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 Betreff des Beitrags: UV-3R Zoll macht Stunk
BeitragVerfasst: Fr 12.8.2011 0:49 
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Hallo Zusammen

Wollte vorgestern mein UV-3R beim Zoll abholen, da packten die das Paket aus und uieeehhh das ist ja ein Funkgerät, das können wir nicht so einfach rausgeben, da müssen wir erst mal bei der BNetzA nachfragen ob es für das Gerät eine Freigabe gibt.

Ich fragte "wieso Freigabe, ich bin Liz. Funkamateur ?"

Die Antwort vom Zoll: " Nein das können wir so nicht rausgeben"

Grund: Auf keinem der Bestandteile außer dem Manual ist ein CE Zeichen drauf außerdem ist das Manual nur Engl. + Fra.
Toll was für eine Begründung.

Wenn es keine Freigabe für das Gerät gibt, dann kann ich es vom Zoll zur BNetzA zum durchmessen schicken lassen.

Echt klasse, was sind da nur für Paragraphenreiter beim Zoll ?
Ist denen Langweilig ?

Es hat die auch nicht interessiert das Thiecom, Grenz usw... die Geräte auch verkaufen.

Naja der Verkäufer hat auch den Fehler gemacht den Inhalt entsprechend zu deklarieren.

VY73+
Rolf


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BeitragVerfasst: Fr 12.8.2011 6:30 
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Das "Pseudo" CE Zeichen ist auf dem Gerät unter dem Akku.

73
Ronny

P.S. Welcher Shop war das?


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BeitragVerfasst: Fr 12.8.2011 10:24 
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Ich hab jetzt schon einiges vom Zoll abgeholt, aber nach sowas hat nie einer gefragt.
Schließlich handelt es sich um keine Customer-Ware für den Endverbraucher sondern um Amateurfunk-Geräte, für deren Grenzwerteinhaltung der Betreiber alleinverantwortlich und zu deren Kontroll er laut Lizenz auch fähig ist ... ??

73


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BeitragVerfasst: Fr 12.8.2011 10:36 
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DK3UO hat geschrieben:
Das "Pseudo" CE Zeichen ist auf dem Gerät unter dem Akku.

73
Ronny

P.S. Welcher Shop war das?


Das Gerät ist von mega409shop. :-)


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BeitragVerfasst: Fr 12.8.2011 11:33 
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Hallo Rolf.

vielleicht haben die auf dem Behördenweg wirklich eine Dienstanweisung bekommen härter zu verfahren , aber dann dürften aber auch diverse Elektronikgüter die den Amateurfunk stören bzw nicht Störfest genug sind sofort aus dem Verkehr genommen werden müssen.

Auf einer schriftlichen Begründung vom Hauptzollamt weswegen und warum würde ich bestehen bzw. bei der zuständigen Aussenstelle den BNA , die Dir bestimmt genannt wurde, nachfragen.

Da sich leider viele "Hobbyfunker" sich selbst wenn auch unberechtigt als Funkamateure bezeichnen und selbst bei Behörden eine
großes Wissensdefizit über unser Hobby ,was wir dürfen und die Abgrenzung zu ähnlichen "Funkdiensten" herrscht kann natürlich auch nur ein großes Mißverständnis vorliegen.

Es wäre schön wenn Du mal weiter Berichten könntest wie es mit der Sache weitergeht

73 de Tobias DG5FEV


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BeitragVerfasst: Fr 12.8.2011 11:58 
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Ich würde direkt beim Zoll den Beamten die zuständige Außenstelle der BNetzA anrufen und dort nacfragen lassen, ob Herr X mit Rufzeichen Y so ein Gerät denn, auch ohne CE-Zeichen, besitzen und betreiben darf.

Ansonsten hatte ich beim Zoll mit dem Import meiner Bausätze noch keine Probleme.

Gruß!

Sven


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BeitragVerfasst: Fr 12.8.2011 18:33 
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Hallo Zusammen

Hatte heute Vormittag ein Gespräch mit der BNetzA in Reutlingen.
Es sieht schlecht aus, auf Grund der fehlenden CE Zeichen darf das Gerät nicht importiert werden und geht somit wieder an den Verkäufer zurück.

Wenn jetzt jemand einen Bausatz kauft so die BNA sieht das wieder anders aus, aber hierbei handelt es sich um ein fertig konfiguriertes Gerät und da ist die Gesetzeslage anders, egal ob der Eigner dann ein Liz. Afu ist.

Glück gehabt haben die Leute die das Gerät am Zoll vorbei direkt nach Hause bekommen haben.

Nun hab ich mehrere Möglichkeiten.

1. Nochmal eines zu Ordern und evtl. Glück haben. oder
2. Es überteuert bei einem Deutschen Händler zu kaufen oder
3. Ganz darauf zu verzichten Hi.

VY73
Rolf


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BeitragVerfasst: Fr 12.8.2011 19:43 
Das ist unfein, deckt sich aber mit einer Auskunft eines Händlers voriges Jahr auf der HAM-Radio - die mich verwunderte. Ich hatte mich explizit nach dem VX8R erkundigt -- den hatten die auf der Messe nicht, weil der (noch ?) kein CE-Keinnzeichen hatte und sie den als Händler ohne CE-Kennzeichen nicht vertreiben dürfen (Aussage DL-Händler).

Etwas OT, aber zum Thema CE: Es ist übrigens vom DARC in den 90ern im Vorfeld verhindert worden, daß von der EU die CE-Kennzeichnung auch für Afu-Geräte eingeführt wurde (die cqDL Nr. ..... hatte ich irgendwann sogar in einem Thread gepostet). Das ist im übrigen für mich DAS Argument, warum wir am Selbstbaurecht festhalten müssen. Ohne Selbstbaurecht gibt es keinen hieb- und stichfesten Grund eine CE-Zertifizierung zu verweigern. Es spielt dabei jetzt keine Rolle, wer von uns noch "bastelt".

73 Peter


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BeitragVerfasst: Fr 12.8.2011 20:20 
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Scheinbar ist es wirklich so, daß man als Inverkehrbringer des Gerätes gilt und man daher nur CE- gekennzeichnete Geräte importieren darf oder aber das Gerät selbst zertifizieren müßte...

Auszug aus dem Gesetz über Funkanlagen und
Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG):

(3) Dieses Gesetz gilt nicht für
1. Funkanlagen, die von Funkamateuren im Sinne des Amateurfunkgesetzes vom 23. Juni
1997 (BGBl. I S. 1494) verwendet werden und die nicht im Handel erhältlich sind.
Als nicht im Handel erhältliche Funkanlagen gelten auch aus Einzelteilen bestehende
Bausätze, die von Funkamateuren zusammengesetzt werden sowie handelsübliche
Anlagen, die von Funkamateuren für ihre Zwecke umgebaut wurden, (...)
Quelle

Finde ich zum Bild, wenn ich für ein selbstgebautes Gerät die Verantwortung übernehmen darf, warum dann nicht für ein industriell gefertigtes Amateurfunkgerät?
Grummel...

73, Det DG7XD


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BeitragVerfasst: Fr 12.8.2011 22:42 
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Ich denke das trifft hier nicht zu weil du das Gerät ja nicht in Verkehr bringen willst. Schade, dass das Gesetz selbst keine Definition für das Inverkehrbringen enthält. Aber normal musst du dafür die Absicht haben das an Dritte abzugeben (egal ob gegen Geld). Aber wenn man sich das Gerät einfach für den Heimgebrauch kauft trifft das alles nicht zu.

Grüße
Michael

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BeitragVerfasst: Fr 12.8.2011 23:52 
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DO5UQ hat geschrieben:
Wenn jetzt jemand einen Bausatz kauft so die BNA sieht das wieder anders aus, aber hierbei handelt es sich um ein fertig konfiguriertes Gerät und da ist die Gesetzeslage anders, egal ob der Eigner dann ein Liz. Afu ist.

Glück gehabt haben die Leute die das Gerät am Zoll vorbei direkt nach Hause bekommen haben.

Hallo Rolf,
im Grunde ist das Gerät sogar ein Bausatz. Denn um es an einer breitbandigen Antenne legal betreiben zu dürfen, ist eine Modifikation in Form des Hinzufügens eines Bauelementes (Kondensator, ca. 33pF) im Ausgangsfilter des 2m-Sendezweigs notwendig. Macht man das nicht, so ist die Unterdrückung der 1.Oberwelle der 2m-Band-Aussendung unzureichend. Das Gerät ist also so wie geliefert nicht legal betriebsbereit.
Wenn man es also genauso haarespalterisch auffasst wie die BNETZA bei Euch oder der Zoll, dann würde genau DAS wiederum eine Einfuhr des Gerätes erlauben.
Ich habe übrigens mein Gerät auch beim Zoll abholen müssen, die wollten nur wissen was in dem Paket ist. Ich mußte das noch nicht einmal öffnen. Es kam übrigens vom gleichen Händler.
Anscheinend ist der Spielraum erheblich. Nur schade, daß man offensichtlich immer mal wieder der Willkür einiger Funktionsträger im Amt ausgeliefert ist.
Aber so richtig blöd wird es, wenn Beamte übereifrig und zudem noch stockblind sind, und das noch nicht einmal auffällt..
Wie Ronny schon bemerkte, trägt das Gerät ein CE-Zeichen. Ob pseudo oder nicht...es ist eins drauf.
Vielleicht solltest Du, lieber Rolf, nochmal mit einer starken Leselupe zum Zoll gehen und den zuständigen Beamten dort bitten, mittels der Sehhilfe mal genau den markierten
Bereich zu betrachten.
Bild
Vielleicht fällt dann selbst dem etwas auf....

Viel Glück.
Vy 73
Wilfried


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BeitragVerfasst: Sa 13.8.2011 0:09 
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Hallo Wilfried

Wowww da keimt ja etwas Hoffnung auf.
Die Pappnasen dort haben haben das Gerät hinten an ihrem Tisch ausgepackt und begutachtet musste dann auf deren Aussagen vertrauen.

Die Motzten am Netzteil + Akku rum weil kein CE Zeichen drauf ist und das Gerät selber hätte auch keines.

Nun gut, werde am Montag Mittag sofort zu denen hingehen und mächtig Dampf machen.
Die Geräte sind sogar ISO 9001 zertifiziert Hi. :-)

Dein Bild werde ich ausdrucken und denen unter die Nase reiben.

Die Dinger stammen doch alle aus der selben Fabrik und bekommen alles den selben Aufkleber.

Ich halte Euch weiter auf dem laufenden.

VY73
Rolf


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BeitragVerfasst: Sa 13.8.2011 10:13 
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DO5UQ hat geschrieben:
Hallo Wilfried

Wowww da keimt ja etwas Hoffnung auf.
Die Pappnasen dort haben haben das Gerät hinten an ihrem Tisch ausgepackt und begutachtet musste dann auf deren Aussagen vertrauen.

Die Motzten am Netzteil + Akku rum weil kein CE Zeichen drauf ist und das Gerät selber hätte auch keines.

Nun gut, werde am Montag Mittag sofort zu denen hingehen und mächtig Dampf machen.
Die Geräte sind sogar ISO 9001 zertifiziert Hi. :-)

Dein Bild werde ich ausdrucken und denen unter die Nase reiben.

Die Dinger stammen doch alle aus der selben Fabrik und bekommen alles den selben Aufkleber.

Ich halte Euch weiter auf dem laufenden.

VY73
Rolf


man sollte sich als liz.afu mal das fteg reinziehen ----,bevor man hier solche wellen macht--- das CE-zeichen hat doch wohl einen SINN bzw. sagt etwas aus -----wieder mal ein armutszeugniss über das sach/fachwissen der kreuzchengeprüften multiple-gechoicten neuen afu-generation


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BeitragVerfasst: Sa 13.8.2011 11:00 
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Natürlich hat die CE-Kennzeichnung und ähnliche "Segnungen" der EU (z.B. ROHS) einen Sinn.
Nämlich den, die Zertifizierungs-und Prüfinstitutemaschinerie am Laufen zu halten.
Nicht mehr.
Den ehrlichen Herstellern, egal ob neu gegründetes Startup-Unternehmen oder Großkonzern kostet es nämlich eine ganze Menge Geld und Zeit, die vielfältigen Nachweispflichten zu erbringen, bevor überhaupt der erste Euro verdient wurde. Und das unabhängig davon, ob eine Kleinserie von 100 Geräten oder >100000 Geräte in den Verkehr gebracht werden sollen. Und es trägt in keinster Weise zur eigentlichen Wertschöpfung bei.
Im Gegenteil, es bremst gerade kleine innovative Entwickler denen das nötige Kleingeld für den ganzen Zertifizierungs-und Nachweiswahnsinn fehlt.
Und es schützt die ehrlichen Hersteller hierzulande auch nicht vor kriminellen Fälschungen weil jeder gutgläubige Deutsche angesichts des kleinen Aufklebers auf den Geräten glaubt, es sei ja alles in Ordnung...
Ob das Ganze tatsächlich den ganzen vorgeschriebenen Auflagen entspricht, interessiert doch kaum jemanden wirklich (außer einen halbblinden Zollbeamten vielleicht...)
Vy 73
Wilfried


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BeitragVerfasst: Sa 13.8.2011 11:22 
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admin hat geschrieben:
Ich denke das trifft hier nicht zu weil du das Gerät ja nicht in Verkehr bringen willst.


Ist der Hersteller bzw. der Versender nach DL nicht der In-Verkehr-Bringer?
Mir ist immer noch geläufig, dass alle gewerblich/industriell gefertigen & in DL in Verkehr gebrachten (bzw. auch eingeführten!) (Amateurfunk)Geräte das CE zeichen tragen müssen. Nur der Selbstbau ist von Zertifizierungspflicht ausgenommen.

Mit dem Argument, dass es sich ein Gerät für Lizensierte handelt, könnten schließlich auch Autohersteller nicht vom TÜV zugelassene Autos "ausschließlich für den Verkauf an geprüfte KfZ-Meister" in Verkehr bringen. Die seien ja schließlich auch zur fachgerechten Reperatur befugt.

Gruß
Christof



EDIT:
Hier noch die aktuellen Prüfungsfragen:

Frage VH101: Welches Gesetz bzw. welche Vorschrift beinhaltet Regelungen für das Inverkehrbringen, den freien Warenverkehr und die Inbetriebnahme, die auch für serienmäßig hergestellte Amateurfunkgeräte gelten?
Antwort: Das Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen.

Frage VH102: Welche grundlegenden Anforderungen werden entsprechend dem FTEG an Amateurfunkgeräte gestellt?
Antwort: Seriengefertigte Geräte müssen die grundlegenden Anforderungen entsprechend dem FTEG einhalten und CE-Kennzeichnung tragen.

Frage VH103: Welche Vorschriften müssen im Handel erhältliche Empfangsfunkanlagen einhalten, die dem Amateurfunk zugewiesene Frequenzen empfangen können?
Es sind die Bestimmungen des FTEG einzuhalten. Dies ist an der CE-Kennzeichnung des Gerätes und den Angaben zum bestimmungsgemäßen Betrieb in den Begleitpapieren zu erkennen.

_________________
DO1CMH - QRV: Siehe APRS-Bake


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