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BeitragVerfasst: Sa 27.5.2017 15:06 
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Hallo,

irgendwo wurde mal eine Appnote veröffentlicht, wo es um Messungen an den gerne benutzten LDMOS der 1KW geht, ich hatte diese auch mal auf meinen Rechner, nur leider finde ich diese nicht mehr.

Vielleicht hat einer von euch noch den Link oder die Appnote selbst...

geht um die ganz oben im Bild zu sehende Version...

http://www.nxp.com/assets/images/en/blo ... io-GHz.jpg

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73´René


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BeitragVerfasst: So 28.5.2017 8:11 
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Hallo,

habe sie wieder gefunden...

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... TDvjSJC7og


falls es jemanden intersiert

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73´René


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BeitragVerfasst: Mo 5.6.2017 8:18 
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Hallo,

seltsame Wandlung oder "back to the roots"???
In der NXP Schaltung (TNX an Rene) werden 2 Speisedrosseln verwendet. In seinem neuesten Schaltungsupdate verwendet nun auch W6PQL 2 Drosseln. Was sagen die Spezialisten dazu? Zu diesem Thema ist ja schon viel Staub aufgewirbelt worden.Ich bin gespannt auf die Antwort(en).

73 Klaus - DL2HY


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BeitragVerfasst: Mo 5.6.2017 19:54 
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Schorn hat geschrieben:

seltsame Wandlung oder "back to the roots"???
In der NXP Schaltung (TNX an Rene) werden 2 Speisedrosseln verwendet. In seinem neuesten Schaltungsupdate verwendet nun auch W6PQL 2 Drosseln. Was sagen die Spezialisten dazu? Zu diesem Thema ist ja schon viel Staub aufgewirbelt worden.Ich bin gespannt auf die Antwort(en).


Macht Sinn, es sind ja auch zwei Transistoren mit Gegenkopplung von Drain zum Gate.
Die Gatespannungen würde ich ebenfalls über getrennte Drosseln zuführen und nicht durch den Übertrager.


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BeitragVerfasst: So 2.7.2017 19:11 
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Schorn hat geschrieben:
In der NXP Schaltung (TNX an Rene) werden 2 Speisedrosseln verwendet. In seinem neuesten Schaltungsupdate verwendet nun auch W6PQL 2 Drosseln. Was sagen die Spezialisten dazu? Zu diesem Thema ist ja schon viel Staub aufgewirbelt worden.Ich bin gespannt auf die Antwort(en).


Zwei getrennte Drosseln sind kein Ersatz für eine bifilare Drossel. Auf UKW sind getrennte Drosseln üblich, so macht das auch (und nicht nur) W6PQL. Für Kurzwelle setzt er aber auf einer ordentlichen, bifilaren Ausführung.

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73, Robert.


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BeitragVerfasst: Mo 3.7.2017 1:48 
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0ri0n hat geschrieben:
Zwei getrennte Drosseln sind kein Ersatz für eine bifilare Drossel. Auf UKW sind getrennte Drosseln üblich, so macht das auch (und nicht nur) W6PQL. Für Kurzwelle setzt er aber auf einer ordentlichen, bifilaren Ausführung.


Ich denke das hat wohl nichts mit Ersatz zu tun, eher wohl mit andere Lösung.

Primär geht es ja bei beiden Wegen um den HF-Abschluß gegen die Versorgungsspannung.

Meine Erfahrung ist, das getrennter, symmetrischer Aufbau robuster ist gegen Fehlverhalten des Bedieners.

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73´René


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BeitragVerfasst: Mo 3.7.2017 21:09 
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DJ1YR hat geschrieben:
Ich denke das hat wohl nichts mit Ersatz zu tun, eher wohl mit andere Lösung.


Für Klasse-A Betrieb ist die 2-Drossel Lösung OK, für Klasse-B (bzw. AB) aber höchstens eine Notlösung.

DJ1YR hat geschrieben:
Primär geht es ja bei beiden Wegen um den HF-Abschluß gegen die Versorgungsspannung.


Nicht nur. Eine bifilare Drossel ist gleichzeitig auch ein 1:4 BALUN, eine (hier notwendige) Eigenschaft die getrennte Drosseln nicht bieten können.

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73, Robert.


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BeitragVerfasst: Di 4.7.2017 8:42 
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0ri0n hat geschrieben:
Eine bifilare Drossel ist gleichzeitig auch ein 1:4 BALUN, eine (hier notwendige) Eigenschaft die getrennte Drosseln nicht bieten können.


Das wäre zwar mitunter recht praktisch, würde an 50 Ohm Antennen an denen in der Regel Kabeldrosseln als Balun eingesetzt werden die Anpassung versauen.

Wie eine bifilare Drossel ein 1:4 Balun sein könnte müsstest Du mal erläutern und auch inwiefern ein 1:4 Balun in Form einer bifilaren Drossel für die Stromversorgung der Endstufe eine notwendige Eigenschaft sein sollte.
Transportiert sie doch lediglich den Gleichstrom für die Transistoren und verhindert den Abfluss der HF ins Netzteil.


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BeitragVerfasst: Di 4.7.2017 9:22 
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0ri0n hat geschrieben:
Für Klasse-A Betrieb ist die 2-Drossel Lösung OK, für Klasse-B (bzw. AB) aber höchstens eine Notlösung.
Dann sind alle Gegentakt-Endstufen im AB Betrieb auf UKW Notlösungen...

0ri0n hat geschrieben:
...Eine bifilare Drossel ist gleichzeitig auch ein 1:4 BALUN, eine (hier notwendige) Eigenschaft die getrennte Drosseln nicht bieten können.
Das wüsste ich auch gerne genauer. :-)
Sicher, bei der bifilaren Drossel findet eine Kompensation der Vormagnetisierung durch den Gleichstrom der Versorgungsspannung statt.
Aber bei einem 43er Ferrit ist µr für 0Hz genügend klein, dass das keine Rolle spielt.
Folgerichtig sieht man auf dem Infrarotbild auch überhaupt keine Kernerwärmung der Drossel durch den Stromfluss.

73, André


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BeitragVerfasst: Mi 5.7.2017 23:07 
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rejection hat geschrieben:

Transportiert sie doch lediglich den Gleichstrom für die Transistoren und verhindert den Abfluss der HF ins Netzteil.


Nicht ausschließlich. Die Drossel hat auch eine transformierende Wirkung und stellt außerdem sicher, dass der Ausgangsübertrager, für jede Halbwelle, immer symmetrisch betrieben wird. Dazu folgendes einfaches Bsp.:

Dateianhang:
PA_Bifilare_Drossel.jpg


Das Bild zeigt den Zustand während einer Halbwelle (Stromflusswinkel je Transistor 180° bzw. leicht darüber). Aufgrund der vorhandenen Spannungen und Ströme sieht der FET an seinem Drainanschluß eine Last die bei 1/4 des 50Ohm-Lastwiderstandes RL liegt. Der Drain-Drain Widerstand bei Klasse B (bzw. AB) ist aufgrund der transformatorischen Eigenschaft (1:4 UN-BAL) der bifilaren Drossel 4-mal höher. Die Drossel stellt darüber hinaus noch sicher, dass der Eingang des 1:1 Ausgangsübertragers (3-Port) stets symmetrisch gespeist wird. Ob der Einsatz einer bifilaren Drossel überhaupt angebracht ist hängt schlussendlich von der Bauart des Ausgangsübetragers ab.

dl8yev hat geschrieben:
Dann sind alle Gegentakt-Endstufen im AB Betrieb auf UKW Notlösungen...


"Notlösung" ist zwar leicht übetrieben ausgedrückt doch 2 getrennte Drosseln sind imo eine eher suboptimale Lösung. Das gilt nicht für deren Einsatz in Klasse-A Verstärkern. Auf UKW und insbesondere bei extrem breitbandigen Gegentakt-Endstufen hat man nunmal keine große Auswahl.


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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73, Robert.


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BeitragVerfasst: Do 6.7.2017 14:32 
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Hallo,

das sind zwei unabhängige Drosseln, deren HF-Eingang in Reihe und DC-Eingang parallel geschaltet ist (nicht bifilar).
Das Magnetfeld für DC wird deshalb nicht kompensiert.

Für "DC-bifilar" fehlt ganz einfach der zweite Drahtdurchgang zur Gegenseite, dafür ist die HF-Phase durch die Röhrchen super stimmig.


Peter


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BeitragVerfasst: Mo 10.7.2017 10:55 
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Hallo Robert,
hier habe ich einen interessanten Artikel dazu gefunden: http://ludens.cl/Electron/mosfetamps/amps.html
Klar ist, dass die bifilare Drossel keine transformatorische Wirkung hat.
Sie zwingt aber auf die Primärseite des Ausgangsübertragers, an welcher ein Transistor gerade nicht leitet, die Versorgungsspannung plus die invertierte Hüllkurve der Gegenseite auf.
Das führt dann im peak zur doppelten HF-Spannung und sorgt damit für eine einwandfreie Funktion des 1:4 Trafos.
Diese Massnahme ist aber ausschliesslich bei dieser speziellen Trafoart erforderlich um einen virtuellen Mittelpunkt der einzigen Primärwindung zu finden.
Bei den LDMOS Endstufen werden aber beide Drain-Kreise unabhängig voneinander in Transmissionline-Übertragern transformiert.
Daher könnte man auf die Idee kommen, dass hier eine bifilare Speisedrossel eher schädlich ist und in der Tat auch eine Einspeisung von Ug über zwei getrennte Drosseln anzustreben ist.
Bei selektiven Verstärkern auf UKW ist eine einfache Einspeisung in Schwingkreismitte über eine Drossel ebenso kein Problem und definitv keine Notlösung.
Das hätte mich auch sehr gewundert. Ich habe doch einige UKW-Röhren PAs in Gegentakt aufgebaut und damit immer sehr gute Wirkungsgrade erreicht. :-)
Ich werde bei Gelegenheit bei einem 12Volt TRX mal diese bifilare Speisedrossel nachrüsten um zu sehen was dann passiert...

73, André


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BeitragVerfasst: Mo 10.7.2017 21:52 
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Hallo André,

dl8yev hat geschrieben:
...hier habe ich einen interessanten Artikel dazu gefunden: http://ludens.cl/Electron/mosfetamps/amps.html


die Seite ist mir bekannt. Das Problem mit den Röhrchen-Trafos wurde schon oft und breit diskutiert. Sowohl Manfred (XQ6FOD) als auch Andreas (DL5CN) zeigen, dass eine bifilare Drossel bei dieser Art von Übertrager eben nicht wegrationalisiert werden kann und sollte. Dazu ist nichts hinzuzufügen.

dl8yev hat geschrieben:
Klar ist, dass die bifilare Drossel keine transformatorische Wirkung hat.


Ich habe im von mir angehängten Bild dargestellt, dass eine bifilare Drossel sowohl transformiert (Impedanz / Spannung) als auch symmetriert. Klarer geht es fast nicht mehr.

dl8yev hat geschrieben:
Sie zwingt aber auf die Primärseite des Ausgangsübertragers, an welcher ein Transistor gerade nicht leitet, die Versorgungsspannung plus die invertierte Hüllkurve der Gegenseite auf.Das führt dann im peak zur doppelten HF-Spannung und sorgt damit für eine einwandfreie Funktion des 1:4 Trafos.


Genau. Diese Aussage steht jedoch im Widerspruch zu deiner Behauptung es wird nicht transformiert. Legt man den Ausgangsübertrager kurz beiseite, ist es offensichtlich, dass die Drain-zu-Drain Spannung aufgrund der bifilaren Drossel doppelt so hoch im Vergleich zum Spannunshub am Drainanschluß eines einzelnen Transistor ist. Das wäre nicht möglich würde die Drossel nicht transformieren.

dl8yev hat geschrieben:
Diese Massnahme ist aber ausschliesslich bei dieser speziellen Trafoart erforderlich um einen virtuellen Mittelpunkt der einzigen Primärwindung zu finden.


Nicht ausschließlich. Leitungsübetrager möchten z.B. auch über eine volle Signalperiode symmetrisch betrieben werden. Bei einem AB-Verstärker ohne bifilarer Drossel wäre das aber nur während des kurzen Zeitintervalls um den Nullpunkt der Fall, da wo der Verstärker in echter Klasse-A arbeitet.
Nur bei echter Klasse-A, d.h. wenn beide Transistoren über die vollen 360° arbeiten, ist eine bifilare Drossel völlig transparent und läßt sich mit 2 getrennten Drosseln bzw. einer anderen equivalenten Lösungen ersetzen.

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73, Robert.


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BeitragVerfasst: Di 11.7.2017 0:29 
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0ri0n hat geschrieben:
dl8yev hat geschrieben:
Klar ist, dass die bifilare Drossel keine transformatorische Wirkung hat.


Ich habe im von mir angehängten Bild dargestellt, dass eine bifilare Drossel sowohl transformiert (Impedanz / Spannung) als auch symmetriert. Klarer geht es fast nicht mehr.


Das kann sie eben nicht.
Wickle bitte mal eine 50 Ohm Leitung zu einer bifilaren Drossel auf und messe das Stehwellenverhältnis an einem 50 Ohm Widerstand und an einem 200 Ohm Widerstand.

Ein 1:4 Guanella ist eben keine bifilare Drossel.


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BeitragVerfasst: Di 11.7.2017 16:46 
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Was wären denn die Folgen, wenn man einen AB Verstärker ohne biffilare Drossel betreibt, egal ob normaler Trafo oder per Transmissionline.

Ich baue beides, wobei die 9:1 "TL", ja keine TL sind, ich könnte in der Verstärkung keine, im Frequenzgang kleine und in der IMD kleinste Unterschiede feststellen.

Diese Ausführungen über die kaum bis Nichtfunktion von Röhrchentrafo´s kenne ich, ich wundere mich dann über die Inkompetenz diverser Größen wie Hagenuk, R&S, Hilberling usw., welche alle nicht funktionierende PA´s, sogar frecherweise teils ohne biffilare Speisedrossel Endstufen bauen und verkaufen, ich glaube es wäre Zeit für eine Sammelklage, um diesen Treiben ein ende zu setzen.

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73´René


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