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 Betreff des Beitrags: Telefon richtig entstören
BeitragVerfasst: Sa 23.9.2017 11:35 
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Registriert: Mi 28.12.2016 13:22
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hallo forum

bei meinem Nachbarn direkt über mir kommt es zu Störungen im Schnurlostelefon. Ich habe mich davon überzeugt und kann das nun bestätigen. Ich habe das so simuliert wie vom Nachbarn angegeben:wenn er telefoniert dann hört er meine Morsezeichen im Telefon, auch dessen Gesprächspartner weit entfern hört dann diese brummenden Störgeräusche die im Takt der Morseaussendung zu hören sind.

Ich habe mit meinem handy dieses schnurlostelefon angerufen und es mit in mein shack genommen um in Ruhe zu testen.Die Störungen treten nur auf dem 20m-Band auf und zwar hört man die Störgeräusche wenn ich im gesamten 20m-Band sende, sogar auch etwas unterhalb 20m.Bei dem Schnurlostelefon handelt es sich um ein Siemens gigaset Modell habe ich mir nicht gemerkt.

nun zum eigentlichen: wie entstöre ich da nun wirkungsvoll?ich habe mal zwei Klappferrite genommen die ich von Reichelt kaufe und zwar die kleinsten die ich hatte und zur Basisstation gelaufen. Am Stromnetzteil also an der Wandsteckdose habe ich einen Klappferriten direkt dort angeklipst und den anderen den ich verfügbar hatte habe ich an der Basisstation/Ladegerätschale am Telefon (TAE)kabel drangemacht. Leider hat das genau null gebracht.

Muss ich Ringkerne kaufen oder bestimmte Klappferrite dafür und wo bringe ich die an, damit ich wirkungsvoll entstören kann?ich hätte ncoh einen E-Kern zur Verfügung falls das was bringt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefon richtig entstören
BeitragVerfasst: Sa 23.9.2017 12:23 
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Registriert: Mi 25.8.2010 22:37
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Wenn das Problem durch HF auf den Kabeln kommt, helfen nur hochpermeable RIngkerne; da müssen mindestens 1500 Ohm bei 14MHz erreicht werden, je mehr, desto besser. Klappferrite sind untauglich für KW-Frequenzen


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefon richtig entstören
BeitragVerfasst: Sa 23.9.2017 14:10 
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Wohnort: Leipzig
Hallo,
ich hatte mit meinen Gigasets hier noch nie Probleme dieser Art, also erst mal die ungünstigen Faktoren ermitteln.
- sind die Feldstärken beim Nachbarn in einem akzeptablen Bereich? Oder fängt z.B. ein endgespeister Draht direkt am Shak an, womöglich noch nahe des Nachbarn aufgehängt. Dann würde ich diese Anordnung überdenken (müsste sich ja aus der Selbsterklärung ergeben).
- Kommt das Signal über die Leitungen der Basisstation ins Telefon? Dann helfen eventuell Ferritringe, aber wie von HB9EVI genannt, und 8-10 Wdg sollten auf den Kern schon passen. Gibt es manchmal bei P... günstig. Die Ringe möglichst dicht an der Basisstation positionieren.
- Direkteinstrahlung halte ich für unwahrscheinlich, da müssten schon erhebliche Feldstärken vorhanden sein.
73 Reiner


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefon richtig entstören
BeitragVerfasst: Sa 23.9.2017 16:33 
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Beiträge: 665
http://www.dl4no.de/thema/funkentstoerung.htm
http://www.dx-wire.de/ferriteringkerne/ ... ntstoerung
http://www.dg0sa.de/stoerungen.pdf
http://www.amidon.de/contents/de/d158.html
http://emf3.bundesnetzagentur.de/wattw%C3%A4chter.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefon richtig entstören
BeitragVerfasst: Sa 23.9.2017 18:16 
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Beiträge: 1019
marc73 hat geschrieben:
hallo forum

bei meinem Nachbarn direkt über mir kommt es zu Störungen im Schnurlostelefon. Ich habe mich davon überzeugt und kann das nun bestätigen. Ich habe das so simuliert wie vom Nachbarn angegeben:wenn er telefoniert dann hört er meine Morsezeichen im Telefon, auch dessen Gesprächspartner weit entfern hört dann diese brummenden Störgeräusche die im Takt der Morseaussendung zu hören sind.

Ich habe mit meinem handy dieses schnurlostelefon angerufen und es mit in mein shack genommen um in Ruhe zu testen.Die Störungen treten nur auf dem 20m-Band auf und zwar hört man die Störgeräusche wenn ich im gesamten 20m-Band sende, sogar auch etwas unterhalb 20m.Bei dem Schnurlostelefon handelt es sich um ein Siemens gigaset Modell habe ich mir nicht gemerkt.

nun zum eigentlichen: wie entstöre ich da nun wirkungsvoll?............. .
Erst mal vernünftige Ursachenforschung machen. Du bist ja nicht einmal sicher, ob es Einstrahlungen im Mobil- oder Basisstationsteil gibt. Wer sagt denn, daß es nicht ein Oberwellenfitzel oder Mischprodukt direkt auf der DECT-QRG ist oder in den Handapparat oder in die Telefonleitung (Router bei VoIP, oder sonstwo analog, evtl. noch ISDN) ?? Nicht gleich auf DECT stürzen, auch im Shack nach evtl Lecks suchen -- Du hast ja immerhin schon eine QRG zum Suchen. Vielleicht kommt die HF via Fernseh-Anlage über den gemeinsamen Schutzleiter, oder .... oder ...... Da gibt es sicher noch einiges zum Überprüfen, bevor Du mit Klappferriten herumstocherst.

73 Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefon richtig entstören
BeitragVerfasst: Sa 23.9.2017 18:34 
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Registriert: So 5.4.2015 14:35
Beiträge: 3091
HB9EVI hat geschrieben:
Klappferrite sind untauglich für KW-Frequenzen


Kann man nicht so pauschal sagen, wenn genügend Windungen durchpassen reichen die durchaus.

Dieser hat 18,7mm Innendurchmesser:

http://www.mouser.de/ProductDetail/Fair-Rite/0431176451/?qs=KmHvPbTOE4SWHur3QENPUA==


und dieser hat 25,65mm Innendurchmesser:

http://eu.mouser.com/ProductDetail/Fair-Rite/0431177081/?qs=KmHvPbTOE4RJzgtUylmsjQ%3D%3D

Mit 3 Windungen liegt man schon bei 1500 Ohm auf 14MHz.

Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefon richtig entstören
BeitragVerfasst: Sa 23.9.2017 18:44 
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Ok, ich hab auch ein paar grosse Klötze, da passen einige Windungen Telefonie- oder dünnes DC-Kabel durch; die üblichen Verdächtigen sind aber meist so geartet, dass gerade eine Windung zustande kommt; und solche hatte ich nach dem Tenor des Posts auch gleich im Kopf.


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefon richtig entstören
BeitragVerfasst: Sa 23.9.2017 20:04 
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@db8lrz: Feldstärken sollten auf jeden Fall akzeptabel sein laut BEMV.Antenne ist eine Loop mit 100W und in ca. 14m Abstand zum Haus in freier Umgebung.Keine endfed oder Windom und ähnliche.

@hertz: danke für die links

@db6zh: richtig, ich weiß noch nicht ob es am Mobilteil oder der Basisstation liegt.Wie lös ich das aber,er hat nur ein einziges mobilteil (?) ja das kann gut sein dass es auch über Steckdose (schutzleiter) reinkommt.Wie gehe ich da aber am besten systematisch vor?

@rejection: diese Klappferrite sollte ich haben in verschiedenen Grössen muss meine Bastelkiste durchforsten.Dann könnte ich 3 Windungen hinbekommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefon richtig entstören
BeitragVerfasst: Sa 23.9.2017 20:16 
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marc73 hat geschrieben:

@rejection: diese Klappferrite sollte ich haben in verschiedenen Grössen muss meine Bastelkiste durchforsten.Dann könnte ich 3 Windungen hinbekommen.


3 Windungen sind etwas wenig und das µ der Kerne muss >1000 sein.

Am Mobilteil wird es nicht liegen, entweder an der Basisstation oder am Router.


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefon richtig entstören
BeitragVerfasst: Sa 23.9.2017 20:48 
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hier noch ein Link zum Lesen ...

http://www.elektronikbasteln.pl7.de/fun ... tigen.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefon richtig entstören
BeitragVerfasst: Sa 23.9.2017 20:53 
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ich habe einige Klappferrite verschiedener Größen die so aussehen wie die von dir abgebildeten.Allerdings keine info welches Kernmaterial das ist.Wie stelle ich denn fest ob Basisstation oder der danebenstehende Router an dem die Basisstation verbunden ist?muss ich zwangsweise alle Kabeln vom Router und der Basisstation mit Klappferriten versehen?ich hätte noch einige Eisenpulverkerne von Amidon verschiedener Größen,FT240-43 bzw. Würth und einen Ferritstab von ca. 15cm Länge


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefon richtig entstören
BeitragVerfasst: Sa 23.9.2017 22:19 
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Beiträge: 3091
marc73 hat geschrieben:
ich habe einige Klappferrite verschiedener Größen die so aussehen wie die von dir abgebildeten.Allerdings keine info welches Kernmaterial das ist.

Dann vergiss die am besten.

Wie stelle ich denn fest ob Basisstation oder der danebenstehende Router an dem die Basisstation verbunden ist?muss ich zwangsweise alle Kabeln vom Router und der Basisstation mit Klappferriten versehen?

Die Kabel einzeln weg nehmen, über eines oder mehrere wird da schon was reinkommen, wäre ja Quatsch zig Ferrite zu verbauen wenn es nicht nötig ist.

ich hätte noch einige Eisenpulverkerne von Amidon verschiedener Größen,FT240-43 bzw. Würth und einen Ferritstab von ca. 15cm Länge


Ich hatte bereits geschrieben welches µ die Kerne mindestens haben müssen.
Mit denen kannst Du in diesem Fall absolut nichts anfangen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefon richtig entstören
BeitragVerfasst: Sa 23.9.2017 23:03 
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Na, der FT240-43 würde gehen; genug Windungen kriegste drauf, aber ob der nicht doch besser für Funkzwecke zum Einsatz kommt?!?
Ich nehm für solche Zwecke immer Epcos RK Material N30 (µ > 4000 wenn ichs recht im Kopf hab) in entsprechender Grösse; damit halt ich bei uns 40m auf der LS-Leitung aus dem AV-Receiver raus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefon richtig entstören
BeitragVerfasst: Sa 23.9.2017 23:06 
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Registriert: Sa 26.3.2016 19:45
Beiträge: 1019
marc73 hat geschrieben:
... Wie stelle ich denn fest ob Basisstation oder der danebenstehende Router an dem die Basisstation verbunden ist?muss ich zwangsweise alle Kabeln vom Router und der Basisstation mit Klappferriten versehen?.....
Mach es einfach so wie rejection schrieb. Wenn Basis und auch ein Router vorhanden ist, hat der Nachbar vermutlich VoIP-Tarif/Anschluß. Über Router-Beeinflußung sind hier schon Bände geschrieben worden. Über nicht abgeschirmte oder schlechte Kabel ebenfalls. Meß die Kabel durch, vor allem ob geerdete Abschirmung vorhanden ist, sonst ist die wirkungslos. Das wäre zwar etwas zeitaufwendig, aber der billigste Anfang zur Eingrenzung. Dazu gehören auch die Netzteile der Basis und vom Router. Vermutlich alles Plastik, ohne Schutzleiter, ohne Abschirmung, mit China-Export Stempel.

Es wäre zwar furchtbar primitiv, aber wenn Du auf Abschirmung untersuchen willst, kannst Du auch Alufolie zum Einwickeln nehmen und die mit dem Schutzleiter verbinden (Erdung MUSS sein). Das ist als reiner Test oder für Messungen einen Versuch wert (Es ist alles Kleinspannung, größtenteils komplett schutzisoliert, und mit etwas Sorgfalt machst Du nichts kaputt). Selbst bei schlechten Kabeln merkst Du zumindest Veränderungen. Einfach mal, um einen Ansatzpunkt zu bekommen.

Wenn Du nicht mehr weiter weißt, wo etwas herkommt, hol Dir lokale Hilfe (mit Meßmitteln). Die nackte Rumprobiererei bringt nichts, versaut Dir höchstens noch Deine Reputation beim Nachbarn.

73 Peter

ps Warum beim Nachbarn mit Ferriten anfangen, wenn im Shack evtl. Mantelwellenprobleme sind (wurde doch nicht nachgemessen, oder ??) und/oder überhaupt noch nicht feststeht, wo und wie die HF zum Nachbarn kommt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefon richtig entstören
BeitragVerfasst: So 24.9.2017 1:49 
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Registriert: Mo 28.12.2009 12:17
Beiträge: 2077
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Der Router, wenn es VoIP ist, scheidet m.A. nach aus. Wenn der beeinflußt wird, schmiert er ab - dann ist kein Brumm mehr da.

Zitat:
auch dessen Gesprächspartner weit entfern hört dann diese brummenden Störgeräusche die im Takt der Morseaussendung zu hören sind.


Das ist entweder die TAE-Leitung oder eben das Netzteil. Und im Zweifelsfall wird es das TAE-Kabel sein.

Zitat:
wo und wie die HF zum Nachbarn kommt.


In der Regel über "zufällig passende" Kabellängen zur Antenne und in etwa parallele Verlegung zur Antenne. So koppelt es ein. Mantelwellen könnten es sein, wenn es sich aber ausgerechnet auf 20m beschränkt bin ich mir da nicht sicher. Meist ist das das Hauptband einer Drahtantenne und paßt. Wenn nicht, müßte es bei 40m auch streuen - tut es scheinbar nicht.

Wenn es VoIP ist und eine FritzBox, soll er doch die Mobilteile direkt daran anmelden und die Ladeschale nur noch genau als solches verwenden. Dann ist das Brumm mit 99%iger Sicherheit weg. Ohne Ringkerne und sonstige Briefbeschwerer.


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