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irc
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 Betreff des Beitrags: 433 MHz Empfänger und Kondensatoren
BeitragVerfasst: Di 10.1.2017 20:21 
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Hallo,

zur Zeit beschäftige ich mich mit den Arduino Mikrocontroller und möchte die Funksignale meiner 433MHz Funk-Türglocke verarbeiten.

Als Empfängerbaustein habe ich ein RXB6 von Ebay.

Der hat +/- 5V und einen Datenausgang und eben eine Antenne mit 17,3cm länge.

Der Empfänger funktioniert, nur ist der Empfang nicht immer so toll. In einem englischen Forum wird dazu geraten in unmittelbarer Nähe des Empfängers bei +5V und Masse drei Kondensatoren parallel zu schalten.

1 x 100nF Keramik
1 x 0.47 µF Elko
1 x 10 µF Elko

Ich habe solche Sachen nicht hier also habe ich einen Hobby-Elektriker nach diesen drei Kondensatoren gebeten die ich auch erhalten habe. Er meinte es sei blödsinn da drei Parallel zu schalten wenn es auch ein großer täte.

Ich hab von Elektronik, Entstörung und Funktechnik keine Ahnung und wie heißt es so schön, wer nicht fragt bleibt dumm. Darum will ich hier bei Amateuerfunkern die von solchen Sachen deutlich mehr Ahnung haben mal nachfragen wie die das so sehen.


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BeitragVerfasst: Di 10.1.2017 20:44 
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Ohne weitere Hintergründe zu der Modifikation kann man dazu nur eines sagen:
Den Wert, der damit angestrebt wird, gibt es schlicht und ergreifend nicht als "einen großen" Kondensator. Daher werden wohl die drei so parallel geschaltet.


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BeitragVerfasst: Di 10.1.2017 20:55 
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Man sollte erst mal gucken WO das Problem liegt...irgendwo Kondenstoren einbauen hilft meistens nicht weiter wenns Schaltungsdesign an sich ok ist.

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BeitragVerfasst: Di 10.1.2017 20:59 
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Registriert: So 25.11.2012 19:16
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Störungen die vom Mikrokontroller ausgehen sollen die Empfangsqualität des Empfängers verschlechtern. Manchmal ist auch zusätzlich das Netzteil oder irgendwelche StepUp Bausteine die Rede die z.B. aus 1.5V eben 5V machen und in die restliche Schaltung stören und das Verhältnis von Signal zu Rauschen unschöner machen.

Es gibt da einen anderen 433 Empfänger aus China der sich "XY-MK-5V" nennt. Den habe ich auch aber der empfängt nur innerhalb weniger cm entfernung zuverlässig während der RXB6 auch mehre Meter schafft. In einem anderen Forum schreiben die das der XY-MK-5V deswegen so schlecht empfange weil er beim Empfang selbst irgendetwas anfängt zu senden was man auf dem Oszyloskop sehen könne das da dann in die Leitung gestört wird und der Empfang letztlich in den Keller geht. Dann habe ich wiederrum wo anders gelesen das einer dieses Modul etwas umgebaut hat (was genau schreibt jener nicht) und da würde das Ding plötzlich auch gute Reichweiten haben.

Jedenfalls scheint die Elektronikbastelei selbst ein Störsignalgenerator zu sein da ich mein Digital-Radio Empfänger im Empfang störe und es 10cm weiter weg stellen muss für einen guten Empfang, wenn das Arduino mit einem kleinen 20x4 LCD Display betrieben wird.

Soweit mal als Laie paar Infos von den Arten von Störungen die da ausgehen.


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BeitragVerfasst: Di 10.1.2017 21:01 
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Beiträge: 2901
Wellensittich hat geschrieben:
Hallo,

zur Zeit beschäftige ich mich mit den Arduino Mikrocontroller und möchte die Funksignale meiner 433MHz Funk-Türglocke verarbeiten.

Als Empfängerbaustein habe ich ein RXB6 von Ebay.

Der hat +/- 5V und einen Datenausgang und eben eine Antenne mit 17,3cm länge.

Der Empfänger funktioniert, nur ist der Empfang nicht immer so toll. In einem englischen Forum wird dazu geraten in unmittelbarer Nähe des Empfängers bei +5V und Masse drei Kondensatoren parallel zu schalten.

1 x 100nF Keramik
1 x 0.47 µF Elko
1 x 10 µF Elko

Ich habe solche Sachen nicht hier also habe ich einen Hobby-Elektriker nach diesen drei Kondensatoren gebeten die ich auch erhalten habe. Er meinte es sei blödsinn da drei Parallel zu schalten wenn es auch ein großer täte.

Ich hab von Elektronik, Entstörung und Funktechnik keine Ahnung und wie heißt es so schön, wer nicht fragt bleibt dumm. Darum will ich hier bei Amateuerfunkern die von solchen Sachen deutlich mehr Ahnung haben mal nachfragen wie die das so sehen.


Das macht durchaus Sinn und ist auch üblich die Versorgungsleitungen in der Nähe der aktiven Bauelemente mit unterschiedlich grossen Kondensatoren abzublocken.
Auf die tatsächliche Größe der Kapazität kommt es dabei auch gar nicht an, sondern darauf wie schnell sich ein Kondensator bei einer bestimmten Störfrequenz umladen kann.
Den 0,47µF Kondensator würde ich schon nicht mehr als Elko wählen sondern als Vielschichtkondensator oder MKP oder FKP.


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BeitragVerfasst: Mi 11.1.2017 10:40 
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1 x 100nF Keramik
1 x 0.47 µF Elko
1 x 10 µF Elko

Natürlich macht man das so.

Das Problem ist einfach, dass die Eigeninduktivität des 10 uF bei hohen Frequenzen viel zu hoch ist, und die 100 nF bei tiefen Frequenzen viel zu wenig "C" haben.

Ersatzschaltbild des Kondensators ist eine Reihenschaltung von L - C - R mit dazu parallem R.

L wird bei grossen Kondensatoren so gross, dass es bei hohen Frequenzen dominant wird, du hast dann eine Spule, und keinen Kondensator mehr.

Die Lösung hilft aber nur, wenn die Störung über die Versorgung eingekoppelt wird.

Wenn die Antenne das Störsignal aufnimmt, musst du wohl die Antenne absetzten, oder den uC in ein Metallgehäuse setzten, alle Leitungen die rein / raus führen HF mäßig abblocken.

Grüsse, Alfred.


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BeitragVerfasst: Do 12.1.2017 18:37 
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Beiträge: 6
Danke für die Fachinfos :D


Zitat:
Ersatzschaltbild des Kondensators ist eine Reihenschaltung von L - C - R mit dazu parallem R.


Bitte das L C R erläutern welche von den Kondensatoren man alternativ auch in Reihe und welchen man parall wo anstöpselt.


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BeitragVerfasst: Do 12.1.2017 18:46 
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Gockel mal Ersatzschaltbild.. ;)

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BeitragVerfasst: Fr 13.1.2017 2:30 
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oh je :shock:

Danke für den Wink :D


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BeitragVerfasst: Fr 13.1.2017 9:50 
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Registriert: Sa 20.3.2010 22:13
Beiträge: 657
Und ich hatte überlesen, dass du wenig Ahnung von Elektrotechnik hasst, also hätte ich mir das auch sparen können, "rejection" hatte ja auch schon eine allgemeinverständliche Erklärung geliefert...
Grüsse, Alfred.


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