind nicht unbedingt den letzten 0,x dB weniger Dämpfung u.ä. hinterherjagen, was man in der Praxis in der angestrebten Anwendung eh nicht merkt.

Vy 73
Wilfried, DJ1WF


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BeitragVerfasst: Mi 15.11.2017 11:43 
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Beiträge: 332
Das Sytronic als RG11-Ausführung, Meterware:

https://www.betriebsfunkshop.de/product ... are--.html

Der Vollständigkeit halber :-)


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BeitragVerfasst: Mi 15.11.2017 17:02 
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Beiträge: 198
Wohnort: Raum Stuttgart
Eiserner Knut hat geschrieben:
...und worauf sollte man beim Kauf achten?

Für eine UKW Außenantenne (Dipol 75 Ohm) suche ich eine bestmögliche Anbindung zum Tuner.

Die Übertragung von UKW-Signalen ist hf-technisch viel unproblematischer als für die Sat.-ZF.

Um an allen Empfängern die Normpelfenster einzuhalten und insbesondere rauschfreien DX-Empfang in Stereo zu haben, muss man nicht nur bei Gemeinschaftsanlagen mehr als nur die reine Kabeldämpfung berücksichtigen. Ich kenne als Anlagenplaner keinen Anwendungsfall in dem bei UKW eine besondere Dämpfungsarmut, Alterungsstabilität oder die Schirmdämpfung (nicht Schirmungsmaß!) der Kabeltype bei Einzel- wie auch Mehrteilnehmerempfang je eine maßgebliche Rolle gespielt hätte.

Für einen störungsfreien Betrieb reicht Class A bei der Schirmdämpfung von Kabeln und dem Schirmungsmaß zeitgemäßer Steckverbinder zur Einhaltung aller EMV-Grenzwerte vollkommen aus. Mit Zweifachschirmung sind technologisch bereits Werte jenseits aller Sinnhaftigkeit > 100 dB möglich. Nach dem Motto "Viel hilft viel" kann man aber mit Vierfachschirmung und "peakorientierten" Voodoo-Angaben > 120 dB Schirmdämpfung unbedarfte Laien beeindrucken und damit Umsatz machen. Wie Vierfachschirmung die Verlegung und Steckermontage unnötig erschwert, fällt ja erst später auf und ob die Schirmdämpfungsangabe unseriös "peakorientiert" ist, prüft niemand nach.

Kabelnetzbetreiber legen Wert auf dreifach geschirmte Kabel mit

  1. Schirmdämpfung und Kopplungswiderstand nach Class A+
  2. Innenleiter aus Vollkupfer
  3. Geflecht aus verzinntem Kupfer
  4. physikalisch geschäumtes Dielektrikum
  5. geklebte Folie zur leichteren Montage zeitgemäßer Kompressions- und Self-Install-Stecker
  6. Alterungsstabilität

Mit Class A+ werden die EMV-Anforderungen der Normen und der strengeren SchuTSEV übererfüllt. In der Broschüre der Dibkom Wege zum ungestörten Kabelanschluss steht alles wesentliche drin.

Die Einhaltung der Systemimpedanz von 75 Ω sollte in Empfangsanlagen so selbstverständlich sein wie die von 50 Ω in der Sendetechnik.

Wirklich gute Kabel wie beispielsweise KATHREIN LCD 111+, WISI MK 96, TELEVES SK 2000+ habe ich noch in keinem Baumarkt angetroffen. Was da zumeist verkauft wird bezeichnen Antennenprofis als Elektroschrott.


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BeitragVerfasst: Mi 15.11.2017 22:09 
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Registriert: Do 16.6.2005 22:35
Beiträge: 1104
Wohnort: Gehrden bei Hannover JO42SH
Dipol hat geschrieben:

Kabelnetzbetreiber legen Wert auf dreifach geschirmte Kabel mit

Schirmdämpfung und Kopplungswiderstand nach Class A+
[*]Innenleiter aus Vollkupfer
[*]Geflecht aus verzinntem Kupfer
[*]physikalisch geschäumtes Dielektrikum
[*]geklebte Folie zur leichteren Montage zeitgemäßer Kompressions- und Self-Install-Stecker
[*]Alterungsstabilität[/list]

....
Wirklich gute Kabel wie beispielsweise KATHREIN LCD 111+, WISI MK 96, TELEVES SK 2000+ habe ich noch in keinem Baumarkt angetroffen. Was da zumeist verkauft wird bezeichnen Antennenprofis als Elektroschrott.

Ja...wenn die Kabelnetzbetreiber das denn wenigstens selbst mal beherzigen bzw. darauf achten würden, daß die Verteilnetze in den Häusern diesem in der Tat sinnvollen Ansprüchen auch gerecht werden.
Aber leider hört die schöne Theorie wieder genau da auf, wo es anfängt Geld zu kosten. Und so werden, statt daß die Einspeisung in uralte für BK Übertragungen völlig ungeeignete Hausverteilnetze von Anno Tobak abgelehnt wird, munter die Programme in eben diese maroden Netze ohne zu murren übergeben. So frei nach dem Motto...mir doch egal was hinter unserem Übergabepunkt ist. Früher waren BK Anlagen und Großgemeinschaftsantennenanlagen genehmigungspflichtig. Wenn da in der Pegelrechnung nur 1dB vom Pegelkorridor abgewichen wurde, oder die vorgeschriebene Entkopplungsdämpfung zwischen den Dosen leicht unterschrtten wurde, dann gab es eben kein ok und die Anlage durfte nicht in Betrieb gehen. Keine Diskussion möglich. Das mußte alles meßtechnisch belegt werden. Heute braucht man überspitzt gesagt nur eine Koaxbuchse an einen Klingeldraht bauen, und darf damit das gesamte Frequenzspektrum durchs Haus leiten.
Und genau deswegen ist die Situation so wie sie ist. Man kann z.B. in Hannover durch einige Straßen vorzugsweise mit Altbauten fahren, und hört z.B. Sunshine Live hunderte von Metern entlang der Strecke im Autoradio rauschfrei auf 107,6 MHz, obwohl das terrestrisch gar nicht abgestrahlt wird. Das bläst mit hohem Pegel aus dem Kabel raus.
Und die S6 Problematik ist ja auch jedem Funkamateur bekennt.
Insofern kann ich mir ein müdes Lächeln nicht wirklich verkneifen, wenn die ganzen tollen Wunschvorstellungen zum Besten gegeben werden, in der Praxis sich aber jeder einen feuchten Kehricht darum schert wenn er damit Kosten z.B. für die Aufrüstung auf geeignete Verteilkomponenten incl. der Kabel vermeiden kann. Und die Kabelnetzbetreiber kümmert es erst recht nicht. Solange die Kunden ihren monatlichen Betrag überweisen und nicht meckern, ist die Welt in Ordnung.
Vy 73
Wilfried


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BeitragVerfasst: Do 16.11.2017 0:31 
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Registriert: Sa 19.7.2008 14:22
Beiträge: 198
Wohnort: Raum Stuttgart
Dibkom und die Kabelnetzbetreiber haben die Fachkunde und das erforderliche Messequipment um Kabel beurteilen zu können. Nur deshalb habe ich die erwähnt, approbierte KNB-Kabel sind fern aller DBP-/Telekom-Altlasten und SchuTSEV-widrigen Verteilnetze als EMV-Schleudern von guter Qualität.


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