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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mo 19.6.2017 13:36 
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Hallo,

die erste Version des ZF-Verstärkers wird auf jeden Fall bipolar. Mit Mosfet's habe ich noch fast keine und mit Dualgate überhaupt keine Erfahrungen. Das kommt also erst später.
Eine Möglichkeit für Ip3-Messungen habe ich nicht. Mir ist schon klar, dass es da Probleme geben könnte, wenn man in den stark gebogenen Bereich der Transistorkennlinie kommt. Aber da ich es bisher auf 455 kHz genauso gemacht habe, und keine Probleme hatte, hoffe ich, dass es hier auch funktioniert.

Bernd


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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mo 19.6.2017 14:26 
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Hi Bernd,

ich hab PIN Dioden günstig bekommen und überlege eben damit bei sehr starken Signalen "vorne zu" zu machen. Mein ZF Verstärker bei 10,7 MHz läuft mit Dualgate Mosfets auch ganz gut, ich hab aber keine Aussenantenen drann und so auch keine richtige dicken Signale.
Mit nem IP3 Messplatz könnte man weiter sehen ;)

73 de DL3FOX Uwe

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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mo 4.9.2017 19:56 
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Hallo,

vor ein paar Wochen habe ich weitergebaut. Alles was 15/18 kHz ZF und 455 kHz ZF betraf ausgebaut und dafür die 10,7 MHz-Komponenten eingebaut. Als erstes auf dem Oszi die Signale vom Sender angeschaut. 80 m war ok, aber 40 m und 20 m sahen ziemlich unsauber aus. Beim näheren Hinsehen stellte es sich heraus, das die 3. Harmonische der DDS, die bei 40 m und 20 m so um die 3,XX MHz liegt mit der 10,7 MHz ZF eine Mischfrequenz bildete, die jeweils im 40 m und 20 m-Band lag und somit durch den Bandfilter kam. Da die 3. Harmonische am Eingang des Diodenringmischers durch die begrenzende Wirkung der Dioden entsteht, habe ich es erst mal mit anderen Mischern versucht: einem TUF-1 (wie beim Speaky von QRP-Projekt) und einem versuchsweise aufgebauten Mischer mit dem NE612. Ohne Erfolg, genau das gleiche Ergebnis.
Bei 40 m konnte ich mir erst mal behelfen, das ich die DDS-Frequenz über die ZF gelegt habe. Nicht nur 10,7 MHz - 3,6 MHz sondern auch 17,8 MHz - 10,7 MHz ergeben 7,1 MHz. Für 20 m kam diese Lösung nicht in Frage, da ich eine DDS-Frequenz von etwa 25 MHz benötigt hätte - bei einer mit 50 MHz getakteten DDS keine Chance. Im Empfang gab es nun aber relativ viele Pfeifstellen, darunter auch ein paar sehr laute. Trotz dem konnte ich so erst mal beim Leuchtturmwochenende ein paar QSO's machen.
Ich hatte nun 2 Möglichkeiten: 1. Eine neue DDS, die auch 25 MHz kann. Hoher Hard- und Softwareaufwand und gegen die Pfeifstellen hätte das auch nicht geholfen. Oder 2. eine niedrigere ZF. Einfacher, nur ein neues Ladderfilter, welches ich wegen seiner geringen Weitabselektion sowiso in näherer Zukunft durch ein neues ersetzen wollte.
Ich habe mich für 5 MHz entschieden. 5 MHz + 14,35 MHz sind 19,35 MHz, das schafft die DDS gerade so. Für das neue Ladderfilter habe ich ein neues Layout gemacht, mit 2 getrennten Relais. Damit komme ich auf eine Weitabselektion von über 60 dB und der Durchlassbereich sieht auch ein klein wenig besser aus, Welligkeit < 1 dB.
Nach Umschreiben der DDS-Software und Einbau des neuen Ladderfilters der erste Versuch: Das Sendesignal war auf allen Bändern wunderbar sauber, aber der Empfänger war taub. Ich hatte vergessen, das ich dem ZF-Verstärker ja auch auf 5 MHz umstellen muss... Das mühsamste war hier das Ablöten der Abschirmbleche, die eigentliche Umstellung durch Austausch der Schwingkreiskondensatoren durch 4 mal so große und Neuabgleich ging schnell.
Danach ging auch der Empfang wieder. Eine einzige nennenswerte Pfeifstelle beim Empfang auf 3,750 MHz ist geblieben. Das auffälligste gegenüber dem alten Konzept mit LC-Filtern ist die wesentlich höhere Trennschärfe beim Empfang. Da hatte ich ja für das Senden 3 je 2-kreisige Bandfilter aber für den Empfang nur 1 2-kreisiges Bandfilter. Nun geht Senden und Empfang durch das Ladderfilter. An sonsten hat sich nicht viel geändert - außer der Tatsache, das ich nun auch auf 20 m funken kann. Am Wochenende hatte ich die ersten QSO's, neben Deutschland auch Dänemark, Niederlande und Slowenien.
Weiteres wieder auf http://www.familiemakowski.de/80m_Transceiver.html.

Bernd


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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mo 4.9.2017 20:21 
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Registriert: Di 26.8.2008 22:59
Beiträge: 9399
Hi,
ja hab auch einen alten RX mit 50 KHZ LC Filter..sowas kommt an Quarzfilter noch nicht ran.
Ladderfilter sollte bis 70-80 db Sperrbereich gehen. Ca. 20 db pro Quarz. Da kannst du durch bessere Schirmung ev. noch was raus holen.
Um die 10 Bit DDS mach ich noch einen Bogen, der ist mir als VFO noch nicht sauber genug.
Ich hätte gern mal so ein fertiges 14 Bit DDS Modul ( auf 2,54mm Raster Stecker), so winzig SMD kann ich auch kaum löten.
Ev. gibts die ja bald mal vom Chinesen ;)

73 de DL3FOX Uwe

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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Sa 9.9.2017 20:22 
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Registriert: Sa 16.5.2015 20:31
Beiträge: 169
DB2BMJ hat geschrieben:
Ich hatte nun 2 Möglichkeiten: 1. Eine neue DDS, die auch 25 MHz kann. Hoher Hard- und Softwareaufwand und gegen die Pfeifstellen hätte das auch nicht geholfen.


Hallo Bernd,

Du könntest statt des AD9835 den AD9834 probieren. Der ist zwar auch nur ein 10-Bit-DDS, ist aber nominell für 75 MHz Clock ausgelegt. Er lässt sich allerdings bis 100 MHz übertakten und liefert dann bestimmt die 25 MHz Ausgangsfrequenz. Alternative (ebenfalls 10-Bit) ist der AD9850 mit 120 MHz Clockrate. Wenn Du mehr willst, ist der AD9951 mit max 160 MHz externem Clock und 14 Bit die erste Wahl. Dort sind die Pfeifstellen sogar bei einem Mehrband-TRX vernachlässigbar (sowohl was Quantität als auch was Intensität betrifft) Allerdings benötigt der mehr Speisespannungen.

Ich teste gerade den Si5351 und bin ebenfalls recht angetan. Der Vorteil hier ist, dass Du gleich 3 Osziilatoren auf einem Board hast.

vy 73 de Peter

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Selbstbaukram


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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mo 11.9.2017 14:37 
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Registriert: Di 7.4.2015 10:27
Beiträge: 72
Hallo,

ich denke dass die Pfeifstellen nicht nur von der DDS kommen, trotzdem werde ich Chips mit höherem Takt und höherer Auflösung irgendwann mal testen, schon im Hinblick auf Erweiterung auf höherfrequente Bänder, ich bin ja erst bei 20 m. Aber das ist eher ein Fernziel. Im Moment muss ich erst mal meine 50 Watt PA reparieren, da ist mir während eines 20 m QSO ein Endstufentransistor abgebrannt.

Bernd


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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mo 11.9.2017 16:19 
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Registriert: Di 26.8.2008 22:59
Beiträge: 9399
Du kannst den DDS Chip ja erst mal durch einen sauberen analogen VFO ersetzen und gucken ob die Pfeifstellen dann weg sind..

73 de DL3FOX Uwe

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