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Fragen und Antworten zum Thema Funk


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 [ 53 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Unklarheiten beim Rechnen
In der Prüfungsfrage TB920 wird doch erklärt, dass P2 / P1 gerechnet wird, dann die log-Taste des TR gedrückt wird und mit 10 zu multiplizieren ist. Es kommt heraus - 3dB.
Klicke ich das unter den möglichen Fragen an, kommt "Falsch"! Wie kann das denn sein?
Es ist doch so erklärt!

https://www.darc.de/der-club/referate/a ... ng-ta/a01/

"TB920 Eine HF-Ausgangsleistung von 100 W wird in eine angepasste Übertragungsleitung eingespeist. Am antennenseitigen Ende der Leitung beträgt die Leistung 50 W bei einem Stehwellenverhältnis von 1,0. Wie hoch ist die Leitungsdämpfung? "


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Unklarheiten beim Rechnen
Erklärt? ja aber keinesfalls logisch nachzuvollziehen !

Dämpfung ist grundsätzlich Abziehen und somit Minus! Und daran gab es noch nie Etwas zu rütteln!
Hier liegt en logischer Fehler vor!
Wenn ich eine Dämpfung habe, dann nehme ich doch Etwas weg!
Da muss doch logischer Weise als Kennzeichen ein Minus davor!
Hier geht es darum, dass weniger Output als Input da ist und daraus auf die Dämpfung zu schließen!

In der Frage geht es doch um den Dämpfungswert!

Das ist doch nur anders, wenn es z.B. um einen Antennengewinn geht!
Wenn da für eine Antenne -dB angegeben sind, dann ist das bezogen auf 0dB als Spannungsverhältnis 1 : 1
von dem ausgegangen wird (z.B. bei einem idealen Dipol).

In diesem Falle - da so vereinbart - ist das logisch, dass die Antenen ja nicht dämpft,
sondern nur das Maß von 0dB abgezogen ist, wieviel die Antenne weniger aufnimmt.
Nur dieser Zusammenhang als Vereinbarung erlaubt doch die Angabe eines Gewinns in Minus dB
und macht das Minus nicht als Dämpfung logisch.

Aber die Frage oben bezieht sich auf die Dämpfung der Leitung dazwischen, ohne sich auf einen Gewinnbezugspunkt
von 0dB zu beziehen!
Und wenn ich rechne, wie vorher gelernt, steht im Taschenrechner ein Minus im Ergebnis davor!

Das ist die Denkschwierigkeit!


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Unklarheiten beim Rechnen
Ein weiteres unlogisches Ding:


[color=#0040FF:3iu1e4hz]TB210 Welche Eigenschaften sollten Strom- und Spannungsquellen aufweisen?
Angabe: falsch: Strom- und Spannungsquellen sollten einen möglichst niedrigen Innenwiderstand haben.

Angabe laut Katalog richtig Spannungsquellen sollten einen möglichst niedrigen Innenwiderstand und Stromquellen einen möglichst hohen Innenwiderstand haben.

Angabe laut Katalog falsch: Strom- und Spannungsquellen sollten einen möglichst hohen Innenwiderstand haben.
:Spannungsquellen sollten einen möglichst hohen Innenwiderstand und Stromquellen einen möglichst niedrigen Innenwiderstand haben.[/color:3iu1e4hz]
Spannungsquellen, die mit hohen Strömen belastet werden, müssen einen umso niedrigeren Innenwiderstand haben.
Also müssen Innenwiderstände gering sei, wo hohe Ströme fließen - also bei Stromquellen!


Schauen wir mal in der Röhrentechnik: Gitterableitwiderstände können richtig hochohmig sein zwischen 800k und 10 M!
Das liegt am niedrigen Gitterstrom, vor allem bei automatischer Gittervorspannungserzeugung.
Spannungsmesser müssen so hochohmig, wie nur irgend möglich sein, wie etwa Röhrenvoltmeter, um Spannungsquellen nicht zu belasten, damit die Werte nicht zu sehr verfälscht werden, weil Lasten die Spannung je nach Strom zusammenbrechen lassen!

Jede Spannungsquelle muss man sich so vorstellen, dass ihrer elektrischen Urspannung stets ein Widerstand in Reihe
geshaltet ist, der sich aus dem Aufbau einer Spannungsquelle ergibt!
Anschaulich macht man das Lehrlingen dadurch, dass Spannungsquelle nicht gleich Spannungsquelle ist,
indem man fragt, wieso man ein Auto nur aus dem großen Akku starten kann und nicht aus einer 12V-Taschenlampenbatterie.

Wo Spannung anliegen muss ohne sonderliche Ströme, spielt der Innenwiderstand der Spannungsquelle keine Rolle.

Aber wo hohe Leistungsaufnahme stattfindet und dementsprechend hohe Ströme fließen, muss die Spannungsquwelle als gleichzeitige Stromquelle einen niedrigen Innenwiderstand haben!

Glasklar ist ja, dass die Ursache eines Stromes durch einen Verbraucher eine entsprechende Spannung ist und die Beziehungen aus dem Ohmschen Gesetz ebenso klar sind!

Die Ausdrucksweise der für richtig geltenden Antwort ist damit absoluter Humbug!

Wenn ich einen Strom konstant halten muss, um z.B. einen Akku zu laden, dann kommt es darauf an, den Akku nicht zum Kurzschluß werden zu lassen und eine Strombegrenzung einzubauen. Das war früher im einfachsten Falle eine Glühlampe als Kaltleiter. Zwar muss die an den Akkuklemmen anliegende Spannung um einen gewissen Betrag höher liegen, damit das Spannungsgefälle überhaupt einen Ladevorgang auslöst, aber sie braucht nicht stabil zu sein.

Es ist einfach ausgeschlossen, dass eine so formulierte Antwort
"Spannungsquellen sollten einen möglichst niedrigen Innenwiderstand und Stromquellen einen möglichst hohen Innenwiderstand haben." als richtig gelten zu lassen!

Überlege man mal, warum zur Energieübertragung über große Entferungen auf 150.000 V hochtransformiert wird!
Ganz einfach: Damit die Verluste durch Leitungswiderstände gering gehalten werden, denn die Leistung bleibt ja im Idealfalle erhalten!

Es ist doch auch egal, ob ein Verbraucher mit 100 W darauf ausgelegt ist, 10V / 10 A zu haben,
oder 5 V 20A oder 100V / 1 A. 100W sind 100W, aber die Widerstände in Spannungsquelle und Übertragungsweg
sollten so niedrig, als möglich gehalten werden.
Sovielm zur Unlogik der angeblich richtigen Antwort!

Niedriger Innenwiderstand - schön und gut. Aber nicht immer machbar und nicht immer notwendig, wenn Anpassung vorliegt!
Ich werde ja wohl kaum, wenn ich in einer HF-Schaltung nur 10mA brauche der Stabilität wegen einen 60Ah-Akku
anschalten! Damit ist augenscheinlich, dass eine Spannungsquelle nicht unbedingt einen niedrigen Innenwiderstand benötigt!
Wie hält man eine Spannung konstant? Durch einen geregelten Widerstand, wie etwa Längsregler als wirksames Schaltungsteil usw.
und schon ist die Frage nach dem niedrigen Innenwiderstand der Spannungquelle augenscheinlich erledigt!

Die für richtig erwartete Prüfungsantwort ist somit faktisch falsch!


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Unklarheiten beim Rechnen
Zu deiner db-Frage:

Du würfelst zwei Sachen durcheinander. Die Dämpfung ist durchaus eine positive Zahl, auch wenn in der Anwendung hinten weniger Leistung heraus kommt. Bei einem Widerstand in einer Schaltung fließt doch auch weniger Strom und dennoch ist der Wert Wert positiv!

Also kein logischer Fehler im Buch, sondern (noch) in deinem Kopf.

Die Leistung ist um 3 db niedriger, also nur noch 50 Watt und keine 100 Watt.

Die Leistung ist um -3db niedriger ist im Prinzip eine doppelte Verneinung und wäre somit positiv, also eine Erhöhung.


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Unklarheiten beim Rechnen
Eine Spannungsquelle sagt aus, dass sie eine konstante Spannung hat, also die Spannung unabhängig vom entnommenen Strom auf dem Nennwert hält, folglich ist diese niederohmig.

Eine Stromquelle sagt aus, dass sie einen konstanten Strom abgibt, also einen Strom liefert, der unabhägig vom Innenwiderstand der Last ist, folglich ist diese hochohmig.

Beides sind Ideale, die es so nicht gibt; eine Spannungsquelle kann nicht beliebig niederohmig sein, da sie nicht einen unendlichen grossen Strom bei konstanter Spannung halten kann. Eine Stromquelle kann nicht beliebig hochohmig sein, da sie nicht eine unendlich hohe Spannung liefern kann, um z.B. einer sehr hochohmigen Last noch den Nennstrom einzuprägen.

Schlussendlich lässt sich alles aufs ohmsche Gesetz runterbrechen.


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Unklarheiten beim Rechnen
[quote]Zu deiner db-Frage:

Du würfelst zwei Sachen durcheinander. Die Dämpfung ist durchaus eine positive Zahl, auch wenn in der Anwendung hinten weniger Leistung heraus kommt. Bei einem Widerstand in einer Schaltung fließt doch auch weniger Strom und dennoch ist der Wert Wert positiv!

Also kein logischer Fehler im Buch, sondern (noch) in deinem Kopf.

Die Leistung ist um 3 db niedriger, also nur noch 50 Watt und keine 100 Watt.

Die Leistung ist um -3db niedriger ist im Prinzip eine doppelte Verneinung und wäre somit positiv, also eine Erhöhung.[/quote]


Aus der Mathematik frühester Schulklassen ist mir das Umdenken bei Vorzeichen so bekannt und in die Selbstverständlichkeit übergegangen, so dass mir jede Abweichung davon suspekt ist.
-(-x) = x und bei Punktrechnung zweier negativer Zahlen fliegt das Vorzeichen auch raus.
Bei positiven Zalen schreibt man es nicht.

---
In dieser Gesellschaft ist ja auch die Werbeindustrie daran interessiert, den Unterschied zwischen Plus und Minus im Denken so zu verwischen. Wenn ich in der Werbung lese "Sie sparen ..." da könnte ich schon wieder explodieren, da nur Derjenige spart, der kein Geld dafür ausgibt. Man braucht nicht alles und braucht sich nicht irgendwelche Bedürfnisse einsuggerieren lassen. Was glaubst du, wie manipulierend das vor allem auf unsere Kinder in der Schule wirkt!
---

Zurück zur Mathematik: Es scheint insgesamt eine Ausdrucksfrage zu sein, vor allem wenn man schon höhrere
Mathematik hatte und mit Beträgen gerechnet hat, die zwischen zwei senkrechte Striche gesetzt werden.

Dass ein Widerstandswert keine negative Zahl ist, daran ist man gewöhnt. Es kommt darauf an, wie damit umzugehen ist.
Und wenn der Umgang mit dB so erklärt wird, dass man in einer Stufe einen Gewinn hat und in einer andere Stufe oder einem Filter usw. einen Verlust, dann wird zunächst gezeigt, dass z.B. 3dB Verlust und 10dB Verstärkung doch 10 - 3 = 7 sein müssten. Der dB-Wert soll laut Erklärung das Rechnen vereinfachen.

Ich wüßte nämlich auch nicht, wie ich einen Logarithmus im Kopf rechnen sollte. Ich bin kein Savant!

Nun aber sehe ich bei den Aufgaben, das ein einer Rechnung einmal so vorgegangen wird und in einer anderern Rechnung ganz und gar nicht so!

Das war der Grund, weshalb ich in einer Zeit, als es noch kein Internet gab und mir das Niemand erklären konnte
ich heilfroh war, dass ich es in der Praxis nicht wirklich brauchte, es sei denn, ich hatte Etwas nach Herstellervorgaben.
Da bin ich noch nie angeeckt

Aber in der Amateurfunkprüfung schon wieder solch ein Thema, das mangels verständlicher Kommunikation in der Zeit,
als man am besten lernen konnte, absolut zu hoch und unverständlich blieb und es Strategien gab, ohne das weitestgehend auszukommen, das ist schon hart!

[size=85:1q43fr2g]Und das vor allem, wenn man beim Reaktivieren nach einer Form des Schlaganfalles ist und über Wissen verfügt, das man sich - wenn der Zustand damals schon bestanden hätte - niemals hätte aneignen können! (Ja, leider! Mir hat ein MTA mit der Fehlbedienung eines ENG/EMG-Gerätes 2015 einen schlimmen gesundheitlichen Schaden am Kopf mit an einen Schlaganfall erinnernden Folgen ähnlich Elektro-Krampf-Therapie zugefügt, so dass die Sache auch vor Gericht gehen wird! Und seitdem muss ich das mir vorher eigene klare und hoch strukturierte Denken wieder aufbauen, dass es flüssiger wird. Momentan begreife ich manchmal Dinge nicht, von denen ich wusste, dass ich sie früher begriff und entsprechende Unterlagen z.B. für Schüler selbst geschrieben habe). [/size:1q43fr2g]

Nun muss ich wieder die Nadel im Heuhaufen suchen und die korrekte Erklärung finden, die eine sichere Einordnung im
Sinne des Erfinders dieser Formeln zu finden.

Also muss ich Dämpfungen grundsätzlich und nicht bedingt einordnen wie Bauelemente-Widerständsangaben?
Das stand nicht dabei und ist mir in der Praxis noch nie wirklich aufgefallen.

Ja aber wann kann ich mit dB addieren und subtrahieren und wann nicht?

Ich habe ja begriffen, wenn es nur um Verstärkung und Dämpfung geht, dass der Log-Wert x 10 genommen wird
und bei Spannungen log-Wert x 20.

Bei dBm war es schon immer komisch. Müßte es nicht mdB heissen = Milli-dB ?
Und dabei werden Potenzwerte addiert, als würde man Potenzzahlen miteinander multiplizieren.

[size=85:1q43fr2g]---
Also ich habe vor meiner NVA-Zeit ab 1986 für 3 Jahre die Mitbenutzerprüfung bestanden, nur leider wegen unmittelbar folgender Einberufung das Rufzeichen nie bekommen. Dann kam die Wende dazwischen und rechtliches Vacuum und nun muss ich zum Reaktivieren des Hobbys nach fast 30 jahren die Prüfung neu machen, weil nichts mehr gefunden wird.
Ich kann mich nicht erinnern, dass die Prüfung damals so furchtbar schwer war, wie sie jetzt ist!
Aber damals wurden Eigenbaugeräte auch von der Deutschen Post abgenommen.
Heute ist die Verantwortung ganz auf den Funkamateur übergegangen.
----[/size:1q43fr2g]


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Unklarheiten beim Rechnen
die Rechenregeln für dB und co:

erlaubt:

dB +/- dB = dB
dBuV +/- dB = dBuV
dBm +/- dB = dBm
dBuV +/- dBuV = dB
dBm +/- dBm = dB

nicht erlaubt:

dB x dB
dB / dB
dBm + dBm
dBuV + dBuV
dBuV + dBm

dBm sagt aus, dass sich das dB auf 1'm'illiwatt bezieht, dBuV bezieht sich auf 'u'Volt - Mikrovolt
dBm ist ein Leistungspegel, dBuV ist ein Spannungspegel
dBm wird überwiegend in der Funktechnik verwendet, dBuV vorallem im CATV Bereich.


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Unklarheiten beim Rechnen
[quote]
Und wenn ich rechne, wie vorher gelernt, steht im Taschenrechner ein Minus im Ergebnis davor!
[/quote]

Wenn das so ist hast Du was falsch eingetippt.

100/50=2

log2= 0,301

Wo soll da ein Minuszeichen her kommen?


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Unklarheiten beim Rechnen
[quote]

Die für richtig erwartete Prüfungsantwort ist somit faktisch falsch![/quote]

Ist sie nicht und das gilt in der E-Technik generell, hat nichts mit Amateurfunk zu tun.


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Unklarheiten beim Rechnen
Correctum:

[quote]dBuV +/- dBuV = dB
dBm +/- dBm = dB[/quote]

ist natürlich falsch; nur Substraktion ist zulässig, Addition ist verboten, also:

dBuV - dBuV = dB
dBm - dBm = dB

sorry


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Unklarheiten beim Rechnen
Gut, dann kann ich das mal so notieren.

Danke !
Das bringt alles schon mal weiter!


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Unklarheiten beim Rechnen
Etwas detaillierter beschrieben (via wiki verlinkt) http://www.siart.de/lehre/dezibel.pdf . Es gibt eigentlich nur zwei grundsätzliche Dinge, die man im Hinterkopf haben muß: dB ist grundsätzlich ein einheitenfreies [b:ab2v7cs7]Leistungsverhältnis[/b:ab2v7cs7] und alle dB-Zusätze sind [b:ab2v7cs7]Pegelwerte[/b:ab2v7cs7], bei denen der Zusatz auf die Referenzgröße hinweist. dBµV als Beispiel bezieht sich auf 1µV, und in aller Regel wird implizit dazu ein definierter Widerstand angenommen. In der FS-Technik sind 75 Ohm üblich, d.h. wenn man jeden Irrtum ausschließen will , kann man dBµV[75Ohm] schreiben. Im Afu haben wir 50 Ohm als den "Normal-Widerstand".

Der Umrechnungsfaktor 20 (bei U1/U2) vs. 10 (bei P1/P2) kommt aus der Gleichung N =U^2/R, d.h. bei P1=U1^2/R geteilt durch P2=U2^2/R kürzt sich ein [b:ab2v7cs7]gleichwertiger[/b:ab2v7cs7] Widerstand R aus der Gleichung heraus und es bleibt U1^2/U2^2 . Der Logarithmus dazu vereinfacht sich als 2*log(U1/U2), das ganze wie bei der Leistung dann *10 wegen dem "dezi".

Einfach mal als Wiederholung zum Ableiten. Ansonsten siehe Siart. 73 Peter


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Unklarheiten beim Rechnen
dB als einheitenfreies Leistungsverhältnis - das hätte ich mal von Anfang an wissen sollen, bevor mir das immer suspekter und unbegreiflicher wurde, dass ich es damals ein für alle Mal als ganz und gar unfassbar und niemals zu begreifen beiseite ließ. Irgendwo hat man eine Grenze, nicht mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.

dB - Das ist also eher die Vorgabe einer Denkweise, eines Backgrounds, den man erst mal erfassen muss, wie eine Extremwertaufgabe!
Nun habe ich erst mal einen Denkansatz, anstatt immer zu raten.

Das ist doch aber alles nicht aus sich selbst entstanden und ich staunte sogar beim Auffinden von kleinen Büchern aus den 20er Jahren,
als die ersten Röhren hergestellt wurden und Verstärker dass man damals schon so vieles Komplexes wusste - aber woher?
Man entdeckt einen Zusammenhang und hat gleich die richtige Formel?
Ich wäre wirklich sehr sehr weit, wenn ich mal endlich dahinter käme!
Man kann doch nur wirklich im wahrsten Sinne des Wortes verstehen, was man herleiten kann und nicht mit abstrahiert fremdsprachlichen Dingen
so durchsetzt, dass man nicht weiter kommt.

Wenn ich in der Schule früher z.B. Gleichungssysteme umzustellen hatte, musste ich nur sicher sein, was man wie machen kann und was geht.
Wusste ich nicht, was geht, dann war ich unsicher. Mathelehrer knauserten mit Auskünften und Herleitungen dermaßen, dass es die Hölle war!
Erst eine hervorragende Nachhilfe in der 8. Kl. durch einen - heute sagt man Gymnasialdozenten - brachte mir so vieles, dass ich es heute auch
noch das alles kann und weiß, was Andere,die ihr Abitur mit sehr gut abgeschlossen haben, bis heute vergaßen und stöhnen, wenn man die Etwas fragt!

Die Methodik zur Verständigung ist so immens wichtig! Dennoch fehlt, wie man sich denn mathematisch wirklich verständigen und sofort Jedem folgen kann,
der etwas Neues vermitteln möchte! Wir würden alle nicht immer so fürchterliche Kopfschmerzen und Überforderungserscheinungen bekommen,
hätte man diese Geheimsprache besser vermittelt!
Aber das ist eben so wie bei Autisten. Sie können sich darüber nicht verständigen, aber können selektiv Etwas, da kommen Andere nicht mit!
Manche Mathelehrer sind wie Autisten und verstehen auch nicht, dass es andere Denkweisen gibt.

Und in YouTube habe ich Mathestunden gesehen, da machte es die Präzision und Geschwindigkeit, wie ein Lehrer Etwas sehr gut erläuternd
an die Tafel brachte und man sofort begriff und es nur sich mehrfach anschauen musste, um es zu raffen!
Da machte das richtig Spaß! Wo man nicht versteht, macht es keinen Spaß!

Und Solches müsste es für die komplizierten Aufgaben zur AFu-Prüfung geben!

Schnelle Vermittlung, wo sonst die Zeit durch rasantes Vergessen gegen unser Verstehen arbeiten würde und geduldig, bis es sicher ist.


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Unklarheiten beim Rechnen
Ich versteh nicht, wo das Problem ist. Mit dB rechnen ist ganz einfach:

+10dB = eine Zehnerpotenz mehr:

30dBm = 1W; 30dBm + 10dB Verstärkergewinn = 40dBm = 10W

+3dB = doppelte Leistung
-3dB = halbe Leistung

+6dB vierfache Leistung
-6dB ein viertel der Leistung

Dass sich das Rechnen mit dB überhaupt eingebürgert hat, rührt daher, dass man nur noch mit Additionen und Subtraktionen arbeiten kann; Multiplikationen und Divisionen fallen ganz weg; zudem kann man einen grossen Rahmen an Zehnerpotenzen in zwei- oder maximal dreistelligen dB-Zahlen ausdrücken.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand, man muss sich nur daran gewöhnen. Ich rechne fast nur noch in dB wenn ich Leistungs- oder Spannungsverhältnisse zueinander in Relation setzen will; das kommt auch daher, dass fast überall in der Elektronik mit dB gearbeitet wird; egal ob Dämpfungen, Verstärkungen, Kanaltrennung, S/N-Ratio etc - alles ist in dB


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Unklarheiten beim Rechnen
@HB9EVI & Funkmechaniker: Ich habe im QRL "Erwachsenen-Kurse" gehalten "H/W-Spezi" zum S/W-Spezi" im Mainframe Sektor. Die Leute waren alle Superkracks auf ihren Gebieten (sonst wären sie nicht auf die Kurse gekommen) und dieser Weg war bei IT-Herstellern völlig normal, da IT noch kein Studienfach war. Die erstem mit rudimentären IT-Kenntnissen gingen Anfang bis Mitte der 70er von den FHs und Unis ab. Vorher wurde "umgeschult".

Soweit mal der Vorspann Richtung Funkmechaniker. Es gab im Prinzip zwei Gruppen bei den zu Unterrichtenden: einige wenige hatte den Mainframe H/W-seitig komplett im Kopf, also praktisch in- und auswendig gelernt. Die haben sich unheimlich schwer getan, weil der (richtig dicke) Mainframe mit der S/W Struktur (Betriebssystem + Hauptkomponenten) so nicht mehr funktioniert, sondern sich je nach Betriebszustand ständig ändert bzw. im Fluß ist. Man muß bei der Fehlersuche den Funktionen nachsteigen und hat keine "festen Ankerplätze" mehr (es ist ein abstraktes Gesamtsystem, wo Funktionen zusammenspielen).

So ähnlich läuft es auch hier bei einigen "Spätberufenen" -- die müssen einfach noch mal ganz von vorne anfangen und das Ableiten üben. Für gelernte Elektrotechniker ist das zwar ein Haufen Überwindung, weil vieles anders gelernt/gelehrt wurde und ein großer Teil im Kopf auswendig sitzt, was aber bei HF und den dazugehörigen Rechenmethoden nicht mehr paßt. Sicher, V ist Volt, I Ampere und R Widerstand, aber das war's auch schon an Gemeinsamkeiten (so ganz grob). Wenn man nicht wieder alles auswendig lernen will oder kann, tief Luft holen und wirklich nochmal die alten Rechenbücher raus holen und üben. Die ganz Alten tun sich leichter, weil denen logarithmisches Rechnen per Tafelwerke regelrecht eingehämmert wurde, inkl. Rechenschieber und Überschlagsrechnung. Wer in der Schule schon den Taschenrechner hatte, ist mit etwas Pech eine arme Sau, hi, mit Verlaub. Der muß halt wirklich noch Mal mit dem Schulbuch anfangen. Es dauert ja keine Jahre mehr, ein paar Sache sind ja noch drin im Kopf.

Wenn man aus dem Logarithmus raus ist, zurück an den Anfang und lernen + üben. Das lohnt sich mehr, als irgendwelche Werte auswendig zu lernen. Das kommt mit der Übung von ganz alleine. Insoferm @HB9EVI, ist ja alles richtig mit den Beispiele, aber ohne "Untergrund-Verständnis" werden solche Regeln zum Ballst und keine Hilfe.

Ich habe, obwohl Mathe auch als Hobby, bei unserer Diskussion vor 2-3 Jahren zur Reflexion auf Leitungen, auch erst mal wieder mein Mathebuch ausgekramt und eine kurzen Refresher mit komplexen Zahlen gemacht. Da reichen wenige Stunden und es saß wieder. Je nach Vorkenntnissen dauert es eben etwas länger, aber ....... ich finde das besser, als irgend etwas auswenidig zu lernen. Die paar benötigten Formeln zum Ableiten lassen sich leichter merken als ein Sack voll Beispielwerte.

So, @Funkmechaniker, einfach noch mal wieder rein in die Anfänge, wo es nötig ist. Wer unser Hobby nicht als Beruf hat, oder 24/7 Funker/Bastler/Entwickler, muß das auch machen und ab und an auch was nachschlagen.

73 und viel Erfolg, Peter


  
 

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