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BeitragVerfasst: So 30.7.2017 14:17 
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S8
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Hallo Franz,

dl2ur hat geschrieben:
Der Anzapf für die Auskopplung liegt bei 6 Windungen kollektorseitig. Dort war der höchste Pegel. Der 2N22... ist auf 20mA Ruhestrom und der 2N3866 auf 65 mA eingestellt. Die Pegel: Mischersignal etwa 100 mV/ss - 2N22... Ausgang an Koppel-C = 650 mV/ss - Ausgang 2N3866, Anzapfung des Übertragers über 50 Ohm an Masse = 2,6 V/ss - ergibt dann magere 25 mW. Als ich die erste Stufe des 2N22.. mit 50 Ohm abgeschlossen hatte, waren es nur 400 mV/ss.


Also hast Du zumindest den optimalen Lastwiderstand bestimmen können. Die Ausgangsleistung ist aber dann doch eher dürftig. Ich habe daher zu Versuchszwecken einen 2-stufigen Verstärker aufgebaut und dort ebenfalls den optimalen Lastwiderstand bestimmt. Diesmal aber nicht mit einem veränderbaren Trafo sondern mit verschiedenen Lastwiderständen.

Wie Du sehen kannst, liegt das Optimum von RL bei ungefähr 70 Ohm. Die Schaltung wurde mit ca. 50mVss (in dem Falle weit unterhalb der Sättigung) angesteuert, aber ausschließlich mit 14MHz (das Ganze soll Teil eines ein Monoband-TRX werden). Der Ausgangstrafo ist ein 1:1-Typ, dann muss ich den Lastwiderstand nicht umständlich umrechnen.

Wenn man die Schaltung so ansteuert, dass sie gerade in die Sättigung kommt, liegen am Ausgang etwas mehr als 9Vss an 68 Ohm an, was ungefähr einer Leistung von 150mW entspricht. Vielleicht kannst Du sie als Ausgangspunkt für weitere Experimente nutzen.

An Roberts Schaltung habe ich auch experimentiert. Wenn man den 100nF-Koppelkondensator von der ersten zur zweiten Stufe direkt an den Kollektor des 2N2222 legt, erhöht sich die Ausgangsspannung um einige dB (habe die genauen Werte aber nicht aufgeschrieben).

vy 73 de Peter


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Selbstbaukram


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BeitragVerfasst: So 30.7.2017 17:24 
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S8
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Wohnort: Elmshorn
0ri0n hat geschrieben:
Hallo Franz,

Dateianhang:
Preamp_PA_Lima_SDR.jpg


anbei ein weiteres Bsp. für einen Verstärker der aus den vorhandenen 0,1Vss die gewünschte 0,1W Treiberleistung erzeugt. Die Übertrager werden mittels bifilarer, verdrillter Wicklung auf jeweils einen Ferritring- oder Doppellochkern gewickelt.


Hallo Franz,
wie Robert es schrieb, eine bifilare Wicklung (2 vedrillte CuL-Drähte) wickeln auf einen Kern FT50-43 4 Windungen,
dann die Enden der Kupferlackdrähte verzinnen und Leitungen auf den Durchgang messen. Jeweils die eine Leitung mit Durchgang auf der gegenüberliegenden Seite leicht abknicken und zusammen löten. Das ist dann der Ausgang des Trafos, siehe die Markierungen (Punkte an den Wicklungen). Dann ist das in Reihe geschaltet.

73
Gerhard


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BeitragVerfasst: So 30.7.2017 22:16 
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Hallo Peter,

DK7IH hat geschrieben:
...ich habe die Schaltung nachgebaut, kommt aber nur auf ca. 2,8 Vss am Ausgang bei 50Ohm Last. Kerne sind auf FT37-43 bifilar gewickelt, Transistoren sind jene aus der Schaltungsvorgabe, am Eingang sind ca. 100mVss. Der letzte C, dessen Bemaßung im Plan fehlt, hat bei mir ebenfalls 100nF. f=14MHz.


da scheint der Wurm drin zu sein. Es fehlt mehr als die Hälfte an Gesamtverstärkung, eine viel zu hohe Abweichung. Auf sehr kurze Leitungsführung an den Emitteranschlüßen geachtet? Kollektorströme OK? Mangelhafte Transistoren (Fakes)?

Da beide Stufen für 50 Ohm I/O ausgelegt sind, lassen sich beide einzeln durchmessen und feststellen wo die Verstärkung fehlt. Ich tippe auf den 2N2222, da es kein richtiger HF-Transistors ist. Die Gegenkopplungswiderstände (Emitter und Feedbackwiderstand) beider Stufen sind für einen Verstärkungsbetrag von 8 ausgelegt (64 für beide Stufen) um am Ausgang auf 100mW@50Ohm zu kommen. Andere Verstärkungsfaktoren sind denkbar, man muss nur insgesamt rund 64 (36dB) erreichen.

Berechnung der Gegenkopplungswiderstände in Abängigkeit von Kollektorstrom und benötigter Verstärkung:

Ic = Kollektorstrom
|S21| = Betrag des Vorwärts-Transmissionsfaktors S21 = Betrag Verstärkungsfaktor
Z0 = 50Ohm
Ut = 25mV (Thermospannung @20°C)

Emitterwiderstand Re:

Re = ( (2 * Zo) / ( 1+ |S21|) ) - (Ut / Ic )

Feedbackwiderstand Rf:

Rf = ( 2 * Zo * Zo ) / ( Re + ( Ut / Ic ) )

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73, Robert.


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BeitragVerfasst: So 22.10.2017 17:06 
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Hallo Franz,
habe Deinen Beitrag erst heute gelesen. Zu den vielen Antworten nun auch meine.
Ich habe den LIMA SDR nachgebaut ohne die PA mit 4 BS170. DJ0ABR hat ein gutes Konzept hierfür und dieses habe ich umgesetzt (findest Du im WWW). Alles funktioniert einwandfrei und mit der kleinen PA habe ich über 10 W HF. Heute würde ich die Endstufe mit 4 BS170 bauen. 500 mW dürfte sie hergeben. Damit kann ich eine LDMOS PA voll aussteuern (Siehe Output der Hermes Platine 500 mW).
VY 73 Sepp DJ7VB


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BeitragVerfasst: So 22.10.2017 19:02 
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Hallo Sepp,
danke für die Antwort. Das Thema Lima ist ja nicht beendet. Mit den alternativen PA-Vorschlägen bin ich nicht zuzrecht gekommen und habe dann die Originalschaltung mit 4x BS 170 realisiert.
Mit dem Kühlkörper habe ich mir Mühe gegeben, dass es nicht so ein Gefummel wird. Damit kann ich die 10 Watt PA, die ich von der DL-QRP-AG habe, einigermaßen aussteuern. Notfalls kann ich
damit dann auf die "große" Linear gehen. Zwischen BS 170 und kleiner Linear habe ich ein Dämpfungsglied mit -12 dbm, weil das Teil sehr empfindlich ist am Eingang. Nun habe ich aber ein ganz
anderes Problem - die Unterdrückung des zweiten Seitenbandes bei meinem Sendesignal. Es geht ja mit den beiden Reglern bei TX Reject - Gain und Phase. Nach vielen Versuchen hatte ich es
letzte Woche einmal hinbekommen und das falsche Seitenband war perfekt unterdrückt. Heute stelle ich fest, dass die Einstellung wieder weg ist. Die Werte hatte ich aufgeschrieben - aber diese
Werte eingestellt helfen nicht. Im Prinzip sollte es einfach sein. Ich höre mit dem Stations-RX mein Signal in SSB ab und stelle das falsche Seitenband an diesem RX ein. Mit den beiden Schiebereglern im Wechsel sollte die falsche Aussendung deutlich zu minimieren sein - wie gesagt einmal gelungen und wieder kaputt. An der Hardware habe ich nichts verändert. Hast du eine Idee, auf was man
bei dieser Softwaresache achten muss, bzw. welche Voraussetzungen (Einstellungen) erfüllt sein müssen ?
73 de Franz, DL2UR

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DL2UR
Franz
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BeitragVerfasst: Mo 23.10.2017 18:23 
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Hallo Franz,
zum Problem mit der Seitenbandunterdrückung kann ich leider nichts sagen. Frage doch einfach Bernd DL9WB, er kann als Projektentwickler des LIMA sicher Auskunft geben. Beim Bau von meinem Limas SDR habe ich seine Hilfe mehrfach in Anspruch nehmen müssen und er war sehr hilfsbereit!
vy 73
Sepp DJ7VB


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BeitragVerfasst: Mo 23.10.2017 23:38 
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Hi,
die Seitenbandunterdrückung ist auch von der Sendefrequenz abhängig. Kann also sein das man bei 3,5 ode 3,8 MHz ganz andere Werte hat. Mit nur einer Einstellung pro Band wird man dann nicht glücklich. Auch darauf achten das die Spannunsgregler nicht zu heiss werden.

73 de DL3FOX Uwe

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BeitragVerfasst: So 29.10.2017 15:22 
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dl2ur hat geschrieben:
Hallo Selbstbaufreunde,
die hohe Zeit des Lima SDR ist schon länger vorbei und deshalb im Forum nichts (mehr) zu finden. Ich bin also ein Spätzünder.


Nun Franz, es gibt noch späterere Spätzünder als Du.
Ich sende Dir eine private Nachricht

Erich

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vy73 de Erich
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Du kannst mehrere Deiner Geräte Liebling nennen, sie machen keine Probleme deswegen, Frauen sind da anders.


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BeitragVerfasst: Mo 30.10.2017 17:27 
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Hallo Uwe, DL3FOX
du sprichst die Temperatur des Längsreglers an. Da habe ich inzwischen auch einen Verdacht. Wenn ich kurz nach Einschalten die Seitenbandunterdrückung prüfe, dann ist sie OK. Nach einer Stunde
Erwärmung der Blechbüchse (Lima), ist das falsche Seitenband wieder ohne Unterdrückung. Das lässt auf ein Temperaturproblem schließen. Ich habe nur einen 7805 Wald-Wiesen-Typ auf der Sender-Platine. Er versorgt den Mischer und soll ihn symmetrieren. Meinst du diesen ? In der Blechbüchse wird es schon kräftig warm und es kommt keine Luft dazu. Da könnte ein Grund für das Problem liegen. Für einen Kühlkörper wäre nich etwas Platz. Aber ich fürchte, dass dadurch nur eine relativ kurze Zeitverzögerung eintritt. Was hast du dagegen getan ? Hast du eine Idee ?
73 de Franz, DL2UR

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Franz
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BeitragVerfasst: Mo 30.10.2017 17:54 
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S8

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Hi,
ich hab bei mir nur die RX Platine aufgebaut. Die Spannungsregler gleich an die Gehäusewand gebaut und angeschraubt. Die 78xx wandern bei Eigenerwärmung etwas. Entweder gut kühlen oder bessere Regler verwenden. Phasenverschiebungen können sich natürlich auch bei der Erwämung von anderen Bauteilen ergeben. Ev. kommst du mit einem Haarföhn weiter um die kritischen Stellen zu finden.

Das NF-SDR Konzept taugt halt systembedingt nix. Eigentlich müsste man die Seitenbandunterdrückung bei jedem Frequenz/ Wetterwechsel nachstellen..hat mich damals schon genervt als ich das bei dem RX probiert habe. Es gibt keine Einstellung die überall stimmt...

Moderne Directsampel Konzepte sind einfach besser. Man kann sich auch den IC7300 mal näher ansehen.

Ich hab jetzt den SDR Play als RX/Bandscope laufen und sende mit nem ganz normalen analogen Transceiver mit Quarzfilter SSB Aufbereitung..

Der Lima ist wieder in der Bastelkiste gelandet und wartet auf bessere Zeiten... ;)

73 de DL3FOX Uwe

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BeitragVerfasst: Mo 30.10.2017 18:18 
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Hallo Uwe,
danke für die Antwort. Besserer Regler ? Meist du die auf der RX-Platine verwendeten LT1086CT, die es für 5 Volt gibt ? Als Elektronik-Laie habe ich keinen Marktüberblick, welche Regler ein
besseres Temperaturverhalten haben. Ja 7300 - aber da maulen auch manche, weil ihm einige Funktionen fehlen. Der Lima ist für mich auch nur ein Bastelobjekt. Auf den Bändern bin ich mit dem K3
und habe nicht vor, ihn zu ersetzen. Die Red-Pitaya-Version ist interessant, aber doch wesentlich teurer als Lima. Ich möchte eben ordentlich cw machen können - sendeseitig.
Schöne Feiertage.
73 de Franz, DL2UR

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DL2UR
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BeitragVerfasst: Mo 30.10.2017 19:25 
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Beiträge: 9411
Hi,
gescheiten VFO ..z.B. SI570 , Treiber, Endstufe dahinter, Voll-QSK mit Diodenumschaltung wie beim K2..fertig ;)

http://www.box73.de/product_info.php?products_id=1869
FA-Synthesizer "FA-SY 1", 10 - 160 MHz, CMOS

http://www.box73.de/product_info.php?products_id=2188
Steuer- und Anzeigeplatine zum FA-SY (Bausatz)

Regler: Ich guck einfach mal was die "üblichen Verdächtigen" an Reglern anbieten. Dann Datenblatt pdf besorgen und vergleichen.

Kannst ja den Lima einfach mal offen betreiben und seitlich ordentlichen Külkörper anschrauben.
Wenns dann besser wird ist es ein Temperaturproblem.

Der LT1086 ist vermutlich besser. Da sind die Herstellerangaben aber auch oft nicht 1:1 vergleichbar. Kann man aber auch selber ausprobieren. 2 verschiedene Regler, 2 gleiche Kühlköper, 2 mal gleiche Last. Kalt messen , dann alle 10 min mal. Dann siehst du schön wer mehr wandert. UT61 Voltmeter mit hoher Anzeigenauflösung ist dazu ganz gut.

https://www.amazon.de/Digital-Multimete ... ZB8X4N3913

Der 78xx ist eben ein "Universaltyp" für keine besonderen Ansprüche. Also VFO Regler rauscht er auch ganz gut...

73 de DL3FOX Uwe

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