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 Betreff des Beitrags: JT65 war gestern.... heute ist FT8
BeitragVerfasst: Di 11.7.2017 19:29 
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Wird FT8 der neue Digi-Mode und JT65 verdrängen?

JT65 auf Kurzwelle ist wohl sicher der größte Rückschritt in der Datenübertragung, den Funkamateure jemals als moderne Betriebsart sehen wollen. 5 Minuten für ein QSO nur um Rufzeichen, Rapport und Locator zu übermitteln. Zwischendurch kann man da noch die cq-DL lesen, Kaffee trinken oder auch wegbringen oder seelenruhig mit dem Lötkolben im neuen Bastelprojekt rumbraten.
Neben der tränigen QSO-Führung dazu noch mit weitaus höherer Bandbreite als PSK oder CW. Gepowert bis zum Anschlag ist der eigentliche Sinn, nämliche schwache Signale zu dekodieren, längst in den Hintergrund geraten.

Jetzt hab ich mal FT8 getestet. Japan auf 20m, nach ca. 60 Sekunden war das QSO komplett, dazu noch mit erheblich geringerer Bandbreite als bei JT65. Das geht so schnell, da kommt man mit dem Tastdrücken kaum noch hinterher. Ist aber auch nicht nötig. Der empfangene Text wird erkannt und automatisch die nächste Sequenz gesendet. Ratz fatz ist das QSO auch schon zu Ende, fast wie ein PileUp QSO.

Auf 14.074 ist schon viel los. Da wird es auf JT65 ja wohl bald recht ruhig werden... :wink:

Software gibt's derzeit auf https://sourceforge.net/ , suchen nach WSJT. Version 1.08 hat FT8 integriert.
oder http://qrznow.com/category/digital-modes-2/
Technische Details unter http://qrznow.com/new-digital-mode-from-k1jt-ft8/

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Peter (DF7DQ)


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BeitragVerfasst: Di 11.7.2017 20:52 
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Hi, habe heute auf 20 und 40 ein wenig FT8-Betrieb gemacht. Fazit: Die ganze Welt ist schon auf den Zug aufgesprungen. Die QSO-Automatik funktioniert nur dann zuverlässig wenn beide Uhren exakt sind. Sonst klappt es nicht immer. Schon fast ein wenig stressig, wenn man über lange Zeit JT65/JT9 gewohnt ist. :-) Mal sehen, was die Zeit bringt. T10 bzw. JT10 denke ich, hat jetzt endgültig verloren...

73 de Uli DG7NFX


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BeitragVerfasst: Mi 12.7.2017 10:54 
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Klasse, was alles geht! Dann dauert es nicht mehr lange, bis der PC mit dem Funk ganz alleine das DXCC abarbeitet, während ich auf dem Balkon die CQDL lese oder auf DMR ein angenehmes QSO habe.

Kombiniert mit Rotorsteuerung, Endstufe für 400 Watt, Logbuchprogramm mit integrierter QSL-Erstellung und Versandt.... einfach perfekt!

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Gruß Stefan

"Amateurfunk ist die Technik einer längst vergangenen Zukunft! "


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BeitragVerfasst: Mi 12.7.2017 12:35 
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Ja, dann musst du nur noch die Stromrechnug bezahlen und jeden Monat auf das Päcken QSL Karten warten ;)

73 de DL3FOX Uwe

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Heute im Angebot: Die Service Wüste


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BeitragVerfasst: Mi 12.7.2017 16:05 
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FT8 rennt! :lol:

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vy73 de DL6WAB - Juergen - http://www.dl6wab.de


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BeitragVerfasst: Mi 4.10.2017 8:04 
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Da wirds dringend Zeit das ich ein Update mache hab noch immer Version 1.5.0 drauf :mrgreen:
Bin gespannt ob da auch so viel los ist.

73 es gd DX

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BeitragVerfasst: Mi 4.10.2017 10:34 
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Hallo,
entwickelt wurde JT65 wohl mit einem besonderen Blick auf EME, bevor es auf der Kurzwelle Verbreitung fand. Und da bringt der langsame Modus halt die paar dB, die dort entscheidend für die Größe der EME-Anlage sind. Mit Signalschwankungen wie auf KW geht es in FT8 halt zeitlich effektiver außer bei ganz schwachen Signalen, zumindest nach meinen Beobachtungen.


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BeitragVerfasst: Do 5.10.2017 10:05 
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Der Zeitfaktor ist zwar nicht zu verachten und auch die "Halbautomatik" nicht aber ich habe
so das Gefühl das bei vielen Usern die verwendeten Leistungen nicht gerade klein sind. Aus
dem Grund bin ich derzeit wieder bei JT65 gelandet mit der SW JTDX.

Auch wenn es länger dauert ist das für mich derzeit am effektivsten.

:wink: :wink:

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73´s Jürgen, DF5WW (DL0AK) RIG: TS-480SAT (Club) und SDR auf Red Pitaya Basis, 5 - 10 Watt an eine 2 x 6,5 m Doublet mit CG-3000 Automatik Tuner.


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BeitragVerfasst: Do 5.10.2017 11:08 
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...und wer mag, kann auch mal SIM31 ausprobieren. Da gibts einen vollautomatischen Modus:

http://www.sim.on2vhf.be/

Im manuellen Modus habe ich ein paar QSOs geführt, aber mehr zum mal ausprobieren der Betriebsart.

73 de Hartmut /DK5LH


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BeitragVerfasst: Do 5.10.2017 15:57 
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Ich probiere auch gerne rum, FT8 zum Beispiel. Eigentlich eine gute Sache aber das verkommt immer mehr zu einer Highpower-Betriebsart mit Ellenbogenmentalität.
Mit 100W wird man regelmäßig "überfahren" auf der gleichen Frequenz, die Uhrzeiten mögen oder können viele auch nicht einstellen.
DO´s lassen die Dauerschleife mit geschätzt 100 Anrufen auf 80m erfolglos nach VK laufen (letztes Wochenende gesehen), es lebe der Experimentalfunk...

Zum Glück gibts noch andere Sachen und einen Power-Knopf.

73


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BeitragVerfasst: Do 5.10.2017 16:58 
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dl5rk hat geschrieben:
........ FT8 zum Beispiel. Eigentlich eine gute Sache aber das verkommt immer mehr zu einer Highpower-Betriebsart mit Ellenbogenmentalität.
Mit 100W wird man regelmäßig "überfahren" auf der gleichen Frequenz, ........

73

...scheint eben heute bei vielen der große Renner zu sein, wenn man dann auf 20 oder 30m bis nach Polen oder Italien kommt. LMAO

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Peter (DF7DQ)


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BeitragVerfasst: Do 5.10.2017 18:48 
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DL8SFZ hat geschrieben:
Klasse, was alles geht! Dann dauert es nicht mehr lange, bis der PC mit dem Funk ganz alleine das DXCC abarbeitet, während ich auf dem Balkon die CQDL lese oder auf DMR ein angenehmes QSO habe.
Ja, das geht schon in diese Richtung......
Hab das heute auch mal ausprobiert...lustige Sache das....du kannst tatsächlich mit zwei Mausklicks ein QSO fahren.
Der erste Mausklick auf die Empfangslinie mit dem CQ-Ruf startet das automatische QSO mit Austausch von Groß-Locator, Rapport und 73, der zwei Klick speichert das QSO in die Datenbank.

dl5rk hat geschrieben:
Eigentlich eine gute Sache aber das verkommt immer mehr zu einer Highpower-Betriebsart mit Ellenbogenmentalität.
Mit 100W wird man regelmäßig "überfahren" auf der gleichen Frequenz, die Uhrzeiten mögen oder können viele auch nicht einstellen.

Kann ich nicht behaupten.
Mangels KW-Antenne wegen Denkmalschutz habe ich mal wieder 1W über einen 1:9 auf die Dachrinne gegeben und nach einer Stunde n paar QSOs geloggt, z.B. SP, OK oder ein EA1. Auf 20m wars aber schon recht voll für mein schwaches Signal.
Macht zwar Spaß, aber ich vermute, mit der Zeit wirds doch langweilig....


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BeitragVerfasst: Do 5.10.2017 19:09 
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dj3ue hat geschrieben:
.......

dl5rk hat geschrieben:
Eigentlich eine gute Sache aber das verkommt immer mehr zu einer Highpower-Betriebsart mit Ellenbogenmentalität.
Mit 100W wird man regelmäßig "überfahren" auf der gleichen Frequenz, die Uhrzeiten mögen oder können viele auch nicht einstellen.

Kann ich nicht behaupten.
Mangels KW-Antenne wegen Denkmalschutz habe ich mal wieder 1W über einen 1:9 auf die Dachrinne gegeben und nach einer Stunde n paar QSOs geloggt, z.B. SP, OK oder ein EA1. Auf 20m wars aber schon recht voll für mein schwaches Signal.
Macht zwar Spaß, aber ich vermute, mit der Zeit wirds doch langweilig....

Kann ich eigentlich auch nicht so bestätigen, dass man mit 100 Watt regelmäßig überfahren wird.
Ich denke, es war nie so einfach wie heute auch mit relativ geringer Leistung mit FT8 oder JT65 DX-Stationen ins Log zu kriegen. Das habe ich mit anderen Modes bisher nicht so in dieser Fülle erlebt. Das dann bei seltenen Stationen bis Anschlag aufgedreht wird, ist sicher nicht FT8 oder JT65 spezifisch. Da kommt es dann eben auf die Geduld des Einzelnen an so lange zu rufen, bis man eben drann ist. Das ist aber in CW oder SSB nicht anders.

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Peter (DF7DQ)


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BeitragVerfasst: Fr 6.10.2017 9:24 
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EA5GVH hat geschrieben:
Kann ich eigentlich auch nicht so bestätigen, dass man mit 100 Watt regelmäßig überfahren wird.


Kann ich eher doch bestätigen. Wenn man mit QRP (eigentlich sind die Digimodes dafür entwickelt
worden) und zudem noch mit Indoor arbeiten muss wird man von den 50 - 100 W Stationen
regelmässig überfahren. Da Mehrfachdekodierungen in der gleichen Frequenz (ich meine dabei
die Frequenz die aus Dial plus NF Ablage besteht) bei WSJT-X quasi kaum möglich sind bin ich
wieder zurück zu JTDX und mache JT65 mit den entsprechenden Verbesserungen (bis -32dB habe
ich hier schon dekodieren können bei gleichzeitig 3 Anrufern die wesentlich lauter waren) für HF DX.

FT8 ist eine nette Spielerei aber nix für QRP und Indoor wenn es um DX geht.

Effektiv allerdings wenn es bspw. um Sonderstationen, Sonder DOK´s und/oder Kontest ginge.
1 QSO per Minute ist da sicherlich nicht schlecht und selbst DXpeditionen könnten da aufspringen
weil wesentlich schmaler als bspw. RTTY.

Aber wie gesagt, man muss es mögen und das ist derzeit bei mir nicht der Fall. Aber evtl. macht
ja VK9CI (Cocos Island) ja auch FT8 dann starte ich die SW mal wieder, HI

:wink: :wink:

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BeitragVerfasst: Fr 6.10.2017 16:43 
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DF5WW hat geschrieben:
EA5GVH hat geschrieben:
Kann ich eigentlich auch nicht so bestätigen, dass man mit 100 Watt regelmäßig überfahren wird.


Kann ich eher doch bestätigen. Wenn man mit QRP (eigentlich sind die Digimodes dafür entwickelt
worden) und zudem noch mit Indoor arbeiten muss wird man von den 50 - 100 W Stationen
regelmässig überfahren. ............

:wink: :wink:

Den Satz von dl5rk, ...Mit 100W wird man regelmäßig "überfahren"...habe ich so interpretiert, dass mas mit 100 Watt nicht mehr durchkommt, weil man von noch stärkeren Stationen regelmäßig platt gemacht wird. Dies kann ich keinenfalls so bestätigen.

Wenn man sich QRP zum Lebensziel erklärt, oder aus wohntechnischen Gründen nicht anders kann, muss man damit leben, nicht immer einer der Ersten sein zu können. Ich kann nicht in der Formel 1 mit einem Trabant starten und mich dann beklagen, dass alle an mir vorbei rauschen.

Wie wir doch alle wissen, ist nicht die Leistung allein eine Erfolgsgarantie, sondern vorallem die Antenne. Ich schaue mir regelmäßig immer gerne die QRZ.COM-Profile meiner QSO Partner an. Dort sehen ich dann nicht selten Fotos von gigantischen Antennenanlagen, die einen vor Neid erblassen lassen. Da kann man sicher auch mit QRP einiges erreichen.

Ich habe die ersten JT65 QSOs vor Jahren gemacht, als das noch ganz jungfreulich auf KW war und nur wenige Stationen auf dem Band zu finden waren. Da war es ein völlig neuer Erfahrunswert, wenn man stets 100 Watt gewohnt war und plötzlich problemlos mit 5 Watt Südafrika oder Kanada arbeiten konnte, bei einem Signal, was garnicht zu hören war. Man sah nur ein paar blasse Pixel auf dem Monitor.
Was da heute abläuft ist doch völlig absurd bei den dicken Signalen nur um einen Polen oder Russen zu loggen. Dafür braucht man weder JT65 noch FT8.

Wenn die Software nur Signale unter -15dB dekodieren würde, wäre das Powerproblem sicher vom Tisch. Dann würde jeder von selbst die Leistung runter drehen, damit er gelesen wird.

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Peter (DF7DQ)


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