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BeitragVerfasst: Do 10.12.2015 17:42 
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Hallo,
es geht um die Prüfung ! (nicht um die Autokorrektur).
hmm... Berichte mal .....

Darüber sollte (verdammt nochmal ) auch mal einer schreiben.... und nicht nur die "Frage-Panik" vorher. (Also die Angst zu wenig gelernt zu haben...oder irgendsowas..)

Wer, wenn nicht die gerade zur Prüfung waren, hat das noch präsent ...

Also los -> vielleicht machts dem Nächsten etwas mehr Mut, doch hinzugehen !

Fred


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BeitragVerfasst: Do 10.12.2015 18:56 
Ok....Lernen war eigentlich nicht das Problem für Technik wurden einfach auf dem Schulhof und im Religionsunterricht :wink: die Bücher von DJ4UF gelesen und immer im letzten Monat noch 5 Minuten für Vorschriften. Betrieb habe ich nicht gemacht hier war aber der Ausbildungsfunk federtragend. Zur Prüfung wurden dann gesagt das ich sehr gut bestanden habe!

Mein Tipp: Keine Hektik und bei der Prüfung alles nochmal Kontrollieren


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BeitragVerfasst: Di 15.12.2015 23:45 
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Registriert: Di 15.12.2015 21:42
Beiträge: 29
"Darüber sollte (verdammt nochmal ) auch mal einer schreiben..."

:D O.K. dann widme ich meinen ersten Beitrag im Forum mal der Frage wie die Prüfung so war…

Um so rein formal zu wissen wie die Prüfung abläuft und was vorher/nachher zu tun ist finde ich die Youtube Videos von Arthur Konze zum Thema wirklich sehr informativ. Ist halt ziemlich viel Papierkram drumherum.

Wie habe ich mich vorbereitet? Ausschließlich Hilfe der Software Afutrainer (top!), den "Lichtblicken" und der ausgedruckten Formelsammlung + Taschenrechner (Smartphone iss nicht in der Prüfung!), die einem auch bei der Prüfung zur Verfügung steht.
Hab' im Afutrainer so lange trainiert, bis ich "Professor" war.
Vorkenntnisse: 'hab an einer TU E-Technik studiert, allerdings Regelungstechnik vertieft und habe von der Arbeit her keinen Kontakt zum Thema.

Anreise zur Prüfung: Bin etwa 30 Minuten vorher da gewesen (war noch in Köln, Stolberger Straße). Ich war gespannt wer da sonst noch so auftaucht. Überraschenderweise sind die meisten Prüflinge schon im fortgeschrittenen Alter (50+), ein paar wenige Leute um die 20. Frauenanteil geschätzt 1/30.

Die Prüfung selber: Wie bei Arthur K. im Video gezeigt werden die drei Prüfungsabschnitte nacheinander geprüft. Man kann zwischendurch eine Pause machen (es gibt ja noch Raucher…).
Die Prüfungsatmosphäre war freundlich (ein Prüfer von der BnetzA + ein Helfer vom DARC schmissen die Prüfung). Ich weiß nicht mehr genau wie lange man jeweils Zeit hatte, aber es war wirklich sehr komfortabel.
Mein Eindruck war, dass ich im Gegensatz zu den allermeisten noch den Taschenrechner bedient habe. Ich kann mir die Zahlenwerte der Antworten (im Technikteil) nicht merken, so habe ich alles von Hand ausgerechnet - hab' noch nach Schmierpapier gefragt um mal schnell ein paar Gleichungen umstellen zu können.
Die meisten schienen mit einer Wahnsinn-Gedächtnisleistung die Antworten aus dem Kopf abrufen zu wollen und auch zu können.

Die Auswahl der Fragen war absolut fair. Gerade im Technikteil (habe direkt A gemacht) waren wirklich einige Fragen dabei, die eine sichere Bank waren. Wenn man im Afutrainer den Schwierigkeitsgrad für eine Testprüfung hoch einstellt ist das deutlich härter - also kein Panik. Wenn ich mich recht erinnere waren keine wilden Schaltungen dabei, die man verstehen/durchrechnen hätte müssen.

Nachdem man abgegeben hatte wurde man in einen Warteraum gebeten. Pinkeln ging dann glaube ich nicht, weil sonst die Prüflinge, die noch in der Prüfung steckten nicht mehr auf den Locus hätten gehen dürfen.
Nach und nach kam der Prüfer dann rein und teilte einer Gruppe von jeweils 3-4 Leuten die jeweiligen Ergebnisse mit. Einigen ging im Warteraum voll die Düse - interessant zu sehen wie gestandene Mitfünfziger wieder wie Schuljungen dasitzen, die die Hausaufgaben noch schnell in der letzten großen Pause abgeschrieben haben und hoffen daß der Lehrer nix merkt :D .

Die Durchfallquote war dann recht gering und die Freude über die bestandene Prüfung riesengroß.
Echt berührend war ein Rentner, der zunächst fest davon ausging die letzte große Prüfung in seinem Leben vergeigt zu haben und dann aber doch (auch ohne mündliche Nachprüfung) bestanden hatte. Das war für ihn mindestens wie Ostern, Weihnachten und Geburtstag an einem Tag.

Die Leute, die von E auf A aufgestockt haben konnten/mussten direkt ihre alte Zulassung abgeben und erhielten einen neuen Zettel (die neue A-Zulassung?). Kenne mich da nicht so aus, vielleicht schreibt einer das Vorgehen dazu hier mal auf.
Ich musste auf die Zulassung zum Amateurfunkdienst dann noch ein wenig warten - vielleicht 4-5 Werktage, dann hatte ich die Pappe auch in der Hand.

Die Laberei im Warteraum von einigen Leuten (auch mit-angereisten altgedienten OMs) kann z.T. ätzend sein. Ist ja sinnlos dann noch über Fragen oder gar Prüfungen von vor 30 Jahren zu diskutieren, wenn man seinen Kram abgegeben hat und nur auf das Ergebnis wartet.
Falls man da empfindlich ist sollte man sich einen MP3-Spieler/Smartphone mitnehmen und Musik hören bis einem das Ergebnis mitgeteilt wird.

Also: Zahnarzt ist schlimmer. Immer ran an die Bouletten 8) .


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BeitragVerfasst: Mi 16.12.2015 3:21 
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Funkfux hat geschrieben:
Die Leute, die von E auf A aufgestockt haben konnten/mussten direkt ihre alte Zulassung abgeben und erhielten einen neuen Zettel (die neue A-Zulassung?). Kenne mich da nicht so aus, vielleicht schreibt einer das Vorgehen dazu hier mal auf.

Bei E war es seinerzeit (in Köln) so, dass diejenigen, für die die Kölner Zweigstelle auch die örtlich zuständige war, die Zulassung gleich mitnehmen konnten. Wir wurden nacheinander zu einem netten Gespräch zu Frau Wiethoff gebeten, die dann die Wunschcalls (soweit angegeben) direkt in der Datenbank recherchierte und die Zulassung ausdruckte. (Überhaupt waren alle bei der Agentur sehr nett und wohlwollend, vor schlechter Stimmung oder übellaunigem Kommandoton muss man keine Angst haben.)

Beim Aufstocken war es anders. Ich hatte die letzte Prüfung am Standort Köln wahrgenommen, und da war alles schon im Umbruch, wurde teilweise schon von Dortmund aus organisiert. Vor der Prüfung hat Frau Wiethoff die Anträge für die A-Zulassung und die alte Zulassung eingesammelt, das wurde nachher dann nach Dortmund geschickt. Trotz der Warnung, dass es etwas länger dauern könnte, weil in Dortmund nun einiges an Arbeit hinzugekommen war, kam die neue Pappe schon nach ein paar Tagen per Post.

Zitat:
Ich war gespannt wer da sonst noch so auftaucht. Überraschenderweise sind die meisten Prüflinge schon im fortgeschrittenen Alter (50+), ein paar wenige Leute um die 20. Frauenanteil geschätzt 1/30.

War beim ersten Mal auch so, beim Upgrade waren doch einige Jüngere da.

Wenn ich mich recht erinnere, war eine weibliche Kandidatin dabei. In einem Fall wurde nachher eine mündliche Prüfung angeboten (was daraus wurde, habe ich nicht mehr mitbekommen). Ein jüngerer Prüfling hatte versemmelt, der hat mir ganz schön leidgetan, aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel – gut möglich, dass er inzwischen OM ist.

Zitat:
Mein Eindruck war, dass ich im Gegensatz zu den allermeisten noch den Taschenrechner bedient habe. Ich kann mir die Zahlenwerte der Antworten (im Technikteil) nicht merken, so habe ich alles von Hand ausgerechnet

Das hatte ich mir auch gleich beim Lernen und Wiederholen angewöhnt: Alle Aufgaben bei jeder Abfrage noch einmal ausrechnen, so kommen die Rechenwege in den Kopf. Dafür ist auch in der Prüfung Zeit genug, und es kommen auch nicht so wahnsinnig viele Fragen, bei denen in mehreren Schritten gerechnet werden muss, meist sind es einfache Formelanwendungen. Den Versuch, mir Ergebnisse zu merken, habe ich gar nicht erst unternommen.

Zitat:
Einigen ging im Warteraum voll die Düse - interessant zu sehen wie gestandene Mitfünfziger wieder wie Schuljungen dasitzen, die die Hausaufgaben noch schnell in der letzten großen Pause abgeschrieben haben und hoffen daß der Lehrer nix merkt :D .

Man hat's nicht in der Hand. Bei der ersten Prüfung fand ich das auch ziemlich locker, aber beim Upgrade wurde ich nach(!) der Prüfung so nervös, wie ich das zum letzten Mal an der Uni im Staatsexamen erlebt habe (und das ist ein paar Jahrzehnte her). Ich war selbst ziemlich überrascht – hängt wohl von der Tagesform ab.

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Hans

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„Und hast du die Ausrufezeichen bemerkt? Es sind fünf. Ein sicheres Zeichen dafür, dass jemand die Unterhose auf dem Kopf trägt.“ (T. Pratchett)


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BeitragVerfasst: Mi 16.12.2015 10:01 
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Sehr interesannt zu lesen wie Ihr die Prüfung erlebt habt! Das hilft gerade den Leuten, die kurz davor stehen, etwas die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen.
Ich selber habe ich mich erst letze Woche entschlossen das Thema Afu-Prüfung anzugehen, stehe also noch ganz am Anfang. Mit meiner großen Klappe war ich mir sicher da Klasse A kein Thema sein dürfte - immerhin bin ich Energieelektroniker mit über 20 Jahren Berufserfahrung. Bis ich dann die Fragen gesehen habe :shock: Ich denke vor 20 Jahren nach der Facharbeiterprüfung wäre das wirklich kein Thema gewesen, war in der Berufsschule alles mal Thema. Aber nach der Lehre hat man keinen Taschenrechner mehr in der Hand und man vergißt im Laufe der Jahre ne Menge.
Auch die Bereiche Betrieb und Vorschriften habe ich mir einfacher vorgestellt, manche Frage erinnert da doch sehr an die Wertbeutel-Verordnung der Post: http://www.janko.at/Humor/Sonstiges/Wertbeutel-Verordnung.htm :lol: :lol: :lol:


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BeitragVerfasst: Mi 16.12.2015 12:12 
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Moin!

Meine AFu-Prüfung ist nun schon recht genau 28 Jahre her. Dennoch habe ich so einiges davon recht präsent.

1976 hatte ich mit CB-Funk angefangen, aber 1984 das letzte Gerät verkauft. In den Jahren (und eigentlich schon vorher z.B. durch die Zeitschrift "Modell") habe ich erfahren, dass es sowas wie Amateurfunk gibt, aber man muss eine Prüfung dafür ablegen. Durch Schule und anschliessende Berufsschule und Beruf lernen hatte ich den Kopf nicht so frei.
Mir sind aus der Zeit noch 2 "abgängige" zum AFu aus der Zeit bekannt, wobei einer durchaus noch ein paar Jahre ein CB-Gerät im Auto hatte, der andere meldete sich aber auch noch sehr sporadisch von Zuhause oder mit der "HaGee".

Also... Eine ganze Gruppe Lernender aus den Vorbereitungskursen des OV H13 (Peter, DL6OAI Technik und DL8OAR, CW), darunter ich, war im Dezember 1987 zur Prüfung erschienen und noch ein paar Andere aus anderen "Quellen". Ich hatte mich "nur" zur "Klasse A" (das war damals Kurzwelle light) angemeldet, obwohl man mir eigentlich zu Recht empfahl, doch gleich "B" zu machen, also was heute Klasse "A" ist.
Am CW hätte es da sicher nicht gelegen.

Also Aufgabenzettel abgearbeitet, damals war die Technik in der Prüfung doch noch spürbar reichhaltiger, so etwas wie "zeichnen... Oszillator ... Clapp ...Röhrentechnik" wäre möglich gewesen (hatte ich nicht) und sowieso viel mehr Eigenarbeit mit korrekten Rechenwegen. Einen Schwingkreis nicht korrekt berechnen können an Hand der Daten und der Thomson'schen Schwingungsformel aus dem Kopf hätte wichtige Punkte kosten können (hatte ich nicht nur einmal). 75% mussten ja zusammenkommen.
Für "C", also 2m aufwärts, wären 50% ausreichend gewesen. Für "A" hätten meine ich auch 65% gereicht, dann hätte man aber für "B" noch nachgeprüft werden müssen.

Gesetzeskunde ist immer "einfach", wenn man dort die Antworten ganz gut draufhat, zumal man uns einschärfte, dort textsicher sein zu müssen.
"Einfach" ist es aber nicht, wenn der Blutdruck nicht wie gewöhnlich ist, was ja in Prüfungen durchaus vorkommt. Dennoch gut absolviert.

Für Betriebstechnik galt die Regel, RST muss auch in phonetischer Beurteilung "sitzen", QSO-Texte in CW hat ein sicheres Feld zu sein (sorum und sorum), Landeskenner EU bzw. die umgebenden Länder von DL sind Pflichtprogramm sowie die wichtigsten weltweit auch, z.b. was ist alles USA... Bandgrenzen und Q-Gruppen sind eh' Handwerkszeug und täglich' Brot der Zukunft. Natürlich ist der "kärgliche Rest" keine Dreingabe sondern kann auch noch den AFu-Kopf kosten. Je nachdem wie die Fragen ausgewürfelt waren.

Gut, das war alles abgefrühstückt und ein Grossteil der Spannung abgebaut. Kam ja "nur noch" CW... Man riet mir aus dem Kurs vor Ort, doch gleich "B" zu machen, aber blöd wie man ist, nein, ich hab mich für "A" angemeldet und mache jetzt "A", den Aufstocktermin ca. 4 Wochen später hatte ich ja auch schon.

Also rein, "B" zuhörend abgewartet (ich hätte mitschreiben können und auch abgeben!) und dann mich fast bei "A" verlangweilt. Aber gut und sicher bestanden, selbst beim Geben hab ich mich regelgerecht bremsen müssen und können.

Hurra, gleich die "Pappe" mit "DH4OAG" ausgehändigt bekommen. Die Prüfer hatten immer ein ausreichendes Kontingent mitgebracht und quasi abgestrichen aus den Listen, was ausgegeben wurde.

Bei der Aufstockprüfung, nur CW, war die Sache eine andere.... Mir ging schlimm die Düse!
Ich kam mehrfach nicht nach im Aufnehmen, habe aber möglichst viel mitgeschrieben, da immer wieder angesetzt und hinterher konnte man auch die Lücken noch füllen. So peinlich.... Versemmelt!
Ein OV-Kamerad legte ein wirklich gutes Wort für mich ein "...war doch einer der Besten im Kurs..." etc und tatsächlich durfte ich noch wiederholen. Ich meine, der legendäre "Struppi" vom Distrikt hatte es auch noch befürwortet. (Nach der Prüfung für "A" als wir zur Verkündung der Urteile des schriftlichen Teils wieder reinkamen, konnte ich nur sehen dass mein technischer Prozentsatz kurz vor 100 war, da er samt Ergebnis obenauf lag...) Also: Ich konnte dann doch einzeln noch mal rein und bekam: Klartext! Reinen Klartext aus einem Technik-Buch! Den hab ich dann auch fehlerfrei nach Drübergucken abgeben können, bekam auch einen Klartext zum Geben und "here we go..." und die "Pappe" mit "DL4OBG" in die Hand.
Ich hätte es leichter haben können, aber nun, hei wull dat jo sou! (Er hats ja so gewollt).

Vielleicht habe ich genau deswegen das alles noch so präsent....

Also: Ein guter bis sehr guter Grundstock an Wissen muss da sein. Natürlich schaffen es immer einige durch pures und stures Auswendiglernen, da sie sonst keinen Technikbezug haben, ich würde das auch nie verurteilen, denn es muss ja nicht jeder "basteln, reparieren und bauen". Bandbelebung und Völkerverständigung sind auch nicht zu unterschätzen.

73 55 DL4OBG Lutz

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JO42UK


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BeitragVerfasst: Mi 16.12.2015 15:03 
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[quote="Bandito"]Sehr interesannt zu lesen wie Ihr die Prüfung erlebt habt! Das hilft gerade den Leuten, die kurz davor stehen, etwas die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen.
Ich selber habe ich mich erst letze Woche entschlossen das Thema Afu-Prüfung anzugehen, stehe also noch ganz am Anfang. Mit meiner großen Klappe war ich mir sicher da Klasse A kein Thema sein dürfte - immerhin bin ich Energieelektroniker mit über 20 Jahren Berufserfahrung. Bis ich dann die Fragen gesehen habe :shock: Ich denke vor 20 Jahren nach der Facharbeiterprüfung wäre das wirklich kein Thema gewesen, war in der Berufsschule alles mal Thema. Aber nach der Lehre hat man keinen Taschenrechner mehr in der Hand und man vergißt im Laufe der Jahre ne Menge.
Auch die Bereiche Betrieb und Vorschriften habe ich mir einfacher vorgestellt, manche Frage erinnert da doch sehr an die Wertbeutel-Verordnung der Post: http://www.janko.at/Humor/Sonstiges/Wertbeutel-Verordnung.htm

Bandito,
1972 bekam ich zur Prüfung die Fragen, die auf einem leeren Blatt Papier schriftlich beantwortet werden mussten. Auch technische Zeichnungen etc. Alle Formeln musste man im Kopf haben. Ich hatte mit einem Rechenschieber gerechnet, weil das schneller geht und Taschenrechner gab es noch nicht.

Heute stehen alle Antworten bereits auf dem Papier und es braucht nur noch angekreuzt werden. Einen Taschenrechner darf man mitbringen und alle benötigten Formeln gibt es auf einem Blatt Papier. Diese Prüfung ist heute ein Witz und viel zu einfach.

73 und viel Erfolg
Gerhard


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BeitragVerfasst: Mi 16.12.2015 15:20 
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DC4LO hat geschrieben:
Heute stehen alle Antworten bereits auf dem Papier und es braucht nur noch angekreuzt werden.

Und damit wird die Beantwortung zur Alles-oder-nichts-Sache. Keine wohlwollende Interpretation mehr, ob es der Kandidat eigentlich begriffen und nur ungeschickt ausgedrückt hat, oder Vergabe von Teilpunkten, sondern richtig oder falsch mit nichts dazwischen. Ach ja: Wissen muss man die richtige Antwort immer noch, das Kreuzchen setzt sich nicht von allein an die richtige Stelle.

Zitat:
Ein Taschenrechner darf man mitbringen

Und Du durftest einen Rechenschieber mitbringen. Jede Zeit hat ihre technischen Hilfsmittel, möglicherweise hättest Du auch mit einer Curta antreten dürfen.

Zitat:
und alle benötigten Formeln gibt es auf einem Blatt Papier.

Ja. Soll die Prüfung die Fähigkeit zum Memorieren von Formeln prüfen oder die Fähigkeit, Formeln korrekt anzuwenden?

Zitat:
Diese Prüfung ist heute ein Witz und viel zu einfach.

Früher war mehr Lametta ...

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Hans

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BeitragVerfasst: Mi 16.12.2015 22:57 
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Interessante Berichte :-)

Was mir noch einfällt ist, daß die meisten Teilnehmer in einer Gruppe angereist waren. Das waren also vermutlich Absolventen eines Vorbereitungskurses.
Wenn man fachfremd ist, ist es sicherlich eine gute Idee in einer Gruppe zu lernen und vor allem schon Monate vor dem eigentlichen Prüfungstermin immer einmal in der Woche einen festen Termin zu haben an dem über ein bestimmtes Thema/Kapitel gesprochen wird.

Aber(!): Ich finde dieser Gruppenzwang hat bei der Prüfung auch etwas Nachteiliges, weil die Angst zu verhauen vor der Gruppe ungleich größer ist. Wenn dann noch von OMs/Mitprüflingen pseudoschlaue Reden im Stil von Opa Hoppenstedt auf einen einprasseln ist das ein ordentlicher (unnötiger) Streßfaktor.
DF3DD hat ja genau beschrieben was wir alle kennen: kann sein, daß man nach der Prüfung locker ist - warum auch immer. Es kann aber je nach Tagesform auch sein daß man während/nach der Prüfung komplett durch den Wind ist. In so einem Zustand hat man keinen Sinn für Loriot'schen Humor oder Geschwätz im Stil von "ich hab' mal eben drei Tage gelernt und direkt bestanden".

Daher finde ich es je nachdem wie man sich fühlt sinnvoll sich für die Prüfung von der Gruppe zu lösen und sich auf eigene Faust irgendwo sonst / zu einem anderen Termin anzumelden. Klar besteht da natürlich die Gefahr der "Aufschieberitis" - da muß man sich einfach mal richtig selbst in den Hintern treten, damit man sich anmeldet und es auch voran geht.

Die von mir verwendete Software Afutrainer bietet die Möglichkeit eine Prüfungssituation zu simulieren. Ich denke das sollte man unbedingt machen um einschätzen zu können wie hoch die Chance des Bestehens sind. Wie im ersten Posting geschrieben, war die Auswahl an Fragen zumindest bei mir sehr wohlwollend.

@Bandito:
Bleib dran. Daß du die Fragen nach so vielen Jahren in der reinen Praxis aus dem Handgelenk beantworten kannst ist auch völlig unwahrscheinlich. Taste dich Schritt für Schritt ran. Du wirst sehen, daß sich die Fragen dann im Prinzip wiederholen. Wenn man die Lösungswege wirklich verstanden hat, dann ist es kein Unterschied ob man nur ankreuzt oder ein beschriebenes Blatt Papier abgibt.
Auf meinem Schmierpapier standen die ganze Rechenwege (so es etwas zu rechnen gab) ja nachvollziehbar drauf. Nur wollte das Blatt dann keiner sehen :wink: - was wie DF3DD richtig bemerkte ja nicht unbedingt ein Vorteil von Multiple Choice ist.

Vor der Prüfung ist es, so denke ich sinnvoll 1-2 Tage frei (langes Wochenende?) zu haben und nix anderes zu machen als Prüfungsfragen zu lernen - am Besten mit einer Lernsoftware.


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BeitragVerfasst: Mi 16.12.2015 23:41 
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Wär mir nie im Traum in den Sinn gekommen, in Gruppe für die Prüfung zu lernen, geschweige denn in Gruppe an die Prüfung zu gehen. Diese ganze Gruppendynamik war mir schon zu Ausbildungszeiten ein Gräuel, und da dieses Kapitel zum Glück hinter mir liegt, werde ich den Teufel tun, mir sowas wieder anzutun.
Ich hab die Entscheidung zum Afu zu stossen mit mir allein ausgemacht und durchgezogen; klar als jahrelang praktizierender Autodidakt hatte ich vielleicht einen Vorteil; es soll ja Leute geben, die nicht zu lernen imstande sind, wenn nicht ein gewisser Druck in Form einer Art Lehrveranstaltung nach Stundenplan mit allem Pipapo abgehalten wird. Ich fand das für mich immer schon kontraproduktiv und habe immer produktiver alleine gelernt.


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BeitragVerfasst: Do 17.12.2015 1:56 
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Funkfux hat geschrieben:
Klar besteht da natürlich die Gefahr der "Aufschieberitis" - da muß man sich einfach mal richtig selbst in den Hintern treten, damit man sich anmeldet und es auch voran geht.

Oder es kommt ein äußerer Faktor hinzu. Ich hatte das Upgrade knappe 2 Jahre immer wieder verschoben, weil es im QRL immer wieder ziemlich hoch herging. Dann ging die Info rund, dass in Köln ab dem Herbst keine Prüfungen mehr stattfinden würden. Da war klar: Jetzt oder nie, ich werde doch nicht nach Dortmund fahren, wenn ich das jetzt noch quasi vor der Haustür erledigen kann. Damit waren dann für knappe zwei Monate die Abende verplant.

HB9EVI hat geschrieben:
Ich fand das für mich immer schon kontraproduktiv und habe immer produktiver alleine gelernt.

Dito. Meine OVV hat mir zwar als eine Art Kompromiss den Kurs von funken-lernen.de ans Herz gelegt (sie engagiert sich da selbst), aber da musste ich sie enttäuschen, obwohl das offenbar eine gute Sache ist.

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Hans

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BeitragVerfasst: Do 17.12.2015 10:54 
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Registriert: So 13.12.2015 5:26
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Ich war jahrelang als SWL aktiv und habe mich schon immer insbesondere für Antennentechnik interessiert, mein neuer Fokus liegt auf CW und Digimodes.
Viele Ausbildungsinhalte auf dem Weg zur Afu-Prüfung streifen auch diese Themen, als Elektroniker reizt mich besonders der technische Teil.
Grund für mich in die Prüfungsvorbereitungen einzusteigen war eher ein sportlicher Reiz und die Frage, wie schwer ist es eigentlich die Klasse A zu bestehen. Ziel ist es bei Online-Prüfungssimulationen dauerhaft auf über 90% zu kommen. Damit ist noch gar nicht gesagt ob ich mich überhaupt jemals zur Prüfung anmelden werde. Mich interessiert das Thema einfach und ich finde das ist eine schöne Herausforderung die den Horizont erweitert.


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BeitragVerfasst: Fr 18.12.2015 13:59 
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Beiträge: 47
Hallo,

für mich war die Prüfung mehr eine Legalisierung meiner Selbstbautätigkeit. Die Technik war deshalb nicht das Problem. Ich hab den Online-Lehrgang von Eckart Moltrecht durchgearbeitet und anschließend mit dem Afutrainer die Fragen gelernt. Für die Landeskenner hab ich ein Vokabellernprogramm verwendet, bei dem man die Vokabeln selbst eingeben kann, ich hab also statt der Vokabeln die Landeskenner eingegeben und dann geübt.
Auf Grund einer Empfehlung des Onlinelehrgangs hatte ich mich erst mal nur für die E-Prüfung angemeldet. 2 Tage vor der Prüfung habe ich dann mal Spaßeshalber im Afutrainer eine A-Prüfung gemacht, und hab die mit 2 Fehlern auch bestanden. Die Prüfung lies sich leider nicht mehr umändern, hab also erst die E gemacht und 3 Monate später die A.
Bei meinem allerersten QSO wusste ich dann nicht mal, was ein DOK ist und musste erst mal fragen. Das ist halt der Nachteil vom autodidaktischen Lernen, man lernt nur den Prüfungsstoff und bekommt wenig vom Drumherum mit.

Bernd


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BeitragVerfasst: Fr 18.12.2015 15:46 
DB2BMJ hat geschrieben:
Hallo,

für mich war die Prüfung mehr eine Legalisierung meiner Selbstbautätigkeit. Die Technik war deshalb nicht das Problem. Ich hab den Online-Lehrgang von Eckart Moltrecht durchgearbeitet und anschließend mit dem Afutrainer die Fragen gelernt. Für die Landeskenner hab ich ein Vokabellernprogramm verwendet, bei dem man die Vokabeln selbst eingeben kann, ich hab also statt der Vokabeln die Landeskenner eingegeben und dann geübt.
Auf Grund einer Empfehlung des Onlinelehrgangs hatte ich mich erst mal nur für die E-Prüfung angemeldet. 2 Tage vor der Prüfung habe ich dann mal Spaßeshalber im Afutrainer eine A-Prüfung gemacht, und hab die mit 2 Fehlern auch bestanden. Die Prüfung lies sich leider nicht mehr umändern, hab also erst die E gemacht und 3 Monate später die A.
Bei meinem allerersten QSO wusste ich dann nicht mal, was ein DOK ist und musste erst mal fragen. Das ist halt der Nachteil vom autodidaktischen Lernen, man lernt nur den Prüfungsstoff und bekommt wenig vom Drumherum mit.

Bernd


Ja das war bei mir durch Ausbildungsbetrieb eigentlich kein Problem. Technik war am Anfang für mich fast unvorstellbar aber am Schluss war Technik dann doch kein Problem dank DJ4UF das größte Prob. ist also Vorschriften


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BeitragVerfasst: Fr 18.12.2015 16:58 
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janekgal hat geschrieben:

das größte Prob. ist also Vorschriften


Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung: Die größten Probleme haben die Kursteilnehmer mit Vorschriften. Wir hatten mal einen Richter im Kurs, der ist so gerade eben durch die Vorschriftenprüfung gekommen.

Wir (das Team Funken-Lernen) geben unseren Schülern von Anfang an mit auf den Weg, sich frühzeitig in den Vorschriften zu engagieren, weil da viele neue Begriffe auf einen zu kommen, vieles nicht aufeinander aufbaut oder nicht mit Augen und Ohren und Händen auszuprobieren ist. Also muss viel auswendig gelernt werden, was man nicht "mal eben" 14 Tage vor der Prüfung erledigen kann.

Mein Prüfungserfahrung als Prüfling ist schon so lange her und hat unter ganz anderen Rahmenbedingungen stattgefunden, dass diese Erfahrungen hier nicht viel weiterhelfen. Ich habe aber seit etwa 15 Jahren jedes Jahr an mindestens einer Prüfung als begleitender Ausbilder teilgenommen und kann daher hier noch das ein oder andere berichten:

1. Die Prüfer sind in aller Regel selbst erfahrene Funkamateure, die Prüfungsvorsitzenden (Beamte der BNetzA) oft im Prüf- und Messdienst tätig. Die wissen alle, worum es geht und haben die notwendiegen fachlichen Kenntnisse. Sie sind auch Menschen und nicht nur Prüfer!

2. Wer ordentlich gelernt hat, braucht überhaupt keine Angst vor der Prüfung haben, denn es werden durchweg die Inhalte des Fragenkataloges geprüft (im Bereich Vorschriften auch nur Fragen, die noch dem aktuellen Stand der Vorschriften entsprechen).

3. Wer nicht ordentlich gelernt hat (und das selber weiß), sollte besser nicht zur Prüfung gehen. Aber nicht, weil derjenige den Schnitt kaputt macht ;-), sondern weil er bzw. sie sich selbst nur ein Negativ-Erlebnis bescheren. Da ist es besser, eine Woche vor der Prüfung bei der BNetzA Bescheid zu geben, dass man lieber erst zur nächsten Prüfung kommen möchte. Das sollte man aber nur einmal machen :!:

4. Am Ende der Prüfung bekommt man folgende Unterlagen:
    - einen rechtsmittelfähigen Bescheid, aus dem das Prüfungsergebnis hervorgeht (bekommt man auf jeden Fall, auch wenn man einen oder mehrere Prüfungsteile nicht bestanden hat)
    - wenn man bestanden hat bei Klasse A: HAREC (Harmonisierte Prüfungsbescheinigung gem. CEPT-Empfehlung TR61/02, zugleich Amateurfunkzeugnis der Klasse A)
    - wenn man bestanden hat bei Klasse E: Amaterufunkzeugnis der Klasse E

Am besten kontrolliert der Prüfling noch vor Ort, ob alles richtig geschrieben ist, denn das sind Urkunden, die später nur schwer zu ändern sind. Wir hatten mal den Fall, dass in allen HAREC-Formularen bei einem Prüfungstermin bereits im Titel bei "Bundesrepublik Deutschland" ein Druckfehler war.

5. Die Prüfungsausschüsse sollten nach der Prüfung einen "Antrag auf Zulassung zum Amateurfunkdienst" austeilen an diejenigen Prüfungsteilnehmer, die bestanden haben. Den sollte man auf jeden Fall sofort ausfüllen (wenn man denn tatsächlich ein Rufzeichen haben möchte). Damit wird nämlich der "Dienstweg" erheblich wie folgt abgekürzt: Der Zulassungsantrag geht zusammen mit den Prüfungsunterlagen (Kopie der vorgenannten Dokumente und Prüfungsbögen und Personalakte u.a. mit der Personalausweiskopie) an die Außenstelle Dortmund. Dort kann der Zulassungsantrag dann sofort bearbeitet werden. Wird der Antrag erst später ausgefüllt und vom Prüfling selbst nach Dortmund geschickt, dann müssen Prüfungsakte und Zulassungantrag erst wieder zusammengebracht werden. Außerdem sind dann erneut eine Ausweiskopie und auch eine Kopie des Prüfungszeugnisses beizufügen. Und das dauert länger!


Allen, die jetzt zur Prüfung gehen wünsche ich viel Erfolg. Glück braucht man bei der Amateurfunkprüfung nicht, aber solides Grundlagenwissen ist äusserst hilfreich!

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