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BeitragVerfasst: Do 18.5.2017 9:26 
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S3
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Registriert: Mi 10.5.2017 1:42
Beiträge: 13
Wohnort: Quedlinburg
Ich habe bisher industriell gefertigte oder nach Bauanleitung dimensionierte Schaltungen abgeglichen,
bei denen mit Drehko oder geshunteten Kapazitätsdioden abgestimmt wurde.

Dabei fiel mir auf, dass es für Selbstbauprojekte ohne Vorberechnungen ein ziemlicher experimenteller Aufwand wurde,
das richtige L-C-Verhältnis zu finden, um zwischen Oszillator- und Vorkreisen Gleichlauf herzustellen.
Vor allem, wenn die Vorkreise recht schmalbandig gelungen sind, ist das richtig schwierig.

In einigen Geräten, die mit Drehko abgestimmt werden, hat das Drehkopaket ein - bis drei Platten mehr und im Extremfalle
hatte der Doppeldrehko ein Paket mit 85pF und eines mit 250pF Endkapazität.

Ich kann mich erinnern, dass es Nomogramme gegeben hat, da hat man ein Lineal und ein Dreieck benutzt und
konnte quasi geometrisch rechnen, welchen Variationsbereich die Drehkopakete haben müssen bei welcher Induktivität
und Parallelkapazität im jeweiligen Parallelschwingkreis.

Kennt Jemand eine Berechnungsformel dafür, wenn Empfangsbereich und ZF gegeben sind, wie man Oszillatorkreis gegenüber Vorkreis zu dimensionieren hat, damit man mit Trimmer und Spulenabgleich bei der Feinkorrektur auf Gleichlauf kommt?


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BeitragVerfasst: Do 18.5.2017 16:30 
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S8
S8

Registriert: Di 26.8.2008 23:59
Beiträge: 8780
Hi,
suche mal nach "Superhet 3 Punkt Abgleich".
Ich finde aber das man mit nem extra Preselektor Drehko besser drann ist...
Kannst du immer aufn Punkt abstimmen. Nicht nur an 3 Stellen.

73 de DL3FOX Uwe

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BeitragVerfasst: Fr 19.5.2017 13:55 
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S6
S6

Registriert: Di 7.4.2015 11:27
Beiträge: 58
Hallo,

ich hatte mir vor vielen Jahren für so was eine EXCEL-Tabelle gemacht, als ich die Werte für einen vorhandenen Dreko und den Mittelwellenbereich bestimmen wollte. Eine Spalte für die Dreko-Kapazität in 10 pF-Schritten (bei Plattenpaketen unterschiedlicher Kapazität müssten es zwei Spalten werden). Dann eine Spalte für die Freqeunz des Eingangskreises und hier erst mal experimentell durch wechselseitiges verändern (L bei unterer Frequenz, C bei oberer Freqeunz) die Werte für Induktivität und Parallelkapazität bestimmen. Das gleiche für den Oszillatorkreis, bloß hier noch eine Kapazität in Reihe um Dreko-Plattenpaket. Die Frequenzen in einem Diagramm abbilden und mit verschiedenen Werten für die Reihenkapazität experimentieren. Man sieht sehr schön, wie sich der Gleichlauf verändert. Ich hatte es damals für den Mittelwellenbereich mit seiner relativ großen Frequenzvariation von 3:1 auf eine Gleichlaufabweichung von max. rund 1% gebracht.

Bernd


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BeitragVerfasst: So 21.5.2017 22:12 
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S5
S5

Registriert: So 28.12.2014 19:47
Beiträge: 33
Wie wär's damit?
(Da "ZIP" nicht erlaubt ist, habe ich die Endung auf "txt" geändert, also wieder in zip ändern)


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BeitragVerfasst: Mo 22.5.2017 23:42 
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S3
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Registriert: Mi 10.5.2017 1:42
Beiträge: 13
Wohnort: Quedlinburg
Es scheint fast so, dass es auch bei starrer mechanischer Kopplung der Drehkopakete wirklich
keinen Gleichlauf geben kann.
Das ist unabhängig vom Plattenschnitt und davon, dass das Oszillatorpaket eines Tandem-Drehkos
z.B. zwei bis 6 Platten mehr hatte.
Ich erinnere mich an eine ähnliche Kurve aus Lehrbüchern in Verbindung damit, dass bei Rundfunkempfängern
nach Angleichen des Oszillators an die Anzeige auf Skala nach zwei vom Hersteller vorgegebenen Messpunkten
Gleichlauf angestrebt wurde.
An beiden Meßpunkten musste das Generatorsignal auf höchstmöglichen Empfangspegel
eingestellt werden.
Bei Autoradios oder überhaupt bei induktiv abgestimmten Tunern für KW gab es nur einen Messpunkt
auf der Skala, der im MW-Bereich bei 1,5kHz lag.
Demnach ist eine getrennte Vor- und Oszillatorkreisabstimmung die sauberste Lösung?


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BeitragVerfasst: Di 23.5.2017 0:57 
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S8
S8

Registriert: Di 26.8.2008 23:59
Beiträge: 8780
Ja.
Bei mir hab ich z.B einen Preselektor Parallelkreis drinnen. Danach FET Impedanzwandler auf 50 Ohm und Ringmixer.
Da kannst du ca. 1:3 abstimmen, also z.B. 3,5-10,2 MHz. Kannst auch gleich Anzapfungen für nieder- und hochohmige Antennen machen. Mit nem grossen Ringkern kommt man auch auf ne vernüftige Güte von um 200.

Der VFO muss auf 80m 300 KHz überdecken, auf 40m 200 KHz, auf 30m 50 KHz.
Berechne das mal zusammen.. ;)

Vorteil bei einfachen Empfängern: Du brauchst kein RF Gain Regler, einfach den Vorkreis was verstellen.

Andere Möglichkeit wären die üblichen 2 oder 3 Kreiser Bandpässe für die Afunk Bänder. Da brauchst du dann nix mehr abstimmen und hast auch ne wesentlich höhere Sperrdämpfung als bei nur einem Kreis.

Kommt eben immer drauf an..bei QRP und 10m Draht in nem Baum brauchst keine fette Vorselektion.
Bei ner ausgewachsenen Antenne in 20m Höhe kann da schon einiges an Summenspannung zusammen kommen...

Auf 40m nützt der beste Bandpass am oberen Ende leider nix da die Rundfunksender gleich bei 7,2 MHZ anfangen. Da hilft nur noch ein Mixer mit hohem IP3...

73 de DL3FOX Uwe

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