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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mi 5.4.2017 11:36 
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Während des Wartens auf die Endstufe vom Funkamateurshop habe ich mal ein Ladderfilter nach http://www.wolfgang-wippermann.de/ladderfilter.pdf aufgebaut. 1 Teilstrich horizontal sind 1 kHz. Gar nicht so schlecht für den ersten Versuch finde ich.
Dateianhang:
ladder.jpg

Welche Pegel verträgt so ein Filter eigentlich?

@DL3KCZ: danke für den Link!

Bernd


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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mi 5.4.2017 11:58 
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Hi Bernd,
das leicht fallende Dach soll an der Quarzgüte liegen. Quarze mit kleinem Serienwiderstand sind da besser. Also keine SMD Quarze verwenden sondern die grosse Bauform.
Ich mach das alles mit AADE Filter, einige typische Quarze sind vorgegeben, man kann auch selber welche ausmessen und in die interne Datenbank stellen.
Die richtige Anpassung ist sehr wichtig.
Ich nehme auch Quarze aus der gleichen Baureihe/Charge und messe die Resonnaz dann aus.
Sollte auf 10% der Bandbreite übereinstimmen.
CW und SSB Filter gehen gut, breite AM Filter bei wenig MHz ist schwierig.

Die ganzen Spurs bei eifachen DDS und die langen 32 Bit Fliesspunktzahlen haben mich bisher abgeschreckt..;))

73 de DL3FOX Uwe


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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mi 5.4.2017 12:21 
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Anleitung AADE :

http://w1hue.org/filter.html

Beispiel: SSB Filter 5 MHz Quarze, 3 Stück

Design-> Crystal Ladder -> Classic->Buterworth/Cheby je nach Geschmack
rechts "default 5 MHZ" auswählen
Order=3
Bandwith 2,4 K
"grün ENTER"

Dann wird die Abschlssimpedanz ausgegeben, hier nix ändern. Filteranpassung(coupling) kann man auch so lassen.
Nochmal ENTER und speichern.

So, Schaltplan mit Werten ist fertig ;)

Jetzt noch auf Analyze, Voltage insert gain
Werte kann man übernehmen oder auch nur paar Khz Span angucken.


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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mi 5.4.2017 17:31 
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DL3KCZ hat geschrieben:
Die ganzen Spurs bei eifachen DDS und die langen 32 Bit Fliesspunktzahlen haben mich bisher abgeschreckt..;))


Die Spurs sind laut dem Rechner -70 dB, ich hoffe das stört nicht. Die Rechnerei für den DDS-Wert habe ich auf eine ganzzahlige Multiplikation reduziert - allerdings 32 Bit * 32 Bit = 64 Bit, in einem PIC in Assembler ganz schön heavy. Division (32 Bit / 32 Bit = 32 Bit) brauche ich dann erst für die Frequenzanzeige in Dezimalzahlen. Naja, ich mache beruflich Software, deshalb ist so was für mich vielleicht nicht ganz so abschreckend.

Bernd


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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mi 5.4.2017 18:37 
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Hi Bernd,
beachte auch das die Spurs frequenzabhängig sind und je nach Bereich (oben ist kritisch) nur paar dB unterm Träger..
Wenn das Teil fertig ist schadet es nix das am Speki mal durchzukurbeln.

Quarz-Filter: Leistung wird so 1-10mW angegeben, in der RX ZF hab ich noch keinen gebraten ;)
Bei 1-Röhren CW Sendern muss man aber aufpassen, das können die alten FT243 Quarze besser.

Die 16Fxx Pics werden vom C Compiler nicht gut unterstützt, bei DDS müsst ich dann also auf 18Fxx gehen und von PIC Basic alles auf C umstellen.
In Assembler tu ich mir das nicht mehr an ;))

73 de DL3FOX Uwe

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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mi 26.4.2017 23:21 
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Hallo,

Die QRP-Endstufe vom FA-Onlineshop ist fertig aufgebaut und funktioniert. Am Sonntag hatte ich das erste QSO auf 40 Meter.
Deshalb geht es jetzt weiter mit der 10,7 MHz Zwischenfrequenz. Im wesentlichen brauche ich dafür das Ladderfilter, den Trägeroszillator (oder wie auch immer man das nennt, das die beiden Frequenzen für oberes und unteres Seitenband erzeugt) und einen 10,7 MHz ZF-Verstärker. Das Ladderfilter hatte ich ja schon mal versuchsweise aufgebaut. Inzwischen habe ich die Bandbreite noch etwas verringert, die Dachschräge ist aber immer noch da. Da will ich noch etwas experimentieren, notfalls muss es so gehen, der Abfall beträgt nicht ganz 2 dB. Der Trägerfrequenzoszillator existiert auch schon, wie der LO auch mit dem AD9835. Ein 8-beiniger PIC schreibt einmalig nach dem Einschalten die Frequenzen in die Register, umgeschaltet wird dann mit dem Frequenz-Select-Anschluß. So kann ich schön genau den Abstand der Trägerfrequenzen von den Filterflanken einstellen.
Fehlt also noch der ZF-Verststärker und die Feinverstellung am LO, da der 437 kHz Oszillator entfällt. Letzteres ist nur ein Poti und eine Softwareänderung.
Wie immer ein etwas ausführlicherer Stand auf http://www.familiemakowski.de/80m_Transceiver.html.

Bernd


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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Mi 26.4.2017 23:52 
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Hi Bernd,
wenn AADE sein ok gibt beim Ladder Filter..dann kannst du nur noch gucken welche Quarze möglichst kleinen Serienwiderstand haben..also grosse verwenden, keine Mini-SMD Quarze.

73 de DL3FOX Uwe

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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Fr 28.4.2017 13:53 
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Hallo,

große Quarze verwende ich schon. So sieht die neue Filterkurve des Ladderfilters aus. So werde ich es wohl lassen. Zur weiteren Verbesserung müsste ich anfangen, Parallel- und Serienkapazitäten u.s.w. zu messen. Bisher habe ich die Quarze nur auf Ähnlichkeit der Resonanzfrequenz ausgesucht. Die lagen maximal 20 Hz auseinander.
Dateianhang:
filterkurven.jpg

Zum Vergleich noch mal Filterkurve (dunkelrot) des derzeit eingebauten Spulenfilters. Wie man sieht, war das gar nicht so schlecht. Könnte man auch so lassen, aber dann müsste ich für eine ausreichende Spiegelfrequenzunterdrückung bei 14 MHz eine weitere Frequenzumsetzung, die vierte, vornehmen. Das erspare ich mir mit dem Ladderfilter, wohl auch der Grund, warum das das übliche Konzept ist.
Noch ein Kuriosum am Rande: Im Gerät befinden sich derzeit mehr als 50 handgewickelte Spulen.

Bernd


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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Fr 28.4.2017 15:47 
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Hi,
normal baut man doch Einfachsuper mit 3-10 MHz ZF oder Doppelsuper mit 21-80 MHz ZF...
Warum 4 mal umsetzen ? Davon wird das Signal bestimmt nicht besser ;)
Ich messe die Quarze auch nur auf Frequenz aus, ich gehe davon aus das bei einer Charge/ein Hersteller die anderen Paramter hinreichend konstant sind.

Interessant wäre noch das Konzep "Symmetrische Ladderfilter" wo man die Halterungskapazität durch Spulen kompensiert. Noch nicht selber gebaut.

http://dk4sx.darc.de/ladderfilter.htm

73 de DL3FOX Uwe

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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Fr 28.4.2017 18:55 
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DL3KCZ hat geschrieben:
Hi,
normal baut man doch Einfachsuper mit 3-10 MHz ZF oder Doppelsuper mit 21-80 MHz ZF...


Wen meinst Du mit "man"?
Die analogen Transcever mit hoher ZF sind meist Dreifachsuper, manche auch 4-fach Super.


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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Fr 28.4.2017 19:29 
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Hi

bei den DDR Kisten hast du 1. ZF 70,2 MHz oder 28 MHz und 2. ZF 200 KHZ mechanische Filter.
Welchen Vorteil soll 3-oder 4 fach auf Kurzwelle haben ? Das kenne ich eher von UKW/UHF Scannern.

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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Sa 29.4.2017 0:25 
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DL3KCZ hat geschrieben:
Hi

bei den DDR Kisten hast du 1. ZF 70,2 MHz oder 28 MHz und 2. ZF 200 KHZ mechanische Filter.
Welchen Vorteil soll 3-oder 4 fach auf Kurzwelle haben ? Das kenne ich eher von UKW/UHF Scannern.


Die Kisten von denen Du sprichst waren wohl die große Ausnahme.
Ein Vorteil der Dreifachsuper ist z.B. Passbandtuning.
Seit 1985 habe ich nur noch Vierfachsuper in Betrieb, IC751A und IC-765.


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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Sa 29.4.2017 11:13 
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Ja, Passbandtuning kann man dann machen. Aber lohnt der Aufwand für einen Eigenbauempfänger ?
Jede Mischstufe bringt auch mehr Rauschen und unerwünschte Mischprodukte mit sich.
Eine 3. digitale ZF wird wohl auch ausserhalb der Otto Normalfunker Fähigkeiten liegen ;)
Wenn man wie in den alten Siemens Empfängern mit 30 KHZ LC Filtern als Hauptselektion arbeitet kann man auch die 3. ZF Stufe verwenden.
In den Seefunkempfängern um 1980 rum hat man als 2. ZF 1,4 MHz oder 455 KHZ drinnen. Da langt auch der Doppelsuper.

Drei- oder Vierfach Super sind eher was für kommerzielle Fertigung, wenn man vollen Zugriff auf alle möglichen Bauelemente hat.
Ich werden bei Eigenbau RX jedenfalls bei Einfach - oder Doppelsuper bleiben. Kann aber jeder machen wie er mag und Geld hat ;)

73 de DL3FOX Uwe

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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Fr 16.6.2017 14:27 
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So, inzwischen ist das Ladderfilter auf einer Leiterplatte und im Abschirmgehäuse. Leider hat durch ein etwas ungünstiges Layout die Weitabselektion etwas gelitten, aber für den Anfang ist es erst mal so ok.
Zur Zeit ist der 10,7 MHz-ZF-Verstärker in Arbeit. Mit zwei Transistorverstärkerstufen erreiche ich momentan 46 dB Verstärkung. Die Verstärkung werde ich erst mal wie bisher von Hand über die Basisvorspannung regeln. Wenn der ZF-Verstärker läuft, sind noch ein paar Softwareänderungen nötig. Aber das wird erst nach dem Urlaub.
http://www.familiemakowski.de/80m_Transceiver.html

Bernd


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 Betreff des Beitrags: Re: 80 m Transceiver Eigenbau
BeitragVerfasst: Fr 16.6.2017 18:56 
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Hi Bernd,
ich hab auch mal mit 2*Um Relais experimentiert zur Quarzfilter (SSB/CW) Umschaltung. Sollte man nicht machen wegen der Weitabselektion. Bei mir mit Lochsteifen Platine kam ich nur bis ca. 30db Sperrdämpfung.
Richtig: getrennte Relais am Eingang und Ausgang, das unbenutzte Filter wird auf Masse gelegt.
Betriebsspannung sorgfältig entkoppeln. Ein-Ausgänge vom Filter sollen sich auch nicht irgendwo anders auf der Platine "sehen" können. So kann man auf 80-100 db Sperrdämpfung kommen.

Mich würde auch mal interessieren wie dein ZF Verstärker mit Mosfet arbeiten würde. Kannst du da Ip3 Messungen bei runtergeregeltem Zustand alle 10 dB machen ? Mal die Transistor , mal die Mosfet Version mit BF1009 ?

73 de DL3FOX Uwe

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